Secans
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Beiträge von Secans

    Ich finde den Spike in Kombination mit meiner Hündin prima. Meine Hündin ist ja nicht „durchseucht“ von Popular Sires. Der angedachte Rüde fürs nächste Mal steht im Ausland und seine Würfe kann man hier an einer Hand abzählen. Also auch für sowas bin ich durchaus offen WENN der Rüde mich überzeugt! Ich bin gespannt wie die Nachfrage ist, ich selbst würde eine Hündin daraus behalten wenn eine fällt und ich den Wurf realisieren kann. Keine der aktuellen Popular Sires wäre vertreten.


    Ich bin kein Gegner von Linienzucht, sondern plädiere dafür gute und gesunde Hunde in die Zucht zu nehmen. Es ist momentan aber schwer mit den Rüden, weil auch einfach viel verkauft wird und ich möchte eigentlich weg davon Rüden zu nehmen die noch nicht Beständigkeit gezeigt haben. Da ergibt sich aber so ein wenig dass die natürlich gerne und viel genutzt werden, zumal wenn sich die Nachzucht so gut zeigt. Irgendeinen Tod muss man leider sterben.


    Ich hoffe meine Antwort wirkt nicht harsch! Sie ist so nicht gemeint und mich stört die Frage auch absolut nicht :)

    Secans : was hat dich bewogen, einen anderen Rüden zu wählen?

    Zum einen die bessere Resonanz, die meisten meiner Interessenten wollen graue Hunde kaufen, selbst schwarz ist mitunter schwieriger, bzw. springen da Leute ab auch schwarz-braun ist bei mir nicht so gefragt. Ist schade, aber ist wie es ist. Es gibt einfach grade sehr viel schwarze Hunde. Teilweise würde ich sehr gerne schwarze Rüden einsetzen, aber das lasse ich direkt bleiben. Deshalb bleibt auch vorerst keine schwarze Hündin mehr.


    Überzeugt hatte mich, dass ich verschiedenen Nachzuchten nach dem Rüden persönlich kenne und dass der Rüde kein Newcomer ist. Auch die Blutlinie mag ich so leiden, aber das ist ja Geschmacksache und dafür gibt es ja zum Glück verschiedene Linien.


    Meine Wahl für den nächsten Wurf steht ja auch schon fest, da werde ich die Wurfplanung auch recht früh veröffentlichen um zu schauen ob an der Verbindung überhaupt Interesse besteht. Bei so No-Names wie mir mit unscheinbarer Hündin finde ich es nicht verkehrt eine Planung erstmal zu veröffentlichen und das Feedback bisschen abzuklopfen.

    Aktiv tun kann ich a irgendwie nix, außer ebn hoffen, dass er durch Routine selber ne Kompensationsstrategie entwickelt. ?(

    Das tut mir sehr leid!! Ich würde es genauso machen wie du es beschreibst. Und notfalls ist es eben wie es ist, das wäre mein Weg. Mir wäre das Risiko zu groß daran zu basteln dass es hinterher teurer wird als so.

    Mir geht's ja um dieses Extrem... ich hätte hinzufügen sollen, das war jetzt auch garnicht auf dich speziell bezogen, mein Hirn ist auf Basis deiner Aussage nur weiter abgeschweift, weil es gibt diese Leute, die nur dieses ganz extreme akzeptieren, alles andere ist da dann schon "zu wenig".

    Das finde ich falsch, dafür gibt's eben keine Extrapunkte und das gehört erwähnt, grade in Zeiten wo die Richter gerne mit "könnte, sollte, müsste ... schneller, druckvoller, intensiver,..." um die Ecke kommen. - Weil ich einfach finde, man muss dann auch sehen was dahinter steckt, woher das dann kommt, und was es mit sich bringt.
    Und das halte ich meist sowohl aus sportlicher, als auch aus züchterischer Sicht nicht unbedingt für das erstrebenswerte non-plus-ultra.

    Aber natürlich habe auch ich ein Herz für intensive, dynamische, schnelle Hunde, ich spreche nur von diesen Extremen die man teilweise zu sehen bekommt und die dann gefühlt als Maßstab gelten (sollen?).

    Ich denke sowieso dass Temperament und Nervenkostüm nur die Basis sind. Um erfolgreich, terminiert und beständig zu führen braucht es sowieso noch mehr Eigenschaften. Und dann gibt es ja auch noch die Punkte Härte und Belastbarkeit von denen man in einer Prüfungssituation gar nichts mehr sieht. Mir ist der belastbare Hund immer wichtiger als der schnelle. Einfach persönliche Vorliebe. Die heutigen Prüfungsbedingungen sowie Körbedingungen lassen schon viele Eigenschaften hinten drüber fallen und Ausbildung kann sehr viel erreichen.


    Spannend finde ich ja auch immer, wie die Hunde vorbereitet werden müssen für Veranstaltungen. Können sie sich schnell einstellen? Oder sind es Hunde die das Gelände kennen müssen um abzuliefern (am schlimmsten noch den Helfer kennen müssen...). Am geilsten sind Hunde die eben einfach abliefern. Und da ist mir doch egal ob der 5 PS mehr haben könnte oder sich bissl angekratzt zeigt. DAS ist nämlich auch eine Eigenschaft.

