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Der DSH als Rettungshund

  • Hermannthegerman
  • 26. Oktober 2016 um 14:01
  • Roopa
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    • 14. November 2017 um 15:01
    • #76

    alles sehr interessant

    eine Frage:

    wie oft sucht ihr Mensch und wie oft sucht ihr Dinge oder Fährte

    also das Verhältnis, denn du wirst ja nicht jeden Tag Mensch zur Verfügung haben...

    die Frage kommt natürlich von Roopas Erfolgen oder Misserfolgen. Wir haben sehr selten Mensch als Opfer und entsprechend klappt es oft auch nicht so toll

  • Hermannthegerman
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    • 15. November 2017 um 08:53
    • #77
    Zitat von Roopa

    alles sehr interessant

    eine Frage:

    wie oft sucht ihr Mensch und wie oft sucht ihr Dinge oder Fährte

    also das Verhältnis, denn du wirst ja nicht jeden Tag Mensch zur Verfügung haben...

    die Frage kommt natürlich von Roopas Erfolgen oder Misserfolgen. Wir haben sehr selten Mensch als Opfer und entsprechend klappt es oft auch nicht so toll

    Unsere Flächensuchhunde (auch die Trümmersuchhunde) suchen keine Fährte. Zwar kann es im Wald passieren, dass ein Rettungshund auf eine Fährte trifft (denn irgendwie muss ja die VP ins Gebiet gekommen sein) und diese kurz verfolgt, aber generell orientieren sich unsere Hunde an der Hochwitterung. In pukto Gegenstände, z.B. Jacken oder Schuhe verweisen, scheiden sich die Geister. In unserer Staffel praktizieren wir das nicht. Ich persönlich halte es für wenig sinnvoll, wenn mein Hund eine Jacke verbellt.

    Meine Hunde sollen nur den Fund einer VP anzeigen.

    Im Training arbeiten wir immer mit VPs. Hunde die schon weiter in der Ausbildung sind, machen ab und an sogenannte Leersuchen. Das heißt, es ist keine Person versteckt. Denn auch hier ist es wichtig, dem Hund zu vertrauen und sich darauf verlassen zu können, dass wenn der Hund nicht anzeigt, auch keine Person in diesem abgesuchten Waldstück ist.

    Also zu deiner Frage: wir haben zu jedem Training Menschen zur Verfügung,sonst würde unsere Ausbildung nicht funktionieren.

    "Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
    Louis Sabin

    Viele Grüße von Anja mit Hermann und Otte und Sammy im Herzen

  • Roopa
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    • 15. November 2017 um 16:57
    • #78
    Zitat von Hermannthegerman

    Also zu deiner Frage: wir haben zu jedem Training Menschen zur Verfügung,sonst würde unsere Ausbildung nicht funktionieren.

    ups

    und die "normalen Tage", wenn kein Training ist, dann gibt es auch keine Nasenarbeit?

    Meine Frage hat folgenden Hintergrund:

    wir üben täglich die Nase mit Suchspielen - aber die Menschensuche kommt nur selten, vielleicht 1x im Monat vor. Da ist meine Überlegung, ob die tägliche Suche eigentlich förderlich für die Menschensuche ist - oder so wie ich es bei dir jetzt verstanden habe : um Profi zu werden, muß man sich für den Schwerpunkt entscheiden und bei diesem auch stur bleiben. Und meine Überschneidungen sind nicht Förderlich für die Menschensuche !?

  • Hermannthegerman
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    • 16. November 2017 um 12:50
    • #79
    Zitat von Roopa

    ups

    und die "normalen Tage", wenn kein Training ist, dann gibt es auch keine Nasenarbeit?

    Meine Frage hat folgenden Hintergrund:

    wir üben täglich die Nase mit Suchspielen - aber die Menschensuche kommt nur selten, vielleicht 1x im Monat vor. Da ist meine Überlegung, ob die tägliche Suche eigentlich förderlich für die Menschensuche ist - oder so wie ich es bei dir jetzt verstanden habe : um Profi zu werden, muß man sich für den Schwerpunkt entscheiden und bei diesem auch stur bleiben. Und meine Überschneidungen sind nicht Förderlich für die Menschensuche !?

