im Naturschutzgebiet Kirnberg mit Lehrling an der Leine
und mit mega vielen Schafen
- so riesigen Herden habe ich hier bei uns am Deich noch nie gesehen.
im Naturschutzgebiet Kirnberg mit Lehrling an der Leine
und mit mega vielen Schafen
- so riesigen Herden habe ich hier bei uns am Deich noch nie gesehen.
ne ne , das war nur eine Teilherde mit ca. 500 Tieren, im frühen Frühjahr hatten wir i.d.R noch ca. 200 Mutterschafe mit frischen Lämmern im Stall, die kamen dann erst mitte-ende Mai dazu.![]()
Wir durften dann auch bald raus!
Ist eine so riesige Herde denn "standard"?
in Vollerwerbsbetrieben schon, ja.
in Vollerwerbsbetrieben schon, ja.
magst du erzählen, wieviele Schafe das sind für einen Vollerwerbstrieb
Der Schäfer antwortet auf diese Frage: zähl die Beine und teil dann durch 4 ![]()
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Würde ich ja glatt ausprobieren, aber man sieht die Beine ja nicht.
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Der Schäfer antwortet auf diese Frage: zähl die Beine und teil dann durch 4
Dann schlafe ich doch ein...
ne ne , das war nur eine Teilherde mit ca. 500 Tieren, im frühen Frühjahr hatten wir i.d.R noch ca. 200 Mutterschafe mit frischen Lämmern im Stall, die kamen dann erst mitte-ende Mai dazu.
Wir durften dann auch bald raus!
Ich finde diesen Stall super. Sehr hell, bestimmt tolle Luftzirkulation und bedarfsgerechte für Tier und Mensch
ja, ist er auch, wurde vor 12 Jahren mit Förderung des bayr. Umweltministeriums und unserer Gemeinde für das hiesige Schäferrevier als Modellprojekt errichtet, der Stall war auch ausschlaggebend dafür das wir, nach4-jähriger Suche, einen Nachfolger für unsere Schäferei gefunden haben.![]()
Außenansicht
Richtig klasse.
Der Stall, wie er zustande kam und vor allem, dass ein Nachfolger gefunden wurde.
Vier Jahre danach zu suchen, mit solch optimalen Bedingungen macht mir aber Gedanken. Es lässt ahnen, dass dieser Beruf auf sehr wackeligen Beinen steht. Finde ich persönlich sehr schade😢
sehr spannend! Bitte mehr davon!
Weitere Schritte
Freue mich über Euer reges Interesse und werde nun endlich versuchen die weiteren Schritte in der Ausbildung zum Herdengebrauchshund zu schildern.
Der Lehrling läuft mittlerweile relativ sicher auf der Mannseite (eigentlich sollte die Bezeichnung dafür Mann/Frauseite heißen,esgibt einige sehr gute Berufsschäferinnen),also die Grenze der Weidefläche an der ich mich aufhalte und hat auch kapiert dass die Schafe diese Grenze nicht übertreten dürfen um vielleicht von der Saat des Nachbargrundstücks zu naschen, der Junghund zieht stets pendelnd und selbständig mit der mehr oder weniger schnell vorwärts fressenden Herde mit und erkennt wo evtl. der größte Druck aufs Nachbargrundstück sich anbahnt und versucht diesen durch seine Präsenz zu minimieren und auch einmal unvorsichtige Nascher durch einen gezielten Griff auf die Keule(nicht so gern gesehen) die Rippe oder in den Nacken zu strafen.
Dieser Griff soll natürlich keinen Schaden verursachen, es sollte quasie ein Meutegriff sein und kein Beutegriff, ungern hatte ich junge Hunde zum lernen die ersten Wochen nach der Schafschur dabei da die Gefahr der Verletzungen des Schafes in dieser Zeit doch größer ist.
Das Griffverhalten der Hunde ist meiner Beobachtung nach zum Teil genetisch veranlagt, zum Teil schauen sie sich den Griff vom Althund ab, ein falscher schadhafter Griff ist nur sehr schwer zu korrigieren. Ich habe , wenn es doch einmal zu einer blutigen Stelle beim Schaf kam mit einem scharfen bösen PFUI verbal reagiert oder dem Hund, wenn ich das Schaf fangen konnte, gezeigt was er da angerichtet hat und ihn dabei mit meinem Meutegriff, einen Schütteln im seinem Nacken gestraft.Ob das der richtige Weg ist kann ich aber bis heute nicht sagen, es besteht dabei ja auch immer die Gefahr dass der Hund das erwünschte Strafen renitenter Schafe durch einen gezielten Meutegriff ganz sein lässt.
Die Anlagen zum Meutegriff stabilisieren sich wahrscheinlich schon durch die Sozialisation des Welpen frühzeitig wenn er mit im Schafstall beim Füttern etc. sein darf und der Schäfer beobachten kann wie er evtl mal ein Lamm im Nacken oder an der Keule festhält und ihm die "nichthärte" und das sofortige AUS gezeigt wird. So hab ich das praktiziert und das war mir auch sehr wichtig
Die Praxis des Abkneifens und Abschleifens der 4 Reißzähne, wie man es häufig bei den Altdeutschen Hütehunden praktiziert, haben wir seitdem wir auf DSH umgestellt hattten (anfang der 90er Jahre)nie mehr praktizieren müssen, ist wohl mittlerweile auch tierschutzrechtlich äußerst kritisch!
Ein Problem mit dem Griff hat es bei mir mit einigen Hunden gegeben wenn ich sie zur Ausbildung für den Körschutzdienst und zur Körung weggegeben hatte. Wenn sie dann nach der Körung zurück zur Herde kamen war der Griff zu hart, zumindestens eine gewisse Zeit lang, das ist der Grund das einige Kollegen nur mit der Arbeitsprüfung HGH züchten und für die Nachzucht mit den sog. Weissen Papieren zufrieden sind.
So, eigentlich wollte ich ja über das Ein-und Auspferchen der Schafherde schreiben ,kommt das nächste mal.
Herzlichen Dank für Deine Mühe, uns die Ausbildung des Hütehundes nahe zu bringen. Das liest sich sehr, sehr interessant und man merkt erst, wenn man sich mit der Arbeit des Herdengebrauchshund vertraut macht, wieviel Zeit, Geduld und Training hinter dem steckt, was so ein Hund leistet - und natürlich auch sein Ausbilder!
Chapeau!
Danke für diesen wieder sehr interessanten Bericht. Ich gebe Verbena recht, man hat absolut keine Ahnung davon, wie viel Zeit und Mühe die Ausbildung zum Hütehund beinhaltet.
Umso mehr sollte die Arbeit der Schäfer und ihrer Hunde gewürdigt werden.