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  3. Zucht & Aufzucht

Züchten mit Schäferhunden ohne Papiere!!!!

  • Baghira
  • 28. März 2012 um 16:19
  • Waschbär
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    • 4. August 2014 um 12:54
    • #121
    Zitat von Shari

    Vater und Mutter sind waren beide ihr.
    Der Ruede ist mittlerweile verstorben.

    Es gibt aber nicht nur Vater und Mutter. Sondern auch Geschwister von Vater und Mutter. Und deren Nachkommen. Und der Röntgenbefund eines Hundes fliesst in alle deren Zuchtwerte mit ein.

  • E&C
    Gast
    • 4. August 2014 um 14:25
    • #122
    Zitat von Shari

    Vater und Mutter sind waren beide ihr.
    Der Ruede ist mittlerweile verstorben.

    Ja aber auch die stammen von anderen Hunden ab und je mehr Nachkommen ausgewertet sind, desto besser und das gilt eben nicht nur für die Bewertung der Eltern, sondern eben auch für deren Geschwister, die Nachzucht der Großeltern usw und so fort.


    Ok danke Antje,
    dann hat hier bei uns wirklich jeder Dorf-TA anscheinend die Schulung gemacht, denn alle sechs Praxen bei denen ich bislang war - auch die die man nie weiter empfehlen würde - dürfen röntgen.

  • Verbena
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    • 16. Mai 2021 um 10:08
    • #123

    Ich hole das Thema noch mal hoch, weil ich mir gerade über vieles Gedanken mache, was mit Zucht zu tun hat - nicht zuletzt, weil Luna in einem anderen Faden fragte, ob ich schon mal darüber nachdachte, Chia einmal Welpen haben zu lassen und vorgestern fragte mich mein Nachbar das Gleiche und meinte, dass jede Hündin einmal Welpen haben sollte. Mein Mann würde da auch sofort zustimmen, aber ich weiß, wem die Arbeit zufällt ... und ich bin bei uns ja auch fürs "Sorgenmachen" zuständig. Mein Mann und unsere Tochter nehmen das Leben viel leichter, als ich das tue und leben nach dem Motto: "In jedem Problem liegt auch schon die Lösung" und nehmen Herausforderungen an, um sie zu meistern, während ich eher zur Verzweiflung neige, wenn nicht alles nach Plan verläuft.

    Zucht wäre für mich also definitiv keine Option. Und wenn ich daran denke, dass die Zuchtzulassung dann vor mir läge ... ich habe meine Ambitionen bezüglich Zucht, Prüfungen und Ausstellungen mit meinen Leonbergern begraben.

    Selbst die Pferdezucht hat für mich ihren Reiz verloren, weil daran auch viel Leid, viel Loslassen und viel Bürokratie und "Gemenschel" hing.

    Was ich aber aus der Pferdezucht mitnehmen durfte - und hier komme ich jetzt zum Thema Papiere - war das Wissen, dass Zucht wie ein Bus voller Verwandtschaft ist, bei dem man nicht sicher sein kann, wer als Erster aussteigt - und für mich bedeutete das immer, dass wenn ich schon keinen Einfluss auf die Launen der Natur habe, ich zumindest das züchterische Fundament der Abstammungslehre und die Erfahrung der bewährten Passanpaarungen, respektive der Linienzucht, nutze, um erfolgreiche Pferde zu züchten. Ich schreibe das nun nicht, um mich selbst zu beweihräuchern, sondern weil ich tatsächlich Pferde aufs internationale Sport- und Zuchtparkett schicken durfte, bei denen bereits das Papier Versprechen gab, die sich auch erfüllten (natürlich muss man auch die Menschen finden, die das Talent des Pferdes entsprechend fördern).

    Das Totschlagargument der Interessenten gegen einen vernünftigen Preis, dass man auf Papieren nicht reiten kann, widerlegte ich stets, weil aus meiner Zucht keine "züchterischen Abfallprodukte" kamen, die niemand haben will und die nie eine Chance bekommen, trotzdem wertvoll zu werden. Jeder Hengst, den ich zur Vorauswahl stellte, wurde auch gekört und wir nahmen auch jedes Jahr mindestens einen Gekörten mit nach Hause. Unsere Stuten trugen die Prämien- und Siegerstutentitel und unsere Fohlen waren stets Endringkandidaten. Im Sport laufen undere "Zuchtprodukte" in jeder sportlichen Sparte teilweise bis S und durften auch im Nachwuchspferdebereich Championatstitel sammeln.

