Probleme mit Hundebegegnungen

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier im Forum. Wir haben seit knapp zwei Monaten eine junge Schäferhündin, 7,5 Monate alt. Leider rastet sie bei Hundebegegnungen aus, springt in die Leine, bellt wie verrückt. Wir sind mit ihr 1x pro Woche in einer Hundeschule (seit 4 Wochen, vorher war ich bei einer Hundetrainerin in der Einzelstunde) und jetzt zusätzlich 1x pro Woche in einer weiteren Trainingsgruppe. In diesen Gruppen verhält sie sich anfangs genauso, also wenn sie auf die Hunde trifft. Dann bekommen wie sie aber beruhigt und sie macht alles mit. Wir können sie dann auch frei ablegen, zusammen spazieren gehen, aneinander vorbei gehen üben usw., im Anschluss tollt sie auch mit den anderen Hunden herum. Aber wenn wir auf der Straße einem Hund begegnen, ist es ganz schwierig. Für mich sind Spaziergänge schon ein richtiger Spießrutenlauf geworden...


    Jetzt frage ich mich, ob es vielleicht etwas bringen würde, sich Trainingspartner zu suchen. Also Leute mit Hunden, die mit uns Begegnungen üben und dann auch mit uns spazieren gehen. Auf der Straße wird einem leider oft nur Unverständnis entgegengebracht, teilweise wohl auch Angst...


    Sonst noch Ideen? ;;)

  • Ich glaube deine Hündin hat am Anfang Angst vor fremden Hunden, deswegen geht es in der Hundeschule mit den anderen Hunden nach der anfänglichen Unsicherheit. Daher brauchst du Begegnungen mit fremden Hunden.

    Vielleicht kannst du dir Hundebegegnungen mit fremden Hunden an Orten suchen, wo du gut ausweichen kannst. Also wo du Hunde von weitem siehst, aber soweit wegbleiben kannst, dass deine noch nicht ausflippt.

    Dann würde ich sobald ihr einen Hund seht, und unbedingt bevor sie sich aufregt, den Hund leicht abwenden und mit viel Leckerli ablenken, damit sie keinen direkt Augenkontakt hat. Damit soll sie den Anblick von anderen Hunden nicht so bedrohlich, sondern durch die Leckerli mit etwas positivem verbinden.

    Zusätzlich sind natürlich die guten Begegnungen mit befreundeten Hunden, z.B. gemeinsame Spaziergänge und wenn das Spielverhalten und Temperament gut zusammen passt evtl. auch Spieleinheiten wichtig.

  • In welche Richtung geht ihre Aufgeregtheit denn? Ist sie freudig erregt und will evtl nur zu anderen Hunden hin um sie kennenzulernen und zu spielen? Das wäre in dem Alter ja völlig normal und sollte auch zugelassen werden, so oft es geht. gerade auch beim DSH finde ich es sehr wichtig, daß gerade in der Junghundezeit so viel wie möglich Kontakt und freies Spiel mit Artgenossen stattfindet. Sonst hat man gerade bei so territorialen Hunden später in und nach der Geschlechtsreife leicht einen Hund der unverträglich ist.

    Natürlich muss auch jeder Hund lernen, daß man nicht immer und überall und zu jedem Hund hin darf und sollte. Klar. Das kann man aber als Huha gut steuern.

  • Hallo Cora2019 , an dieser Stelle herzlich Willkommen hier im Forum. Hast du denn schon weitere ERfahrungen mit Hudnen vor diesem Hund? Es wäre nett, wenn du dich, deinen Hund und evtl. weitere Familie an entsprechender Stelle im Vorstellungsbereich vorstellen würdest. zum T eil kann man dann auch besser auf deine Fragen eingehen.

  • Vorstellung erledigt :thumbup:

    Ich glaube eigentlich auch, dass es eher eine Angstaggression ist. Wenn sie merkt, dass ihr in der Gruppe nichts passiert, entspannt sie sich ja auch. Also liegt durchaus auch mal da und kaut Stöckchen... Auf der anderen Seite meine ich, auch etwas Frust zu spüren, dass sie nicht zu den Hunden kann, die wir so treffen. Ich weiß es nicht. Ich habe in der letzten Zeit eher Hundebegegnungen vermieden, aber beide Trainer sagen, wir müssen das üben.

