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Nasenarbeit / Fährte & Co /Praxisarbeit

  • Roopa
  • 8. Mai 2016 um 08:55
  • Secans
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    • 16. November 2024 um 23:16
    • #2.656
    Zitat von GeierWally

    Ich hatte mal ein Böttcher-Geschirr ins Auge gefasst in der Hoffnung, dass Quennie die Leine zwischen den Hinterbeinen dann weniger störend finden würde. Wo siehst Du die Vorteile?

    Ich empfinde es als Vorteil, dass die Leine sich nicht so stark verändern kann, wie am Halsband. Wenn der Hund am Winkel sich mal versichert oder auch mal paar Schritte zurückgeht, dann ist die Leine einfach besser geführt und nicht gleich völlig Grütze.

    Störend finden meine Hunde die Leine gar nicht, aber ich finde es ist schon ein Vorteil, warum diesen also nicht nutzen, die PO gibt es ja her.

  • Ruebchen
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    • 28. November 2024 um 13:36
    • #2.657

    Während Pepper so den Winterblues los wird (wie verrückt seid ihr eigentlich??) waren wir heute fährten und hatten eine echte Horror-Fährte. :D

    Nass bis auf die Unterwäsche, dreckig bis über beide Ohren, durchgefroren bis auf die Knochen.

    Es hat eigentlich normal geregnet, kein Grund nicht fährten zu gehen. Ich habe einen Acker mit bereits aufgegangener Saat drauf gefunden, Boden so mittelschwer würde ich sagen, relativ viel Lehm und dadurch etwas fester und sehr pappig. Ok, aber halt kein Sahneacker.

    Ich dachte es wäre eine gute Gelegenheit Ero heute mal die erste Hälfte ganz prüfungsmäßig ohne Futter zu legen, hintenraus lag dann wieder was (insgesamt 850 Schritte).

    Aber die ersten ~ 500 Schritte einschl. 3 Winkel lag eben nix.

    Als ich fertig war mit legen hat es angenfangen zu schütten und zu stürmen, wie ich es auf der Fährte noch nie hatte. Hat auch nichtmehr aufgehört, bis ich 50 Minuten später den Hund geholt habe.

    1. Schenkel waren 200 Schritte grade hoch, und der Wind kam genau von der Seite, aber wirklich derb.

    Mir war NICHT klar, wie sehr so starker Wind an einer durchnässten, matschigen auf 10m ausgelassenen Leine zerren und reißen kann. =O

    Ich halte sie ja immer recht straff, aber es hat sich trotzdem angefühlt als würde man im sekunden-takt aktiv dran rucken, während sie dauerhaft "vibrierte".

    Und wenn es mich an der Hand schon stört, wie muss es sich dann erst für den Hund an der Halskette anfühlen?

    Ich war positiv überrascht, dass Ero sich davon eigentlich garnicht beirren ließ... er hat sich extrem durch gekämpft und toll gesucht. Er ließ sich auch nicht vom starken Seitenwind "versetzen", er pendelte wie ein Musterschüler genau auf der Spur. 5 von 6 Winkeln hat er sehr gut und akkurat gefunden, bei einem ging er zuerst eine Hundelänge genau in die entgegengesetzte Richtung, korrigierte sich aber zügig selber und suchte dann sehr schön auf dem richtigen Weg weiter.

    GS waren manche leicht schräg verwiesen, aber noch i.O.

    Es waren einige sehr deutliche Wildspuren zu erkennen, die er auch deutlich prüfte (das macht er immer nur auf Acker so intensiv, auf Wiese viel weniger ausgeprägt, hat einer eine Idee warum das so ist?).

    Pfoten blieben außer 1x aber immer auf der Spur.

    Es waren wirklich schreckliche Bedingungen und man merkte sogar Ero, der nun echt kein Problem mit schlechtem Wetter hat, an, dass es ihn richtig ankotzte... Augen zugepfitzt, Ohren angelegt.

    Aber in seiner Leistung hat sich das nicht wiedergespiegelt, er war unheimlich fleißig, fast schon verbissen auf der Spur.

    Vorallem darf man nicht vergessen, der arme Tropf hat ja erstmal eine lange Zeit keinen Krümel Futter auf der Spur finden können, da ich ja nichts gelegt hatte.

    Ich war SO stolz, ich habe ihm Streckenweise, immer wenn der Wind besonders heftig an unserer Leine zerrte, eine regelrechte Lobeshymne gesungen. Ob er die 10m weiter vorne im Sturm auch gehört hat, weiß ich nicht 8o

    Jetzt sind wir sprichwörtlich mit allen (Regen)wassern gewaschen. Das nächste Mal wenn das Wetter so eskaliert, scheiß ich aber auf die ausgelegten GS und fahr unverrichteter Dinge wieder heim. :D

    Ero wurde daheim trockengerubbelt und hat die größte Kaustange bekommen, die sich im Vorratsschrank finden ließ :) <3

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Axman
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    • 28. November 2024 um 22:05
    • #2.658

    Wahnsinn!! Das klingt irre spannend und abenteuerlich!! Einfach bombig, wie Ero das ritterlich durchgezogen hat!!