    Für mich war das immer die Bestätigung, dass Zucht ein Stück weit planbar ist, wenn man durchdacht und mit entsprechendem Wissen verpaart.

    Bei meinen Hunden waren mir Papiere ursprünglich nicht wichtig, denn da gab es erstmal keine Zucht- oder Sportambitionen.

    Aber mein erster wirklich eigener Hund Higgins sollte eigentlich das Produkt einer Liebeshochzeit zwischen einer Schäferhund/Setter-Mix-Hündin und einem Berner Sennenrüden sein ... wie sich später herausstellte, war sein Vater ein Pitbull.

    Meine Wünsche, die ich mit ihm verbunden hatte, erfüllte er nicht. Ich liebte ihn natürlich trotzdem, fand das Zusammenleben mit ihm aber auch oft anstrengend.

    Das Lieschen war hingegen ein Sechser im Lotto. Aber bei ihr wusste ich, dass die Mutter eine Deutsche Schäferhündin war und der Vater ein Collie. Beide Rassen waren für mich leichtführig und nicht unbedingt jagdbegeistert. Mit dem Lieschen hatten wir eine wunderbare Familienhündin, die tatsächlich auch sportlich nicht ganz talentfrei war. Wir hatten aber auch keine großen Ansprüche oder Ehrgeiz. Mit Joe war ich schon etwas erwartungsvoller und ich recherchierte damals auch, welche seiner Ahnen einen sportlichen Erfolg versprechen könnten und wo seine Talente liegen könnten. Ich trat damals auch in den LSVD ein, bevor ich mir einen Welpen aussuchte ... auch wenn Joe dann auch ohne große Informationen genau der Richtige war. Damals gab es ja noch keine umfassenden Zuchtdatenbanken, bei denen man sich selbst informieren konnte, sondern nur den Zuchtwart als Ansprechpartner, dessen Rat man halt annahm, weil er zumindest mehr wusste, als man selbst.

    Anka hätte sehr gute Papiere und war auch schon sportlich geführt worden, als sie zu uns kam. Da gab es tatsächlich auch mal eine Zuchtambition, aber es sollte dann einfach nicht sein.

    Die Leos waren züchterisch vielversprechend. Sie stammten aus der Zucht einer Tierärztin, die man auf jeder Ausstellung trifft und die inzwischen auch Richterin auf Ausstellungen und Zuchtprüfungen ist. Sie jagte innerhalb kürzerster Zeit vom A- zum J-Wurf und hatte längere Zeit und in jedem Jahr immer zwei Hündinnen mindestens tragend.

    Bei ihr wurde - aus meiner Sicht ziemlich herzlos - auch aussortiert, wenn ein zweijähriger Rüde die Körung nicht mit Auszeichnung bestanden hatte oder die Hündin aus ihrer Sicht nicht vielversprechend genug war. Man konnte bei ihr häufig ihren "Zuchtausschuss" im Alter von ein bis zwei Jahren kaufen.

    Aber sie erwartete eben auch, dass die Welpenkäufer genauso ambitioniert sind, wie sie selbst es ist und drängte immer zur Vorstellung an Ausstellungen und Zuchtprüfungen. So war Müsli gekört und die Bommeline hatte schon Anfragen auf eventuelle Welpen, als sie gerade mal ein Jahr alt war.

    Elvis kamn aus einer Dissidenzzucht und im Nachhinein würde ich niemals mehr einen Dissidenzleo kaufen, wenn der Züchter damit nur die gesundheitlichen Anforderung umgeht, die der DCLH an die Körung knüpft und die Leonberger Polyneuropathie für einen Witz hält.

    Ein Blick in seine Papiere hätte mich warnen können, denn er hatte den gleichen Großvater wie Müsli und auch auf der Mutterseite viel "Müsli-Verwandtschaft", von denen man weiß, dass sie die Genutation LPN1 in sich trugen und weitergaben.

