Ich bin nicht so erfahren, was das Fährten angeht. Aber wie wäre es, wenn du einfach mal für eine Zeit damit pausierst? Und dann kleinschrittig neu anfangen.
Nasenarbeit / Fährte & Co /Praxisarbeit
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Ich würde wohl mal darüber gehen, dass es Futter nur fürs Arbeiten gibt und sonst nicht. Also, falls du das nicht bereits machst.
Lobst du ihn denn fürs Suchen? Ich würde ihn wirklich dolle loben und Ablenkung unterbinden. Wie liegt denn das Futter auf der Fährte? Einfach nur drauf oder eingetreten? Verweist er gerne? Wie sieht es mit Superleckerlie wie Fleischwurst, etc aus?
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@Filler
Ich sage, wie schon immer "Such" am Fährtenansatz. Dann sage ich normalerweise erst am ersten GS etwas: eigentlich immer lobende Worte und drei Stückchen Käse. (Er findet die GS ja fast immer).
Wenn er jedoch guckt oder offensichtlich falsch gehen will dann bleibe ich stehen und korrigiere ihn mit "Such!"oder "Ordentlich!".
Ich lege die winzigen Fährtenwurststückchen in meine Fussstapfen hinein, nicht reingetreten.
Also am GS gibt es Käse, den er auch gern nimmt. Auch findet er meine Fährtenwurststückchen gut, die sammelt er ja auch immer auf, manchmal eben auch nachdem er schon drübergelaufen ist, dann geht er wieder eine Hundelänge zurück, was ja eigentlich auch doof ist, das ist aber selten.
Winkel will er meist abkürzen, manchmal geht er aber auch eine Hundelänge drüber hinaus.
Will er abkürzen dann versuche ich das zu verhindern, ich nehme ihn schon vor dem Winkel sehr kurz sodass ich ihn auch tatsächlich am Abkürzen hindern kann. Läuft er allerdings drüber hinaus bleibe ich nach ca. einen Meter stehen und lass ihn nicht weiter und sage "Ordentlich!"
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Hi Micha369 ,
Dein Hund kommt mir vor wie ein Teenager, der mit minimalem Aufwand durch die Prüfung geht. So nach dem Motto.
Das Recht doch so !
Und für Witus reicht es. Er findet ja fast alles.

Ein Hund muss nicht mit tiefer Nase suchen um zu finden!
Auch ich würde so sprechen:
Die anderen sagen, ich sollte nochmal ganz von vorn anfangen mit 40 Schritt geradeaus und 100% Futter auslegen, nicht so große Schritte aber relativ breit auseinander für den Pendeleffekt.
Witus kann suchen, hat aber nicht die (sorry) unnatürliche Suche, welche in der PO verlangt wird gelernt.
Vll könntest du mal probieren wie Witus reagiert, wenn du Fleischbrühe mit einem Zerstäuber benutzt. Das motiviert so manchen Hund die Nase tiefer zu nehmen.
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Hm, wirklich schwierig, das richtig zu beurteilen, ohne es zu sehen.
Für mich hört es sich auch so an, dass Witus mit möglichst geringem Aufwand durchkommen möchte und es vielleicht! an der richtigen Motivation fehlt.
Beim Abbau von Futter habe ich z. B. Futter zerkrümelt und wenige Krümel in die Fußstapfen gelegt, die kein Futter mehr enthalten, aber dafür etwas Geruch vom Futter. So war zumindest noch etwas bekannter Geruch da. So habe ich auch an den ersten Winkeln gearbeitet, als die noch eher rund waren. Nach und nach kamen dann dann die Krümel in weniger Fußstapfen, aber trotzdem noch relativ viel Futter.
Vielleicht wäre ja auch ein Seminar mal was für dich. Wenn was in deiner Nahe angeboten wird, würde ich das in Erwägung ziehen.
