"Terror" durch kleine Hunde

  • Eines steht jedenfalls fest: Dass nicht jeden Tag die Zeitungen zerfleischte Fußhupen titeln können, liegt an unseren erzogenen Hunden und unserem verantwortungsvollen Handeln. Muss wirklich mal gesagt werden.

  • Ich wohne ja die Woche über im Südosten Thüringens, im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/ Obere Saale und die Wochenenden in einer Kleinstadt an der Ilm gut 100km entfernt. Dort trainiere ich hin und wieder auf einem Schäferhundplatz Unterordnung und Schutzdienst und wollte nun heute auch an dem so genannten Familienhundenachmittag teilnehmen. Dort arbeiten immer so um die 15 Hunde aller Größen und Rassen, wie ich bislang aus der Ferne sehen konnte.


    Leider hat man mir aber den Zutritt verwehrt und gemeint, ich dürfe mit meinem Hund nicht mittrainieren, weil ich natürlich erzählt habe, dass ich Babsis Sozialverhalten verbessern wolle, sie andere Hündinnen und Kleinsthunde gelassener ignorieren lernen solle. Aber auf dem Platz verstünden sich alle Hunde, dominante oder aggressive Hunde würden nicht geduldet und zum Schutz der vielen anwesenden Klein- und Kleinsthunde ginge das nunmal nicht, sie seien keine Versuchskaninchen. Ich sage, dass Babsi in meiner Anwesenheit keinem Hund was tut und nur reagiert, wenn sie böse gemobbt wird von groß oder klein; und das sei schließlich ihr gutes Recht.


    Wie soll sie denn sonst lernen, frage ich weiter? Wir begegnen täglich dutzenden pöbelnden Fußhupen, die alle nicht erzogen sind; wie man ja auch hier sehen kann. Denn inzwischen führten sich zwei der anwesenden 3kg-Kampfhunde auf wie Rambo; die sehr beleibte Halterin mault, die seien erzogen, aber als Terrier müssten die so sein. Da fällt einem nichts mehr ein. Wenn dort also ein Hund neu kommt, muss er sich von Beginn an mit allen anderen vertragen und darf auch nicht auf ungezogene Fußhupen reagieren. Da geht für mich der Sinn eines Hundeplatzes verloren. Ich gestehe, ich wurde dann ein wenig pampig und trollte mich.

  • Ich gestehe, ich wurde dann ein wenig pampig und trollte

    viele haben hier ihren HundePlatz (Verein) gefunden, manchmal dauerte es etwas.... und manche fahren ein gutes Stück

    ich bin in keinem Verein, kann deine Erfahrung gut verstehen und ich wäre auch sauer - aber vielleicht war es ein Verein mit zu vielen unterschiedlichen Rassen ....? und ehrlich: mit deinen Beispiel-Hunden bzw HH möchte ich mich garnicht erst auseinandersetzen ...

  • Klar hast du Recht, aber ich pendele schon so viel, fahre hunderte Kilometer die Woche und wollte halt den kürzesten Weg zum Hundeplatz.

  • Kurzer Weg ist leider nicht gleich guter Verein. Die Erfahrung habe ich damals mit meinem 4monatigen Harras auch gemacht. Ich fahre lieber etwas weiter und fühle mich dort aber akzeptiert

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Na ja, ein Versuch war's wert. Aber ich gebe Roopa Recht - die Nerven würde ich mir auch sparen... Und wenn das Gegröhle und Rambo- Verhalten erwünscht und rassetypisch sein soll - da kommt man 'eh nicht weiter .. :rolleyes:

    Ich denke auf deren Seite war schlicht Schiss im Spiel - ein DSH, der auf kleine Hunde reagiert.... 8| Und weil man ja genau die keifende Sorte vor Ort hat, reagiert man arrogant und abweisend.

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Ich denke auf deren Seite war schlicht Schiss im Spiel - ein DSH, der auf kleine Hunde reagiert.... 8| Und weil man ja genau die keifende Sorte vor Ort hat, reagiert man arrogant und abweisend.

    Das hast du sehr schön auf den Punkt gebracht. Die Klientel wirkte zwar eher überfordert als arrogant und der Leiter des Platzes war um die 75 bis 80 Jahre alt, man war im Familienverein einfach nicht eingerichtet auf einen kräftigen Dorfburschen mit fester und selbstbewusster Schäferhündin. :)


    Mich ärgert auch gar nicht so sehr unsere konkrete persönliche Abweisung, sondern die allgemeinen Tendenzen, die hier sichtbar werden. Eben die Bevorzugung und Nichterziehung von Fußhupen; die alberne Vorstellung, dass jeder Hund immer friedlich sein und alles tolerieren müsse und die komplette Abwesenheit von kynologischem Fachwissen. So meinte der Chef, einem so alten Hund wie meinem könne man ohnehin nicht mehr beibringen, keifenden Hündinnen nicht zu erwidern.


    Dabei habe ich Babsi in nicht einmal drei Monaten beigebracht, pöbelnde Fußhupen nicht mehr ins Maul zu nehmen und zu kauen, sondern ihnen; sollten sie sich wirklich bis ran trauen, mit der Vorderpfote auf den Nischel zu klopfen; macht mörderisch Eindruck bei denen. 8)

  • Ich beneide Euch! Ihr könnt Euch über die unerzogenen kleinen Hunde und deren Besitzer aufregen. Kann ich leider nicht. Ich muss mich noch diesbezüglich über die Leinenpöbelei meines großen Fiffis aufregen. Ist zwar schon besser geworden, aber optisch gesprochen ist das Glas mindestens noch halb voll. Und er bellt und bellt und bellt... Nein, ganz so schlimm ist es nicht mehr, jetzt springt er wenigstens nicht mehr in die Leine. Das sehe ich schon als großen Fortschritt an. Aber es nervt!!

