5 Dinge, die Hundebesitzer endlich lassen sollten

  • Ich würde gerne an die Möglichkeit glauben das die Gemeinschaft das Problem lösen könnte... aber da ist meine Hoffnung gen Null.

    Hi,


    schöner Beitrag oben: ja, es geht oft ums Wetter, das Essen und Trinken in all seinen Wegen. Und, ernsthaft: Das sind auch wichtige Themen.


    Eins noch zur Gemeinschaft: Die besteht ja auch aus all den Individuen. Und gemeinschaftliches Handel: Entweder wir lernen das, oder genau dieses Manko wird die Sollbruchstelle unserer Existenz sein.

    Dabei gibt es nichts Schöneres als ZUSAMMEN was auf die Beine zu stellen:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Hallo Lupus,


    nimms mir nicht übel, aber mir reicht es langsam mit dem Öko- Wahn, der hier im Musterland Deutschland um sich greift:


    Für Bio-Sprit aus Palm- und Sojaöl werden weltweit Regenwälder abgeholzt...


    Wälder für Pellet- Heizungen...


    Nukleare und fossile Energie durch Solar- und Windenergie ersetzen, mit gigantischen Stromtrassen quer durchs Land; und dann schreien sie wieder - die gleichen Öko-Schützer, die jetzt in den Bäumen von Hambach sitzen, wegen verspiegelter und verspargelter Landschaft und Natur...


    Absurde Fahrverbote wegen dem Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxyd im Straßenverkehr, obwohl gleichzeitig an Arbeitsplätzen 950 Mikrogramm als unbedenklich gelten....

    Dadurch entstehende Staus im Berufsverkehr mit der einhergehenden zusätzlichen Luftverschmutzung in den Ausweichstraßen plus nochmehr Energieverbrauch, sind hier bitte zu vernachlässigen. Aber man kann ja E-Autos fahren, der Strom kommt ja aus der Steckdose, womit wir wieder bei dem Problem der Energiewende angelangt wären...

    Alles sehr umweltfreundlich.


    Du ziehst es vor, die Hundesch... besser liegen zu lassen und nimmst lieber einen Tretminenslalom Infektionsrisiko und Unfallgefahr (ist sehr rutschig) in Kauf, weil das umweltfreundlicher ist? Was das Argument mit der Hundesteuer und der Entsorgungspflicht der Kommunen angeht, so zahle ich auch Steuern und Müllgebühren und schmeiße trozdem deswegen unterwegs meinen Müll nicht in die Landschaft oder auf die Straße.


    Ich sammel die Hinterlassenschaften meines Hundes auf öffentlichen Wegen, in Parks oder Grünstreifen am Straßenrand jedenfalls auf. ... und ja, mit Kotbeuteln aus Plastik die auch noch recycelt sind und schmeiße sie in die dafür vorgesehenen Mülleimer. Diese werden aber schon von der Kommune geleert...

    Bevor ich reflexartig auf alles einsteige, was in den letzten Jahren als umweltschädlich entdeckt und debattiert wurde, frage ich nach den Alternativen und die haben mich bisher nicht immer überzeugen können.

    Umweltschutz - JA! Aber mit realistischem Augenmaß...


    Ach noch ein Problem, wenn mein Hund sein großes Geschäft erledigen muss, habe ich es noch nie geschafft ihn von dem Gehweg ins nächstgelegene Gebüsch zu ziehen...

    CharlySchaefer *20.07.2016

    2 Mal editiert, zuletzt von CharlySchaefer () aus folgendem Grund: Korrektur

  • Ich halte es schon für ökologisch wichtig und richtig mittel- und langfristig Alternativen für Vieles zu finden und unser Konsumverhalten entsprechend umzustellen. Dafür muss man neue Wege gehen, und die erweisen sich nicht immer als 100%ig richtig. Der richtige Weg ist aber sie in Angriff zu nehmen. Die Richtung kann man dann immer noch ändern, wenn man erkennt dass der Weg in eine falsche Richtung geht.