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Mir kam ebenfalls der Gedanke, ob ein Seminarbesuch nicht mal eine Idee wäre.
ich frage mich beim lesen, ob Witus überhaupt Freude am Suchen zeigt und mir fehlt das (ehrliche) Lob auf der Fährte fürs Suchen - nicht fürs Finden oder Fressen, sondern fürs Suchen.
Futter trete oder bohre ich ein, damit der Hund nicht ins stöbern fällt und intensiver suchen muss. Grade bei Fleischwurst bietet sich für die Hunde das stöbern total an.
Belohnung würde ich variieren. Mal gibt es einen Ball mit kurzen Spiel zur Belohnung am GS, mal Käse, mal Wurst, mal etwas Futtertube oder ein Döschen. Trockenfutter ist bei mir das "Hauptfutter" auf der Fährte und wird eingetreten, es liegt allerdings sehr schnell sehr wenig Futter, weil der Hund nicht über Futter die Fährte finden soll, sondern über die Fährte Futter. Und dann bohre ich zum Beispiel mal ein großes Stück Wurst ein - dafür empfehle ich aber Seminare, damit man sich keinen Bock schießt durch falsches Handling (buddeln z.B.!).
Ja, Druck, Zwang und Korrekturen sind ein "schnelles" Hilfsmittel, wenn es nicht so klappt. Schön wird es damit halt nicht und ganz sicher nicht freudiger. Ich finde sehr schade, dass Lob (und damit meine ich nicht, dass der Hund Futter findet!) selten in Betracht gezogen bis hin zu gezielt vermieden wird. Schäferhunde sind doch kooperativ und wollen mir ihren Menschen arbeiten, da sollte man selbst auch eine positive Grundstimmung mitbringen und den Hund ehrlich loben, wenn er arbeitet.
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Was für neuen Input und neue Motivation auch helfen kann, ist, wenn man mal in einen anderen Verein fährt. Manche Vereine bieten auch gezielt Trainingstage für Gäste an.
Witus kann suchen, hat aber nicht die (sorry) unnatürliche Suche, welche in der PO verlangt wird gelernt.
Dazu muss ich aber noch was schreiben. Ich kann kein Verhalten trainieren, welches "unnatürlich" ist. Das ist schlicht nicht möglich. Ich weiß, dass es teilweise sehr bekannte Trainer gibt, die dem Fährtensport nichts abgewinnen können. Aber dieses "das ist unnatürliches Suchen" ist einfach Blödsinn (sorry). Dass der Hund ins stöbern fällt, ist einfach ein Ausbildungsfehler. In dem Falle macht es für den Hund einfach mehr Sinn, sich die Fleischwurst zu erstöbern.
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Das mit dem Nicht Loben wenn er einfach schön sucht habe ich gelesen in einer Anleitung von einem Fährtenprofi in einem Zeitungsartikel. Am GS wird ja schön gelobt.
Mein Ziel wäre ein Hund, der mit tiefer Nase sucht. Aber wie den Hund dazu dauerhaft motivieren? Der ist doch nicht blöd und merkt doch, dass der Geruch von Futter ihm nichts bringt. Oder ich bringe ihn aus seinem Suchrhythmus heraus. Witus ist dann auch kein Schnellfresser, der findet Futter, kaut es und dabei nimmt er den Kopf hoch. Meine Futterstückchen sind winzig klein, eigentlich müsste es sehr schnell gehen das Futter aufzunehmen und weiter zu suchen. Als dann die Abstände von Futter-Tritt zu Futter-Tritt größer wurden hat er dann immer dort am Futter gepickt (also dort ging sein Kopf dann runter) und ist rel. schnell zur nächsten Futtertapse gegangen, dabei ging die Nase wieder höher. Mir sagen sie immer, dass es eben viele Hunde gibt die einfach ihre Nase nicht so tief halten und auch nicht in jeden Schritt hineingucken. Aber dann wird es zu oberflächlich und Fehler schleichen sich ein, denke ich.
