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Frei laufende Hirtenhunde greifen zwei Menschen und deren Hunde an

  • Yorick
  • 8. März 2021 um 18:07
  • Asnea
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    2
    • 9. März 2021 um 15:53
    • #46

    eine Prüfungsordnung gibt es nicht so wie man sich das vorstellt aber es gibt Tests wo genau solche Situation geübt und geprüft werden

    https://www.br.de/mediathek/vide…305980018a468dd

    Hier sieht man sowas gegen Ende. Und laut Artikel waren die Hunde schonmal alleine unterwegs das sagt schon alles

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 9. März 2021 um 16:50
    • #47
    Zitat von Yorick
    Zitat von Waschbär

    Herdenschutzhunde schützen nun mal ihre Herde... Und das tun die nicht dadurch dass sie mit Wattebällchen werfen...

    Entsprechend "ausgebildet", so wie Hütehunde, werden sie nicht. Sie wachsen mit der Herde auf, leben mit ihr zusammen, und ihr Schutzinstinkt lässt sie das tun wofür sie seit Jahrtausenden gezüchtet werden. Sie werden von Welpe an halt erzogen von ihren Schäfern, so weit das für den Umgang mit ihnen notwendig ist. Solche Hunde begleiten ihre Menschen nicht in Restaurants oder sonst wo hin, sondern sie leben bei den Schafen im Pferch und auf dem Hof der Schäfer. Sie lernen ihren Namen kennen, dass sie auf Ruf kommen usw. Aber das Schützen der Herden erfolgt aus ihrem Instinktverhalten heraus, und ihr Verhalten dabei ist immer abhängig von der jeweiligen Situation.

    Es ist möglich dass diese Hunde, um die es hier geht, einem sehr verantwortungsvollen Schäfer gehören. Aber auchuch der ist machtlos wenn irgend jemand sein Tor öffnet oder einen Zaun zerstört. Kommt leider immer wieder vor, solche Idioten gibt es... Hinzu kommt zusätzlich noch die Blödheit der Menschen. In diesem Fall hier ging es um ein Kind, welches die Situation garantiert falsch eingeschätzt hat. Aber auch viele Erwachsene sind einfach nur selten dämlich. Ein Bekannter von mir ist Schäfer und hatte schon unzählige Male Ärger mit anderen Hundehaltern. Krönung war eine Frau, die mit ihrem Hund bis direkt an die Schafe gelaufen ist, ihren Hund dann dort abgeleint und ihn "zum Spielen" zu den arbeitenden Hütehunden geschickt hat!!! Mein Bekannter hatte an diesem Tag zwei erfahrene Hunde dabei und zwei jungen Hunde eines anderen Schäfers, mit deren Ausbildung er gerade erst begonnen hat. Die beiden ausgebildeten Hunde konnte er gerade noch unter Kontrolle bringen, aber die beiden Jungen haben dem Hund dieser Frau ein paar anständige Siebener in die Schwarte gerissen, als dieser durch die Schafe stürmte. Wäre er zwischen vier Hunde geraten wäre das böse aus gegangen.

    Wenn man Schafe sieht bleibt man mit seinem eigenen Hund ein Stück weg! Egal ob die Herde gerade gehütet wird und Herdengebrauchshunde an ihr arbeiten oder ob die Herde im Pferch ist und ein paar Herdenschutzhunde bei ihr. Sehe ich dass Hunde bei einer Herde alleine herum laufen und das sogar noch außerhalb des Zaunes, bleibe ich da mit meinem Hund erst recht weg.

