Einführung in ein gemischtes Schäfi- Rüdel

  • So ihr lieben, ihr würde mich auf Eure praktische Tipps freuen.

    An diesem Sonntag wird ein Schäfi Treffen in Wien organisiert (besser gesagt wir treffen uns in Wien und fahren dann raus in Wien - Umgebung wo viel Fläche für die Hunde gibt ). Anzahl der Hunde wird übersichtlich. Es sollen die zwei Schäfer Freundinnen von Gin kommen, ein jünger Rüde 1 Jahr (max) ,ein älterer Rüde, eine MalinoisxDSH Mix Weibchen und vielleicht eine Mali Hündin. 6-7 Hunde insgesammt mit dem Gin.

    Problematisch könnten die Rüden + Gin sein. Um die ganzen Weiber mache ich mir keine Sorgen :D

    Den jüngen Rüden wird Gin versuchen unterzubuttern, mit Jungrüden versucht er das oft, der andere ältere Rüde schaut am Foto auch nicht soooo Respekteinflüssend ( aus Hundesicht gesehen ).

    Ich habe beim Verabreden klar gesagt, dass Gin mit Weiber sich immer super versteht und bei Rüden ist es stark Sympathie abhängig und er halt den Macho raushängen läßt. Ich habe dann gefragt, ob ich dadurch ausscheide. Ich wollte reinen Tisch machen, VOR dem Treffen. Das Ergebnis: ich solle kommen.

    Ich habe vor bei dem Treffen Gin mit einem Beisskorb laufen lassen. Einfach, damit nichts passieren kann. Gin bei seinen Machtspielchen beim Rüden, hat noch NIE einen verletzt, aber ich bin nicht gewillt irgendein Risiko einzugehen. Ich denke mir, dass wenn Gin versucht blöd zu werden zu den Rüden, die werden ihm schon mit Zähnchen die Grenzen setzten.

    Sooo meine Lieben. Ich brauche PRAKTISCHE Tipps, wie ich das angehen soll am Sonntag.

    Wir treffen uns auf einer Tankstelle in Wien und dann fahren wir alle gemeinsam raus. Dann gibts gleich die Wiese.

    An der Leine Kennenlernen erst ( die Rüden ) würde ich nicht machen, da sind alle einfeschränkt und Gin würde sich aufregen, oder?

    Angeleint erst Zusammenlaufen erst einen Stück hmm.. da gleich die Wiese ist, wird das schwierieg. Außerdem, wenn angeleint nebeneinander rennen, da lernen sich die Hunde doch nicht richtig kennen oder? Die Abschnuffer Phase ist nicht da und wird erst so und so kommen.

    Wenn alle die Hunde laufen lassen und ich Gin erstmal angeleint lasse, dann regt er sich auf ( vor allem wenn seine Freundinen mit dabei sind ). Ich kenne es schon, er wird frustriert das er nicht rennen kann und wird angespannt. Die Variante hat ein klares nein.

    Dann denke ich mir, dass am besten ich laufe 10m oder so nach vorne und alle leinen die Hunde gleichzeitig ab. In der Regel wird Roxi und Luna die hinten sind auf Gin lospirschen und ihn erstmal durch die Gegend durchjagen. Falls sich die Rüden einschließen, dann würden die Hunde erstmal in Bewegung bleiben.

    Nur, es kommt sicher ein oder anderer Moment wo Gin genauer nachschaut was sind das für andere Hunde und checkt ab es sind Rüden. Sollte er aufbegehren ist ein Beisskorb da und ich kann ihn zur Recht weisen. Ich überlege nur ob sofort eingreifen, oder schauen ob die das "klären"? Und dann Ruhe ist? Den anderen wird nichts passieren, weil Gin eh mit Beisskorb rennt. Mann, ich hasse den Ausdruck "klären" :no: Nur ich habe gar keine Erfahrnug wie man das in der Runde mit Rüden so macht, weil ich Rüden meide.

    Der einziger Rüdenfreund von Gin ist einfach selbstbewusst uns überraschend angekommen und hat Gin direkt zum Spielen aufgefordert und ich denke das weil der Rüde sehr früh kastriert wurde, hatte Gin sofort eine Freundschaft mit ihm geschlossen.