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Ich bin ja ein Fährtenlaie und mache das auch nicht mit meinem Hund, aber so beim Lesen stellt sich mir die Frage:
Woher soll Witus wissen, dass er gerade etwas richtig macht, wenn du ihn in dem Moment, in dem er es tut, nicht lobst?!
Das erschließt sich mir nicht.
Wenn er NUR am GS gelobt wird, ist es - für mich - völlig verständlich, dass er nur von GS zu GS rennt, dabei vor lauter Hektik Winkel überläuft und auch die Futtertritte nicht immer sofort mitbekommt. Er hat gelernt: der GS ist das Highlight, der Weg dorthin ein notwendiges Übel.
Klar muss man das Loben - so wie jede Hilfe - irgendwann wieder abbauen.
Aber ich an deiner Stelle würde nochmal von vorne anfangen, gaaaaaanz kleinschrittig und mit viel, viel, viel Lob für richtiges Suchen mit tiefer Nase. Damit Witus sich dabei RICHTIG gut fühlt und ganz viel Feedback bekommt, dass das gut ist, was er tut.
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Das mit dem Nicht Loben wenn er einfach schön sucht habe ich gelesen in einer Anleitung von einem Fährtenprofi in einem Zeitungsartikel. Am GS wird ja schön gelobt.
Mein Ziel wäre ein Hund, der mit tiefer Nase sucht. Aber wie den Hund dazu dauerhaft motivieren? Der ist doch nicht blöd und merkt doch, dass der Geruch von Futter ihm nichts bringt. Oder ich bringe ihn aus seinem Suchrhythmus heraus. Witus ist dann auch kein Schnellfresser, der findet Futter, kaut es und dabei nimmt er den Kopf hoch. Meine Futterstückchen sind winzig klein, eigentlich müsste es sehr schnell gehen das Futter aufzunehmen und weiter zu suchen. Als dann die Abstände von Futter-Tritt zu Futter-Tritt größer wurden hat er dann immer dort am Futter gepickt (also dort ging sein Kopf dann runter) und ist rel. schnell zur nächsten Futtertapse gegangen, dabei ging die Nase wieder höher. Mir sagen sie immer, dass es eben viele Hunde gibt die einfach ihre Nase nicht so tief halten und auch nicht in jeden Schritt hineingucken. Aber dann wird es zu oberflächlich und Fehler schleichen sich ein, denke ich.
Also, meine Hündin brauchst du auf der Fährte auch nicht loben. Die bringt dahingehend mehr als genug "Suchwillen" mit und ist das beste Beispiel für "will to work != will to please".

Aber das bringt dir ja nichts, wenn dein Hund anders ist. Du bräuchtest dann schon einen Fährtenprofi der sich euch als Team anschaut. Und hier bieten sich Seminare mit Praxisteil an. Oder Einzelunterricht.
Was heißt denn "dauerhaft motivieren"? Hast du dir mal professionelles Training angeschaut? Da wird überall dauerhaft motiviert, sonst hast du ganz schnell einen Hund der unzuverlässig wird. Oder im IGP Bereich prüfungsschlau.

Anerkennung ist auch für Hunde wichtig. Genauso wie Belohnung. Das sind aber zwei paar Schuhe.
Ist doch wie bei uns Menschen. Arbeiten geht man, weil man dafür Bezahlt wird. Je nach Typus auch mit minimalstem Einsatz. Gerne zur Arbeit geht man, wenn man sich mit den Kollegen versteht und Anerkennung für das bekommt, was man leistet. Unabhängig der Bezahlung.
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Ich zerlege mir das Fährtentraining jeweils in Schwerpunkte die ich als momentanen Schwachpunkt glaube zu erkennen.