    Einerseits rufen viele Menschen "Der Wolf muss bleiben!" und stehen auf dem Standpunkt dass die Schäfer und Landwirte ihre Tiere halt vernünftig schützen sollen. Andererseits sind Herdenschutzhunde aber nun mal wehrhafte Hunde, die auf sich allein gestellt selbst entscheiden sollen und müssen, ob und wen sie angreifen. Dass die sich dabei auch mal irren und ihre Handlungen nicht immer mit unseren Gefahrenabwehrverordnungen kompatibel sind, ist logisch... Entweder muss der Wolfsbestand so reguliert werden, dass unsere Schäfer und Landwirte ohne die Arbeit von Herdenschutzhunden aus kommen können. Oder aber die Arbeit von Herdenschutzhunden muss durch die Gesetzgebung und die Bevölkerung toleriert werden, und vor allem muss jeder von uns dann entsprechend vernünftig handeln. Was bedeutet dann vielleicht auch mal zu akzeptieren dass man gerade jetzt einen bestimmten Weg nicht entlang gehen kann, weil sich dort gerade Herdenschutzhunde außerhalb eines intakten Zaunes befinden (aus welchem Grund auch immer; und Gründe dafür kann es immer wieder mal geben). In Bezug auf Letzteres sehe ich aber schwarz, denn Egoismus und Besserwisserei ist leider nun mal weiter verbreitet als Vernunft und Besonnenheit. Es wird in solchen Fällen immer Deppen geben, die es gar nicht einsehen da in so einem Moment nicht entlang zu gehen. Ist doch ihr gutes Recht auf einem öffentlichen Weg zu laufen... Und unsere Gesetzgebung schützt solche Leute ja auch noch..

    Ich finde das alles richtig, was du schreibst; aber unsere Gesellschaft möchte die eierlegende Wollmilchsau; man will die "Natur", aber nicht deren Gefahren. Nach dem, was ich aus den Artikeln lese, kann man dem Ehepaar keine Vorwürfe machen. Wenn meine 14wöchige Hündin so zu Tode käme, würden keiner der Kangals überleben.

    Alles anzeigen

    So so du würdest also 3 Kangals töten. Ich darf nicht schreiben was ich über solche Hundehalter denke. Nur eins noch für viele Hundehalter ist ein Schäferhund eine Horrorvorstellung also bleibt dir zu hoffen, dass nicht irgendwann ein Kleinhundehalter deinen Schäferhund tötet.

    Du warst nicht dabei! Es gilt in Deutschland zumindest immer noch unschuldig bis ein Gericht was anderes sagt!

  • Yorick
    Beiträge
    267
    • 9. März 2021 um 17:21
    • #48
    Zitat von Asnea

    eine Prüfungsordnung gibt es nicht so wie man sich das vorstellt aber es gibt Tests wo genau solche Situation geübt und geprüft werden

    https://www.br.de/mediathek/vide…305980018a468dd

    Hier sieht man sowas gegen Ende. Und laut Artikel waren die Hunde schonmal alleine unterwegs das sagt schon alles

    Aus der Entfernung halt schwer zu beurteilen. Aber ich denke, Waschbär hat die Problematik dargelegt. Aber ich meine auch, schaut euch das Foto der kleinen Hündin kurz vor dem Einschläfern an. Unfälle können passieren, das aber darf nicht passieren.

  • Waschbär
    Moderator
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    1
    • 9. März 2021 um 17:23
    • #49
    Zitat von Yorick

    Ich war schon wandern in der Schweiz, da führte nur ein Weg durchs Tal und da waren auch HSH. Was soll ich machen? Umkehren?

    Ggf. ja. Das sollte man ja auch machen wenn sich das Vieh auf den Bergweiden aus irgend einem Grund aggressiv verhält. Zumindest machen das die Menschen, die intelligenter sind als die Rindviecher... Von den anderen liest man dann hin und wieder in der Zeitung bzw. heutzutage im Internet. 8)

  • Asnea
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    • 9. März 2021 um 17:24
    • #50

    Im Artikel steht doch alles drinnen und noch viel viel mehr. Genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Das typische Behörden versagen auch mit dabei

    Nix mit hüten an der Herde oder so. Das wäre nämlich völlig untypisch solch ein Verhalten. Herdenschutzhunde verlassen die Herde nicht einfach Mal so um andere Hunde zu töten :S wenn man die Warnungen beachtet und auf Abstand geht passiert gar nix Jeder normal denkende Mensch geht auf Abstand zu solch einer bewachten Herde.

    Hier war das aber alles völlig anders.

    Die Hunde waren bereits auffällig, nicht angemeldet, liefen wohl mehrmals frei Rum und die Aussage mit der Sabotage wurde wohl auch schon zurück genommen die Hunde waren mit der Lebensgefährtin im Garten und da werden sie wohl abgehauen sein. die Hündin sollte bereits Davor einem Wesenstest unterzogen werden. Es gab anzeigen der Nachbarn das dort Gefahr herrscht.