    Einerseits es könnte stressig werden, anderseits es könnte DIE Gelegenheit werden Gin langsam an die Rüden anzubringen. Die Runde hat vor sich öfter zu treffen und Gin könnte da profitieren. Dann könnte er lernen, dass Rüden auch Freunde werden können.

    Ich mache mir schon viele Gedanken und ich würde mich wahnsinnig über Eure Ratschläge, Tipps usw. freuen.

  • Hallo Cuki, dum achst dir vorher scheinbar immer genauso viele Gadeanken wie ich.


    Ich habe mich letztes Jahr mit Linda und ihrer Mila getroffen und mir vorher auch viele Gedanken gemacht. Immerhin kannten sich die Hunde noch nicht. Es lief aber ganz gut ab, nur dass Harras nicht weiß, wann mal Pause gemacht werden muss. Ich habe dabei gelernt, dass er dann doch mal zwischendurch an die Leine muss, denn sonst dreht er zu sehr auf. Da muss ich dann für ihn sorgen, dass er zur Ruhe kommt.


    Auf dem Hundeplatz sind auch immer wieder mal "neue" Rüden. Ich habe Harras dann immer im Blick. So zwei, drei gibt es, mit denen versteht er sich nicht, muss den "Macker" raushängen lassen. Da ich das weiß, unterbinde ich das schon im Ansatz: ein "NEIN" reicht, wenn er zu einem dieser Hunde spurten will. Wenn die sich aber beim Rumlaufen "zufällig" über den Weg lauf, dann meint er schon mal ab und an, dem anderen zeigen zu wollen, wer der "Macho" ist. Aber bisher hat auch dann das "NEIN" gereicht und es ist nichts passiert ausser Geknurre.


    Ich würde versuchen locker in die Runde zu gehen. Wenn es mehrere Hunde sind hast du nur die Chance, dass sie sich sympathisch sind oder eben leider nicht. Und dann nutzt es aus meiner Sicht nicht, wenn Gin pöpelt, dann muss er eben zwischendurch an die Leine. Ich hoffe, es geht besser ab wie im Moment von dir befürchtet.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Bei uns ist die Ausgangslage dennoch so, das ich weiß das Gin auf Rüden alergisch reagieren kann.

    Nicht hinlaufen zu lassen? Ich könnte es probieren, in einer kleinen Runde die beinander geht wird das eine Herausforderung. Ich hoffe er pöbelt nur kurz und dann kriegt er sich ein, mit dem Beisskorb merkt er schnell das er nichts ausrichten kann.

    Ah ich weiß nicht.

  • schade das es die Beiträge zu den Forums treffen nicht mehr gibt.

    da haben sich auch wildfremde hunde getroffen und passiert ist nix.


    manchmal macht man sich zu viele gedanken.

    wenn du ihm erst mal eh nen korb aufsetzen willst dann tue es denke aber dran das wenn du ihn ab machst gin dann nochmal anderst reagiert.

    würde vielleicht vorher fragen wie der ältere rüde drauf ist ist er souverän und strahlt das auch aus würde ich mir keine gedanken machen ist er aber zurückhaltend oder reagiert selbst aufbrausend würde ich gin mit korb sichern.

  • Also die Frage zu den beiden Rüden kann ich gleich beantworten.

    Der jüngere ist zu 100% nicht sicher genug. Und der andere ältere scheint mir auch nicht souverän, scheint so weich, aber das kann man natürlich nur vorort sich anschauen.

    Ich hatte mir gedacht das ich Gin aus seinem Beisskorb erst beim 3 oder 4 Treffen lasse, wenn soweit alles gut und immer die selben Hunde da sind ( Rüdentechnisch ).

    Dein Tipp mit Verhaltensänderung nach Beisskorb Abnahme werde ich beherzigen.

    Ja, sehr schade, dass es diese Themen nicht mehr gibt zum Nachlesen :(

  • Ich würde dennoch erst mal ein bisschen mit allen angeleinten Hunden laufen. Warum soll das auf einer Wiese nicht möglich sein? Und wenn das problemlos möglich war, Hunde ableinen und weiter in Bewegung bleiben.

    Vielleicht ist es ja so, dass Gin durch seine Hundefreundinnen gleich in Beschlag genommen wird.