    Einen Leo ohne Papiere würde ich also niemals kaufen, weil das Risiko einer Krankheit, die einer der Ahnen weiterzugeben vermochte, einfach zu hoch ist.

    Bei den Schäferhunden merke ich, das sich da entspannter bin.

    Ich will einfach das Gefühl haben, dass der Züchter meines Hundes weiß, was er tut und entsprechendes Wissen und Erfahrung hat. Wichtig ist mir, dass die Eltern gesund sind und das auch durch entsprechende Untersuchungen nachgewiesen werden konnte. Wenn es vorhergehende Würfe mit gleicher oder ähnlicher Anpaarung gibt und ich sogar ein positives Feedback von Käufern bekomme, beruhigt mich das auch - und dabei müss ich dann nicht zwingend Papiere zum Hund bekommen, wenn alles andere passt.

    Ich würde mich aber für keinen Welpen interessieren, wenn derdas Produkt eines "Coronahundevermehrers" ist, der die Gunst der Stunde nutzt, um mit Welpen Geld zu verdienen (mein Nachbar erzählte mir, dass die Jack Russel-Hündin seiner Tochter 5 Welpen bekommen hat und die innerhalb von vier Stunden nach der Anzeigenschalte alle für je 1500 € verkauft waren und sie 50 Anfragen hatte, obwohl der Preis dabei stand. Die Welpen haben keine Papiere).

    Wenn es bei einer "Zucht", ob mit oder ohne Papiere, nur ums Geldverdienen geht, dann bin ich dort kein Kunde.

    Für mich ist eine vorbildliche Haltung der Hunde, das Streben nach Gesundheit, züchterischer Sachverstand, Herzblut und der Wunsch, dass die Welpen das beste Zuhause bekommen und die Käufer mit ihren Hunden glücklich werden, der springende Punkt.

    Am Preis scheitert für mich kein Kauf und ich würde auch nicht erwarten, dass der Hund ohne Papiere billiger ist, als der mit Papieren. Wenn der Züchter mich überzeugt und ich den Welpen gerne zu uns nehmen möchte, bekommt er auch den Preis, den er für gerechtfertigt hält.

    Selbst züchten möchte ich aber definitiv nicht.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

    Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Cinja
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    • 16. Mai 2021 um 11:35
    • #124

    Der Spruch, dass eine Hündin einmal Welpen haben sollte, ist eigentlich schon längst überholt. Hat die gleiche Wertigkeit wie die Aussage, dass Welpen immer Welpenschutz haben.

    Bei meiner ersten Hündin (Mix aus weißem Schäferhund x DSH) haben damals auch einige Leute gesagt, sie würden sofort einen Welpen nehmen, wenn sie mal welche hätte. Aber darauf hätte ich mich nie verlassen und ich war damals schon der Meinung, dass es genügend Hunde ohne Papiere gibt.

    Wenn ich meine Hündin decken lassen und Welpen haben möchte, dann sollte alles andere stimmen. Also gesundheitlich alles abgecheckt sein. Und damit meine ich nicht nur die eigene Hündin, sondern auch die Verwandschaft von dieser und der des ausgewählten Rüden.

    Ich würde z. B. eher keinen Welpen aus einem "wilden" Wurf nehmen, da weiß ich gar nicht, was da gesundheitlich abgeklärt ist,. Papier ist geduldig, da kann vieles geschrieben werden, was letztlich nicht stimmt.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 16. Mai 2021 um 11:48
    • #125

    ich kann den Wunsch verstehen einen Welpen von seinem jetzigen Hund zu haben, aber ich würde nur noch einen Hund mit entsprechenden Papieren, oder einen aus dem Tierschutz. Selber züchten ist ein Traum von mir, den ich evtl. als Rentner/Pensionär umsetzen kann.

  • Waschbär
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    • 16. Mai 2021 um 12:10
    • #126

    Bei einem Welpen "ohne Papiere" geht es schon da los dass Du Dir nie sicher sein kannst dass dessen angebliche Eltern auch die tatsächlich richtigen sind. Beim Vater schon mal gar nicht. Aber auch der Mutter kann man problemlos fremde Welpen dazu legen, und bei nicht wenigen "Züchtern", die ihre "papierlosen" Welpen aus "liebevoller Familienaufzucht" vermarkten, werden Würfe auf diese weise vergrößert.