    Bei der Gelegenheit: Wenn er an seinem Feind vorbei ist, zieht er neuerdings weg von dem Hund. Hat jemand eine Idee, was dieses Verhalten bedeutet??:/

    CharlySchaefer *20.07.2016

  • Du meinst, der Hund will so schnell wie möglich weit weg von dem Hund? Vorzugsweise im just Monent wo man grade vorbei ist?

    Gin machte das auch lange. Ist ein Zeichen das der Hund unsicher und doch überfordert ist

    Ja,genau. Danke für die Info! :*

    CharlySchaefer *20.07.2016

  • So, nun hat es uns auch mal erwischt. War zwar kein Terror, aber hätte furchtbar ausgehen können :cursing:.


    Vorgestern Abend, es war schon dunkel, kam ich mit Harras von der Arbeit nach Hause. Auch das kurze Stück vom Auto zum Haus habe ich ihn an der Leine, denn zum einen kann immer aus einem Haus jemand kommen und zum anderen fahren auch Autos durch unsere Straße.


    Auf einmal kam ein mittelgroßer Hund schwanzwedelnd auf uns zu. Für mich quasi aus dem Nichts und ein Halter war nicht zu sehen. Der stand so plötzlich vor uns, dass Harras eine Sprung nach vorne machte und ich die Leine los ließ. In den wenigen Sekunden spielte sich einiges in meinem Kopf ab. Vor allem aber, oh Gott, was macht mein Hund jetzt mit dem anderen.

    Aber soweit war eigentlich alles gut, nur das beide quer über die Straße auf die andere Seite rannten und da aber gerade ein Auto kam 8|. Ich habe schon beide Hunde unter dem Auto gesehen mich furchtbar erschrocken und nur laut "Scheiße" gebrüllt. Der Autofahrer hat zum Glück schnell reagiert und hat angehalten. Auf der anderen Seite war das Herchen von dem kleinen Hund. Ich habe dann Harras sofort zu mir gerufen und er kam quasi freudestrahlend und schwanzwedelnd sofort zu mir. Aber ich war noch so erschrocken, ich habe noch nicht einmal mit dem anderen Hundehalter irgend ein Wort gewechselt. Ich bin nur wie Espenlaub zitternd mit meinem Hund sofort ins Haus gegangen.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • da habt ihr aber Glück gehabt. Gut das Harras sofort wieder zu dir gekommen ist.

    Ich war eben mit einer Bekannten unterwegs mit den Hunden.

    an der Weser ist immer ein Mann mit einem Berner senn unterwegs der nie angeleint ist. Der Mann läuft an UAG's und ist körperlich sehr eingeschränkt.

    Heute hat sein Hund aber nicht auf ihn gehört und wollte zu unseren. Stehen und von weitem gucken war ja noch in Ordnung... aber dann ist er uns hinterher. Herrchen war schon locker 300 Meter weiter.

    Irgendwann ist Argos dann die Hutschnur geplatzt als er zu nahe kam. Der Berner ist wohl ganz verträglich aber zu nahe darf er uns nicht kommen. Das mag meiner noch gar nicht.

    Irgendwann... Herrchen war nicht mehr zu sehen... hat er sich dann getrollt

  • Wenn ich Benny an der Leine habe und es kommt ein Hund ohne Leine ,den er nicht 😐kennt, gehe ich auf den Hund zu und schimpfe laut und sage ab und geh zu Herrchen .Bis jetzt hatte ich immer Glück das die Hunde sich umdrehen und abhauen .Benny schaut mich dann immer ganz groß an 🙄

    LG Andrea

    Benny 🥚März 2015.

    „Lass den Hund bellen, singen kann er nicht.“

    (Friedrich von Schiller)










  • Auch das kurze Stück vom Auto zum Haus habe ich ihn an der Leine

    kann mich erinnern, daß er früher ohne Leine zum Haus lief ....

    ja, die Situation kann sich in Sekunden ändern ...

    ich muß nur über die Straße zum Haus, aber Roopa wird immer angeleint, plus am Auto Sitz und am Briefkasten Sitz und am Tor Sitz - alles Zeremonie+Training

  • Da bin ich oft nachlässig, muss ich gestehen. Askja klebt mir so am Bein, dass ich ausblende, wie schnell was Unerwartetes um die Ecke kommen kann... Muss ich mich tatsächlich immer wieder zu ermahnen. .:rolleyes:

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • kann mich erinnern, daß er früher ohne Leine zum Haus lief ....

    ja, die Situation kann sich in Sekunden ändern ...

    ich muß nur über die Straße zum Haus, aber Roopa wird immer angeleint, plus am Auto Sitz und am Briefkasten Sitz und am Tor Sitz - alles Zeremonie+Training

    Ja, da erinnerst du richtig. Aber wegen der vielen Dinge, die passieren könnten ist er bei mir immer an der Leine.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • ich muß nur über die Straße zum Haus, aber Roopa wird immer angeleint, plus am Auto Sitz und am Briefkasten Sitz und am Tor Sitz - alles Zeremonie+Training

    Hey, dann habe ich ja dahingehend alles richtig gemacht. Mach es nämlich genauso! Herrlich!:thumbsup:^^

    CharlySchaefer *20.07.2016

  • Ich habe jetzt die Faxen dicke, ich sehe doch gar nicht ein, dass Babsi und ich drunter leiden müssen, wenn die Halter kleiner Hunde ihre Hausaufgaben nicht machen. Wenn uns einer nur ankläfft, ignorieren wir das; wenn aber einer in die Leine springt in unsere Richtung und sich nicht beruhigen will, lasse ich die Leine länger.