So hab ich zB die GS-Arbeit erst erschlossen und dann verbessert indem ich auf einer Geraden nur hab GS verweisen lassen oder den ruhigen Ansatz indem wir eine Weile erst zum Fährtenschildchen sind nachdem Hera ruhig in der Grundstellung eine Weile ausgeharrt hat und den Blickkontakt zu mir gesucht und gehalten hat, momentan arbeiten wir an den 90° Winkeln in allen möglichen Fußtrittvariationen, mal mit mehr, mal mit weniger Futter.Ich lass der Hera eigentlich relativ viel Freiraum wenn sie zB einen Winkel überläuft, bleibe stehen und lass sie sich selber wieder einsuchen, wenn das geschafftist gibts ein verbales Lob, aber ich glaube das selber die Fährte wieder gefunden zu haben ist für meinen Hund die größte Bestätigung.
Mal gibt es einen Ball mit kurzen Spiel zur Belohnung am GS,
das könnte ich bei der Hera nicht machen, da wäre sie raus aus dem Suchmodus, was allerdings außer der üblichen Futterbestätigung geht ist daß ich mich neben sie setze und streichle und dabei ruhig lobe.
So werde ich auch weiterhin fortfahren für ein korrektes Verweisen, für ein nicht zu stürmisches Wiederansetzen usw.
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Ich finde es sehr schön anzusehen wenn ein Hund eine IPG oder FH Fährte zeigt!
Das ist immer eine tolle Leistung von Hund und HF.
Genau so wie wenn ein Jagthund eine Schweiß-Fährte sucht oder ein Mantailer / RH eine Person.
Und alle Suchbilder unterscheiden sich.
Aber dieses "das ist unnatürliches Suchen" ist einfach Blödsinn (sorry).
Du darfst mir gerne erklären weshalb das einfach Blödsinn ist was ich schreibe.
Was ist denn deiner Meinung nach natürliches Suchen?
Bist du der Meinung, das gibt es nicht? Oder, dass ein langsames Suchbild mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, sauber ausgearbeiteten Winkeln und tiefer Nase DIE natürliche Suchen ist?
Ich kann kein Verhalten trainieren, welches "unnatürlich" ist.
Für mich ist das Suchen selbst natürlich.
Die Art wie der Hund aber bei FH und co. sucht ist nMn antrainiert.
NOCHMAL: Ich finde Fährten Sport toll!
Und bin auch nicht der Meinung, dass diese korrekte Art von suchen für den Hund was schlimmes ist. Ganz im Gegenteil. Aber, es muss trainiert werden, dass der Hund so sucht.
Und deshalb "unnatürliches suchen".
Er macht es nicht von sich aus. Seine Nase ist so gut, er braucht keine tiefe Nase um zu riechen was er riechen muss.
Dass der Hund ins stöbern fällt, ist einfach ein Ausbildungsfehler. In dem Falle macht es für den Hund einfach mehr Sinn, sich die Fleischwurst zu erstöbern.
STIMMT!
Ausbildungsfehler! Genau!
Kein Tier in freier Natur würde freiwillig eine so intensive Such-Arbeit machen.
Ressourcen sparen ist natürlicherweise das Ziel.
Die von dir @Filler benannten berühmten Trainer kenne ich nicht.

Ich mach mir gerne meine eigene Meinung, auch wenn du sie für Blödsinn hältst.
Vll hast du aber noch so gute Argumente das ich diese Meinung überdenken muss.
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Hierzu kann ich sagen, dass ich die tiefe Nase Axel nie beibringen musste. Ich habe ja mal geschrieben, dass er die Nase nicht mal hochgenommen hat um eine vom Rebhuhn ÜBERFLOGENE Strecke zu verfolgen.
Vielleicht ist die IGP Fährtensuche ja nur individuell "unnatürlich" im Sinne von verschiedenen im einzelnen Hund natürlich angeborenen Methoden?
Das wäre ausserdem ein Meinungskompromiss😉😍
In meinem schlauen Fährtenlehrbuch werden die Hunde in verschiedene Suchtypen eingeteilt. Dort heisst es, dass die Hunde individuell (aber auch durch Ausbildung) gewohnheitsmässig....
.... ich beschreibe es so:
Der Geruch an so einer Fährte ist ja verschiedenen zB zeitlichen oder örtlichen Umständen und Veränderungen unterworfen.