    Du kennst Gin inzwischen so gut, dass du die Situation garantiert richtig einschätzst. Bleib selbst einfach ruhig und gib Gin das Gefühl der Sicherheit. Abbrechen kannst du jederzeit.

  • So.Ich muss das jetzt mal loswerden,auch wenn man mich dann doof findet.

    Als ich deinen Beitrag gelesen habe, noch bevor ich ganz runter gescrollt habe, dachte ich mir schon,oh je,das geht nicht gut.

    Ich persönlich bin kein Freund von Hundetreffen. Es sei denn, die Hunde kennen sich.

    Ich denke auch, man sollte sich im Vorherein die Frage stellen, was bezwecke ich mit solchen Treffen?Was will ich erreichen?

    Klar, es gibt Hunde, die finden es toll mit allen und jeden zu laufen. Das sind vor allem Rassen, denen ein kindliches Verhalten angezüchtet wurde (z.B. einige Retriever. Wobei ich auch hier vermehrt auch eher aggressive Vertreter treffe) oder solche Meutehunde wie Beagle oder Bloodhounds (und selbst da mögen nicht alle den Kontakt zu anderen)

    Aber der Großteil der erwachsenen Hunde will nicht mehr mit jedem spielen oder generell spielen.

    Ich verstehe auch nicht, warum man einen Hund wie Gin, der im Vorfeld Probleme mit anderen hat (vor allem mit Rüden), in solche Treffen bringen muss. Mit Hündinnen geht es immer gut,schreibst du. Warum dann nicht ein Treffen mit einen tollen Hündin für Gin?

    Generell muss es jeder selber wissen!Ich will dir da keinen Vorwurf machen oder sagen, so musst du das machen!

    Meinem Schweißhund Otte würde ich mit einem solchen Treffen sicher auch keinen Gefallen tun. Er tickt da ähnlich wie Gin. Hündinnen toll,Rüden...naja. Ihn würde ich NIEMALS in so eine Gruppe integrieren. Warum auch?Weil ich meine, mein Hund braucht das?

    Ich habe eine liebe Freundin mit einer Windhund Hündin. Die hat Otte ganz gerne und diese akzeptiert auch voll und ganz, dass beim Freilauf Otte der Chef ist. Da wurden einmal die Grenzen gesteckt und gut ist. Wir treffen uns regelmäßig mit unseren Hunden. Die 3 rennen mit einander, ganz ohne Stress, wenns Otte mal zu viel wird, wenn die beiden Jungspunde Hermann und Fina rumtoben, geht er dazwischen und sorgt kurz für Ruhe. Aber alles im Rahmen des normalen hundlichen Verhaltens. Aber wie gesagt, die 3 Hunde kennen sich und treffen sich regelmäßig. Hier herrscht also eine gewisse "Rudeldynamik".

    Selbst Hermann, der recht sozialverträglich ist, integriere ich nicht in solche Gruppen. Hermann wird im Mai 3 und derzeit bemerkte ich eine deutliche Veränderung in seinem Verhalten. Er wird erwachsen. Spielen tut er,aber längst nicht mehr mit jedem. Da wird schon klar abgecheckt,wer da in Frage kommt und wer nicht. Und fremde Rüden sind in der Regel Konkurrenz und keine Spielkameraden.

    Und ich persönlich habe auch keine Lust, ständig präsent sein zu müssen, um etwaige Keilerei zu verhindern. Wer einmal mit seinem Hund wegen einer Keilerei zum Klammern zum Tierarzt fahren musste, weiß was ich meine. Und mein Hund war jedes Mal NICHT der Auslöser.

    "Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
    Louis Sabin


    Viele Grüße von Anja mit Hermann und Otte und Sammy im Herzen

  • Das sehe ich sehr ähnlich. Unsere 2 haben beide nicht mehr so großes Interesse an fremden Hunden. Und die wenigen kennen wir. Die meisten Rüdenbesitzer gehen uns schon gleich aus dem Weg oder wir denen.

    Obwohl Ludwig kein Mobber ist, habe ich 3 mal erlebt, wie er mit anderen Rüden zusammengerasselt ist, weil es um Pipistellen läufiger Hündinnen ging. Das war nie wirklich schlimm, aber ich brauche das wirklich nicht.

