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  1. Das Schäferhund Forum
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[Erledigt :) ] (Altdeutscher Schäferhund)

  • Caprica Six
  • 5. März 2020 um 18:41
  • Kimba2001
    Beiträge
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    20
    • 9. März 2020 um 20:58
    • #46

    Ich meinte auch nur, das ihr euch wegen der PRÜFUNG keinen Stress machen sollte.

    Natürlich muss der Hund alle möglichen Situationen kennenlernen und auch eine vernünftige Ausbildung erhalten.

    Für mich war eigentlich logisch das man mit einem unausgebildeten Hund kein Fährtentraining machen kann.

    Und bei den Hundevereinen die ich kenne, die auch Fährten anbieten, wird auch darauf geachtet.

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

  • Jumpy2001
    Beiträge
    6
    • 9. März 2020 um 22:53
    • #47

    Hallo Alex,
    habe dein Anliegen sehr genau gelesen. Meiner Meinung nach hat deine Sonja ihren Platz in der Familie nicht gefunden. Sie übernimmt Aufgaben, welche Ihr übernehmen solltet, deshalb ist sie überfordert und reagiert im Trieb. Schäferhunde sind sehr schlaue Hunde welche aber einen ausgeprägten Schutztrieb genetisch in sich tragen. Sie müssen mit liebevoller, ruhiger und selbstbewusster Konsequenz erzogen werden. Jeder Hund spiegelt unsere Seele. Ich empfehle dir sehr intensiv an dir selbst zu arbeiten. Bleib ruhig und gelassen. Jede Unruhe überträgt man auf seinen Hund. Sie können uns besser lesen als wir sie. Bleib entspannt. Jede kleinste Spannung überträgst du auf deinen Hund. Schäferhunde sind sehr schlau und jeder der seinen Hund mit Stachelhalsband, Anschreien oder sogar treten erzieht ist nur ein Angeber der die Treue dieser tollen Hunde mit Füssen tritt. Wenn du es schaffst dass sich dein Hund dir anvertraut, wirst du einige Probleme gelöst bekommen und such dir einen verdammt guten Hundetrainer (Einzeltraining) der dir zeigt wann und wie du richtig reagierst. Ich wünsche Dir von Herzen dass Dein Hund lernt Dir zu vertrauen, dann lösen sich viele Probleme von selbst. Gib ihr mehr Kopfarbeit, das brauchen diese schlauen Hunde.

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 15. Mai 2020 um 08:16
    • #48
    Zitat von Jumpy2001

    Hallo Alex,
    habe dein Anliegen sehr genau gelesen. Meiner Meinung nach hat deine Sonja ihren Platz in der Familie nicht gefunden. Sie übernimmt Aufgaben, welche Ihr übernehmen solltet, deshalb ist sie überfordert und reagiert im Trieb. Schäferhunde sind sehr schlaue Hunde welche aber einen ausgeprägten Schutztrieb genetisch in sich tragen. Sie müssen mit liebevoller, ruhiger und selbstbewusster Konsequenz erzogen werden. Jeder Hund spiegelt unsere Seele. Ich empfehle dir sehr intensiv an dir selbst zu arbeiten. Bleib ruhig und gelassen. Jede Unruhe überträgt man auf seinen Hund. Sie können uns besser lesen als wir sie. Bleib entspannt. Jede kleinste Spannung überträgst du auf deinen Hund. Schäferhunde sind sehr schlau und jeder der seinen Hund mit Stachelhalsband, Anschreien oder sogar treten erzieht ist nur ein Angeber der die Treue dieser tollen Hunde mit Füssen tritt. Wenn du es schaffst dass sich dein Hund dir anvertraut, wirst du einige Probleme gelöst bekommen und such dir einen verdammt guten Hundetrainer (Einzeltraining) der dir zeigt wann und wie du richtig reagierst. Ich wünsche Dir von Herzen dass Dein Hund lernt Dir zu vertrauen, dann lösen sich viele Probleme von selbst. Gib ihr mehr Kopfarbeit, das brauchen diese schlauen Hunde.

    Ich bin ja auch gegen Gewalt in der Hundeerziehung und -ausbildung, wenn es anders geht.

