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Heute war es endlich soweit:-)

  • Lupus
  • 24. März 2018 um 21:02
  • twosouls
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    • 27. April 2018 um 17:31
    • #61

    ZB wenn er im Sitz ist und ich aus dem Raum gehe. Er bleibt stumpf sitzen, bis ich wieder komme

    Das ist eigentlich richtig cool,was du auch nutzen kannst. bzw was es dir einfacher macht. Denn normalerweise sollte er bei Sitz und Platz eh erst wieder aufstehen,wenn du mit einem Auflösungswort den Befehl auflöst. Weil ansonsten setzt der sich später kurz hin und steht sofort wieder auf wie er lustig ist.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Asnea
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    • 27. April 2018 um 19:33
    • #62

    Das er sitzen bleibt ist sehr praktisch.

    Sei froh :thumbup:

    Ich hab hier auch so einen er hat das Kommando "bleib" nie lernen müssen. Von anfangen an Sitzt oder liegt er solange bis ich ihn rufe.

    Auch über sehr weite Distanzen nie ein Thema :thumbup:

    Mach es dir zu nutze

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Lupus
    Gast
    • 29. April 2018 um 17:54
    • #63

    Hi,

    so, vorhin wars dann soweit: Es gab die erste verbale Ressourcenverteidigung: Wir haben in der Hundeschule eine Tüte mit Werbekram bekommen. Dabei war auch ein dickes Seil in Kreisform zum Spielen. Das haben wir, die Kinder, Gaius und ich ausgepackt. Gaius ist sofort ganz verückt nach dem Ding gewesen, lag da und kaute darauf herum. Wir saßen daneben. Als mein Sohn dann unvermittelt das Seil nehmen wollte, hat Gaius ihn angeknurrt. Zwei mal....

    Ich habe ihm dann das Seil weggenommen - das ging ohne Knurren. Ich wusste dann nicht, was ich tun sollte. Einerseits war ich ja froh, dass Gaius nur verbal seinen Standpunkt klar gemacht hat. Andererseits, naja, eben dieses Knurren dem Kind gegenüber. Meine Tochter sollte dann die Leckerli holen. Hat sie auch getan. Dann sollte der Kleine in die eine Hand Leckerli nehmen, diese Gaous hinhalten und mit der anderen das Seil an sich nehmen. Das ging dann auch problemlos. Im Anschluss haben meine Frau und ich nochmal mit den Kindern gesprochen, ihnen erklärt, was Knurren bedeutet und nochmal drauf hingewiesen, dass sie nur dann mit Gaius spielen oder sonstwas machen dürfen, wenn wir direkt dabei sind. Hoffe, das ist angekommen.

    Klar geworden ist mir dabei vor allem, dass es wohl illusorisch ist, von einem solchen Hund zu erwarten, dass er kleinere Kinder als statushöher anerkennt. Sind sie ja auch physisch schlicht nicht. Auch klar geworden, dass wir in Zukunft noch besser aufpassen werden, wenn die Kinder bei dem Hund sind. Und vor allem auch, dass ich besser auf Anzeichen achten muss, die dem Knurren vorausgehen. Das ging aber alles so schnell und ich war unvorbereitet, da es ja zum ersten mal zu war. Ich hoffe, ich habe richtig reagiert.

    Abgesehen davon, das hatte ich noch gar nicht berichtet, klappt auch das Alleinsein sehr gut. Er muss ja nicht alleine sein, außer eben nachts, wenn er unten schläft und wir oben. Ich hatte die ersten zwei Wochen bei ihm unten auf einer Matratze geschlafen. Und wir hatten bisschen Bammel, ob er nicht sehr jaulen würde, wenn ich auch noch hoch ginge. Wir haben es dann so gemacht, dass ich gewartet habe, bis er eingeschlafen war und dann nach oben gegangen bin. So haben wirs die Folgetage auch gemacht. Und mittlerweile ist es so, dass ich abends spät nochmal mit ihm gehe, er sich dann auf seine Decke legt, ich ihm "Gute Nacht" sage und er das auch akzeptiert und bis morgens durchschläft (es sei denn, der alte Kater weckt ihn sehr früh). Aber er freut sich morgens schon sehr, wenn wir dann runterkommen. Aber immerhin jault er nachts nicht oder wirkt anderweitig sonderlich traurig. Im Auto war er auch schon einige Miten alleine, ging auch problemlos.