    Natürlich muss auch für mich ein Hund schnell und dynamisch sein und was Ausstrahlen. Aber für exorbitant schnell/überschäumend/etc. kriegste halt auch keine Extrapunkte.

    Eine Rüden würde ich auch lieber konstanter vorstellen.


    Bei einer Hündin sehe ich das bisschen anders. Ich habe nun den zweiten Wurf und möchte die Saison nochmal führen bevor ich wieder belegen lasse. Die Ausfälle sind halt nicht von der Hand zu weisen, jedes Mal wieder aufbauen, Traininspausen, je nachdem wie die Läufigkeit fällt kann man gar nicht starten (wenn man belegen lässt stattdessen). Ich weiß nicht, ich denke schon da muss man mehr im Gedächtnis bleiben weil man einfach nicht so konstant dabei ist wenn man Zucht und Sport vereinbaren möchte (und nicht nur OG Prüfung und dann Wurfkiste).

    Da sehe ich lieber einen Hund der "nur" normal schnell ist, dabei aber sein Hirn nicht ausknipst und dann dafür korrekt arbeitet , als einen extrem schnellen Hund, der außer Tempo und explosionsartigem Trieb nichts zu bieten hat. Mehr oder weniger dünne Nerven gibt's dann (nicht immer, aber oft) noch gratis mit dazu...

    Das ist ja aber schon ein extrem. Dynamisch und Trieb geht ja auch mit Nervenkostüm :)


    Aber ich nehme lieber in Kauf dass ein Hund in der FA etwas aufmacht oder das Holz vielleicht einmal dreht. Halt so Kleinigkeiten.


    Das kommt natürlich stark auf den Typ Hund an, für mich persönlich kommt immer erst das Verständnis für eine Übung und dann das Tempo. Aber das sollte im Idealfall von selber kommen, weil der Hund es einfach hat. Ich bin generell kein Freund davon künstlich Trieb zu machen... wenn ich das (besonders in jungen Jahren) "rauf machen muss" hat der Hund für mich grundsätzlich schon ein genetisches Defizit. (Damit meine ich jetzt nicht gezielt an einzelnen Stellen ein bisschen an den Rädchen zu drehen, sondern das systematische grundsätzliche "Aufziehen" von jungen Hunden.)

    Von künstlichen Triebmachen halte ich auch nichts. Aber ich nehme sehr früh einen Ball statt Futter und ich mag mich selbst nicht zügeln müssen in der Arbeit weil der Hund sonst unsauber wird und überdreht. Klappt hier auch gut, die Hunde verändern ihre Position dadurch nicht. Bei meinem Mali muss ich da tatsächlich schauen und arbeite nach wie vor viel mit Futter weil sonst auch die Lautstärke dazu kommt. Mich nervt das, mir darum Gedanken machen zu müssen und mich zügeln zu müssen. Ist aber einfach Geschmacksache.


    Ich denke es gibt da schon verschiedenen Typen für jeden Geschmack die alle in Ordnung sind ohne dass es sich um Defizite handelt :)

    Wobei es meiner Erfahrung aber auch nicht zwangsläufig aufgeht hinterher erst Trieb zu machen. Bei vielen sehr technischen Aufbauten hält es dann nicht, mit der Herangehensweisen ist man auch nicht immer auf der sicheren Seite.

    Das ist ein Gedanke, der mir in den Kopf gekommen ist. Man beabsichtigt ja eine Emotion mit der Übung zu verknüpfen und es empfiehlt sich, das früh zu tun, damit es sich festigt und der Hund es automatisch also unterbewusst abruft und auch dauerhaft hält quasi weil er nie was anderes getan hat.


    Ein Thema das zu beobachten sich lohnt. :)

    Ich denke es führen viele Wege nach Rom. Ich mache einen Aufbau über Trieb und Beute, aber ich erzwinge Aktivität nicht über Aktivierungsreize. Was ich dafür aber definitiv brauche ist ein Hund der trotz dieser hohen Trieblage gut darin ist umzusetzen.


    grade in der Fußarbeit sind wir aber nicht mehr sooo bemüht sondern der Fokus hat sich dieses Jahr stark aufs Bringen verlagert weil das punktetechnisch wichtiger ist und wir schon sagen dass die Hunde lieber im ersten Teil etwas ihre energie sparen sollen für den zweiten Teil

    Da manche Sportler gerne die Korrektheit etwas vernachlässigen.

    Wir definitiv. Aber zumindest züchterisch ist das meiner Meinung nach auch nicht die schlechteste Entscheidung. Technische Fehler werden eher nachgesehen als ein Hund der nicht dynamisch arbeitet und dem die Ausstrahlung fehlt.


    Im Ideal hat man natürlich beides, aber ich würde immer eher in der Technik Abstriche inkauf nehmen als beim Ausdruck.


    Meine Hunde sind aber von sich aus sehr dynamisch und ich arbeite da einfach nicht dagegen, sondern nutze es :)