    Ich weiß nicht wie oft ich schon Welpen ohne Ahnentafeln gezeigt bekommen haben, mit Fotos beider Elterntiere. Und dann war z.B. der betreffende Welpe (oder eines oder mehrere Wurfgeschwister auf den Fotos) grau und beide Elterntiere schwarz-gelb... 8) Da nützt es Dir dann gar nix wenn Dir die Abstammung der angeblichen Elterntiere vorgelegt wird oder irgendwelche Röntgenbilder von denen...

  • Micha369
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    • 16. Mai 2021 um 21:35
    • #127
    Zitat von Cinja

    Der Spruch, dass eine Hündin einmal Welpen haben sollte, ist eigentlich schon längst überholt. Hat die gleiche Wertigkeit wie die Aussage, dass Welpen immer Welpenschutz haben.

    Mir wurde auch schon verzählt, dass ein Rüde wenigstens einmal in seinem Leben decken sollte. Danach würde er ein ganz anderer Hund sein, also was sein Selbstbewusstsein betrifft.

    :D

  • Pinguetta
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    • 16. Mai 2021 um 22:36
    • #128
    Zitat von Micha369
    Zitat von Cinja

    Der Spruch, dass eine Hündin einmal Welpen haben sollte, ist eigentlich schon längst überholt. Hat die gleiche Wertigkeit wie die Aussage, dass Welpen immer Welpenschutz haben.

    Mir wurde auch schon verzählt, dass ein Rüde wenigstens einmal in seinem Leben decken sollte. Danach würde er ein ganz anderer Hund sein, also was sein Selbstbewusstsein betrifft.

    :D

    Und ich vermute mal, das hat ein Mann gesagt :/

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Micha369
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    • 16. Mai 2021 um 23:35
    • #129

    Du wirst lachen, das war im Wartezimmer eines Tierarztes und das hat eine Frau gesagt. Aber ein Mann hat ihr sehr zugestimmt. :D

  • FlatSnow1639
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    • 17. Mai 2021 um 00:54
    • #130

    Also wäre ich so irre (damit spreche ich nur über mich, niemanden sonst), dass ich Hunde vermehre, dann würde ich niemals Schäferhunde vermehren. Gleichzeitig habe ich aber an sich erst mal auch nichts gegen „Hobbyzuchten“. Das sind für mich aber Leute, die schon seit Ewigkeiten züchten, aber eben ohne Papiere und nicht mal eben den eigenen Hund vermehren und der Sache dann einen „schöneren“ Namen geben.

    Der Coronaboom wird nachlassen. Welpen aufziehen mit EU-Pass und impfen/chillen und allem anderen bis zur 8. Woche kostet mehrere hundert Euro pro Welpe, im „dümmsten Falle“ zahlt man also drauf - besonders wenn man die Mutti ärztlich gut betreuen lässt und die Welpen möglichst hochwertig und gesund groß ziehen will. Viele vergessen auch, dass man das ab gewissen summen sogar versteuern muss. Schäferhunde neigen dazu, in Tierheimen zu landen.

    Und dann muss ich die alle wieder da raus holen - weil ich es niemals ertragen könnte, dass die kein Zuhause haben. Dann hat man eventuell all die „verkorksten“ Schäferhunde selbst zuhause, weil die Halter sich doch nicht richtig kümmern (wer kann einem das schon garantieren) und sie daraufhin aufgrund von Überforderung ungewollt im Tierheim sitzen.

    Also WENN ich vermehren würde, dann eher so etwas wie Pomeranians oder bunte Australian Shepherds. Die finden immer ein Zuhause und scheinen selten bis gar nicht im Tierheim zu landen.

    Mein Freund hätte ja glatt den Zwergi gerne mal multipliziert, wäre ich da nicht so unfassbar anti dagegen und hätte er keine vererbungsrelevanten Vorerkrankungen. Und das ist es ja auch noch: kein Hobbyzüchter hat annähernd den züchterischen Wissensbackground wie jemand, der seine Zuchthunde selbst groß zieht, selbst Ausbildet, selbst zu den Prüfungen führt etc.