    Aber manchmal muß man richtig laut schreien mit seinem Hund wie im Video ab 0.44 (den Ton lieber etwas leiser stellen, sonst erschreckt man sich).

    Hunde, die hoch im Trieb stehen oder unter starker Ablenkung stehen, kann man oftmals nur durch lautes Schreien erreichen.

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    VG
    Klaus und die Bea

  • schwedenfan
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    • 15. Mai 2020 um 08:50
    • #49
    Zitat von ostholstein

    Hunde, die hoch im Trieb stehen oder unter starker Ablenkung stehen, kann man oftmals nur durch lautes Schreien erreichen.

    Das sehe ich nicht so, mein Arik reagiert besser je leiser ich die Kommandos gebe. Laute Kommandos ist er nicht gewohnt und sie verwirren ihn eher. Zum Beispiel beim "Aus" im Schutzdienst.

    Auch hat die in dem Video gezeigte Vorausübung mit Platz eher wenig mit der Alltagserziehung zu tun. Und daraus abzuleiten, dass man seinen Hund anschreien muss, finde ich ist weit hergeholt. Leider wird hier oft gar nicht probiert, wie der Hund auf leise Kommandos reagieren würde, sondern man brüllt einfach gleich mal los, damit es ja klappt.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (DSH *2008)+ Arik (Herder *2015)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016, Rusty 2000-09.04.2019)
    Natürlich kann man ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • ostholstein
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    1.556
    • 15. Mai 2020 um 09:16
    • #50
    Zitat von schwedenfan

    Auch hat die in dem Video gezeigte Vorausübung mit Platz eher wenig mit der Alltagserziehung zu tun. Und daraus abzuleiten, dass man seinen Hund anschreien muss, finde ich ist weit hergeholt. Leider wird hier oft gar nicht probiert, wie der Hund auf leise Kommandos reagieren würde, sondern man brüllt einfach gleich mal los, damit es ja klappt.

    Wirklich nicht? Ich glaube, mancher Hundebesitzer würde sich freuen, wenn er seinen Hund beim Rehehetzen so ins Platz schicken kann wie es der Hund im Video macht.

    Ja, leider schreien viele Leute mit ihrem Hund rum und haben es auf der leisen Art noch nie probiert.

    Wenn die leise Art aber nicht funktioniert, dann muß man auch mal laut schreien.

    Ich habe auch schon mal beim Abruf vom Rehehetzen so laut geschrien, daß die Bäume wackelten.

    VG
    Klaus und die Bea

  • schwedenfan
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    • 15. Mai 2020 um 10:31
    • #51
    Zitat von ostholstein

    Wenn die leise Art aber nicht funktioniert, dann muß man auch mal laut schreien.

    Das kann im Einzelfall schon sein, aber nach meiner Erfahrung ist man oft gefrustet wenn man laut wird und dann kommt beim Hund das falsche Signal an.

    Ich weiß, dass Cesar Milan sehr umstritten ist, aber hier stimme ich voll mit ihm überein. Bei Frust spürt der Hund Schwäche, nimmt uns dadurch nicht voll und das ist kontraproduktiv. Daher ist mein Ansatz eher ruhig und bestimmt einzuwirken, außer ich bin so sauer,dass ich sicher nicht schwach wirke.

    Zitat von ostholstein

    Ich habe auch schon mal beim Abruf vom Rehehetzen so laut geschrien, daß die Bäume wackelten.

    Ich hatte auch einmal einem Hund das Jagen mit einem Platzkommando abgewöhnt. Da musste ich aber eigentlich nicht laut schreien.

    Man neigt natürlich bei weiterer Entfernung zum Hund automatisch zum schreien. Und ein Hund in der Vorausübung ist ganz sicher nicht in so einer hohen Trieblage, wie ein Hund hinter dem Reh.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (DSH *2008)+ Arik (Herder *2015)
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  • FlatHeart1256
    Gast
    • 15. Mai 2020 um 10:37
    • #52

    ihr beide habt bei euren Hunden aber schon ein ganz anderes Level als die Fadenerstellerin. Auch wir haben mit Loki noch ganz andere Baustellen, und laut oder körperlich werden hilft da Null. Wir werden demnächst mit Wasser arbeiten, weil sein anspringen wenn jemand kurz beim Spaziergang weggeht nicht mehr tolerierbar ist. Da ist es weder mit leise noch laut noch auf den Rückenpacken getan leider

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 15. Mai 2020 um 12:17
    • #53

    Eben saß meine Bea auf der Fensterbank und hat einen Hund draußen auf dem Bürgersteig verbellt.