    Wir wollen demnächst anfangen, das Alleinsein im Haus zu üben.

    Was meint ihr, ist da besser: Ihm das ganze Haus lassen, wenn wir weg sind, oder ihn lieber nur im Flur (da steht sein Körbchen, auch sein Wasser, aber es ist nichts da, das er kaputt machen könnte, zudem zieht er sich tagsüber, wenn er Ruhe haben will, dorthin zurück) lassen?

    Liebe Grüße

    Lupus

  • Lupus
    Gast
    • 29. April 2018 um 18:04
    • #64
    Zitat von Asnea

    Das er sitzen bleibt ist sehr praktisch.

    Sei froh :thumbup:

    Ich hab hier auch so einen er hat das Kommando "bleib" nie lernen müssen. Von anfangen an Sitzt oder liegt er solange bis ich ihn rufe.

    Auch über sehr weite Distanzen nie ein Thema :thumbup:

    Mach es dir zu nutze

    Hi,

    ja, bin ich, auch wenn das natürlich nicht immer klappt und aktuell vor allem zu hause (in der Hundeschule heute war daran nicht zu denken, also ein paar Sekunden bleibt er schon sitzen, dann aber nicht mehr - daher versuche ich das da auch erstmal nicht mehr - ist viel zu viel Ablenkung).

    Wir wollen auch kein "bleib" einführen. Weil dann müsste man ja auch noch ein "Sitz bleib" oder "Platz bleib", etc. dazu machen, sonst weiß er ja nicht, wie er da bleiben soll.

    Daher die Idee, dass Kommandos, mit Ausnahme des Namens, den wir als Aufmersamkeitskommando nutzen, alle Kommandos solange gelten, bis wir sie aufheben.

    Die Idee (nicht unsere, haben wir übernommen) ist, dass es sehr wenige Kommandos braucht: "Hier" bedeutet "herkommen und hier bleiben", "Sitz" ist setzen, "tabu" ist sein lassen (vielleicht führen wir hier noch ein zusätzliches "aus" ein für Dinge, die er im Mund hat oder gerne hätte, da er nach wie vor in seinen 5 Minuten einfach alles in den Mund nimmt, was er kriegen kann, inklusive zB Hosenbeinen), "frei" ist Auflösungskommande und "Gaius" ist Aufmersamkeitskommando (also dass er schauen soll oder zumindest die Ohren nach uns drehen). Denke aber schon, dass wir das üben müssen. Er versteht zwar immer sehr sehr schnell, was wir von ihm wollen. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass es das auch gerade will;)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Pinguetta
    Moderator
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    • 29. April 2018 um 18:35
    • #65

    Hallo Lupus, wenn du Angst hast, dass Gaius etwas kaputt macht wenn er alleine zuhause bleibt (meistens dann aus Langeweile), dann lasse ihm lieber nur einen begrenztem Raum.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Asnea
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    • 29. April 2018 um 18:44
    • #66

    bleib in dem sinne gibt es auch nicht mehr wirklich.

    Der hund hat im Platz steh oder Sitz solange zu bleiben bis er das auflöse Kommando bekommt.

    Ich sage auch nur z.b Sitz und nicht Sitz und bleib :)

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Muriel
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    • 29. April 2018 um 19:27
    • #67
    Zitat von Lupus

    Gleiches gilt für die Hundeschule. In der waren wir inzwischen auch. War auch schön, ihn da so spielen zu sehen, aber ich denke, erzieherisch bringt uns das nicht viel.

    Die Hundeschule finde ich auch nur wichtig in dem Alter, damit der Kleine Spielkontakte zu gleichaltrigen Welpen hat.

    Wie bereits geschrieben, lernt der Welpe so viel die ersten Monate. Da kann die Erziehung im Sinne von Kommandos ruhig noch warten.

  • Muriel
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    • 29. April 2018 um 19:39
    • #68
    Zitat von Lupus

    Einerseits war ich ja froh, dass Gaius nur verbal seinen Standpunkt klar gemacht hat. Andererseits, naja, eben dieses Knurren dem Kind gegenüber.

    Knurren ist Kommunikation, wie ich schon geschrieben habe.

    Das bedeutet in diesem Fall einfach: Das ist mein Spielzeug.