    Aber ist halt schwierig. Ich weiß nicht, wie oft ich schon gehört habe " mein Hund hat Angst vor Schäferhunden". Also abgesehen von den vorwurfsvollen Blicken, die ich so abbekomme, kaum ein Hundehalter würde einen Kontakt wollen. Diese Begegnungen mit anderen Hundebesitzern schaffen mich wahrscheinlich mehr als die Begegnungen der Hunde. Versteht ihr, was ich meine? Also eigentlich sind für mich die Menschen das größere Problem als die Hunde. Ich weiß, nur ich selber kann daran arbeiten...;)

  • Willkommen im Club. :D

    Ich weiß auch nicht, wo die vielen bösen Schäferhunde alle sind, die angeblich so viele arme Hunde schon gebissen haben. Ich habe schon lange keine Lust mehr, da zu gehen, wo “alle“ gehen. Wir sind auf zwei Hundewiesen/Vereinen. Dort hat mein Hund Kontakte zu anderen Hunden. Man kennt uns und ich bin entspannt. Ansonsten gehe mit ihm in Gebieten, in denen wir möglichst nicht auf andere Menschen mit Hunden treffen.

  • Cora gebt euch Zeit daran zu arbeiten, ihr habt soviel davon sie ist doch noch so jung. Die Erfolgserlebnisse werden kommen. Ich hab eine relativ alte und ängstliche Hündin aus dem Tierschutz genommen und kann ein Lied davon singen was ein Hund so alles an der Leine anstellen kann und auch wie sehr es einen freuen kann wenn dann irgendwer zu euch sagen wird, der/die ist aber ruhig geworden. Und Pinguetta ich kenne nur nervige und böse Terrier um Vorurteile zu bestätigen.^^

  • Hi, bin auch noch schäfi anfänger aber mylo war am anfan auch immer extrem aufgeregt wen mal ein anderer hund in sicht kam. Was in den letzten 7 wochen zeit mit ihm echt geholfen hat war das ich mich extra auf ne überlauffläche vom inn gesetzt hab wo vieeele hunde unterwegs sind, mit decke und 1-2 bierchen mylo im gepäck und hab da nur gesessen alles beobachtet und es ist NICHTS passiert^^ wir haben denen nur zugeschaut. Kein kontakt nichts nur gucken. Vom anfänglichen bellen auf und abrennen an der 3m leine und hüpfen wurd binnen 5-10 min ein hinsetzen beobachten und entspannen. Und des ging jedesmal schneller. Kanns mir auch nur einbilden aber er wird allgemein entspannter wenns um hundekontakt etc. geht.

  • mit decke und 1-2 bierchen mylo im gepäck und hab da nur gesessen alles beobachtet und es ist NICHTS passiert^^ wir haben denen nur zugeschaut.

    find ich gut !

    berichte weiter !

  • Ich glaube, ich habe meinen Benutzernamen etwas unglücklich gewählt, denn das ist auch der Nane unserer Hündin...;)

    Ich gehe im Moment ja auch da, wo kaum sonst jemand geht. Aber wir hatten/haben schon den Wunsch, unseren Hund überall mit hinnehmen zu können. Also jetzt nicht Weihnachtsmarkt oder so, aber schon auch mal durch die Stadt, in ein Café usw. Wir wohnen unweit von Rhein, Mosel, Ahr, da waren wir immer gerne. Nur da trifft man halt überall Hunde. Oder in den Urlaub mit ihr fahren. Die Züchterin meinte damals, das wäre ja gar kein Problem, würde sie mit ihren Hunden auch alles machen...Könnt ihr das mit euren Hunden oder glaubt ihr, dass ihr das jemals könnt?

    Sora, das ist ja interessant. Ich muss da sicherlich cooler werden....

    Pinguetta, sind das Schäferhundvereine?

    Ellionore, ja, sie ist noch jung. Ich hoffe nur, dass es nicht noch schlimmer wird, wenn sie richtig in der Pubertät ist.

  • Also wir nehmen Harras sogar mit auf den Weihnachtsmarkt, um dein Beispiel mal aufzugreifen. Auf den Wochenmarkt, zum Stadtbummel usw. kokmmt er auch mit. Viele Menschen machen ihm gar nichts aus. Aber eine einzelne Person, die direkt auf uns zukommt und dann womöglich noch total schwarz gekleidet ist, da wird er zur tobenden Furie. Aber wir arbeiten drann. Andererseits gehört er als Schäferhund eben zu den Schutzhunden und macht wohl nur seine Arbeit (meint er jedenfalls). Nein aber ehrlich, man muss sich schon bewusst sein, wwelche Rasse man sich da angeschafft hat.