    Die Bea war dabei schon recht aufgedreht.

    Auf ein leises „HIER“ hat sie nicht reagiert. Auf ein sehr energisches lautes „HIER“ hat sie sofort reagiert und kam zu mir.

    Ich bin mir sicher, daß sie beim Einsatz eines Vibrationshalsbandes, also Kommando und gleichzeitig Vibrationsimpuls, auch auf ein flüsterndes Komando reagiert hätte.

    Jeder Hund reagiert anders und jeder muß seinen eigenen Weg finden.

    Wenn der Hund auf ein leises Kommando reagiert, dann ist es wunderbar.

    Wenn der Hund nur auf ein schreiendes Kommando reagiert, dann ist es eben so.

    VG
    Klaus und die Bea

    Einmal editiert, zuletzt von ostholstein (15. Mai 2020 um 12:44)

  • Cinja
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    50
    • 15. Mai 2020 um 12:51
    • #54

    Normalerweise kommuniziere ich auch eher leise mit Crazy und meistens reicht das auch.

    Wenn sie aber z. B. auf dem HuPla trieblich oben ist, muss ich auch schon deutlicher werden. Will sie z. B. beim Revieren vom 3. direkt zum 6 Versteck laufen, würde ein leiser Rückruf zur Korrektur sang- und klanglos untergehen.

    Und für mich ist es auch noch ein Unterschied, ob man brüllt oder laut wird.

    Situationsabhängig gebrauche ich also die Lautstärke meiner Sprache (und seit ich mit Crazy Schutzdienst angefangen habe, weiß ich auch, dass nicht immer alles leise geht, auch wenn ich das vorher mal gedacht habe … ;))

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • ostholstein
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    1.556
    • 16. Mai 2020 um 17:19
    • #55
    Zitat von Cinja

    Normalerweise kommuniziere ich auch eher leise mit Crazy und meistens reicht das auch.

    Wenn sie aber z. B. auf dem HuPla trieblich oben ist, muss ich auch schon deutlicher werden. Will sie z. B. beim Revieren vom 3. direkt zum 6 Versteck laufen, würde ein leiser Rückruf zur Korrektur sang- und klanglos untergehen.

    Ich kommuniziere auch gerne leise mit der Bea.

    Laut muß man doch erst werden, wenn der Hund so hoch im Trieb steht, daß er ein leises Kommando nicht mehr wahrnimmt. Dann muß man lauter werden, damit der Hund das Kommando überhaupt wahrnimmt.


    Und laut werde ich auch bei Ungehorsamkeit und bei einem unerwünschten Verhalten.

    Mein Hund muß merken, daß ich wütend bin über sein unerwünschtes Verhalten. Sonst wird er sein unerwünschtes Verhalten nie ändern.


    Zitat von Cinja

    Und für mich ist es auch noch ein Unterschied, ob man brüllt oder laut wird.

    Ob ich nun leise rufe, laut rufe oder laut brülle hängt bei mir davon ab, ob mein Hund das Kommando annimmt.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Caprica Six
    Beiträge
    29
    • 2. September 2020 um 12:01
    • #56

    Hallo ihr Lieben,

    na, kennt ihr uns noch? Ich weiß, es ist schon Ewigkeiten her, dass wir hier geschrieben haben und ich bin erst zufällig hier wieder drübergestolpert. Der Grund für die Abwesenheit war Corona. Es fing an, als urplötzlich an meiner Uni "damals" Unsicherheit und Aufregung umgingen, alle Präsenzveranstaltungen ausfielen und ich lange Zeit gar nicht wusste, was jetzt passieren würde. Am Ende musste ich anfangen, viel zu pendeln, an Online-VLs teilzunehmen (mein Auslandsjahr fiel aus), dann folgten Umzugsvorbereitungen, ich musste beim Homeschooling meines kleinen Bruders helfen, usw. Ein Gutes hatte das Drama doch: Ich konnte viel Zeit mit Sonja verbringen.

