Danke Holger.
Ich denke, wir haben einen guten Anwalt, respektive derer gleich zwei. weil mein Mann und ich ja je einen Anwalt haben müssen (und auch da lief ja im ersten Prozess was schief, denn ein Strafprozess erfodert einen Verteidiger des Angeklagten und das Gericht hätte kein Urteil fällen dürfen, weil wir keinen Anwalt hatten).
Aber das Problem ist wirklich, dass wenn man friedliebend ist, das einfach von Leuten ausgenutzt, benutzt und niedergemacht wird, die sonst nichts haben, als das g**le Gefühl, Macht über jemanden zu besitzen und den nach der eigenen Pfeife tanzen zu lassen.
Bei mir sträuben sich da alle Nackenhaare und auch wenn ich weiß, dass man vor Gericht nie Recht bekommt, sondern nur ein Urteil, kann es schon helfen, wenn ein Anwalt einen kernig formulierten Brief schreibt - bei uns zog zumindest das LAVES die Anzeige zurück, nachdem unser Anwalt mit einer Gegenklage drohte.
Ob @Azemba nun mit den bissigen Stuten leben und ihnen aus dem Weg gehen muss, weil sie sich nicht wehrt oder ob der Anwalt denen einen zwischen die Hörner haut und die zumindest wissen, dass wenn sie keine Ruhe geben, es teuer werden kann, bedeutet zumindest den Unterschied, dass sie die Klappe halten ... eine Freundschaft ist sowieso unwahrscheinlich und auch von keinem der Parteien angestrebt. Also dann lieber frühzeitig abgrenezn, denn wer weiß, was denen noch einfaäält ... und das Vetamt muss jedem Hinweis nachgeben, auch wenn die wissen, dass da nichts dran ist. Wir haben das oft genug erlebt mit Spaziergängern, die fanden, dass unsere Pferde frieren, wenn sie im Regen stehen und nur ein Abdach als Unterstand haben oder Mahé, meine damals 29 Jahre alte Stute leidet, weil sie nicht immer mitten in der Herde, sondern lieber abseits stand.
Das Vetamt kam, wir tranken einen Tee zusammen, redeten über den Hafi der Amtsärztin, über die Wirksamkeit der Hanffütterung und darüber, was ich füttere, dass meine Hunde so glänzen, weil sie Mahé kannten und wussten, dass es ihr sehr gut geht und wir alles tun, dass das so bleibt und auch einschätzen können, wann der Punkt erreicht ist, an dem das Leben eine Last wird. Die Amtstierärztin wurde sogar schon selbst angezeigt, weil ihr Hafi im Winter im Offenstall stand und es ein bisschen matschig um seine Hufe war ... sie kennt das Problem, dass man nicht immer das Optimum erreichen kann, aber das Beste zu tun bereit ist, das man tun kann und das auch tut.
Ich habe oft gefragt, warum man Küken schreddern darf, die das falsche Geschlecht haben, man Schweine, Rinder und Geflügel auf engstem Raum und ohne Einstreu halten darf und wenn ein Pferd mal den Pelz nass bekommt, sofort Anzeige erstattet wird und man sagte mir, dass zwischen Nutz- und Haustier unterschieden wird ... Nutztiere sind Lebensmittel und deren Leid wird in Kauf genommen. Das von Pferden nicht, obwohl die mehr leiden, wenn man sie in einen Boxenknast sperrt und sie zuwenig Bewegung haben.
Aber das ist ein Thema, bei dem meine Galle anfängt zu spucken und darum kehre ich zu meinem Ausgangspunkt zurück: Manchmal muss man sich wehren, um nicht in der Opferrolle festzustecken.