    Nein, ich bin in keinem Schäferhundverein. Das eine ist eine freie Hundeschule für alle Hunde, groß und klein, jung und alt. Dort werden täglich freie Spielstunde angeboten für 5 Euro oder auch auf 10er Karte oder Abo. Zum einen extra Stunden für kleine Hunde, denn viele Hundebesitzer haben einfach Angst um ihre Fifis. Die, die keine Angst haben, komme auch zu der Spielstunde für große Hunde. Und ganz viele Kurse, Seminar usw. werden dort angeboten. Ich habe einen eigenen Faden "Harras, vom Welpen zum Junghund". Kannst du dir ja mal durchlesen.


    Das zweite ist ein Setter-Verein, die zwei Mal in der Woche auch für alle Hunde offen sind (dienstags und samstags). Kostenpunkt auch 5 Euro, Vorher ist dort immer freie Spielstunde und dann werden Unterordnungsübungen und manchmal auch anderes gemacht. Einen Parcours ablaufen, aber so gestaltet, dass es sowohl Dackel als auch mein schwerer Schäferhund das bewältigen können. Auch Longieren haben wir schon mal gemacht.


    Beide Plätze haben für mich den Vorteil, dass ich keinen Vereinsbeitrag und auch keine Vereinsarbeit leisten muss ;). Wenn ich Zeit habe (und gesundheitlich auf dem Damm bin) fahren wir hin, wenn nicht, dann lassen wir es.

    Aber in beiden Gruppen sind m.E. gute Trainer. Ich habe in der Hundeschule auch schon mal Einzelstunden gebucht, denn auch ich habe so meine Probleme mit meinem Hund. Aber mittlerweile ist er drei Jahre alt und einiges "verwächst" sich scheinbar auch oder ich bin einfach gut am Ball bei ihm.

  • Wir haben immer alle unsere Hunde überall hin mitgenommen. Auch mit dreien kein Problem :). Natürlich auch in den Urlaub. Super empfehlen kann ich für Hundeleute nur immer wieder die holländische Nordseeinsel Texel. Ein wahres Hundeparadies! Nicht nur ne riesige Auswahl an Ferienhäusern mit selbst mehreren großen Hunden sondern auch super Möglichkeiten am Strand und im Wald zu laufen, endlos. Und ausnahmslos nette Leute mit Hunden, die frei laufen. Da hat man tolle Hundebegegnungen ohne Ende.

  • Pinguetta, ich hatte es so verstanden, dass ihr auch Probleme mit Hundebegegnungen habt. Wie läuft das denn dann auf Weihnachtsmarkt usw.? Da trifft man doch auch andere Hunde.

    Deinen Faden habe ich schon entdeckt, aber bislang nur den Anfang gelesen.


    Knickohr, danke für den Tipp. Wir haben dieses Jahr noch nichts geplant, gerade auch weil wir noch so unsicher sind wegen Cora.

  • Banja war extrem unverträglich und trotzdem immer und überall mit der Nase dabei. Über den Gehorsam ging das auch irgendwann sehr gut.

    Askja ist da sehr viel umgänglicher und ihr ist drietegal, wo wir uns gerade aufhalten und wer sich da noch so aufhält - Hauptsache, ich bin in Reichweite.

    Einfach alles früh genug anfangen, natürlich ohne den jungen Hund zu überfordern. Der speichert seine Eindrücke, saugt auf wie ein Schwamm. Und mit allem (Aufzug, Bus, Bahn etc) hööööchst selbstverständlich umgehen und souverän überall rumlatschen. Banja ging als junge Hündin immer nach vorne bei etwas Unbekanntem, Askja setzte sich hin und guckte, guckte, guckte. Von daher etnsprechend reagieren und dem Hund die Zeit lassen. Auch wenn man sich doof vorkommt, wenn man 10 Minuten lang einem Straßenmusikanten zuschaut.

    Und, ganz wichtig: nicht ins Meideverhalten gehen!! Du sollst latürnich nicht 100 % nur im Getümmel unterwegs sein, aber es auch nicht zu 100 % vermeiden.

    Ich musste mich mit Banja damals richtig zwingen, denn es wurde immer mal unangenehm.

    Gemeinsame Unternehmungen mit dem Vierbeiner sind sooo schön - ob eine ausgedehnte Bergwanderung oder auch mal ein Einkaufsbummel -, das ist alles möglich!