    Die guten Neuigkeiten zuerst. Wir haben wahnsinnig Fortschritte mit Sonja gemacht. :D Als ich mir hier meinen Anfangspost durchgelesen habe, musste ich echt breit grinsen und schmunzeln. Hach ja. xD

    Wir hatten anfangs Kontakt zu einer Person aus einem anderen Schäferhundeverein, die selbst Schäferhunde hat, welche sich bereit erklärte, mit uns gezielt outdoor mit Sonja zu trainieren. Dabei wurde eins festgestellt: Sonja hat Probleme mit der Hundesprache. Sie drückt sich selbst nicht "hundekonform" aus und versteht bspw. freundliche Begrüßungsgesten falsch und reagiert dominant und drohend. Das haben wir einfach gelöst: Spielstunden. Wir haben erst eine Spielwiese für Hunde ausprobiert, aber da kam es immer wieder zu Zwischenfällen mit kleinen Hunderassen. Sonja war die Größte in der Truppe und immer wieder hat sich einer von den kleinen in ihrem langen Fell verbissen. Also haben wir innerhalb des Vereins nur mit großen Hunden gespielt. Sonja brauchte einige Tage, um sich da einzufinden. Einmal bekam sie, weil sie zu frech wurde, eins auf die Nase von einer alten Hündin. Danach lief es super. :) Es wurde zusammen geschnüffelt, gerannt, gebadet, gespielt und Sonja hat sich rasch untergeordnet. Dann kamen die Kontaktverbote.

    Auch an dem Umgang mit Fremden haben wir gearbeitet. Inzwischen können wir Sonja sehr gut lesen. Gassigehen-kein Problem. Passanten und selbst Fahrradfahrer werden kaum mehr beachtet, nur wenn einer deutlich auf uns zukommt und uns anspricht spannt sie sich an, bellt aber nicht mehr und wirft sich auch nicht mehr in die Leine. Inzwischen bekommen wir immer wieder freundliche Kommentare. Was aber nicht geht, ist, wenn Kinder sie streicheln wollen (sie ist so flauschig). Da stoßen wir immer wieder auf Unverständnis der Eltern (wieso?????). Ein Vorfall: Mutter mit Kinderwagen kommt auf uns zu. Kind rennt auf uns zu und will Sonja streicheln. Sonja mag das gar nicht und ich gehe auf die andere Straßenseite. Kind kommt weiter auf uns zu und ich rufe schließlich "bitte nicht streicheln". Mutter reagiert nicht, Kind bleibt stehen, Sonja knurrt schließlich. Ich nehme sie kurz und weiche aus, Kind rennt hinterher. Dann habe ich die Mutter gebeten, auf den Kleinen aufzupassen. Die giftet mich an "wenn man den nicht streicheln kann, muss der in den Zwinger".

    Ganz ehrlich, wie seht ihr das? Muss ein Hund sich von Fremden streicheln und antatschen lassen, wenn er das nicht will? Ist es überhaupt ein Problem, wenn der Hund das nicht möchte? Ich habe schon einige Hunde (auch im Verein) gesehen, die sich gerne streicheln lassen. Und andere haben, wenn ein Fremder sie am Kopf berührt, einen Blick drauf, da dreht sich einem der Magen um, weil die Hunde es sichtlich ertragen, nicht mögen.