    Aber wie immer es muss erst 10 nach 12 sein bis reagiert wird

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Yorick
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    267
    • 9. März 2021 um 17:45
    • #51
    Zitat von Waschbär
    Zitat von Yorick

    Ich war schon wandern in der Schweiz, da führte nur ein Weg durchs Tal und da waren auch HSH. Was soll ich machen? Umkehren?

    Ggf. ja. Das sollte man ja auch machen wenn sich das Vieh auf den Bergweiden aus irgend einem Grund aggressiv verhält. Zumindest machen das die Menschen, die intelligenter sind als die Rindviecher... Von den anderen liest man dann hin und wieder in der Zeitung bzw. heutzutage im Internet. 8)

    8)

    Ja, das wird auch oft unterschätzt; ich hatte schon zwei Vorfälle mit Rindviechern, denen ich schleunigst aus dem Weg gehen musste samt damals noch Hunderudel.

  • Asnea
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    • 9. März 2021 um 17:47
    • #52

    Leute die durch eine Herde spazieren , am besten noch mit mutterkühen dabei und Hund an der Leine sind nicht die hellsten. Da fragt man sich echt was bei denen schief gelaufen ist

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Yorick
    Beiträge
    267
    • 9. März 2021 um 17:51
    • #53

    Das Problem ist eben, dass viele Menschen heute so weit weg sind von jeder natürlichen Lebensweise, dass sie einfach keine Vorstellung mehr davon haben, was man in der freien Natur machen kann und wo man sich besser zurückhält. Meine Madame ist eine sehr feste Hündin (um nicht Furie zu sagen), wenn man sie machen ließe; aber das Grundstück bei uns in der Nähe mit den beiden Kaukasischen Owtscharka meiden wir, nicht weil sie Angst hätte, sondern ich Respekt. Andere gehen mit ihren Fußhupen hin und wollen die flauschigen Hunde aus der Nähe betrachten.

  • Yorick
    Beiträge
    267
    • 9. März 2021 um 18:26
    • #54
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    Ganz informativ die Doku.

  • HSH
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    951
    • 15. März 2021 um 23:30
    • #55

    Die ganze Sache ist zwar blöd -, aber im Prinzip noch recht glimpflich abgelaufen. Kangal sind ja nicht unbedingt für ihre Artgenossenverträglichkeit bekannt. Und wenn 3 dieser Hunde tatsächlich ernst machen ....

    Zitat von Annika232

    Werden die nicht im "Normalfall" so ausgebildet, dass sie sich mit dem schützen ausschließlich auf ihre abgesteckte Wiese beschränken? Soweit ich weiß machen die ja auch eine Prüfung wo das getestet wird.

    Ein HSH beschränkt sein Territorium nicht auf ein abgestecktes Gebiet, sein Territorium endet an der Wahrnehmungsgrenze. Und je nach Lage kann ein solcher Hund sich auch schon mal genötigt sehen über den Zaun gehen.

    Zitat von Yorick

    Daher ist der Einsatz von HSH im dicht besiedelten Westeuropa Unsinn.

    Sicher? Wie kann es dann sein das HSH sogar in Berlin (in den Fall Hellersdorf) eingesetzt werden können?

    Wobei die Pyris von Haus aus eher gemütliche HSH sind. Mit einem Kaukasen oder Kagal sähen die Bilder etwas anders aus. :)

    Zitat von Yorick

    Ich habe daher für den Notfall immer etwas dabei, um den anderen Hund zur Strecke zu bringen.

    Du bist ja ein ganz Harter ...

    Zitat von Yorick

    Wenn meine 14wöchige Hündin so zu Tode käme, würden keiner der Kangals überleben.

    Wenn solche Hunde dich als Agressor wahrnehmen, bist du schneller Geschichte als du Kangal sagen könntest. :D Denn auch wenn der Kangal einer der menschenfreundlichsten HSH ist, alle Freundschaft hat ihre Grenzen. Einen könntest du mit viel Glück noch erwischen, aber schon bei Zweien hättest du keine Chance mehr. Und hier waren es Drei ...

    PS: Ich weiß übrigens, im Gegensatz zu dir, wovon ich rede. Ich hatte schon einen Kangal. :P

    Einmal editiert, zuletzt von HSH (15. März 2021 um 23:43)

  • Kimmo
    Beiträge
    1.585
    Bilder
    6
    • 16. März 2021 um 06:31
    • #56

    Ja, wir haben echte Männer hier....einer killt sogar Wölfe, wenn es nötig ist und Hunde sind gar kein Problem :D .

