Probleme mit Hundebegegnungen

  • warum ist es denn so wichtig, wie Hundebegnungen laufen? Das wäre für mich kein Kriterium den Hund abzugeben, dann gehe ich eben irgendwo wo keiner läuft, oder weiche aus.

    Das Leben muss doch irgendwie weitergehen... Wir laufen im Moment noch da, wo sonst kaum jemand läuft. Aber das kann doch nicht das Endergebnis sein... Also nein... Ich möchte doch mein Leben mit meinem Hund leben und nicht zum Einsiedler werden...

  • warum ist es denn so wichtig, wie Hundebegnungen laufen? Das wäre für mich kein Kriterium den Hund abzugeben, dann gehe ich eben irgendwo wo keiner läuft, oder weiche aus.

    Dein Weg ist der leichtere Weg. Aber viele Leute wollen den schweren Weg gehen. Sie wollen ihren Hund immer und überall dabei haben und in jeder Situation im Alltag soll sich der Hund vernünftig benehmen.

    sorry aber, wo ist das der leichte Weg. Ich nehme den Hund auch mit. Nur mir persönlich ist es eben nicht wichtig das sich mein Hund mit jedem anderen Hund toll versteht.

    Ich weiche eben aus wo es geht, wo es nicht geht ziehe ich es halt durch und fertig. Ich sage ja nicht hör auf zu trainieren nur das es eben für mich kein Abgabegrund ist.

    Ich wandere viel und da kommt es ständig zu Kontakt mit anderen Hunden und auf Mittelaltermärkten sowieso.

  • warum ist es denn so wichtig, wie Hundebegnungen laufen? Das wäre für mich kein Kriterium den Hund abzugeben, dann gehe ich eben irgendwo wo keiner läuft, oder weiche aus.

    Das Leben muss doch irgendwie weitergehen... Wir laufen im Moment noch da, wo sonst kaum jemand läuft. Aber das kann doch nicht das Endergebnis sein... Also nein... Ich möchte doch mein Leben mit meinem Hund leben und nicht zum Einsiedler werden...

    was würdest du denn dann machen, wenn es sich nicht mehr ändern würde?

    Meine erste Hündin aus dem Tierheim hatte grundsätzlich null Bock auf andere Hunde, gut nach einem Jahr ging es halbwegs, aber weg war das nie. Trotzdem waren wir mit ihr unterwegs. Ich geh dann halt weiter und gut ist.

  • Cora2019, Askjas Vorgängerin hasste alle Artgenossen - piepegal ob Hündin, Rüde, groß, klein. Sie wurde mega-aggressiv.

    Ich habe schon mal geschrieben, dass wir das mit Hundesport super in den Griff bekommen haben - verträglich wurde sie aber nie. Da muss ich schon so ehrlich sein, dass es mit ihr nie so entspannt war wie mit jetzt mit Askja.

    Banja kam überallhin mit, man musste aber eben gucken. Beim Wandern, Radfahren, im Restaurant, Café oder sonstwo: immer quasi einen Blick weiter sein als die Hündin. Das funktionierte sehr gut. Als typische DSH war ich für sie der Mittelpunkt der Erde - das kann man sich prima zu Nutze machen. Nix ist so wichtig wie bei Muttern zu sein... ;)

  • Ich muss auch sagen, dass ich durch Loki der ja ziemliche Probleme mit Menschen hatte/ hat. Kann ich sagen ein Hund der keinen Bock auf andere Hunde hat, aber zu Menschen lieb ist, ist Entspannung pur im Umgang im Vergleich. Es geht ja mittlerweile, aber ohne das ich aufpasse geht es nicht.