    Ich bin der Ansicht, ein Hund muss das nicht dulden und darf offen kommunizieren, dass er das nicht will. Ich denk da immer an Kinder. Stellt euch vor, ein Fremder kommt direkt auf euch zu und patscht eurem Kind ins Gesicht. Würdet ihr das okay finden? Sonja zeigt das auch, sie weicht aus und knurrt ggf. Möchte sie gestreichelt werden, zeigt sie das deutlich (gesenkter Kopf, angelegte Ohren, Schwanzwedeln, ausstrecken der Vorderbeine), was sie auch bei Leuten macht, die sie bereits kennt. Meine Beste Freundin bspw. Sie hat Angst vor Hunden. Die Eingewöhnung mit Sonja brauchte einige Tage. Aber inzwischen freut Sonja sich sehr, wenn sie mal vorbeikommt (auch wenn Wochen zwischen den Besuchen liegen). Da ist sie sehr verschmust und verspielt. Auch mein kleiner Bruder kann gleichaltrige Kinder zu Besuch haben und es klappt hervorragend. Wir sagen den Besuchern und Fremden auch immer, wie das abläuft: NICHT streicheln, NICHT anfassen, einfach sie schnuppern lassen. Sie gerne mit "Sonja" ansprechen und keine hektischen Bewegungen. Sie braucht ein bisschen, um sich an wen zu gewöhnen und orientiert sich inzwischen auch an uns. Wird ihr was unheimlich, geht sie von alleine in ihre Box. :) Da hat sie wirklich große Fortschritte gemacht.

    Gassigehen ist inzwischen auch entspannt, sie zieht nicht mehr so dolle, hört abgeleint sehr gut (auch wenn sie einer Katze mal hinterher fegt auf dem Feld) und allgemein ist ein Spaziergang mit ihr eine Freude. :) Trotz allem ist sie gerade auf neuem Gelände sehr neugierig und fast nur mit Schnüffeln beschäftigt. xD

    Das Beste zum Schluss: Meine Mama hat mit Sonja die Praktische Prüfung für den Hundeführerschein fehlerlos bestanden!!! :D

  • Caprica Six
    Beiträge
    29
    • 2. September 2020 um 12:17
    • #57

    Nun etwas nicht so schönes. Vor einigen Monaten erlitt Sonja eine geschlossene Pyometra, die unbemerkt verlief, bis die Gebärmutter schon dermaßen voll war, dass Sonja Blut und Eiter verlor. Sonja war schon am Tag sehr miesgelaunt drauf und hat zum ersten Mal meine Beste Freundin angebellt. Ich dachte, es wäre die schlechte Laune, hatte nicht dran gedacht, dass sie krank war und Schmerzen hatte... In einer Sonntagnacht fuhren wir von TA zu TA, in den Nachtdienst, in die Klinik, etc. Sie bekam für die nächsten 8 Stunden Schmerzmittel und paar Notfall-Pillen und wurde dann am Morgen danach notkastriert. Komplett alles raus. Das war eine sehr schreckliche Zeit.

    Gott sei Dank hat Sonja aber alles sehr gut überstanden, die Wunde verheilte gut und schnell, sie wurde rasch wieder die Alte. Wir hatten zwischendurch Angst, sie würde eine Wesensänderung durchmachen, was nicht passierte. Sie ist heute genauso drauf wie früher.

    Und jetzt die schlechte Nachricht. Wir hatten ja immer wieder Zoff mit dem Nachbarn, dessen Hund ein notorischer Kläffer ist. Der Nachbar selbst riss immer wieder Sprüche über Sonja, aber mit Sonja selbst ist nie etwas passiert.

    Einmal lagen wir im Garten und der Hund bellte. Sonja hatte bis dato den Kläffer nie gesehen, rannte durch die Büsche an seinen Kaninchenzaun und guckte. Der kleine Hund aber wurde richtig hysterisch, kläffte und knurrte und Sonja lief an dem Zaun nur auf und ab. Hörte nicht mehr. Sie hat aber keinen Mucks von sich gegeben, nur den Kopf immer wieder vorgestreckt und dann zurückgezogen. Ich kletterte in den Busch, packte sie und lag dann da, während ich sie festhielt. Mein Kopf war an dem Zaun dran und SEIN Hund hat, obwohl ich da lag und mich hörbar machte, geschnappt und geknurrt. Schließlich hatte ich Sonja da raus und nahm sie ins Haus. Der Nachbar direkt: "der Hund ist gefährlich, wenn der in den Garten kommt, der kann nicht im Garten rumlaufen". Sonja läuft bei uns nur mit Schleppleine im Garten rum, bei uns in der Ortschaft gibt es auch ein Rechtseinfriedungsgebot, unsere rechte Seite wurde von uns zugemacht, er hat seine nie zugemacht (sein Hund kam auch schon zweimal bei uns in den Garten).