    Das hat auch nix mit dem Status von Kind oder Hund zu tun.

    Kinder werden vom Welpen als Spielkameraden angesehen.

    Die Geschwisterwelpen nehmen sich ständig gegenseitig Spielzeuge weg. Daraus entstehen dann lustige Verfolgungsjagden und gespieltes Kämpfen um die "Beute".

    Noch niemals ist daraus ein ernster Kampf oder ein ernstes Beißen unter den Welpen entstanden.

  • Roopa
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    • 30. April 2018 um 05:01
    • #69

    solang die Kinder das Knurren nicht weiter verstehen können, würd ich ihnen beibringen, daß an diesem Punkt Schluß ist

    Der Flur hat einen Nachteil: wenn es ein Mehrfamilienhaus ist, dann kann es sein, daß er an der Tür das ganze Haus kontrolliert - das kann sehr schnell zu weit gehen

    Der Flur ist meist praktisch, weil oft gefliest und nicht viel drin, aber ich würd es nicht machen. Anderes Zimmer und dann Kamera aufstellen und mal schauen was er macht

    aber auch wichtig, was du machst, wenn du wiederkommst ...... absolutes ignorieren des Hundes und kein Happy-Wiedersehen

  • Peppermint
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    • 30. April 2018 um 08:02
    • #70

    Askja kam im Herbst zu uns - Laubfegen war angesagt... So bin ich immer wieder mal raus, anfangs kurz, dann länger, Dan wieder kurz und hab Laub geharkt. Dabei immer mal hinten durchs Terrassenfenster gelunkert, was sie so macht. Dann wieder rein, dann mal wieder raus - das wurde irgendwann für sie normal "die Alte geht und kommt wieder"? Abgesperrt hatten wir anfangs nur die Treppe nach oben. Aber das hatte sie eh sehr schnell begriffen.

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Peppermint
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    • 30. April 2018 um 08:41
    • #71

    Ach ja, ich hab drauf geachtet, das Ganze zum Ritual zu machen, also immer derselbe ruhige Ablauf, auch verbal.

    Askja ist ja jetzt den ganzen Tag mit mir zusammen, insofern ist es für sie selbstverständlich, dass sie mitkommt, wenn ich mich aufmache. ;) Das ruhige "bin gleich wieder da, du musst mal eben warten" macht ihr sofort klar, dass sie diesmal daheim bleibt.

    Askja vom Haus Fuchsgraben

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    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

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  • Cuki
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    • 30. April 2018 um 12:47
    • #72
    Zitat von Lupus

    Aber manche Sachen zeigen sie halt anders dort. ZB mit dem Fuß auf die Leine stellen beim warten.

    Darf ich fragen wieso du diese Übung ablehnst?

    Ich mache die Welpenkurse ( also ich mache mit die Leitung, bei einem erfahrenen Trainer ) und wir machen diese Übung auch. Der Sinn von der Übung ist es: dem Hund beizubringen sich ruhig neben dir an der Leine sich zu verhalten, unter höheren Balenkung. Hat dir in deiner Welpengruppe erklärt wie das im Detail funktioniert?

    Also mal angenommen Gaius will irgendwo her ( ein anderer Welpe steht nicht weit weg, oder es gibt etwas seeeeeeeeehr interessantes im Gebüsch das gerade raschelt ) und geht in die Richtung. Irgendwann spannt sich die Leine ( weil du vielleicht nicht gleich bemerkt hast das Gaius wo will), deine Hand, die die Leine haltet wandert in Richtung von Gaius. Weg vom Körper. Gaius wird gestoppt. "Heyy ich will aber hin!". Was machst du automatisch? Ohne nachzudenken? Stehst du mit ausgestreckten Arm? Nein. Du ziehst dein Arm ( auch wenn sachte ) wieder an deinen Körper. So. Was vermittelt diese automatische Reaktion dem Gaius?