    Stichwort Windräder: Inzwischen weiß man dass diese auch ökologische Schäden anrichten können. Aber deren Entwicklung geht weiter... Zwar ist die neuste Generation an Windrädern noch nicht in der Lage die erste ersetzen zu können, in Bezug auf die Leistung, die sie erbringen. Oder aber sie sind noch nicht so weit entwickelt um schweren Stürmen trotzen zu können. Aber es wird weiter geforscht, auf den Grundlagen, die man sich bei der Entwicklung der ersten Windrad-Generation erarbeitet hat. Inzwischen gibt es vielversprechende Versuche mit Windrädern, die statt dieser Rotorblätter eine Art "Quirl" haben. Oder eine Art "Korb". Beide Arten sind z.B. von Vögeln optimal zu erkennen und zu umfliegen. Oder es gibt Versuche mit "Windrädern" ganz ohne Aufsätzen wie Flügeln, Körben etc. Möglicherweise haben wir in 20 Jahren "Ausstiegspläne" für die erste Windrad-Generation, so wie jetzt in Bezug auf Kern- und Kohlekraftwerken.


    Gar nix zu verändern ist halt auch nicht richtig. Möglicherweise fahren wir in Zukunft alle irgendwann solarbetriebene Autos. Der Carport zu Hause besteht dann aus transparenten Solarzellen, die wie ein Glasdach aussehen. Und der Auto kann direkt über diese mittels Steckdose aufgeladen werden (und der Rest geht in einen Speicher). usw... Oder Gebrauchsgegenstände, Papier und Energiepellets aus Bambus anstatt aus Holz. Kein Baum wächst so schnell wie Bambus... Und es gibt bestimmt auch noch andere Alternativen.


    Derartige Möglichkeiten muss man sich aber erarbeiten, die fliegen uns nicht einfach so zu.

  • Auf jeden Fall geht der fordschritt nicht schneller wenn ich Hundekot liegen lasse .Stellt euch mal vor es gibt Leute die nicht mehr aufs Klo gehen ,weil es Wasser verschwändung ist und gehen in die Botanik 😷und sagen ist Bio .Wir leben nun in der Zeit wo es sehr viele Hunde gibt .Ich würde bei jeden Haufen den ich liegen lassen würde überlegen ,ob ein Kind oder auch ein anderer, da hinein tritt .Benny stand auch schon in Hundesch...... Köstliche

    😱

    Benny 3 Jahre und 5 Monate .Leider wissen wir nicht genau den Tag

  • Hi,


    ich bin dir nicht bös, sei Dus mir auch nicht: Wir tauschen ja nur Positionen aus!:)


    Es gibt keinen "Ökowahn" und Deutschland ist auch kein Musterland, was zB Ressourcenverbrauch angeht.
    Was es gibt ist ein Konsum- und Ego-Wahn. Und ein Denken, man kann es auch "Trumpisierung" des Denkens nennen, das weltweit um sich greift, das keine Moral kennt, keine Ethik und keine Verantwortung außer der für sich selbst. Menschen, die da nicht mitmachen, die das kritisieren, werden als "Gutmenschen" beschimpft, als sei die Idee, Gutes für alle Menschen, für alle Tiere und für alles Leben etwas Schlechtes. Unser Denken ist verrückt geworden, anders kann man das nicht bezeichnen.

    Da haben Leute die Schnau... voll von Flüchtlingen oder vom Umweltschutz, obwohl sie mit beiden in ihrem Leben gar nix zu tun haben, oder wenn dann nur randständig. Ist wie in der Diskussion über "Kampfhunde". Was mich da am meisten schockiert hat: Als damals der kleine Junge totgebissen wurde (weiß leider nicht mehr, wie der hieß), bekam die Familie Beistand von Menschen, die sie gar nicht kennen. Bei "Chico" wurden die Opfer noch beschimpft und tausende Menschen wollten den Hund nehmen. Von tatsächlichem Mitgefühl keine Spur, nur noch hinter seiner eigenen Ideologie her rennen. Wenn ein Mensch sich umbringen will, stehen unten die "Passanten" und rufen "spring!". Unzählige Beispiele könnte man da nennen. Letztens sagt ein Schüler, der aus sehr reichem Elternhaus kommt, beim Thema "Armut", wo wir das Beispiel einer Familie mit 4 Kindern hatten: "Warum haben die die Kinder nicht abgetrieben, wenn sie wissen, dass sie arm sind?". Die Frage war ernst gemeint...