    Dann, vor einigen Wochen, passierte etwas, was Sonja bis heute trifft. Seine Tochter war mit dem Hund unterwegs, der war abgeleint. Meine Mama war mit Sonja Gassi. Der kleine Hund raste auf sie zu, bellte (ich habe den Lärm bis ins Haus gehört) und meine Mama musste Sonja straff halten, weil sie versuchte, sich zu wehren, und drehte sich permanent um die eigene Achse, während der kleine Hund nachrannte. Schließlich biss er Sonja in die Flanke, verbiss sich in ihrem Fell und ließ nicht mehr los. Da packte Mama ihn, konnte ihn lösen und der Tochter überreichen (die sich nur darauf beschränkte, den Hund beim Namen zu rufen, was ihn herzlich wenig kümmerte). Seitdem hat Sonja große Schwierigkeiten mit kleinen Hunden (es passiert uns sehr oft, dass kleine Hunde uns anbellen und anpöbeln, aber so ein süßer kleiner Hund wird ja höchstens belächelt). Kleine weiße Hunde sind jetzt ein großes Problem. Sonja spannt sich bei Sicht sehr an. Zwar bellt sie nicht, aber sie knurrt, wenn sie ein solcher Hund anbellt. Sie stemmt sich dabei so sehr gegen die Leine, dass da nur eins hilft: Mit ihr auf Abstand, absitzen und warten.

    Den Nachbarshund kann sie gar nicht ab. Sie braucht ihn nur zu wittern und ist dann so dermaßen angespannt, dass da nur Abstand hilft. Wenn wir im Garten sind und er frei rumläuft, kläfft er auch. Aber immerhin: Sonja hört. Einmal lag sie im Garten und lief los, als er kläffte, aber mein Papa rief "Sonja, Sonja" sehr scharf. Sie bremste im Lauf ab und kam beschwichtigend zurück. :)

    Mit demselben Nachbarshund hatten wir dann vor einigen Tagen wieder einen Vorfall. Mein kleiner Bruder fuhr mit seinem Fahrrad die Straße rauf, als er durch ein offenes Gartentor aus dem Garten ausbüxte und meinen Bruder laut kläffend und knurrend verfolgte. Mein Bruder wurde von zwei Nachbarskindern gewarnt, dass der Hund ihm nachjage und hat es natürlich mit der Angst zu tun bekommen. Ich will mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn der Hund ihn ins Bein gebissen hätte oder mein Bruder vor Schreck hingefallen wäre.

    Der werte Nachbar hat das auch mitbekommen und seine kleine Tochter nahm den Hund ins Haus. Glaubt ihr, der erkundigte sich nach dem Befinden meines kleinen Bruders? Es kam nicht mal ein "alles okay?". Nö den kümmerte das nicht.

    Naja. Ich hab da auch schon Storys über Nachbarschaftsstreit von anderen Hundehaltern gehört, da haben wir es wohl noch glimpflich getroffen. xD Persönlich ignorieren wir das einfach und kümmern uns nicht weiter drum. Aber seit dem Beissvorfall hat Sonja wieder Probleme mit anderen Hunden und kleine weiße Hunde gehen gar nicht mehr. Auch liebe und freundliche Exemplare, wobei sie da wenigstens still bleibt. Aber sie zieht sehr dolle.

    Leider machen wegen Corona die Hundeschulen hier nicht auf und Privatunterricht ist schwierig. Als Therapie hilft vermutlich auch wieder nur Spielen mit anderen Hunden und schrittweise Gewöhnung an kleinere Hunde. Das wird auch wieder viel Zeit in Anspruch nehmen.