    Einmal ist Ludwig mit seinem Vater aneinander geraten. Die Besitzer von Conner hatten noch ihre junge Hündin dabei. Solange Wasser und Ablenkung vorhanden war, kein Problem. Später bemerkte Conner den ebenfalls intakten Ludwig erst richtig und der war vermutlich zu nah bei der Hündin. Mein Mann hat das sehr gut geregelt, Ludwig hat den älteren respektiert.

    Wenn das nicht gerade Hunde von Freunden oder Verwandten sind, hätte ich auch kein großes Bedürfnis nach Stress.

    Wenn ich einen 8 Monate alten Junghund hätte, würde ich mich aber auch nicht auf ein Treffen einlassen, wo klar ist, ein Rüde könnte problematisch sein. Dafür gibt es genug Angebote von Hundeschulen oder -vereinen. Unsere frühere Schäferhündin hatte riesige Freude an anderen Hunden. Da konnten wir aber total entspannt sein, da sie sehr feinfühlig war und sofort abgebrochen hat, wenn ihr Hunde zu blöd kamen. Lotte ist da anders. Sie ist nicht so offen. Sie versucht gleich zu imponieren. Schwanz hoch, Kamm hoch. Ich schicke sie dann weg vom anderen Hund und signalisiere, du musst nichts regeln!

    Es gibt auch Schlimmeres als Rüden, die Probleme mit anderen Rüden haben. Die Treffen mit Mädels sind mit Gin doch immer unproblematisch.

  • Ich finde es toll, dass Cuki sich in solch -womöglich nicht ganz einfachen- Situationen hineinschmeißt! Gin hat schon so viele Fortschritte erreicht, warum sollte sie jetzt jeglichen Rüdenkontakt meiden? Solange sie selbst Gin so einschätzen kann, dass er andere Hunde nicht verletzt (er hat ja den Beißkorb oben gehabt) ist es nicht schlimm oder verwerflich. Hunde müssen es auch mal aushalten können, in einer Gruppe zu gehen, wo auch Hunde - in dem Fall Rüden - mitgehen, die man eventuell nicht mag. Hunde müssen auch nicht ständig spielen, sie können trotzdem den selben Weg zurücklegen.

    Ich höre immer : man solle sich nur mit Hunden treffen, die der eigene Hunde schon kennt.

    Wie lernt man denn Hundekontakte kennen, wenn man sich mit keinen fremden Hund treffen würde?

    Ja, es ist schwer mit mehreren Rüden und Hündinnen, die sich fremd sind.
    Ja, es kann leicht eskalieren.

    Wenn man nur auf der Stelle steht und die Hunde machen lässt, eskaliert es eben schnell mal. Deswegen bevorzuge ich es zb. ständig in Bewegung zu sein. Man geht und geht und geht .. oder die "problematischen" Hunde bekommen ein Stock oder Spiele, welches sie tragen können und haben somit eine Aufgabe und konzentrieren sich nicht zwangsläufig auf die anderen Hunde.

  • Du magst Recht haben, das Hunde gewisse Sachen aushalten müssen. Aber ein Rudelspaziergang, mit einem Hund der nicht sonderlich viel Wert auf andere Rüden legt, gehört nicht dazu. Denn auch hier stellt sich mir die Frage: Wozu?

    Oder mal anders formuliert: Cuki,so behaupte ich es mal, war sich von Anfang an nicht sicher bezüglich dieses Treffens. So liest sich zumindest der erste Beitrag. Geht schon mit dem mulmigen Gefühl, vielleicht geht es ja gut,vielleicht aber auch nicht dort hin. Dort angekommen, wird diese Anspannung und Unsicherheit sicher nicht weniger. Und jeder weiß wie sensibel Hunde auf unser Empfinden und unsere Mimik und Gestik reagieren. Gin hat mit großer Wahrscheinlichkeit die Anspannung von Cuki gespürt. Eine selbstbewusste Rolle, eine führende Position hat Frauchen in diesem Moment nicht eingenommen( woran sich ein unsicherer Hund orientieren kann). Während des Spaziergangs wird Cuki ebenfalls nicht entspannt mitgelaufen sein, so tippe ich mal. Immer ein Auge darauf habend, das es nicht eskaliert. Entspannt Spazieren gehen?Sieht anders aus. Und dann kommt die Situation, in der Gin pöbelt und letztlich der Spaziergang vorzeitig abgebrochen werden muss.