    Zuerst wollte er hin, dann hat er sich selbst gestoppt, dann hollst du deine Hand an dein Körper, Gaius spürt einen Impuls. DEINE REAKTION. Ok. Mal angenommen Gaius ist ein guter Welpe und er bleibt 1 min ( eher paar Sekunden bei Welpis ) neben dir stehen. "Ahhhh da sind meine Freunde! DA! Da ist ein fliegendes etwas!, DA rieeeecht so gut nach Essen!". Der Vorgang wiederhollt sich. Du registrierst das gar nicht, so ein Welpe kann gar nicht fest anziehen, oder du bist gefasst und zB. mit Zuhören vom Gegenüber beschäftigt, oder wartest du das eine Übung erklärt wird. Unbewusst gibst du ihm mit der Hand die Reaktion. Irgendwann, Gaius, der schlaue Kerlchen: " Oh maaaaann, mein Herrchen ignoriert mich, ich will aber hiiiiiiiin! Moment! Als ich angezogen habe, HABE ich eine Reaktion bekommen!". Was passiert? Diesmal, mit Absicht eine REAKTION von dir zu bekommen läuft er in die Richtung wo er gerade interessant findet. Was machst du? Deine Hand geht kurz mit der Leine mit weg vom Körper, irgendwann hollst du die Hand wieder an den Körper, weil du nicht mit ausgestreckten Arm (oder halb ausgestreckt) stehen willst. Gaius bekommt einen Impuls am Halsband / Geschirr von DIR. BINGO! Eine Reaktion von dir!

    Das Erlernen von ruhigen Verhalten wird dadurch verlangsamt. Vielleicht, wenn der Hund ein besonders schlauer und sturer ist, wird er nach und nach fester versuchen.

    So, was bringt also mit dem Fuß auf die Leine steigen? Du hast den Fuß an der Leine. Übst das ruhig sein. Gaisu bemerkt was "Ahhhh da sind meine Freunde! DA! Da ist ein fliegendes etwas!, DA rieeeecht so gut nach Essen!"; " Oh maaaaann, mein Herrchen ignoriert mich, ich will aber hiiiiiiiin! Moment! Als ich angezogen habe, HABE ich eine Reaktion bekommen!". Gaius geht los, wird gestoppt. Deine Hand bleibt am Körper ( die benutzt die gar nicht ), der IMPULS/DEINE REAKTION BLEIBT aber WEG.

    So kommt man meiner Meinung nach, schneller zum Ziel, dass der Welpe es behirnt: wenn Ruhe sein soll, dann ist es Ruhe, ich bekomme so uns so KEINE Reaktion von Herrli, es ist also zwecklos.

    Du kannst eigentlich dann schneller, die Leine wieder in der Hand halten, weil der Hund gelernt hat ziehen bringt nichts, auch wenn der Herrli wem zuhört.

    Zitat von Lupus

    Ich habe ihm dann das Seil weggenommen - das ging ohne Knurren. Ich wusste dann nicht, was ich tun sollte. Einerseits war ich ja froh, dass Gaius nur verbal seinen Standpunkt klar gemacht hat. Andererseits, naja, eben dieses Knurren dem Kind gegenüber. Meine Tochter sollte dann die Leckerli holen. Hat sie auch getan. Dann sollte der Kleine in die eine Hand Leckerli nehmen, diese Gaous hinhalten und mit der anderen das Seil an sich nehmen. Das ging dann auch problemlos. Im Anschluss haben meine Frau und ich nochmal mit den Kindern gesprochen, ihnen erklärt, was Knurren bedeutet und nochmal drauf hingewiesen, dass sie nur dann mit Gaius spielen oder sonstwas machen dürfen, wenn wir direkt dabei sind. Hoffe, das ist angekommen.

    Ich finde du hast alles richtig gemacht.

    JA, jetzt als Welpe ist es ein Spiel, so wie Muriel es beschrieben hat. Wenn der Hund ausgewachsen wird / pubertär, aber nicht mehr und dann werden die Kinder schon als rangniederer gesehen. Das ihr JETZT klare Regeln für Hund und Kind setzt, vermeidest du die Probleme in der Zukunft.

    Zitat von Lupus

    Wir wollen demnächst anfangen, das Alleinsein im Haus zu üben.


    Was meint ihr, ist da besser: Ihm das ganze Haus lassen, wenn wir weg sind, oder ihn lieber nur im Flur (da steht sein Körbchen, auch sein Wasser, aber es ist nichts da, das er kaputt machen könnte, zudem zieht er sich tagsüber, wenn er Ruhe haben will, dorthin zurück) lassen?