    Bei all dem geht es, und das ist ein Problem, gar nicht ums Thema an sich, sondern eher darum, dass unser Denken, unser kollektives Bewusstsein, so vollgespammt ist mit allem möglich, dass wir gar nicht erkennen, was wirklich wichtig ist. Wir sind allesamt so voll mit unseren alltäglichen Problemen, dass wir die tatsächlichen gar nicht mehr sehen. Und wenn uns dann daran einer erinnert, fühlen wir uns sofort genervt und überfordert.


    Über einzelne Methoden des Umweltschutztes kann man streiten. Willst Du das mit deiner Aufzählung sagen?

    Sicher, da hast Du recht. Das ist eben alles noch recht neu, die Bedrohung in ihrer Vehemenz, aber auch die Frage, wie damit umzugehen ist. Dass dabei immer auch Fehler gemacht werden, wie bei jeder technischen Entwicklung, ist doch logisch.


    Aber, und das frag ich mich bei all den "Skeptikern": Welche Alternative bieten die denn an? Da wird jeder Versuch sofort schlecht geredet. Ok, kann man machen, aber dann sollte man doch wenigstens selbst mal ne Idee präsentieren und nicht einfach das Problem leugnen oder sämtliche Versuche, es zu lösen, gleich kaputt reden.

    Klar kann man das Fahrverbot für Diesel "absurd" nennen. Aber wirklich absurd ist, dass der Flottenverbrauch in den letzten Jahrzehnten entsprechend der technischen Möglichkeiten, ja kaum gesunken ist. Und warum? Weil wir heute massenhaft mit total übermotorisierten Kisten durch die Welt rasen, also wenn wir mit dem Super-SUV nicht grad im Stau stehen. Jahrelang haben Menschenschützer (denn um die geht es vor allem bei der Feinstaubbelastung - die kostet ganz real Menschenleben) auf die Belastung hingeweisen. Nix ist passiert, außer dass Merkel und co in Brüssel noch Druck machen, dass die Grenzwerte ha nicht zu niedrig formuliert werden. Die Autoindustrie hat auch nix gemacht, im Gegenteil. Und die Bevölkerung auch nicht. Jeder muss überall mim Auto hin. Kaum ein Kind, das zB noch zur Schule läuft.

    Aber dann, wenn wenn ein Gericht ein Verbot ausspricht, tauchen all die Leute auf, die das alles jahrelang nicht interessiert hat und meckern rum. Wie soll man die ernst nehmen?


    Leugnen und Aussitzen, und das ist irgendwie auch das Schöne an der Natur, interessiert die nicht. Die funktioniert nach knallharten Gesetzen. Mit der lässt sich auch nicht diskutieren, wenns endgültig zu spät ist. Und für viele Millionen Menschen ist es das ja jetzt schon.



    Was das Argument mit der Hundesteuer und der Entsorgungspflicht der Kommunen angeht, so zahle ich auch Steuern und Müllgebühren und schmeiße trozdem deswegen unterwegs meinen Müll nicht in die Landschaft oder auf die Straße.

    Gutes Beispiel: Und den Müll, der nicht in Eimern landet, sondern zB am Straßenrand wird von der Gemeinde entsorgt und nicht einfach liegen gelassen.


    Bei Plastik geht es auch schon lange nicht mehr um "reflexartiges" Einsteigen. Wir wissen seit Jahren, wie gefährlich die Nutzung ist. Aber auch da wurde die ganze Zeit ja nix gemacht. Auch aktuell steigt der Verbrauch noch an! Und jetzt regen sich manche dann über ein Verbot auf. Aber es scheint anders eben einfach nicht zu funktionieren.