    Die Nasensuchspiele, die du mit Roopa machst, schaden nicht. Du trainierst seine Nasenleistung, seine Suchausdauer- und Motivation und er erhält Suchenerfahrung.

    Menschen sucht Hermann hauptsächlich am Wochenende,ab und an mal unter der Woche, wenn es sich ergibt. Aber generell ist die Woche voll: 2-3 mal pro Woche Unterordnungstraining auf dem HuPla,dann am Wochenende Staffeltraining. Da gönne ich Hermann an normalen Tagen, dass er einfach mal Hund sein kann. Was nicht heißt, dass er auch mal zu Hause oder auf den Spaziergängen seine Beißwurst suchen darf. Das machen wir nach Lust und Laune.

    Was Roopa sucht (wenn er gerne sucht) ist ihm wahrscheinlich egal. Wichtig für dich ist, die beiden Sucharten (Mensch oder Gegenstand) klar zu unterscheiden. Das geht am Besten mit festen Ritualen.

    Als Beispiel: wenn wir am Wochenende zum Training fahren, ziehe ich meine Einsatzbekleidung an, der Korb mit den Trainingssachen wird gepackt. Das ist immer gleich. Die Fahrt im Einsatzfahrzeug,das anreizen bereits in der Box mit "Beißwurst suchen?", das rausholen der Kenndecke mit den Glöckchen, die Leine...auch das immer gleich. Und kurz vorm Start in die Suche die Frage "willst du arbeiten?" "Ja?" "dann los!" lässt Hermann schon vor Anspannung fast platzen. Gefolgt von einem "search!" legt er los. Er weiß das er nun Menschen suchen muss.

    Im Gegensatz dazu die Suche nach einem Gegenstand (Beißwurst). In normalen Alltagsklamotten. Ohne Kenndecke. Ich zeige Hermann kurz die Beißwurst und frage "willst du die Beißwurst suchen?". Er muss dann in einem Raum warten, bis ich die BW versteckt habe und ich ihn hole. Dann noch ein "wo isse?" und er darf loslegen. Das mache ich immer so. Ritual eben. Ein Ritual was Hermann sagt, jetzt suche ich Beißwurst.

    "Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
    Louis Sabin

    Viele Grüße von Anja mit Hermann und Otte und Sammy im Herzen

  • Roopa
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    • 16. November 2017 um 15:55
    • #80

    gut erklärt - jetzt weis ich Bescheid

    Herrmann bekommt eine Fachausbildung im Mensch-such und keine Freizeit-schule im Qwerbeet-suchen

    das ist der kleine/große Unterschied

    zwar bekommt Roopa auch beim Mensch und Fährte sein Geschirr und die Leine (er weis es dann schon, wenn ich den Rucksack packe) - aber es gibt keinen Unterschied zwischen Mensch und Fährte - ausser daß bei Mensch er immer einen Gegenstzand (Socke,Schuh) in der Tüte zum riechen bekommt (was er nicht mag - vermutlich müßte ich da auch was machen, das er die Wichtigkeit dieser Geruchstüte versteht)

    Da ich bei der Mensch-suche nicht ganz so glücklich bin, und eben nicht so viele Opfer habe, solle ich vielleicht auch ein wenig auf das Ritual achten und eine bessere Unterscheidung reinbringen

    Aber das größte Problem wird sein: die Erfahrung und natürlich das Qwer-Beet der Sucherei

    (fällt mir grad ein Vergleich ein: eine Handwerk-Ausbildung kann man in einem Top-Fachbetrieb machen oder in einem Hinterhof-Betrieb / beides ist nicht zu vergleichen. Der Fachbetrieb lehrt viel intensiver ins Detail mit viel Wissen - der Hinterhof-Betrieb lehrt einen viel größeren Radius mit mehr Allgemeinwissen und weniger Detail.