    Ich würde ihm den ganzen Haus zur Verfügung stellen. ABER ich würde das Alleine sein in Minischritten dafür üben. Zuerst raus aus dem Haus, 30 sek, wieder rein, dann 1 min, dann Mist wegtragen, dann zum Postkasten, dann in den Garten etc. und immer wieder zurück.

    Langsam verlängern. Alles selbstverständlich machen. Hund lernt: Herrli kommt immer zurück und es ist kein Ding.

    Wenn du in Minischritten übst ( dann später zum nahelegenden Bäcker gehen etc. ) dann siehst du automatisch ob Gaius was verwüstet. Dann kannst du entscheiden.

    Verlängere so um 30 min / 1h später. Taste dich vor. Also ich würde es so angehen.

  • Muriel
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    • 30. April 2018 um 15:09
    • #73
    Zitat von Roopa

    aber auch wichtig, was du machst, wenn du wiederkommst ...... absolutes ignorieren des Hundes und kein Happy-Wiedersehen

    Das ist doch schon lange überholt.

    Eine freundliche Begrüßung und das Streicheln des Hundes senkt nachweislich das Cortisol (Stresshormon) im Blut und fördert die Ausschüttung von Oxytocin.

  • twosouls
    Beiträge
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    • 30. April 2018 um 16:34
    • #74

    Ist halt immer die Frage in welcher Situation. Man muss halt die Gesamtsituation sehen. Das macht es ja auch so schwierig bis unmöglich aus der Ferne Situationen bewerten zu wollen. Weil wir jene eben nicht sehen.

    Lischie als Beispiel hat am Anfang sofort uriniert wenn ich wiederkam,sobald ich sie nur angesehen und /oder angesprochen habe. Es hat-weil sie ja mit menschlichem Verhalten nur rudimentär etwas anfangen konnte-schon gereicht in normalen Situationen das ich einfach -sie anblickend- mich ihr gerade genähert habe. In so einer Situation (schreibt übrigens auch eine gewisse Fedderson-Peterson :)) bekommt man das urinieren am besten weg,wenn der Hund darauf konditioniert wird das es Aufmerksamkeit erst gibt,wenn das Urinieren unterbleibt. Und das stimmt. Ich habe Anfangs dann Lischie weder angesehen noch angesprochen als ich heimkam. Erst nach einer Weile,wenn ich das Gefühl hatte das sich alles entspannt,habe ich angefangen mit sprechen. Nichtmal sie direkt angesprochen,sondern mehr ins Leere,auch ihren Namen nicht genannt ,und dabei sie auch nicht angesehen. Stück für Stück wurde die Heimkehr normaler/entspannter. Und Stück für Stück konnte ich dann auch ansprechen bis später begrüßen. Das dennoch aber so wie das in den Rudeln auch passiert. Die Alten ignorieren mehr oder weniger das begrüßende Maullecken (wenn dann nicht doch Futter vorgewürgt wird). Oder es gibt Schnauzenliebkosungen nach einer gewissen Weile nebenher. Das ist aber nicht sicher. Dieses doch auch oft aufdringliche Maullecken ist auch-so vermutet Fedderson Peterson- ein Antesten der Stimmung der Alten,welches manchmal auch recht rüde abgewiesen werden kann. Vor allem bei leerem Magen.

    Insofern würde und habe ich meine Begrüßungsgesten/arten immer regulierend eingesetzt. War der Hund zu aufgeregt,habe ich mehr ignoriert und länger erstmal was anderes gemacht. War der Hund freudig entspannt,habe ich mich mehr und eher zugewandt.

    Selbiges beim Knurren. Da kommen x mögliche Punkte zusammen. Ich weis jetzt nicht genau wie alt Gaius ist. ABer gerade im heranwachsenden Alter werden oft Sozialspiele gemacht. In diesen hat Knurren oder Zähne fletschen überhaupt keine aggressive Intention,sondern jene dienen spielerisch dazu die Mimik und Körpersprache untereinander zu lernen. Selbst wenn dennoch auch eine Ressourcenintention dahinterstehen kann (es gibt ja auch Mischintentionen),muss das lange nicht aggressiv ausarten,sondern kann auch verbunden werden mit sogenanntem gooming. Was schlussendlich für den Zusammenhalt der Gruppe,für Zugehörigkeit steht. Egal ob nun ein Sozialspiel oder doch der Versuch eine Ressource auf aggressive Weise verteidigen zu können,Kommunikation-natürlich!-ist beides.

