Pflege nach Kastration

  • Am Mittwoch wird Nika kastriert, der Nabelbruch wird operiert und die Zähne werden gereinigt (das aber nur, weil sie eh in Narkose liegt). Sie wird nach der OP einen Body anhaben und natürlich werde ich ja vom TA noch informiert, wie ich meine Hündin pflegen muss nach der OP. Dennoch wollte ich hier nach Erfahrungen und Ratschlägen fragen, was ich für Nika noch tun tun kann, um ihr bestmöglich zu helfen.

    Ihr wisst, dass ich mir die Entscheidung zur Kastration nicht leicht gemacht habe. Ich habe wirklich schiss vor Mittwoch. Wie lange muss ich sie schonen? Und was habt ihr (mit Hündinnen) für Erfahrungen gemacht?

  • Wir haben Lexy auf anraten des Arztes auch kastrieren lassen. Sie hat die Narkose gut vertragen, war trotzdem sehr mitgenommen die ersten Tage. Wir haben sie von vorne bis hinten betùdelt und umsorgt. Haben für Ruhe gesorgt und darauf geachtet, dass sie sich wirklich ausruhen konnte und alles was sie ablenkt oder annimiert weggelassen. Haben ihr beim Treppensteigen geholfen, indem immer einer ganz langsam vorging und so bremsen konnte wenn's notwendig war. Wir wollten sie nicht ständig tragen, das hätte viel mehr auf die Wunde gewirkt und Schmerzen bereitet, also sind wir die Stufen in den Garten ganz langsam gelaufen.

    Nach 3 Tagen war sie soweit erholt, dass auch Mal der Garten verlassen werden konnte. Wir sind kleine gemütliche Gänge spaziert ohne Aufregung und komplett ohne Hundebegegnung.

    Sie war dankbar um die Schonung und die Ruhe, sie hat das gebraucht. Nach 5 Tagen hatte sie dann auch wieder mehr elan und wollte wieder spielen. suchspiele und was zum Denken...aber nix toben.

    Die Fäden mussten nicht gezogen werden, der Arzt hat nach 3 Tagen die Narbe angeschaut, aber daran gemacht haben wir nix. Wir haben nur geschaut, dass sie trocken bleibt.

    Einen Body zum wechseln hab ich vorher besorgt. Den Kragen haben wir uns gespart, da Lexy nicht alleine war und immer jemand da war zum aufpassen, dass sie nicht an der Wunde leckt.

    Ich hatte auch Bammel, da meine letzte Hunde OP Erfahrung ein Horror war. Aber es ist alles gut gegangen.


    Nach ca.3 Wochen ging dann wieder normaler Alltag, aber immer noch mit Handbremse. Wir wollten nix riskieren.

    Ich denke du wirst merken was Nika braucht.

    Meine Daumen sind für euch gedrückt. Es wird gut gehen!

  • Meine bisher kastrierten Hündinnen (alle aus gesundheitlichen Gründen)hatten, solange die Fäden drin waren, strikten Hausarrest (sonst halten sie sich tagsüber meistens zusammen im Garten auf). Die ersten drei Tage möglichst nicht aufs Sofa oder Bett springen. Gassi Gehen die ersten fünf Tage nur zum Lösen ansonsten immer an der Leine. Body ist immer an, wenn unbeaufsichtigt, auch nachts, immer zusätzlich einen Trichter. Ich hatte mal eine Hündin, da ist nachts die Naht aufgegangen und ein Stück Darm hing raus. Darauf kann ich verzichten, deshalb bin ich da wohl übervorsichtig. Aber die zehn Tage bis die Fäden raus sind, halte ich das strikt durch.

  • ich drück euch die Daumen wegen der bevorstehenden OP und hoffe dass sich deine Maus schnell wieder erholt <3 . Ich kann zwar zum Thema direkt keinen Input liefern aber Romeo hatte ja die Darmop wegen des Verschlusses und eine wirklich grosse Naht am Bauch. Ich fand die selbstauflösenden Fäden super, da ich somit nicht noch zum zum Fäden ziehen erscheinen musste in der Klinik. Er hatte auch einen Body an, ich musste ihn knappe 3 Wochen schonen, also an der Leine und den Body hatte er durchgehend an ausser zum lösen. Ich habe täglich die Naht kontrolliert. Trichter hat er gottseidank nicht benötigt aber die Box war sehr hilfreich. Zwischenzeitlich war die Naht etwas gerötet im unteren Bereich, habe dann mit Wundspüllösung etwa 3 Tage lang 1 mal täglich kurz ganz sanft gereinigt, dann war die Rötung auch wieder weg.