    Mit welchem Gefühl gehen Cuki und Gin nun nach Hause? Was haben sie von diesem Spaziergang mitgenommen?Nicht viel. Außer dem Stress und der Anspannung,vielleicht sogar noch Ärger und Enttäuschung.


    Ich habe nun seit ca. 14 Jahren Hunde.Ich halte mich sicher nicht für eine Hundepäpstin,die alles weiß und kann. Aber doch habe ich im Laufe der Jahre, vor allem durch die Arbeit mit vielen Hunden der verschiedensten Rassen und Mischungen einiges gelernt. Auch hatten in den vielen Jahre all meine Hunde begrenzte Kontakte zu einigen wenigen ausgewählten Hunden. Und sie waren und sind glücklich damit und leiden nicht an Sozialkontaktmangel.

    Natürlich kann man fremde Hunde kennenlernen, wenn man das unbedingt will. Da spricht ja generell nichts dagegen. Aber wenn ich einen Kandidaten wie Gin habe, ist die Frage, ob da so ein Rudelauslauf der richtige Ort dafür ist.

    Es gibt kontrollierte Spaziergänge. Also hier in OWL zum Beispiel. Social Walk nennt sich das. Da habe ich 2 mal mit meinem Schweißhund teilgenommen. Sah aber ganz anders aus:

    es war eine zertifizierte Trainerin dabei. ALLE Hunde blieben während des gesamten Spaziergangs an der Leine. Wenn ein Hund einen größeren Abstand brauchte, wurde das direkt zu Beginn der gesamten Gruppe mit geteilt. Zwischen durch wurde kleine Übungen gemacht. Z.B: Hund ablegen, einer geht dran vorbei. Begegnungen frontal üben usw. Jedoch immer nur so viel, wie der eigene Hund aushält. Und wenn da ein Kollege dabei war,der 15m Abstand brauchte, war das auch ok.

    Also Azir, es macht schon einen Unterschied WIE man die Hunde kennenlernt.


    Und zum Thema,die problematischen Hunde tragen ein Stock oder Spieli: etwas Tragen macht die Hunde stark. Die haben etwas woran sie sich "festhalten" können. Doof wird's, wenn andere Hunde dieses Objekt haben wollen.(oder der Hund mit dem Spieli meint,dass ein anderer das haben will) Selbst erlebt. Eine Hündin mit Ball,eine andere Hündin wollten diesen haben. Hündin mit Ball,legt diesen kurz ab um zu schnüffeln,2. Hündin sieht das,will den Ball...zack...zum Tierarzt zum Wunden nähen...


    Lolu und Hermann haben Recht Azir.

    Es muss nicht sein. Und wenn ich Rüdenkontake noch probieren werde, dann nicht auf eigene Hand, sondern ich holle mir wem mit Erfahrung.

    Cuki, vielleicht gibt es bei dir ja auch sowas wie kontrollierte Hundetreffen mit Trainier?Schade dass du so weit weg wohnst, die Social Walks hier wären sicher was für Gin und dich. Oder ich muss mal Urlaub in Wien machen ;)


    Und noch ein kleiner Nachtrag. Weil mir das grade so sinnbildlich einfiel:

    du wirst eine Situation nicht verbessern, in dem du den Hund da einfach hinbringst und sagst "nun mach mal!" "da musst du jetzt durch!" (in dem Fall wird das Rüdenproblem nicht besser, in dem du Gin einfach zu anderen Rüden packst)

    Wäre genauso, als ob ich dich in ein Wasserbecken schubse, obwohl du schwimmen doof findest und ich sage "nun schwimm mal!"

    Wenn ich aber mit dir zuerst im seichten Wasser übe und wir nach und nach die Tiefe steigern, wirst du vielleicht das Wasser irgendwann besser finden. Kann aber auch sein, dass du Wasser immer doof finden wirst. Aber das wäre ok, denn du MUSST ja nicht ins Wasser.

    "Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
    Louis Sabin


    Viele Grüße von Anja mit Hermann und Otte und Sammy im Herzen

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  • Man muss sich auch immer vor Augen halten , was denn so ein Hundetreffen sein soll.