  • Peppermint, bei uns ist es nicht so, dass Cora per se alle Artgenossen hasst. Wenn wir beim Training sind, hat sie auch Hundekontakt, läuft mit anderen Hunden mit und ohne Leine, liegt auch mal einfach mit einem anderen unter der Bank. Wir mussten sie mal für 3 Tage bei unserem Trainer lassen, der bis zu 3 Hunde in Pension nimmt. Da ist sie mit den anderen und seinem eigenen Hund im Haus gewesen, alles ok, wie er uns berichtet hatte bzw. auch Videos von ihm gezeigt haben. Sie tickt nur gerne aus, wenn sie mit uns an der Leine unterwegs ist. Unangeleinte Hundebegegnungen haben wir keine.

    Was für Hundesport hast du denn gemacht?

  • Wir haben VPG gemacht. Im Schutzdienst konnte sie ihren sehr ausgeprägten Beutetrieb ausleben und lernte gleichzeitig, auch bei sehr hoher Reizlage zu gehorchen. Und die Fährtenarbeit verlangte konzentrierte ruhige Arbeit, darin war sie verflixt gut. Dann ignorierte sie auch andere Hunde.

    Sie hatte einfach keinen Bock auf Artgenossen. Später reichte es, wenn diese ihre Individualdistanz respektierten. Sie zeigte dann noch die Zähne, blieb ansonsten zumindest im Gehorsam - aber nicht freundlich.


    Wenn Cora ihr Verhalten nur an der Leine zeigt, ist dies in meinen Augen ein anderes "Problem". Dann hilft meiner Erfahrung nach konsequentes Verhalten. Hier schreiben viele, dass sie mit dem Hund an kurzer Leine einfach stracks weitergehen. Dieses Aufrechtgehen und Präsenz zeigen, was Cesar Milan gebetsmühlenartig und bis zum Erbrechen wiederholt, scheint mir da genau richtig. Und ein kurzes Antitschen in die Seite, um die Hündin aus ihrem Modus zu wecken.

    Mir gelang das anfangs nicht, also hab ich sie ins Sitz gebracht, Gehorsam verlangt und so versucht, den Dampf aus der Situation zu kriegen. Die Gefahr dabei ist, dass sie das Gegenüber erst recht fixiert...

  • Dieses Aufrechtgehen und Präsenz zeigen, was Cesar Milan gebetsmühlenartig und bis zum Erbrechen wiederholt, scheint mir da genau richtig. Und ein kurzes Antitschen in die Seite, um die Hündin aus ihrem Modus zu wecken.

    Ja, so sehe ich es auch.

    Und dieses kurze Antitschen habe ich mit dem Piep-Ton oder Vibration des Erziehungshalsbandes gemacht. Den Hund aus seinen Modus zu wecken ist das Wichtigste, damit er wieder ein Komando annehmen kann.


    Um den Hund aus seinem Modus zu holen kann man auch eine Schütteldose verwenden, ihm ein Schlüsselbund vor die Füße werfen, eine Wasserdusche aus einer Flasche verpassen, mit den Füßen stampfen, ihm Anschreien oder sonst was machen, damit er sich erschreckt und das Komando wieder annimmt.



    Cora2019

    Das muß dein Trainer doch auch alles wissen!

    Was hast du nur für einen Trainer?

  • Klaus, das Problem ist, dass Cora dieses Verhalten bei unserem Trainer nicht zeigt. Sie hat einen riesen Respekt vor ihm und wenn er mit ihr läuft, ist sie voll bei ihm. Da interessieren sie andere Hunde dann weniger. Und ja, diesen Respekt sollte sie vor mir auch haben... ;)
    Ich versuche, sie gar nicht erst in Rage geraten zu lassen. Wenn es trotzdem passiert, schaue ich auch, dass ich möglichst schnell mit kurzer Leine aus der Situation komme. Wasserflasche, Wurfschellen usw. waren auch schon im Einsatz.

    Es ist ja auch besser geworden. Nur von entspannt sind wir halt noch weit entfernt.