    Übrigens hatte Romeo anfangs ziemliche Schmerzen. Ich habe Novalgin Tropfen mitbekommen für ihn welche ich ihm unters Futter mischen konnte. War wirklich sehr hilfreich. Er hat zudem täglich Echinacea presssaft bekommen zur Stärkung.

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  • Wird endoskopisch kastriert oder "normal"? Wenn letzteres der Fall sein sollte, dann besorge Dir auf jeden Fall zusätzlich einen Trichter (ich schwöre auf den Novaguard Leckschutz, damit kommen meine Hunde prima klar, spielen damit etc.). Nachts z.B. würde ich keinesfalls darauf vertrauen dass der Body ausreicht. Die ersten Tage nach der OP sind nicht das Problem. Die Hündin erhält i.d.R. ein Langzeit-Schmerzmittel gespritzt, das die ersten Tage abdeckt. Wo nix juckt wird auch nicht daran herum geknabbert. Dass die Hunde selbst die Naht öffnen passiert eher in den Tagen kurz bevor es so weit ist dass die Fäden gezogen werden können. Weil das dann weitaus mehr juckt als in den ersten Tagen. Zudem wird man unaufmerksam, weil der Hund die Naht ja die ganze Zeit in Ruhe gelassen hat. Und das ist dann extrem ärgerlich, weil 2 bis 3 Tage später der Käse gegessen gewesen wäre.

  • Hier sind auch alle Daumen und Pfoten fest gedrückt für Nika. Ich denke ich würde auch auf jeden Fall so eine Halskrause zur Hand haben wollen. Wenn du tags über ein Auge drauf hast, musst du sie ja nicht drauf machen, aber nachts wäre das schon sehr sinnvoll. Tilli pennt zwar mit im Bett, aber aus unserer Pfötchenerfahrung in den letzten Jahren kann ich sagen, man kriegt nicht immer alles mit, auch wenn die neben einem liegen. Nur ist das bei Pfötchen nicht sooo dramatisch...aber ich bin des Öfteren neben einem unbesockten Hund mit vollgesabberten Pfoten aufgewacht.


    Waschbär , kannst du den Novaguard Leckschutz auch bei Pfotengeschichten empfehlen? Wir haben derzeit für den Notfall so ein Riesenteil, dass leider völlig unbequem ist drinnen. Alles andere hat bislang nie weitergeholfen, Frau Hund ist gelenkig und wenn das nicht reicht, auch gar nicht doof...da werden die Möbel zum Wegdrücken von dem Kragen genutzt und trotzdem drangegangen. Unsere TÄ hat mir dann den Riesentrichter in die Hand gedrückt.


  • Sicherheitshalber behandel ich derartige Verbände aber zusätzlich mit Bitterspray und verwende am liebsten spazielle Tierbandagen, die bereits mit einem Bitterstoff versetzt sind. Sicher ist sicher...

  • Och, das war noch nicht alles... Ein Zahn ist auch noch abgebrochen bei der Aktion und der Rest musste gezogen werden... 8) Die beiden Schwestern waren etwas aneinander geraten... Nuri war zu Skay in den Auslauf gesprungen.


    Nuri wurde dafür 4 Wochen am Auge behandelt, bevor in der Fachtierarztpraxis festgestellt wurde dass das dann doch noch operiert werden musste. Die lief 2 1/2 Monate mit dem Optivizor von Novaguard herum. Man gönnt sich ja sonst nix... 8)

  • Oh man, da hast du auch schon viel erlebt mit deinen Wuffels. An der Stelle hier einfach mal Danke für das Teilen von deinen vielen Erfahrungen Waschbär . Hier ist ja schon wegen einem Kratzer panische Weltuntergangsstimmung ?(

  • OT


    Deine Skay ist genau mein Beuteschema :love:


    OT Ende


    Ich würde auch kein Risiko eingehen und über Nacht einen Kragen umlegen. Diese Trichter vom TA sind sehr sperrig, da gibt es bessere Alternativen. Bei Phaja hatte ich damals auch einen blauen Ring, als die Milchleisten entfernt werden mussten. Ich weiß leider nicht, wie der heißt. Der war relativ weich, so dass sie den Kopf gut ablegen konnte.