    Ich könnte mir vorstellen, dass wenn sie die Tierspuren auch sehen, sind halt einfach 2 Sinne aktiviert und dann wirkt das stärker?

    :) <3

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Ruebchen
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    • 29. November 2024 um 00:29
    • #2.659
    Zitat von Axman

    Ich könnte mir vorstellen, dass wenn sie die Tierspuren auch sehen, sind halt einfach 2 Sinne aktiviert und dann wirkt das stärker?

    Ich weiß nicht, könnte sein ... wobei ich auch nicht weiß, wie viel er da wirklich "guckt" (gucken kann). :/
    Wenn du nah am Boden bist siehste ja auch garnicht so viel was sich links und rechts auf (fast) derselben Ebene befindet wie du. :/

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Axman
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    • 29. November 2024 um 08:50
    • #2.660

    Ich glaube Hunde sind eher kurzsichtig also sollten sie schon sehen können, was sich in der Nähe befindet. Vielleicht auch, wenn es sehr nah ist und sie es dann nicht mit beiden Augen sehen, sondern nur mit jeweils dem Auge auf der Seite der Wildspuren, wenn die z.B. seitlich der Fährte verlaufen, dann kann ich mir vorstellen, dass das irritierend oder interessant für den Hund ist.

    Man hat ja beim Fährte beibringen auch immer die Sorge, dass Hunde "auf Sicht" fährten lernen, wenn sie Spuren sehen. Tatsächlich gehen die meisten Hunde erstmal auf Sicht, wenn sie nicht gerade sehr Nasentalentiert sind. Die suchen dann die sichtbaren Futterstückchen. Total kacke. Das kann man verhindern, wenn man die Möglichkeit hat Hunde auf Wiese zu starten, weil das Futter meist einfach nicht sichtbar ist. Aber doch, ich kann bestätigen, dass Hunde durchaus Futterstückchen, die sehr nahe sind auch SEHEN können wenn sie den Kopf nicht heben.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Pepper
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    • 4. Dezember 2024 um 22:46
    • #2.661
    Zitat von Ruebchen

    Nass bis auf die Unterwäsche, dreckig bis über beide Ohren, durchgefroren bis auf die Knochen.

    Und WIR sind verrückt??? ^^

    Wir haben beim Joggen wenigstens nicht gefroren!!!

    Respekt!

  • Ruebchen
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    • 4. Dezember 2024 um 23:36
    • #2.662

    Axman stimmt, du hast recht.

    Die nehmen nebenbei doch noch mehr wahr als wir (ich) denken. :D

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Axman
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    • 19. Februar 2025 um 18:03
    • #2.663

    Fragen zur neuen PO

    Leitlinien für die Bewertung

    • Gibt der HF das HZ zum Suchen, bevor der Hund am Abgangsschild ist, oder gibt er kein HZ, erfolgt ein
    Abzug von -1 Punkt.

    • Zeigt der Hund bereits vor dem Abgangsschild ein Suchverhalten, ohne vom Hundeführen mit HZ
    angesetzt zu sein, so ist dies nicht negativ für die Bewertung.

    • Unterbricht der Hund die Fährte durch fälschliches Anzeigen eines Gegenstandes und geht der HF nicht
    zum Hund, sondern gibt am Ende der Fährtenleine ein zusätzliches HZ zum Suchen, erfolgt ein Abzug von
    -2 Punkten aber HF geht zum Hund, Abzug von -4 Punkten

    • Gibt der HF dem Hund Sichtzeichen zum Aufnehmen der Fährte, erfolgt ein Abzug von -2 Punkten.

    • Faseln, Kreisen an den Winkel, ständiges Aufmuntern, Leinen- oder verbale Hilfen bei den Fährten oder
    beim Verweisen sind fehlerhaft und werden entsprechend entwertet.
    • Urinieren oder Stuhlgang: Entwertung -8 Punkte


    • Primäre Elemente:
    Intensität, Selbstvertrauen, Konzentration, direktes überzeugendes Verweisen.
    • Sekundäre Elemente:
    Abstand zwischen HF und Hund, Geschwindigkeit des Ablegens beim Verweisen.

    Erste Frage:

    Bzgl. des Punktes wenn der Hund fälschlicherweise einen GS anzeigt der gar nicht da ist. Wie soll denn der HF wissen, dass der GS gar nicht da ist? Also wie soll der HF den Fehler vermeiden der ihm 4 Punkte Abzug beschert. Oder verstehe ich hier etwas nicht?

    Zweite Frage:

    Unter "Sekundäre Elemente" steht dass die Geschwindigkeit des Ablegens beim Verweisen bewertet wird. Was wenn der Hund im Stehen verweist? Oder im Sitzen, aber okay, da kann es auch schnell sein.

    Es ist schon irgendwie ulkig, dass in der PO "im Stehen, Sitzen und Liegen" verwiesen werden darf, das aber keiner macht und von daher gibt es dafür auch einfach keine genauere Beschreibung?