    Ich hab meine Ausbildung in beiden Betrieben gemacht (weil ich gewechselt habe) was besser ist, kann man wirklich nicht sagen - evtl. dann, wenn man weis, was man später konkret machen möchte

  • Hermannthegerman
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    • 17. November 2017 um 09:40
    • #81
    Zitat von Roopa

    (Socke,Schuh) in der Tüte zum riechen bekommt (was er nicht mag - vermutlich müßte ich da auch was machen, das er die Wichtigkeit dieser Geruchstüte versteht)

    Da ich bei der Mensch-suche nicht ganz so glücklich bin, und eben nicht so viele Opfer habe, solle ich vielleicht auch ein wenig auf das Ritual achten und eine bessere Unterscheidung reinbringen

    Aber das größte Problem wird sein: die Erfahrung und natürlich das Qwer-Beet der Sucherei

    Vorweg: du kannst natürlich tun was du willst und was dir Spaß bringt. Aber,du schreibst selbst: "da ich bei der Menschsuche nicht ganz so glücklich bin". Und weiter oben schreibst du von "klappt es oft nicht so toll".

    Die Frage die nahe liegt ist, warum soll Roopa "Mensch" suchen? Wie bei jeder Beschäftigung die du mit deinem Hund ausübst, ist es das kontinuierliche Training, dass den Hund voran bringt. Vorausgesetzt, es wird auch richtig durchgeführt. Das heißt, bei einer Menschensuche im Monat,kannst du nur sehr kleinschrittig vorgehen. Und bedenke: im Durchschnitt benötigt ein Hund an die 500 Wiederholung bis eine Übung wirklich sitzt.

    Wäre es nicht eine Option, die Menschensuche aus Roopas Programm zu streichen und durch eine andere Suche zu ersetzen?

    Geruchsdifferenzierung fiele mir da ein. Du gibst deinen Hund einen Geruchsstoff,z.B. einen Teebeutel. Der andere Teebeutel (gleiche Sorte) ist irgendwo in einem Raum versteckt( später, nicht am Anfang). Und diesen muss Roopa anzeigen. Später kann man Ablenkgerüche einbauen.

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    Nur so als Idee.

    "Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
    Louis Sabin

    Viele Grüße von Anja mit Hermann und Otte und Sammy im Herzen

  • Lupus
    Gast
    • 17. November 2017 um 09:48
    • #82

    Hi,

    es ist immer wieder schön, von euch zu lesen und den Prozess mitvollziehen zu können. Auch, da es uns die Wartezeit ein wenig verkürzt:-)


    LG
    Lupus

  • Roopa
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    • 28. November 2017 um 12:22
    • #83

    hihi,

    ich bin damit nicht so glücklich, weil ich Laie bin, Fehler mache bzw. die Ausbildung eben Laienhaft ist - und natürlich meine Erwartung zu hoch und unrealistisch sind !

    aber:

    für Roopa ist die Suche, egal ob Mensch oder Ding, das Höchste und er macht es eben so gut, wie ich ihm es beibringe oder "nicht beibringe"

    seine Freude ist ähnlich wie du sie mit Hermann beschreibst

    Da ich keine professionelle Hilfe in Anspruch nehme, wird sich auch nicht viel ändern - aber auch das was wir im MOment machen ist für den Hund absolut suuuper !

    schade finde ich, daß hier im Forum die Nasenarbeit ein absolutes Tabu-Thema ist (ausser du und ich) - es wird nichts geschrieben und diskutiert, so daß hier auch nichts zu lernen gibt

  • Pinguetta
    Moderator
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    • 29. November 2017 um 14:27
    • #84
    Zitat von Roopa

    schade finde ich, daß hier im Forum die Nasenarbeit ein absolutes Tabu-Thema ist

    Also, als Tabu-Thema sehe ich das nicht. Ich lese eure Beiträge gerne und lerne daraus. Dazu schreiben mag ich nicht immer, aber Harras ist auch ein "Nasentier". Er ist bei jedem Spaziergang mit der Nase überall am Boden.

