Auf den meisten größeren Prüfungen bist du ja als Mannschaft, dann hat man eh genug Leute und spricht sich untereinander ab. Auf Prüfungen bei denen du alleine bist und nur ein kleines Zeitfenster hast, baue ich auf, wenn der vor mir überzieht, da nehme ich keine Rücksicht drauf, die nehmen ja auch keine Rücksicht auf mich.
Ich habe nie Helfer in einem anderen Versteck, als dem sechsten. Meine Hunde lernen, das nur wer eins bis fünf fehlerlos reviert auch verbellen darf. Das ist im Aufbau etwas mühsamer und dauert wahrscheinlich länger, aber es lohnt sich für mich.
Wie gesagt, da muss man einfach schauen was individuell gegeben ist, bei uns musst du dich da selbst organisieren und hast keine Mannschaft. Wir haben keine 5-6 Leute die mit einem anreisen und beim Training helfen können/wollen, das muss man dann einfach bedenken, kann man dann auch nicht herbei Hexen. Letztendlich darfst du aber sowieso auch nicht überall üben, auf unserer LGA jetzt gibt es für C gar keine Übungszeit mehr (wie auf der BSP), nur 5 Minuten für B. Da muss dann nur aufgehen was trainiert wurde.
Bellen dürfen meine Hunde auch nur in der 6, anderswo bellen lassen hat sich für uns als problematisch insofern gezeigt, dass die Hunde dann gerne schon vorher anfangen zu bellen weil es könnte ja gleich das stellen kommen. Deshalb ziehen wir rum.
Mühsamer finde ich es nicht, ich denke einfach es gibt viele Wege nach Rom, keiner davon hat was damit zu tun dass einem Aufwand zu hoch ist. Aber bringt ja nichts etwas zu praktizieren was sich nicht umsetzen lässt oder wofür die Zeit nicht reicht.
Letztendlich ist es ja auch egal, wenn am Ende die volle Punktzahl bei rum kommt gibt es an der Stelle ja auch kein schlechter oder besser.
Wir gehen trainingstechnisch aber auch von Anfang an über einen hohen Grundgehorsam auch in höchsten Trieblagen, ein Problem mit durchbrechenden Hunden habe ich so oder so gar nicht. Wenn ich das Revieren versemmel dann weil ich den Hund falsch eingewiesen haben, haha. Die rennen aber nie einfach zur 6.
Und meine Hunde sind einfach nicht die schnellsten, wir brauchen deshalb sicherlich auch einfach keine Stäbe. Die sind sowieso eng weil die gar nicht das Tempo für weite Bögen entwickeln und mich immer anlaufen. So lässt sich viel übers führen steuern. Bei einem Hund der dazu neigt wären Stäbe auch das Mittel meiner Wahl. Aber wozu bei Hunden die eh eng sind? Es gibt für den Aufwand ja kein Punkt mehr am Ende, wenn eh schon alles vorzüglich ist.
Eigentlich wäre mein Plan gewesen, es aufzubauen mit (dann mal) Ball im Versteck oder auch Helfer drin. Mit "rumziehen" meinst du einen Helfer, der im Revier steht und einen Ball direkt wieder aus dem Revier rauswirft wenn der Hund ankommt?
Rumziehen heißt bei uns, dass der Helfer oder eine Hilfsperson mit Kissen oder Arm im Versteck steht, der Hund schaut rein und dann läuft die Person in laufrichtung raus und bestätigt den Hund an der Spitze des Verstecks, zieht ihn dabei eng „herum“. Ohne bellen, der Hund findet also einen Helfer aber er verbellt ihn nicht sondern bekommt einen Anbiss und flüchtenden Helfer.