    Zusatzfrage: Was ist gleich nochmal "Faseln"?

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Ruebchen
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    • 19. Februar 2025 um 18:35
    • #2.664
    Zitat von Axman

    Erste Frage:

    Bzgl. des Punktes wenn der Hund fälschlicherweise einen GS anzeigt der gar nicht da ist. Wie soll denn der HF wissen, dass der GS gar nicht da ist? Also wie soll der HF den Fehler vermeiden der ihm 4 Punkte Abzug beschert. Oder verstehe ich hier etwas nicht?

    Man weiß ja welche Prüfungsstufe man läuft, und wenn man jetzt z.B. eine IGP3 Fährte läuft und der Hund auf demselben Schenkel sich das zweite mal hinlegt, weißt du, dass da kein GS sein KANN.
    Oder 50 Schritte vor/nach einem Winkel kann auch nix liegen, usw.

    Manche Hunde verhalten sich beim "lügen" (wenn es denn Absicht ist) auch anders, als beim tatsächlichen verweisen, u.U. sieht man es seinem Pappenheimer einfach an. Ist aber sicher auch viel Glückssache.

    Zu Frage 2, ja da hast du recht... gut, schnell/langsam hinsetzen geht ja schon.. aber schnell/langsam stehen bleiben? Das würde ich beim "Steh" eher als "überzeugend" beschreiben, aber das steht ja schon bei den primären Elementen ^^

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Cinja
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    • 19. Februar 2025 um 18:38
    • #2.665

    Wenn sich der Hund zum Beispiel kurz vor oder nach dem Winkel hinlegt, kannst du davon ausgehen, dass da kein Gegenstand liegt. Da kannst du dann von hinten aus den Hund weiter schicken. In der Mitte eines Schenkels ist das natürlich schwieriger. Da kannst du wahrscheinlich nur hingehen und gucken, wenn keiner liegt, den Hund neu ansetzen. Aber die Punkte hast du dann verloren.

    Bei der Geschwindigkeit des Hinlegens wird wahrscheinlich auch die Intensität des Verweises herangezogen. Das kannst du dann auch beim stehenden Verweisen beurteilen.

    Faseln meint das eher großflächige Suchen. Also wenn es eher einer Stöbersuche gleicht.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • Axman
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    • 19. Februar 2025 um 19:25
    • #2.666

    Dankeee!! Ruebchen und Cinja !!

    Okay, dann hatte ich es mir schon so ungefähr vorgestellt. Tatsächlich tut man wohl gut daran, wenn man seinen Hund gut lesen kann.

    Frage 2 wären wir dann einfach wie immer, es liegt im Auge des Betrachters also des Richters ob er es schön findet oder nicht. War ja eh mehr oder weniger theoretisch, da es offenbar null Leute gibt, deren Hund in IGP stehend verweist. Oder sitzend. Habt ihr das schon mal gesehen?

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Ruebchen
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    • 19. Februar 2025 um 20:13
    • #2.667

    Ich kenne auch nur im FH-Bereich Hunde, die stehend verweisen.

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Schafring
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    • 20. Februar 2025 um 10:50
    • #2.668

    Ich kenne nur 1 Hündin die sitzend verweist, mit stetigem Blick zum GS.

    Wichtig beim stehend oder sitzend Verweisen ist dass der Hund diese Position auch hält und sich nicht hinlegt während du nach vorne läufst.

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • FrankT.
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    • 21. Februar 2025 um 08:49
    • #2.669

    Meine Shiva hat sich immer hingelegt zum Verweisen (FH), im Alter, als ich sie aus dem Sport genommen habe und nur noch Spaßfährten gemacht habe, hat sie von sich aus im Stehen verwiesen.

    In punkto schnelligkeit zum verweisenlag lag es bei den vielen FH`s, die ich gemacht habe, immer am Richter. Ich habe Punkte gezogen bekommen mit der Begründung, sollte intensiever verweisen, ein anderer Richter hat es mir nicht angekreidet, wenn meine Hündin, die immer schön ruhig gesucht hat und sich nicht am Gegenstand hingeschmissen hat, sondern sich einfach nur hingelegt hat.

    Ein anderer Punkt ist der Wiederansatz, beim Kommando "Such" ist meine schnell hoch zum suchen. Da gab es auch Richter, die mir da einen halben Punkt abgezogen haben.

    Ich habe mich immer gefragt, was heißt "intensiever verweisen?" Der Gegenstand lag immer zwischen ihren Pfoten, sie hat ihn aber nie die ganze Zeit angestiert.

  • Secans
    Beiträge
    875
    • 21. Februar 2025 um 09:15
    • #2.670

    Ich würde es bei einem Hund trainieren, der sich mit kalten und nassen Böden sehr schwer tut. Klar, kann man da auch über den Gehorsam gehen, aber wozu? Dann doch lieber stehend verweisen lassen und ein schöneres Gesamtbild haben. Wenn man das liegen so erzwingen muss, hat man ja immer diese negative Behaftung.

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