    Ich will ja auch nicht, dass die neuen Besitzer dann „schlechte“ Welpen bekommen. Und es ist einfach unfassbar viel Arbeit und Investition eigener Ressourcen - nicht mal finanziell gesehen. Zwergis Verkäufer sagte zb auch ganz klar: „Sollte die Ausgangssperre jetzt durchgesetzt werden, also klar kann ich die behalten bis die Leute die abholen können/dürfen, aber ich kann einfach nicht das in sie investieren, was die genau in der Zeit brauchen, was eine Familie investieren kann, die sich nur um einen kümmern muss.“.

    Wo wir wieder beim Abgabezeitpunkt wären. Will mir nicht vorstellen wie das ist, mal eben auf Verdacht auf Abnehmer zu züchten und am Ende werden es 12 Welpen und man bekommt nur 6 los, wenn man gewisse Ansprüche an die Halter stellt und nicht wahllos die Welpen abgibt. Ich denke die meisten hier wissen, wie sich Schäfibabies im Alter von 8-12 Wochen verhalten - nun stelle man sich mal 6 davon vor im Haus. :S

    Hat mich noch nie gereizt, meine Tiere zu vermehren. Gibt ja auch keine Garantie darauf, dass ein Welpe genau so wird wie mein geliebter Vater-/Mutterhund und bei den ganzen auch jungen Schäfis und anderen Hunden in Heimen muss ich da nicht noch mehr Plätze dort füllen... Und man stelle sich nur mal vor, es geht was schief. Mein Hund stirbt, seine Babies sterben, Hund oder Babies werden bei der Zucht bzw. dem ganzen Prozedere irgendwann wegen irgendwas schwer verletzt und leiden dann den Rest des Lebens darunter... ich wäre schuld, weil ich unbedingt ein Mini-Me meines Hundes wollte. So natürlich eine Trächtigkeit mit Geburt und Aufzucht sind - so natürlich sind auch Komplikationen währenddessen, klar. Selbst beim deckakt kann einiges schief gehen.

    Und das alles nur, weil manche denken, ein Hund müsse halt einmal Welpen bekommen oder zeugen? Nein, das sollen Leute übernehmen, die Ahnung davon haben. Und zwar keine gegoogelte, auch keine auf Springer Link erlesene „Ahnung“, sondern wirkliches Wissen. Die sich da Ewigkeiten drauf vorbereiten und nicht mal eben den süßen Nachbarslabbi über die eigene Hündin rutschen lassen, weil beide Hunde ja so tolle Seelen sind, die man so gerne mag und hübsch sind die zwei ja auch und es haben ja schon fünfte gefragt, ob man die nicht mal verpaaren würde, genau... da habe zumindest ich kein Verständnis für. Wer all diese Risiken trotzdem eingehen will - nur zu, das muss jeder für sich selbst entscheiden und das ist dann auch keine „falsche“ Entscheidung, es ist nur eine andere, wie ich mich entschieden hätte. :)

  • Verbena
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    • 17. Mai 2021 um 05:33
    • #131

    @Azemba Ich bin zu 100% bei Dir und empfinde jeden Deiner Sätze so, wie Du sie schreibst.

    Einzig zum Thema "Welpen loswerden" musste ich mich eines Besseren belehren lassen, denn offensichtlich ist der Run auf Welpen derzeit so groß, dass Preise bezahlt werden, die man sonst nur von Designerrassen kennt.

    Hätte nicht mein Nachbar mir erzählt, dass die 5 papierlosen Jack Russels pro Stück für 1500 € im Nu verkauft gewesen sind und es 50 Interessenten gab, die tätsächlich sogar noch höher boten, um doch noch einen der bereits vergebenen Welpen zu bekommen, jätte ich das nie geglaubt. Aber ich kenne meinen Nachbarn nun seit 25 Jahren und weiß, dass der mich nicht anschwindelt.