    Es gibt Hundetreffen, da geht es darum, dass Hunde spielen. (Meist in Hundezonen anzutreffen)
    Es gibt Hundetreffen, da will man den Weg nicht allein zurücklegen, sondern mit Artgenossen.
    Zweiteres unterscheidet sich wieder: a) Hunde bleiben alle an der Leine b) Hunde bewegen sich frei c) manche Hunde sind an der Leine , manche nicht.

    Ich bevorzuge zweiteres Hundetreffen: Immer in Bewegung, egal ob Hunde nun an der Leine sind oder nicht.Vorrangig ist es eine gewisse Strecke zurückzulegen und die Hunde begleiten einen dabei. Es ist der Hundekontakt a la Spielen oder wildes beschnuppern nicht oberste Priorität oder gar erwünscht. Manchmal ist es am angenehmsten für Hunde nur nebeneinander zu gehen ohne sich "Hallo" zu sagen.

    Hatte mal ein Hundetreffen mit Freunden organisiert.(nur der Mops und der Labrador kannten sich)
    1x Mops (intakt Rüde)
    1x HUskyxSchäfer (intakt Rüde)
    1x mittelgroßer Mischling (kastriert, Rüde)
    1x Labrador (kastriert, Hündin)

    HuskyxSchäfer war ein Hofhund und eig nicht verträglich mit anderen Hunden - kein Problem, wir haben immer gschaut, dass er nicht zu lang bei den Hunden ist und die anderen Hunde ihn nicht bedrängen, beglücken, was auch immer. Wir sind 4 Stunden wandern gewesen, alle ohne Leine, ohne Beißkorb. Lediglich als der Mops Panik bekam, als er in ein Wasserloch plumpste, hat sich der HuskyxSchäfer mal kurz auf ihn draufhaun wollen, aber das wurde gleich mal unterbunden.

    Weiteres Treffen: (Hunde kannten sich, jedoch der ältere Mops und SchäferxSchnauzer nicht verträglich)
    2x Mops (intakt, Rüden)
    1x Schäfer (intakt, Rüde)
    1x Labrador (kastriert, Hündin)
    1x SchäferxSchnauzer (intakt, Rüde - trug einen Beißkorb)

    Ebenfalls 2 Stunde Spaziergang ohne Leine, ohne ernsthafte Reibereien. Der SchäferxSchnauzer wollte mal kurz auf den älteren Mobs drauf, weil der Abstand nicht eingehalten wurde - wurde unterbunden - fertig.

    Dass dies keine Situationen sind, mit wirklich wirklich unverträglichen Hunden ist mir klar. Diese Hunde konnte man mit einem scharfen "Nein" und sich in den Weg stellen, sehr gut händeln. Aber es zeigt mir dann doch, dass eine Rüdenlastige Konstellation sehr wohl machbar ist. Diese Hunde waren allesamt Hunde, die nicht miteinander gespielt haben oder es vor hatten, das macht halt auch viele aus und vor allem leichter.

    Cuki, vielleicht suchst du dir für die Zukunft gezielt Hundegruppen, die von A nach B wollen und deren Hunde mitziehen, dabei soll es sich nicht um eine Hundespielstunde handeln, sondern ein nebenher laufen und fertig. Denn ich glaube, dann ist der Gin gar nicht so unverträglich wie du glaubst oder wie er sich manchmal gibt. Und falls er mobben sollte, dann ist er eben an der Leine, und die anderen Hunde brauchen dann auch nicht zu ihm hingehen. Irgendwann mit der Zeit ergibt sich das dann und Gin wird entspannter und vor allem sicher im Umgang mit anderen Hunden.

  • Hallo,

    gut das wir mit unseren beiden Grazien solche Probleme nicht haben. Die Beiden vertragen sich bisher mit allen Hunden ( auch fremde ).

    Was ich bei Rüden oft beobachtet habe. Da ist viel Imponiergehabe im Spiel . Wenn Hündinnen sich in die Wolle bekommen geht es bis aufs Blut.

    Da musste ich sogar unsere schonmal auseinander nehmen. Wir waren schon oft in Schäfigruppen ( um 10-15 Hunde) unterwegs. Es hat nie Probleme gegeben. Mobbing wurde vom Halter des mobbenden Hund schnell unterbunden bevor es sich verselbstständigt.

