Hund frisst alles. Wie verweist er alles anstatt zu fressen?

  • Hallo Freunde der Fellnasen,


    wie bringt man dem Hund bei dass er mir tolle Gegenstände irgendwie anzeigt anstatt diese zu fressen?


    Da gibt es ein Video von einer Dame, die genau das trainieren möchte. Sie sagt aber selbst nach 5 Videos nicht wie sie es macht. Dafür will sie dann Geld haben.


    Also wie kann man seinem Hund beibringen, dass er mir einen tollen Pferdeapfel oder eine coole verwesende Maus anzeigt anstatt zu fressen?


    Ich möchte, dass der Hund mir diese Gegenstände zeigt, mich z.B. ansieht. Dann entscheide ich ob er es haben darf oder nicht. Wenn nicht dann gebe ich ihm ein tolles Leckerchen.


    Wer kann mir da helfen bzw. Quellen nennen?


    Danke!!!

  • Auf Joyn beim Welpentrainer zeigt er relativ gut, wie er das macht, allerdings weiß ich ad hoc gerade nicht in welcher Staffel (sind aber alle sehenswert; ich meine jedoch es wäre 2 oder 3 gewesen)....

    Kobold von der Schüpfer Hexe *08.06.2020

  • In unserer Welpenstunde wurde das mit einem Sieb trainiert :-). Sieb auf den Boden ... Leckerlie drunter und Hund darf nicht ran. Wenn er dann hoch schaut - Dich anguckt - dann bekommt er was besseres aus der Hand. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das bisher nicht weiter geübt habe ... und daher nicht bestätigen kann, ob es klappt.

    Django (Andy vom Biberstieg) *13.04.2020

    Spike (03/2005 - 11/2019) für immer in meinem Herzen <3

  • jep so haben wir das auch geübt, allerdings waren die hilfsmittel und die umsetzung in der junghundegruppe ehern dürftig = pures chaos, da man wirklich alles im blick haben musste und dann noch schneller als der eigene hund sein musste

    es ist hilfreich das "sieb" so einzusetzen, dass der hund wirklich selbst nicht ran kommt und man damit etwas "entspannter" üben kann, denn anfangs muss man wirklich auf die kleinen gesten des hundes achten, die man sofort belohnen kann

    das verweisen übt man erstmal extra und fügt das später dazu


    zusätzlich kann man solche spielchen machen wie: leckerliegasse, abbruchsignal üben, 10 leckerchenübung usw., essen grundsätzlich ignorieren


    pferdeäpfel waren bei uns auch beliebt und so wurde halt immer wenn wir einen sahen direkt an ort und stelle geübt, so dass wir von einem pferdeapfelhaufen immer am schluss weggegangen sind mit der positiven übung es ist toll wenn sie den ignoriert

    mitlerweile sind pferdeäpfel nicht mehr wirklich interessant, es sei denn sie sind frisch, aber dann reicht heute ein aus und sie geht dran vorbei

    Annett mit Lexy


    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Kann der Hund unterscheiden zwischen Spielen mit Futter zu Hause im Garten und in der Wohnung, welches er ja finden und fressen soll einerseits und den "Leckerchen" draußen beim Spazierengehen, die er nicht aufnehmen soll andererseits?


    Ich hörte mal einen Hundetrainer sagen, dass Futterspiele tabu sein müssen, wenn der Hund lernen soll draußen nichts in sich reinzufressen.

    Was sehr schade wäre, denn ich mache gern Futter-Suchspiele in der Wohnung, wenn man mal auf die Schnelle seinen Hund bisschen beschäftigen will.

  • Denke schon, dass Hunde das können. Der Unterschied liegt ja in der Aufforderung zu suchen die ja entweder auch die Freigabe zum snacken (Leckerli im Gras, Trockenfleisch irgendwo in der Wohnung usw.) oder zum Gegenstand mitbringen (Futterbeutel usw.) ist.