    Und wenn es erst richtig teuer wird für die Versicherungen und Rückversicherungen, also für die, die im Endeffekt die Gesetze machen (lassen), werden noch ganz andere Verbote auf uns zukommen. Und das in noch viel kürzerer Zeit. Also haben wir wieder einmal die Wahl - leugnen, Kopf in den Sand und hoffen, dass es schon wird, oder eben anpacken und mit Vernunft an die Sache rangehen:)



    Liebe Grüße

    Lupus

  • Ich bin ja ganz bei Euch, dass ein "Weiter so..." nicht die Lösung sein kann. Ist doch in meiner Abschluss-Formulierung "... mit Augenmaß" enthalten.

    Was die Alternativen Windräder & Solarenergie angeht - ich befürworte diese Technik, die aber auch unerwünschte Nebenwirkungen hat. Mein Argument oben zielte nicht auf deren Mängel in Funktionsweise bzw. Zuverlässigkeit ab, sondern darauf, dass für deren Errichtung in der notwendigen Größe, sollen sie die fossile Energiegewinnung ersetzen, viel Land und viele Wälder geopfert werden müssen. Da wird aber auch wieder protestiert. Die einen beklagen die Zerstörung der Natur, die anderen sagen nach dem Florions-Prinzip "Ja sicher, aber bitte nicht in meiner Nachbarschaft" .

    Ja was denn nun??? Zielkonflikt reiht sich an Zielkonflikt.

    Ich erkenne momentan dahingehend nur Konzeptionslosigkeit. Sobald wieder irgendein Pseudo-Wissenschaftler in Öko-Test konstatiert, dass wieder neue Schadstoffe gefunden wurden, breitet sich bei uns eine kopflose Hysterie aus. Dass irgendwo ein "Gift" gefunden wird, ist mEn eigentlich keine Meldung wert, solange seine Menge unter einen gewissen Schwelle bleibt, wo es eben nicht giftig ist.

    Wie sagte Paracelsus vor 500 Jahren noch?

    "Was das nit Gift ist?" "All' Ding sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht dass ein Ding kein Gift ist. "

    Dem kann ich mich nur anschließen. Heuchelei liegt mir auch fern, wenn ich an grüne Ideologen denke, die Wasser predigen und selbst Wein saufen, weil der besser schmeckt.

    Wie gesagt, Umweltschutz ja, aber mit Sinn und Verstand(!) und keine hysterische Weltverbesserungsideologie.

    CharlySchaefer *20.07.2016

    Einmal editiert, zuletzt von CharlySchaefer () aus folgendem Grund: Korrektur

  • Hallo Lupus ,

    natürlich bin ich nicht böse auf Dich, im Gegenteil. So wie Du schreibst, machst Du einen sehr netten, geduldigen und unaufgeregten Eindruck auf mich. Das finde ich sympathisch und beneidenswert. :)

    Was unsere Standpunkte angeht, so sind wir doch auf einer Linie, allerdings nur bis zu einer gewissen Sollbruchstelle. Ich halte dort an dem mMn kleineren Übel fest, solange keine bessere Lösung in Sicht ist. Während Du (ebenfalls mMn) zu schnell und weit nach vorne stürmst und am liebsten alles Elend in der Natur und bei den Menschen weltweit gleich abstellen möchtest, was mich wiederum nicht überzeugen kann. Ich glaube ich wiederhole mich, wenn ich sage, ich wirke bei mir und meinem Umfeld im Kleinen, weil ich mich sonst überfordert fühle. Darüber hinaus unterstütze ich realistisch wirksame Unternehmungen, alles andere sind für mich hektische Experimente, deren Konsequenzen nicht bedacht wurden.


    LG CharlySchaefer

    ... und für Dich zwei Smileys, weil Du so nett schreibst :):*

    CharlySchaefer *20.07.2016

  • Hi Charly,


    und ich danke dir, dass Du so ruhig bleibst, obwohl mein Beitrag ja auch (allgemeine) Vorwürfe enthält! Ich mein das wirklich nicht bös, aber ich mache mir auch Sorgen und bin dann auch hilflos.:(

    Bei anderen Themen, auch beim Flüchtlingsthema, können politische Entscheidungen wieder revidiert werden, bei dem Umweltschutz, grad beim Kliamwandel, gibt es einen "point of no return". Und auf den rasen wir zu.