    Gruss achim

  • Gin ist zu 100% verträglich mit Hündinnen. Nur Rüden sind das Problem.

    Ja sowas wie Social Walks ist das was ihr beschreibt. Alle Hunde an der Leine.

    Oder ich muss mal Urlaub in Wien machen

    wenn du sowas plannst dann melde dich unbedingt :D



    Cuki, vielleicht suchst du dir für die Zukunft gezielt Hundegruppen, die von A nach B wollen und deren Hunde mitziehen, dabei soll es sich nicht um eine Hundespielstunde handeln, sondern ein nebenher laufen und fertig.

    Ja, es werden solche Social Walks angeboten.

    Interessant wäre ob sowas nur für Rüden gibt. Zwecks im seichten Wasser anfangen ;)

  • Könntest ja mal einen Aufruf starten, ich denke es werden sich bestimmt einige finden, die in Rüdengruppen angeleint spazieren gehen wollen. Gibt ja eh genug Rüden, die nicht Rüdenverträglich sind. Und ganz wichtig, es sollten halt dann auch Rüden dabei sein, die sehr wohl verträglich sind und auch unbeeindruckt, wenn dann mal gepöbelt wird etc.

  • Ich habe mal einen Social Walk mit unserem Trainer mitgemacht. Bzw mein Mann und ich mit beiden Hunden. Mir hat das überhaupt keinen Spaß gemacht, es waren viel zu viele Hunde. Die Übungen waren gut. Irgendwann durften die, die es wollten, ihre Hunde von der Leine lassen. Das waren komischerweise genau die, deren Hunde an der Leine unmöglich waren. Die Leute haben getratscht und die Hunde waren irgendwo. Das hat mich genervt. Deshalb kämen nur noch kleine Gruppen mit nur angeleinten Hunden für mich in Frage. Wenn ich mit den Hunden draußen bin, möchte ich die Zeit genießen. Das kann ich nicht, wenn ich ständig die Rüden beobachten muss, ob sich was anbahnt. Ludwig ist kein komplizierter Rüde. Wenn ich weiß, dass die Halter erfahren sind, würde ich auch ein Treffen mit anderen verträglichen Rüden wagen.

    Ich bin der gleichen Meinung wie Hermannthegerman, wenn so ein Treffen für Gin und Cuki nur Anspannung und Stress bedeutet, würde ich es auch bleiben lassen. Vor allem, wenn die anderen Halter selbst keine Erfahrung haben.

  • Ich sehe auch den Sinn in unzähligen Hundebegegnungen nicht. Ich muss auch nicht mit jedem auf der Straße gleich Freundschaft schließen.

    Für mich ist der Kontakt mit Hunden von guten FreundenInnen eher wichtig, als mit den von Fremden. Die Hunde sehen beim Spazierengehen fremde Hunde, wir können aneinander vorbei gehen, das reicht völlig. Meine Hunde sind meistens auch überhaupt nicht interessiert an fremden Hunden. Wir haben 2 Hündinnen von Freundinnen mit denen laufen Hank und Arik beim gemeinsamen Ausritt völlig stressfrei. Da wird aber nicht groß gespielt, sondern wir reiten und die Hunde laufen mit. Mit dem Rüden einer anderen Freundin, würde ich wenn dann nur an der Leine spazieren gehen, aber warum sollten wir.

    Ich könnte also gar nicht sagen, ob sich meine Hunde mit jedem/vielen anderen Rüden vertragen würden, sehe keine Notwendigkeit das zu testen.


    Der einzige Kontakt zu fremden Rüden/Hündinnen ergibt sich manchmal beim Wanderreiten, war aber von Hank´s (Arik war bisher noch nicht dabei) Seite noch nie ein großes Problem. Wenn man unterwegs auf Pferdehöfen übernachtet, laufen dort oft mehrere Hunde rum, Hank hat schon mal geschnuppert, lief mit den Hunden bisschen rum, war manchmal etwas angespannt und ließ sich von mir immer abrufen. Da ist noch nie was passiert, ich kontrolliere die Situation aber immer genau und wenn es mir zu unsicher ist, muss er bei mir bleiben und die anderen Hunde blocke ich ab.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (*2008), Arik (*2015) und Rusty (*2002)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016)
    Man kann ohne Hunde leben, abe es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)