    Die Sache ist nur,das man die Intentionen so auch herauslesen können muss,wenn man ernsthaft mit Zähne fletschen und Knurren SICHER umgehen wöllte. Und DAS ist nicht wirklich leicht! Zumal Mimiken ja nicht starr sind. Die sind in Bewegung,genauso wie eventuell der gesamte Hund. Ehrich gesagt würde ich mir nicht zutrauen zu sagen das ich ständig so aufmerksam bin,das ich jede kleine Veränderung in der Mimik erkennen würde. Mal zum Verständniss über die Verhältnisse die wir hier reden. Bei Wölfen konnten 60(!) verschiedene Mimiken identifiziert werden. Haushunde liegen zwischen einstelligen und niedrigerem zweistelligen Bereichen (abschließende Untersuchungen dazu mit einer genügenden Anzahl an Hunden gibts aber noch nicht.Von Pudel bissl abgesehen.). Beim DSH zählte man durch Fedderson bisher 12. Das sind aber nur (Gesichts)Mimiken! Gestiken also nicht mit eingerechnet. Dort in jeder Situation alles sofort zu erkennen zu wollen,würde ich als ...ambitioniert....betrachten wollen. Und genau da ist man doch am Knackpunkt,stimmts?

    Sozialspiele -eindeutige-mag man noch erkennen. Aber sobald Mischintentionen eine Rolle spielen,oder diese ,vielleicht auch in einem Gemengenlage wechseln,wird das kaum noch möglich sicher uz sagen wie die DInge stehen. Und von Kindern,oder gar fremden Nichthundebesitzeern,kann man das erst Recht nicht verlangen.

    Insofern würde ich einem Knurren oder Zähne fletschen grundsätzlich kritisch und missgünstig (bei einem Haushund) gegenüberstehen. Ich würde ein (erkanntes) Sozialspiel nun nicht sanktionieren,aber ich würde sofort das Spiel beenden. Sozialspiele können Hunde auch untereinander machen.Sie werden in ihrer Kommunikation ja nicht gekappt,nur weil die Kommunikation mit uns ein wenig anders abläuft. Das tut sie ja generell mit uns. Und die Haushunde passen sich sehr gut daran an. Das "Lächeln" beispielsweise haben sie von uns gelernt. Wölfe tun das in der Art nicht. Sollte die Intention aggressiver sein würde ich-solange keine Eskalation droht- ebenfalls sofort unterbinden. Nochmal weil:

    - es schon für Erwachsene die sich damit befassen schwer bis unmöglich ist die hundliche Körper,-und Lautsprache immer sofort zu entschlüsseln,was aber wichtig für den Umgang damit wäre;

    - Knurren wie Zähnefletschen bei einer aggressiven Intention eben auch die letzte Körpersprache vor dem möglichen Angriff ist;

    - ein knurrender Zähne fletschender Hund innerhalb einer (fremden) Menschengruppe definitiv für Irritationen und Angst sorgt.

    -und weil,wenn der Hund gegenüber Menschen dieses Ausdrucksmittel sonst nicht gebraucht/vermeidet,es dann aber doch tut,man vom Ernst der Lage überzeugt sein kann. Sprich in dem Fall etwas mit hoher Wahrscheinlichkeit,eindeutiger wird (vorausgesetzt das Knurren und Fletschen nie normal war im Umgang mit Menschen).

    Bissl anders würde ich das bei den Wolfhunden und deren (je nachdem was die von wem an Verhalten mitbekommen,das weis man ja vorher nicht) Verhalten sehen. Aber Gaius ist ja keiner.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • twosouls
    Beiträge
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    • 30. April 2018 um 16:38
    • #75

    PS.: Wer etwas über Mimiken und Lautsprache von Wölfen wie Haushunde ,sowie deren Verhalten in Gruppenverbänden erfahren möchte,dem empfehle ich mal hier "Hundepsychologie" von Fedderson-Peterson. Ein recht dicker Wälzer der zusätzlich mit einer DVD versehen wurde,welche nochmal mit Film und Ton auf die jeweiligen Kapitel eingeht.

    Nicht ganz billig und Fedderson wie immer nicht ganz einfach zu lesen da viele Fremdbegriffe verwendet werden. Aber definitiv lohnenswert.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

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