    Und ich habe schon nach der Lektüre deiner Beiträge Roopa kleine Leckerlispuren zum Suchen für Harras bei unsere Spaziergängen ausgelegt.

    Auch im Büro lasse ich Harras öfters den Futterbeutel suchen, einfach so als Beschäftigung zwischendurch.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Ruepeltier
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    15
    • 29. November 2017 um 17:31
    • #85

    Ich habe meinen Griezi auch schon oft seine Hundekuchen auf dem Rasen hinterm Haus verteilt und er musste suchen. Das tut er auch sehr gerne und findet sie recht schnell.

    Bei Spaziergängen hat er von Welpe an auch jede Tierspur etc. gefunden und uns schon früh die Schlafplätze der Rehe gezeigt.

  • Cinja
    Beiträge
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    50
    • 11. Februar 2019 um 12:34
    • #86

    Hallo Anja,

    durch Zufall bin ich bei diesem Thema gelandet und habe es mit Interesse gelesen.

    Schade, dass du nicht weiter geschrieben hast, aber vielleicht machst du das ja mal wieder :)

    Ich habe mit Crazy auch RH-Arbeit angefangen, allerdings im Sportbereich und nicht für Einsätze. Vorher hatte ich mit dieser Arbeit noch gar keine Berührung und bin bei der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung und Auslastung für Crazy dazu gekommen.

    Interessant zu lesen ist für mich der unterschiedliche Aufbau. Bei uns in der Gruppe wird z. B. erst das Suchen mit den jungen Hunden geübt und das Anzeigen wird erst danach erarbeitet. Die Bestätigung soll auch durch die VP erfolgen und als Hundeführer soll ich erst einmal passiv bleiben, damit der Hund lernt, dass es toll ist die VP zu finden.

    Aber wahrscheinlich gibt es da viele Ansätze.

    Im Moment lerne ich einfach noch dazu und freue mich, dass Crazy so viel Spaß bei der Arbeit hat.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • Peppermint
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    1
    • 11. Februar 2019 um 15:12
    • #87

    Oooh, das finde ich toll!!

    Bei uns "in der Umgebung" sind nur zwei OG's , die Rettungshundesport anbieten. Ich hab, als Askja zu uns kam, mit denen telefoniert. Beide waren leider einfach zu weit weg. ?(

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Lille
    Beiträge
    1
    • 27. März 2019 um 14:28
    • #88

    Hallo liebe Freunde,

    ich bin neu im Forum. Meine DSHündin kommt allerdings erst nächste Woche mit 11 Wochen zu mir.
    Sobald ich Fotos habe und die Zeit finde werde ich uns ausführlich im entsprechenden Thread vorstellen.

    Warum ich hier schreibe:
    Ich war mit meiner letzten Hündin (Ronja - bay. Gebrigsschweißhündin) bei der Bergrettung Bayern in der Lawinenhundestaffel Chiemgau tätig.
    Diese Arbeit will ich nun mit Juna (DSH) fortführen.

    Falls hier im Forum Interesse besteht, kann ich gerne immer wieder mal was zum Aufbau der Sucharbeit schreiben.

    Freu mich auf regen Austaus :)

  • Pinguetta
    Moderator
    Beiträge
    10.410
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    144
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    87
    • 27. März 2019 um 16:16
    • #89

    Hallo Lille , schon einmal herzlich Willkommen.

    Bin gespannt auf deine direkte, persönliche Vorstellung und viele, viele Fotos.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Roopa
    Beiträge
    2.558
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    Videos
    1
    • 28. März 2019 um 06:25
    • #90

    Hallo Lille,

    Herzlich Willkommen !

    ooh, das finde ich toll bei der Ausbildung von klein auf dabei zu sein....

    Hier gibt es nur sehr, sehr wenig über Nasenarbeit zu lesen, umso mehr die Freude, wenn neues Blut kommt

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