  • Klaus, das Problem ist, dass Cora dieses Verhalten bei unserem Trainer nicht zeigt. Sie hat einen riesen Respekt vor ihm und wenn er mit ihr läuft, ist sie voll bei ihm. Da interessieren sie andere Hunde dann weniger. Und ja, diesen Respekt sollte sie vor mir auch haben...

    Dann nehme auf deinen Spaziergängen doch einfach mal einen Nordic-Walking-Stock mit, zur Not geht auch ein Stock aus dem Knick.

    Mit so einen Stock in der Hand sieht man für den Hund gleich respektvoller aus.

    Mit so einen Stock kann man auch gut eine bedrohliche Haltung einnehmen, man muß seinen Hund ja nicht gleich schlagen damit.

    Wenn der Hund seinen Hundeführer respektiert, hat man auch weniger Probleme.

  • Da seid Ihr doch schon auf nem guten Weg scheint mir. "Entspannung" würde ich, wie gesagt, nicht erwarten und auch nicht als Ziel sehen. Sortiertes Passieren ist auch mit Askja alles, was ich möchte.

  • Da seid Ihr doch schon auf nem guten Weg scheint mir. "Entspannung" würde ich, wie gesagt, nicht erwarten und auch nicht als Ziel sehen. Sortiertes Passieren ist auch mit Askja alles, was ich möchte.

    Und das sehe ich nun auch so.

    Bis sich ein Hund entspannt verhält im Begegnungsverkehr mit andere Hunde, also die anderen Hunde überhaupt nicht beachtet, kann es Jahre dauern und einige Hunde werden es nie lernen.

    Ich will, daß mein Hund auf Komando an lockerer Leine neben mir läuft im Begegnungsverkehr mit mit andere Hunde.

    Und mir ist es auch egal, ob mein Hund die anderen Hunde beobachtet oder ignoriert.

  • Bei Rae hat es so an die 3 Jahre gedauert bis ich sie draußen zu 99% im Griff hatte und das obwohl wir hier täglich Hundebegegnungen haben und davon reichlich. Selbst in den letzten Jahren habe ich mich noch das ein oder andere Mal entschuldigt weil Frau Hund mal eben zu einem anderen Hund geflitzt ist. Nicht um ihn zu schreddern, sondern einfach um Kontakt her zu stellen. Leider scheinen Schäferhunde dabei kaum Netiquette drauf zu haben. Lieber mit Bürste und ziemlich laut losschießen, kurz vor erreichen des anderen Hundes eine Vollbremsung und dann interessiert wedeln. Ätzend. Das finden weder Hunde noch ihre Menschen toll und es hat ihr dann auch so manchen Anschiss eingebracht. Trotzdem bin ich gelassen unterwegs gewesen, habe halt gelernt ihr an zu sehen was sie im Schilde führt und zu reagieren bevor sie zu ende "geplant" hat. Sie bekam keine Chance. Ich habe auch auf Ablenkung gesetzt. Wenn sie etwas zu tun hat (tragen ihres Lieblingsspielzeugs) und ich ab und an mit ihr spiele oder etwas übe, ignoriert sie andere Hund komplett, selbst wenn einer pöbelt. Probleme gibt es ausschließlich mit Hündinnen ihrer Größe die auf Krawall gebürstet sind, aber so etwas passiert sehr selten. Bisher konnte ich das in kurzer Zeit regeln.

    Ich denke es dauert seine Zeit und ein Hund muss erst einmal verinnerlichen was geht und was nicht. Geduld, Ruhe und Konsequenz und sicheres Auftreten des "Leinenhalters" sind für mich die wichtigsten Voraussetzungen für ein schönes Miteinander.


    LG Terrortöle

  • Ja, das sehe ich mittlerweile auch so. Nach einem Jahr mit einem DHS ist man ja auch kein Hundeanfänger mehr...;)

    Wir haben uns das Leben mit einem Schäferhund entspannter vorgestellt, keine Frage. Aber wir kriegen das schon hin...