Hunde werden häufig (unbeabsichtigt) darauf konditioniert oder haben von alleine eine Vorliebe dafür nur die residualen Körpergerüche des Fährtenlegers zu erspüren und verfolgen, anstatt den (wie bei IGP gewünscht) eigentlichen Bodengeruch der sich durch das Darauftreten bildet. Körpergerüche sind großräumiger verteilt und verflüchtigen sich schneller, das verfolgen der Fährte ist ungenauer und vage.
Ich kann mir vorstellen, dass hier schon am Anfang der Ausbildung "Fehlkonditionierung" stattfinden kann, weil wir ja oft einfach nicht wissen was genau der Hund jetzt eigentlich mit der Belohnung verknüpft.
Ich sehe bei deinen Beschreibungen, Micha369 , vor allem ein Motivationsproblem, wie oben schon andere beschrieben haben. So wie es sich anhört, würde ich auch wieder zurück zu niedrigeren Ansprüchen, sehr viel höherer Erfolgsrate für deinen Hund, mit viel Lob, evtl Spielzeug. Spielzeug kann bei dem einen Hund durchaus funktionieren in der Fährte während es den anderen nervös macht, muss man immer im einzelnen sehen und abwägen, finde ich.
Ich könnte mir vorstellen, um beim Motivationstraining zu bleiben, evtl das ganze Fährtenereignis durch Spielen am Fährtengelände aufzumöbeln um Witos emotionalen Zustand für die Fährte etwas zu puschen. Vielleicht ist er auf Fääährte gääähn emotional konditioniert.
Aber all diese Dinge sind so schwer von der Ferne aus zu beurteilen. Ich finde auch, ein Fährtenseminar mit genauer Einschätzung des Hund/HF Teams könnte was bringen.
Ich bin gerade in Deutschland zu Besuch bei Familie und schreibe vom Händy, örks.
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Flummi Sorry, mein Beitrag sollte nicht angreifend klingen.
Es gibt einfach kein "natürliches Suchverhalten", sondern Sinn macht es, ein Suchverhalten zu zeigen, welches für die Aufgabe Sinn ergibt. Verschiedene Hundetypen und Rassen wurden auf verschiedene Aufgaben selektiert und bieten entsprechendes Verhalten an. Und dann formt man auch in der Ausbildung. Auch Jagdhunde kann man nicht über einen Kamm scheren, da es dort ebenfalls verschiedenen Aufgaben gibt. Stöbern ist auch nicht für jede Aufgabe zielführend. Wie tief der Hund die Nase auf einer Spur hält ist auch rasseabhängig.
Das Suchen mit tiefer Nase ergibt für den Hund einfach Sinn, wenn die Fährtenarbeit so aufgebaut ist, dass das intensive Suchen auch Sinn ergibt - also den Hund zum Erfolg führt. Meinen Hunden musste ich dieses Suchverhalten allerdings bislang nie erklären. Fällt der Hund auf der Fährte ins Stöbern, dann bilde ich falsch aus. Der Hund soll ja nicht nach Futter oder Gegenständen stöbern, sondern eine bestimmte Spur (in diesem Fall Bodenzerstörung) verfolgen (hier ergibt auch die tiefe Nase Sinn), also auch Verleitungen ignorieren. Auch gibt es bei der Fährtenarbeit kein "Ziel", sondern das Suchen selbst wird zusätzlich belohnt und hervorgehoben. Währenddessen sollen mehrere GS verwiesen werden und nicht nur einer am Ende wie bei anderen Disziplinen.
Bei der Jagd gibt es übrigens auch ziemliche Unterschiede zwischen Schweißarbeit und Stöbern.
Das Riechen muss man Hunden nicht beibringen, wir müssen nur lernen wie wir sie auf bestimmte Gerüche ausbilden können.
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Sorry, mein Beitrag sollte nicht angreifend klingen.
Danke.

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