    Als er mir vorrechnete, was für ein "schnelles Geld" ich mit Welpen von Chia verdienen könnte, habe ich ihm aber exakt die gleichen Gegenargumente gebracht, die Du, Azemba, auch anführst: Ich will nie erfahren, dass ein Hund aus meiner Hündin nicht geliebt wird und im Tierheim landet oder sogar zum Wanderpokal wird. Wenn ich das wüsste, hätte ich auch ruckzuck ein ganzes Rudel Schäferhunde, weil ich die alle zurückholen würde, respektive vertraglich festlegen würde, dass die Hunde im Abgabefall zu mir zurück kommen müssen (ich hatte auch auf alle meine Pferde ein Vorkaufsrecht und habe davon auch Gebrauch gemacht).

    Für mich ist aber am Ende entscheidend, wie der Züchter des Welpen, den ich zu mir nehmen möchte, Zucht definiert. Ich kenne Hundebesitzer, die von Züchtern kauften, deren Hunde Papiere hatten, aber bei denen ich mich fragte, wie das mit der Wurfabnahme funktionieren konnte, wenn die Hündin und ihre Babys nur im Zwinger gehalten werden und quasi im eigenen Dreck vor sich hinleben. Ich will gar nicht behaupten, dass diese "Züchter" nicht auch Geld investieren, denn an die Papiere sind ja auch Impfungen und Wurmkuren genüpft und - zumindest bei den Leonbergern weiß ich, dass man erst mal zwei Jahre Clubmitgleid sein muss, ein Zuchtseminar absolviert haben muss und die Zwingerabnahme positiv verlaufen sein muss, bevor man mit der Zucht starten darf.Körung der Hündin, Kosten für die Röntgenaufnahmen und bezahlen der Decktaxe für den Rüden kosten zusätzlich auch noch. Dazu kommen noch die Kosten für den Club, die Wurfabnahme, die Papiere ... also ganz ohne finanziellen Aufwand wird der Züchter, dessen Welpen Papiere bekommen, nicht züchten können. Aber, und auch wenn er Geld investiert, heißt das ja nicht, dass ich beim Züchter mit Papieren den wesensstärkeren, gesunderen und ionsgesamt "besseren" Hund bekomme, als beim Züchter, der auf Papiere verzichtet, aber die Zucht mit ganz viel Herzblut, langjähriger Erfahrung, fundiertem Wissen und durchdachter Zuchtplanung betreibt.

    Wenn ich selbst keine Zuchtambitionen habe, darf es auch ein Welpe ohne Papiere sein, aber selbst züchten wäre für mich auch keine Option und ich kenne einen Mischlingsrüden, der schon drei Würfe produzierte und bereits Großvater ist ... ein besserer Hund ist der dadurch nicht und wenn der eine läufige Hündin in der Nase hat, hört der nichts mehr.

    Bei einem gut erzogenen Rüden mag das anders sein, aber mich schüttelt es schon, dass der 6-jährige Hund immer wieder lahmt und Futterzusätze vom Tierarzt braucht, aber weiterhin deckt. Das Gleiche bei einer Landseerhündin, die schon als Junghund ständig hinkte, aber zweijährig vom eigenen Bernhardiner gedeckt wurde und seitdem jedes Jahr Welpen bringt, die für 800 Euro verkauft werden ... und da bleibt keiner übrig, obwohl die in einer Pferdebox aufgezogen werden und sonst nichts kennen.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

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  • Waschbär
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    • 17. Mai 2021 um 08:27
    • #132

    Schäferhunde sind tatsächlich so mit die allerletzte Rasse, die es sich zu vermehren lohnt. Auch wenn derzeit coronabedingt Welpen ohne Ahnentafeln für 1500 bis 1700 Euro angeboten werden. Wenn ich meine Schäferhündin von einem Pudel decken lassen und die Welpen dann als Schäferdoodle vermarkten würde, wären bestimmt locker Welpenpreise bis 3000 Euro und vielleicht sogar darüber möglich. Alles was "gedoodelt" ist geht weg wie warme Semmeln. Der Renner sind seit über einem Jahr Bernerdoodle. dafür zahlen die Leute tasächlich 4500 bis 4700 Euro... 8)

    Ich würde dann aber doch lieber Cockerdoodle züchten... Fand Cocker-Pudel-Mischlinge früher in den Tierheimen immer so niedlich. :)

  • Pinguetta
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    • 17. Mai 2021 um 08:51
    • #133

    Ja, die Preise für Doodle habe ich auch schon seit einiger Zeit kopfschüttelnd beobachtet.