    Und natürlich würde ich alles Leid lieber heute als morgen abstellen! Wer denn nicht??? Ich erlebe das ja auch jeden Tag, wenn ich mit Flüchtlingskindern arbeite: Die haben in ihren kurzen Leben oft schon so viel Leid erfahren, sind so unendlich hilflos. Und sie werden diese Traumata wieder an ihre Kinder weitergeben. Das ist so traurig, weil sie ja alle nichts dafür können. Und wir leben materiell so unglaublich privilegiert und sind trotzdem unzufrieden. Aber ich will nicht wieder von vorne anfangen:)


    Auch weil ich weiß, dass man das alles nicht erzwingen kann. Das sehe ich ja an mir selbst: Ich habe bis vor ein paar Jahren ja auch Plastiktüten benutzt, ohne mal wirklich drüber nachzudenken. Und ich kann selbst nicht sagen, warum, aber irgendwann stand ich mal im Supermarkt an der Kasse und es wurde mir schlagartig bewusst, dass diese eine Tüte, die ich jetzt nehme, um sie dann zuhause wieder zu "entsorgen", uns für Jahrtausende erhalten bleibt. Das war wie ein Schlag ins Gesicht, ein Aha-Erlebnis. Aber kann man jemandem Vorüwrfe machen, wenn er das nicht hat?


    Und dann denke ich, dass, kann auch gar nicht anders, es eine Pflicht ist, aufzuklären, auf die Gefahren hinzuweisen. Und wenn man nur eine Person "erreicht", ist man schon zu zweit, hat sich sozusagen verdoppelt:)


    Ich weiß aber auch, dass das nerven kann und bin daher in einem Zwiespalt. Grad, weil ich weiß, dass wir alle, auf der ganzen Erde, ganz anders leben könnten. Und dass wir das werden auch tun müssen.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • wir leben materiell so unglaublich privilegiert und sind trotzdem unzufrieden

    genau, weil viele von uns leider auch vergessen haben, das zu schätzen was sie haben. Der eine eben mehr (der weiß es meist gar nicht mehr zu schätzen) und der andere leider weniger.

    ABER: ich habe drei wunderbare Kinder (o.k. die kosten auch Nerven ;)), die MIR ganz gut geraten sind und auf die ich stolz bin und einen Mann, mit dem ich auch oft zufrieden bin. ICH habe aus eigener Kraft die Schule erfolgreich zu Ende gebracht und einen Beruf gelernt. Ich habe ein Dach über den Kopf. Ich bin zwar nicht gesund, aber ich lebe zum Glück in einem Land mit Krankenversicherung und guter ärztlicher Versorgung (ja, auch darüber könnte man wieder endlos diskutieren). Und es gibt genug Menschen, die sind leider schlimmer erkrankt als ich.

    Im Sinne von wertschätzen: jeden Abend mal an drei schöne Dinge denken, die man am vergangenen Tag erlebt hat. Achtsam sein, mit sich selbst, seinen Mitmenschen und der Umwelt.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • genau, weil viele von uns leider auch vergessen haben, das zu schätzen was sie haben. Der eine eben mehr (der weiß es meist gar nicht mehr zu schätzen) und der andere leider weniger.

    ABER: ich habe drei wunderbare Kinder (o.k. die kosten auch Nerven ;)), die MIR ganz gut geraten sind und auf die ich stolz bin und einen Mann, mit dem ich auch oft zufrieden bin. ICH habe aus eigener Kraft die Schule erfolgreich zu Ende gebracht und einen Beruf gelernt. Ich habe ein Dach über den Kopf. Ich bin zwar nicht gesund, aber ich lebe zum Glück in einem Land mit Krankenversicherung und guter ärztlicher Versorgung (ja, auch darüber könnte man wieder endlos diskutieren). Und es gibt genug Menschen, die sind leider schlimmer erkrankt als ich.

    Im Sinne von wertschätzen: jeden Abend mal an drei schöne Dinge denken, die man am vergangenen Tag erlebt hat. Achtsam sein, mit sich selbst, seinen Mitmenschen und der Umwelt.