    Abgesehen davon aber läuft es mit Sonja inzwischen wirklich sehr gut und auch wir als Halter sind inzwischen sehr viel entspannter. Wie gesagt verstehen wir Sonja viel besser und in den vielen Monaten haben wir auch gelernt, sie und uns selbst richtig einzuschätzen, richtig zu reagieren und vorbeugend zu handeln. Frustmomente sind uns die letzten Monate erspart geblieben. :)

    Wir sind auch sehr dankbar für die Hilfe, die wir hier im Forum bekommen haben. <3

  • Caprica Six
    Beiträge
    29
    • 2. September 2020 um 12:30
    • #58

    Falls jemand Zeit und Lust hat, sich "ein paar" :D Fotos von Sonja anzusehen...:) Aus Speicherplatzgründen und damit die Fotos schneller laden, habe ich Screenshots angefertigt.

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    Es ist schließlich einige Zeit her. ^^

  • Kimba2001
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    20
    • 2. September 2020 um 12:32
    • #59

    das ist doch schon alles gut geworden.:thumbup:

    Tja, die liebenNachbarn!<X

    Warum machen den bei euch die Hundeschulen nicht wieder auf?

    Bei uns ist schon sei mitte Mai wieder Training

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

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    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

  • Caprica Six
    Beiträge
    29
    • 2. September 2020 um 12:43
    • #60

    Hey, ja, also gerade die Probleme mit Gassigehen und Fremden sind endlich gelöst. :D

    Jaja, die lieben Nachbarn, genau. ^^

    Bezüglich der Hundeschulen, die sagen alle, dass die wegen Versammlungsverbot zu haben. Privat wäre zwar möglich, aber das Problem jetzt ist ja der soziale Aspekt mit anderen Hunden, und das müsste man eher in der Gruppe machen. Wir haben auch Kontakt zu anderen Hundebesitzern, die sich schon bereit erklärt haben, da zu unterstützen im Rahmen von gemeinsamen Hundespaziergängen und gezielten Übungen, bislang kam es aber leider nicht dazu.

    Unsere Trainerin, die uns bislang auch sehr geholfen hat, meinte auch, dass man das echt am ehesten hinbekommt, wenn Sonja Zeit mit anderen Hunden verbringt und wir an der Sache mit kleinen weißen Hunden direkt ansetzen können.

    Ach, eine Sache noch. Wir hatten einmal einen Handwerker hier. Der kam schon sehr panzermäßig in unser Haus rein. Sonja saß in der Box und hat gebellt und er meinte "keine Sorge, ich kenne mich mit Hunden aus". Jaja klar ne. Ich hatte extra gesagt, er solle den Hund bitte nicht anfassen und nicht die Hände nach ihr ausstrecken, auch nicht Kopf tätscheln. Ich sage also zu Sonja "aus". Sie ist ruhig. Dann sage ich "komm", sie verlässt die Box und kommt zum Fremden und schnüffelt. Da fährt er sehr rasch beide Hände aus, eine streckt er über ihrem Kopf aus, die andere führt er von unten ans Kinn ran. Sie hat sich erschreckt, laut geknurrt und lief rücklings in die Box rein. Ich hab ihn dann noch gefragt, was das solle und dass ich doch gesagt habe, er solle sie nicht anfassen und sie einfach schnuppern lasse. Da meinte er nur achselzuckend "ja normale Hunde mögen das, mit denen kenne ich mich aus." Hmja, normale Leute halten sich auch das, was Hundehalter über ihre Hunde sagen. Oder?

    Sowas nervt mich echt. Ich finde das auch sehr respektlos, wenn ein Fremder sich so benimmt und bewusst die Bitten des Halters ignoriert. Das war immerhin ein Einzelfall, aber ich höre das auch immer wieder von anderen, die auch Hunde haben, die sich nicht ohne ihr Einverständnis anfassen lassen von Fremden. Ich verstehe auch echt nicht, warum manche das bei fremden Hunden machen, warum da dieser Drang ist, sich denen aufzudrängen.

    Wenn ich bei wem zu Besuch bin und mir gesagt wird, wie ich mich bitte zu verhalten habe, mache ich das auch. V.a. wenn ich der Gast bin.

    Also klar, man bleibt da ja höflich und cool, aber ich finde das halt schon respektlos. Wie seht ihr das? :)

    3 Mal editiert, zuletzt von Caprica Six (2. September 2020 um 12:58)

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