    Harras ist ein Hund ohne Papiere. Damals hatte ich noch nicht das Wissen, das ich heute dank

    euch allen hier im Forum habe. Ich weiß nicht, ob der Bauer damals seine Hündin auch einfach

    einmal decken lassen wollte, oder ob der Wurf ein "Unfall" war. Der Vater war wohl der Hund

    vom Nachbarbauern. Und Harras hatte nur zwei Geschwister. Alle waren geimpft, gechipt und

    mit dem blauen Heimtierausweis versehen. Die Eltern hatten lt. Angabe des Bauern Papiere.

    Und wir haben damals, also Anfang 2016, 500 Euro für Harras bezahlt. Daher gehe ich davon aus,

    dass der Bauer, wenn auch kein Züchter, aber auch kein Vermehrer (im Sinne von Geldscheffeln) war.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
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  • Verbena
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    • 17. Mai 2021 um 09:21
    • #134
    Zitat von Waschbär

    Schäferhunde sind tatsächlich so mit die allerletzte Rasse, die es sich zu vermehren lohnt. Auch wenn derzeit coronabedingt Welpen ohne Ahnentafeln für 1500 bis 1700 Euro angeboten werden. Wenn ich meine Schäferhündin von einem Pudel decken lassen und die Welpen dann als Schäferdoodle vermarkten würde, wären bestimmt locker Welpenpreise bis 3000 Euro und vielleicht sogar darüber möglich. Alles was "gedoodelt" ist geht weg wie warme Semmeln. Der Renner sind seit über einem Jahr Bernerdoodle. dafür zahlen die Leute tasächlich 4500 bis 4700 Euro... 8)

    Ich würde dann aber doch lieber Cockerdoodle züchten... Fand Cocker-Pudel-Mischlinge früher in den Tierheimen immer so niedlich. :)

    Ich fürchte auch, dass das Doodlen ein Trend ist, der sich verbreiten wird ... und da werden die wenigsten "Züchter" darauf achten, ob die Anpaarung passt. Hauptsache, die Welpen sind niedlich und die Hoffnung wird genährt, dass sie keine Haare verlieren und auch keine Allergien hervorrufen ... wenn das dann mal klappt.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

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    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • FlatSnow1639
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    • 17. Mai 2021 um 09:54
    • #135

    Also mir hat der Züchter der Huskies erzählt, dass wenn er die Welpen für 450€ verkauft, er da teilweise sogar etwas drauf zahlt, weil das wohl so in dem Dreh das ist, was er pro Welpe an Aufzucht, Pass, impfen, chippen, Aufzuchtfutter etc bezahlen muss, damit es kleine, gesunde Wonneproppen werden. Alles darüber wäre dann aber „Gewinn“.

    So im Nachhinein würde ich den Zwergi auch gern mal doodlen :D Der Husky verliert ja schon unendlich viele Haare, aber eher so in Knäulchen, die man dann aufsammeln kann. Der Zwergi verliert überall einzelne Haare, die mir dann gestern beim lüften durch die Balkontür so entgegen geweht sind, als hätte ich 4 Wochen nicht mehr gesaugt und als stünde ich in einer Haarwüste, dabei waren das grade mal 48h. Selbst der Retriever war nicht so haarig und denen sagt man das ja nach. Kann mich gar nicht mehr dran erinnern, wie das damals beim Mohrchen war... kann mir aber vorstellen, dass manche Leute das „eklig“ oder „nervig“ finden. Wir haben zum Glück eine gute Hundefriseurin und da war auch der Zwergi letzte Woche zum ersten Mal, ist super gelaufen!

    Als wir nach Welpen gesucht haben, waren die teuersten die Pomeranians mit 3000€ und danach kamen Mini Bulldoggen in Merle für bis zu 4000€. Je bunter und wuscheliger desto teurer. Alles durch Corona, vorher hätte kaum einer solche Preise bezahlt.

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