    Hi,


    Kinder kosten doch keine Nerven8o:thumbsup:=O8o:cursing:X(:D


    Schreib das, da Du das Persönliche so betonst: Im Endeffekt kann keiner von uns was dafür, ob ihm sein Leben gelingt oder nicht. Bei uns herrscht zwar die Ideologie des Individualismus vor, die besagt, dass jeder seines eigenen Glückes (wie Leides) Schmied ist. Diese Vorstellung aber ist eine, die wissenschaftlich seit Jahrzehten schon nicht mehr haltbar ist.

    Wir sind, wer wir sind, mit all unseren Talenten, Stärken und Schwächen, weil wir auf eine bestimmte Art sozialisiert wurden und eine bestimmte genetische Disposition haben (das ist nicht anders als bei Hunden) - für beide aber können wir nichts.


    Was folgt daraus? Das, was Du unten sehr schön beschrieben hast:


    Im Sinne von wertschätzen: jeden Abend mal an drei schöne Dinge denken, die man am vergangenen Tag erlebt hat. Achtsam sein, mit sich selbst, seinen Mitmenschen und der Umwelt.


    Oder, mit einem Wort: Dankbarkeit!

    Und aus Dankbarkeit entspringt das Gefühl der Verantwortung für diejenigen, die nicht so viel Glück hatten.


    Wir sollten aber auch nicht vergessen, dass wir unseren materiellen Wohlstand sehr teuer erkaufen. Zeit ist, im wahrsten Sinne des Wortes, in unserer Gesellschaft Geld. Und wir, also die Masse der Menschen, nicht der "obere Rand" der Gesellschaft, müssen für ihr Geld viel Zeit investieren, die uns für andere Dinge (Familie, gemeinschaftliche Aufgaben, etc.) fehlt.
    Daher wird es in den nächsten Jahren dahin gehen müssen, dass Arbeitszeiten drastisch verkürzt werden. Allein schon deshalb, weil die Arbeit, die wir kennen, die Jobs, in Zukunft nicht mehr existieren werden. Darin besteht, um positiv zu schließen, eine Riesenchance:)



    Liebe Grüße

    Lupus

  • Ich erlebe das ja auch jeden Tag, wenn ich mit Flüchtlingskindern arbeite: Die haben in ihren kurzen Leben oft schon so viel Leid erfahren, sind so unendlich hilflos. Und sie werden diese Traumata wieder an ihre Kinder weitergeben. Das ist so traurig, weil sie ja alle nichts dafür können. Und wir leben materiell so unglaublich privilegiert und sind trotzdem unzufrieden.

    Hier meine Anmerkungen:


    Flüchtlingskinder:

    Hier kenne ich keinen Unterschied. Bei Kindern in Not ist es für mich egal, ob sie geflohen sind, misshandelt oder missbraucht wurden. Ja, diesen Kindern helfe ich im Rahmen des moralisch und materiell mir Möglichen.


    ... wir leben materiell so unglaublich privilegiert und sind trotzdem unzufrieden...:

    Allgemeinplatz und Klischee...

    Wer ist wir?? Nicht jeder ist privilegiert und nicht jeder, dem es gut geht, ist mit seinem Leben unzufrieden. Warum? Deine Aussage impliziert für mich, dass alle in unserer Gesellschaft die Bodenhaftung verloren haben und nur nach noch mehr Wohlstand streben - stimmt aber nicht. In meinem Umfeld ist mir keiner bekannt, der so teilnahmslos und egoistisch durch's Leben geht. Auch ich bin mit dem was ich habe zufrieden. Dafür muss ich mich aber nicht schämen oder schuldig fühlen! ;)


    Aha-Erlebnis im Supermarkt:

    Hier bin ich ganz bei Dir, aber wie ich schon sagte, in dem mir möglichen Rahmen. Ich bzw. wir haben unseren eigenen kleinen Mikrokosmos Familie mit dazugehörigem Umfeld, wo man auf solche Dinge möglichst achtet. Werde deshalb nicht Alles liegen- und stehenlassen, um als Umweltschützer oder Entwicklungshelfer getrieben die Welt zu bereisen. 🤷‍♀️





    CharlySchaefer *20.07.2016