    Wir haben das so gelöst, dass ohne "hols dir" eben nichts gefressen oder mitgenommen werden darf. Tilli beizubringen die vielen vermeintlichen Delikatesse liegen zu lassen, die draußen zu finden sind hat echt Zeit und Nerven gekostet. Hin und wieder muss das mal aufgefrischt werden, Objekt der Begierde diesen Sommer waren Gänsehäufchen X/. Das haben wir auch jetzt erst zu meiner Zufriedenheit hinbekommen, gerade noch rechtzeitig, denn bald sind die Gänse weg. Draußen schaue ich schon, dass ich die Dinge da verstecke, wo nicht gerade eine halbe Bratwurst rumliegt. Den Futterbeutel zeig ich ihr einmal bevor es losgeht und sie kann dran riechen. Ist unser Startritual, wobei ich ehrlich gesagt glaube, dass das überflüssig ist. Die weiß doch schon zu Hause dass ich den eingesteckt und gefüllt habe und auch womit. Unser Endritual ist "alle alle, alles aufgegessen", und damit endet die Futtersuche.


    In der Wohnung wissen die ja auch, wonach sie suchen sollen, sonst müsste ja jede Suche vor dem Kühlschrank enden, oder gleich mit einem Einbruch in selbigem. Bislang gab es hier auch nur einen Einbruch im Futterschrank :D und da war sie nicht mal suchen, da hatte sie wohl Langeweile und ein Appetitchen. Und nur einmal war sie der Meinung, meine Tasche sei ein neuer Futterbeutel. Hab vergessen die kleinen Hundewürstchen auszupacken die wir zuvor gekauft hatten und hab die Tasche einfach liegen lassen. Gegen Abend hat sie mir dann freudestrahlend gleich mal die ganze Tasche aufs Sofa geschleppt, kurz geschüttelt damit sie nicht entkommt und mir entschlossen in die Hand gedrückt :D. Also eine sehr überschaubare Anzahl an Verwechslungen.


    LG

    Babsi & Tilli

    Tilli - komfortorientierter Landtorpedo seit 27.05.2017 <3

  • Ich habe das bei meinen beiden über das "Stop" Signal eingeübt. Erstmal habe ich ihnen das Hörzeichen beigebracht, damit sie in allen Situationen sofort auf das Zeichen stehen bleiben und einfrieren. Da es hier bei uns beim Spaziergang oft sehr unübersichtlich ist und ich ja nicht die verträglichsten Exemplare habe und auch schon mal plötzlich ein Fahrrad oder Traktor aufkreuzen kann, habe ich das von Welpe an trainiert. Ist halt nur wirklich mal wieder ein Geduldsspiel:). Aber wenn es ein Mal sitzt, dann ist das eine feine Sache. Dieses Stop habe ich dann auch genutzt, wenn einer von beiden etwas interessantes anvisiert hat oder fressen wollte. So dürfen sie dann zB bei Pferdeäpfeln ruhig mal ein bisschen naschen, dann gebe ich sie frei mit "ok". Bei anderen Sachen kommt ein "Nein, Pfui", sie müssen davon weggehen und bekommen dann von mir ein Leckerlie. Das hat sich so gut gefestigt, dass sie bei allem für sie interessanten die Beine in den Boden hauen und mich anschauen:). Allerdings war der Weg bis hierhin echt auch lange und steinig und erfordert echt Geduld:).

  • Oh ja, ein Geduldsspiel ist das wirklich. Welpe und Junghund Tilli war ein weltklasse Staubsauger. Wir haben erst "nein" geübt, zu Hause, dass sie Futter liegen lässt, wenn es nein ist. Und immer wieder draußen, leider muss ich das Zeug dann auch vorher sehen. Also Augen auf, wenn die Nase zu interessiert auf den Boden geht. Wenn sie bei "nein" von sich aus abgelassen hat, gabs Jubel und Harzerkäse. Wunderbarer Ersatz für alles was draußen so stinkt und gammelt. Wenn nicht, hab ich es ihr abgenommen....so gut es eben geht....und es gab ein gewaltiges Donnerwetter. Das aber erst als ich sicher war, sie weiß was ich will und tut es trotzdem. Inzwischen sucht sie nicht mehr gezielt danach und geht einfach weiter. Pferdeäppel sind hier auch beliebt, aber ich schick die ganz züging dran vorbei. Da reicht schon ein "denk nicht mal dran"....Liegt aber daran, dass sie kein Getreide verträgt, was ich in solchen Äppeln vermute und daran, dass Tilli die auch zur äußeren Anwendung nicht verschmäht <X.

    Tilli - komfortorientierter Landtorpedo seit 27.05.2017 <3