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • JayJay
    Beiträge
    131
    • 16. März 2021 um 08:04
    • #57

    Ich bin schon mal 1,5 Stunden gewandert, davon 1 bergauf nur um wieder umzukehren weil wir durch eine Mutterkuh Herden hätten gehen müssen... 😅

    Im Herbst ist abtrieb, dann geht man eben da nochmal.

    Ich bin eigentlich klar auf der Seite der HSH weil ich ja auch ein Wolfsfan bin. (Also den Wolf solange befürworte bis er zu viel scheu verliert, weswegen ich ja das schiessen mit Schreckschuss befürworten würde= zum Schutz des Wolfes!) Aber in dem Fall hat wohl der Halter versagt. Die armen Tiere dürfen das jetzt ausbaden :( ganz zu schweigen von dem Welpen und dem Kind 😭

  • Lobo
    Beiträge
    882
    Bilder
    3
    • 16. März 2021 um 09:20
    • #58
    Zitat von JayJay

    Ich bin schon mal 1,5 Stunden gewandert, davon 1 bergauf nur um wieder umzukehren weil wir durch eine Mutterkuh Herden hätten gehen müssen... 😅

    Im Herbst ist abtrieb, dann geht man eben da nochmal.

    Ich bin eigentlich klar auf der Seite der HSH weil ich ja auch ein Wolfsfan bin. (Also den Wolf solange befürworte bis er zu viel scheu verliert, weswegen ich ja das schiessen mit Schreckschuss befürworten würde= zum Schutz des Wolfes!) Aber in dem Fall hat wohl der Halter versagt. Die armen Tiere dürfen das jetzt ausbaden :( ganz zu schweigen von dem Welpen und dem Kind 😭

    schießen mit Schreckschuss wäre noch fataler, der wolf ist schlau wenn er merkt das nichts passiert werden sie Schusssicher und dann hilft das leider auch nichts mehr!

    Das ginge nur eine gewisse Zeit gut!

    An dem Tag, als Gott den Deutschen Schäferhund erschuf, lehnte er sich zurück und lächelte!

    #vonderaltenhuette.gsd

  • JayJay
    Beiträge
    131
    • 16. März 2021 um 09:33
    • #59
    Zitat von LuckySt
    Zitat von JayJay

    Ich bin schon mal 1,5 Stunden gewandert, davon 1 bergauf nur um wieder umzukehren weil wir durch eine Mutterkuh Herden hätten gehen müssen... 😅

    Im Herbst ist abtrieb, dann geht man eben da nochmal.

    Ich bin eigentlich klar auf der Seite der HSH weil ich ja auch ein Wolfsfan bin. (Also den Wolf solange befürworte bis er zu viel scheu verliert, weswegen ich ja das schiessen mit Schreckschuss befürworten würde= zum Schutz des Wolfes!) Aber in dem Fall hat wohl der Halter versagt. Die armen Tiere dürfen das jetzt ausbaden :( ganz zu schweigen von dem Welpen und dem Kind 😭

    schießen mit Schreckschuss wäre noch fataler, der wolf ist schlau wenn er merkt das nichts passiert werden sie Schusssicher und dann hilft das leider auch nichts mehr!

    Das ginge nur eine gewisse Zeit gut!

    So hab ich das noch nicht gesehen 🤔 das stimmt natürlich. Ich liebe Wölfe, befürchte aber dennoch das sie die Scheu verlieren werden, und da müsste jetzt schon nachgedacht werden wie man das verhindern kann. Dem Wolf zuliebe.

    Es muss doch einen Weg geben das er genauso seine Daseinsberechtigung hat.

  • HSH
    Beiträge
    951
    • 16. März 2021 um 09:37
    • #60

    Ich bin für einen verpflichtenden(!) Herdenschutz für alle Weidetierhalter, auch außerhalb von aktuellen Wolfsgebieten. Solange Wölfe vor allem an ungeschützten Herden zu leichten Erfolgen kommen. lernen sie das es sich lohnt in Herden einzubrechen. Natürlich müss(t)en dazu auch die rechtlichen Gegebenheiten hinsichtlich des Herdenschutzes praxisnah angepasst werden. Für gewerbliche(!) Weidetierhalter sollte die Erstausstattung dazu auch weitgehend gefördert werden.

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