Halsband vs. Geschirr auf dem Hundeplatz

  • Hallo ihr lieben Leute,


    wie ihr wisst, dürfen wir ja seit neuestem endlich auch auf den Hundeplatz.

    Im IGP-Sport fühle ich mich auch pudelwohl, das ist alles ziemlich ruhig, die Hunde kommen eher einzeln auf den Platz und wenn andere da sind, dann kein Kontakt, genügend Abstand, alles supi. Wie das ablief, beschrieb ich ja im Romeo-Aslan-Thread.


    Im Junghundekurs hingegen (beschrieb ich auch dort) ist es eine ziemliche Katastrophe - letztens waren wir grob geschätzt 15 Hunde, total kleiner, enger Platz, alles chaotisch, Hunde spielen miteinander (natürlich alles in verschiedenen Phasen), der Ablauf ist so unruhig und so voller Stress... nee. Die totale Reizüberflutung lässt Brummi nonstop in der Leine hängen und er ist nicht mehr ansprechbar.


    Jedenfalls wurde ich im Junghundekurs direkt zu Beginn angesprochen mit "Hast du denn kein neues Kettenhalsband bestellt für ihn?", denn das alte war zu klein. "Doch", sagte ich, "aber der hängt mir so arg in der Leine, ich will ihn nicht verletzten, ich halte das für ungesund". Das wurde dann so ein bisschen mit Augenrollen wortlos kommentiert von Trainer 1 und auch der zweite Trainer empfahl eine Weile später das Kettenhalsband, während mein Hund röchelnd in der Leine hing, sagte aber, ich müsse das entscheiden, mit dem Kettenhalsband würde der Hund halt merken, dass da Ende ist, während so ein Nylonhalsband halt gerne nachgibt und durch das Weiche keinen so tollen Effekt gegen das Ziehen auslöst.


    Effekt? Welchen Effekt? Dass es sich durch seine schmale Eigenschaft förmlich in den Hals bohrt? Auf den Kehlkopf drückt? Die Muskeln dabei auseinander "treibt"? Und falls der Hund doch mal mit Schmackes reinhämmert selbst bei 1m Leine eventuell ausgeprägte Verletzungen auslöst? Verspannungen verursacht, die sich auf den ganzen Körper auswirken? Und - allen voran - merkt, dass das Training dort einfach nur weh tut und unangenehm am ganzen Körper, besonders am Hals ist? Hm, ich stehe diesem "Halsbandzwang" sehr kritisch gegenüber derzeit, besonders in so was wie Junghundekurs.


    Eigentlich wird ein Halsband verlangt, Geschirr soll keins angezogen werden, spielen die Junghunde, sollen sie komplett nackt sein.


    Und da kommt mein riesiges Problem: Hake ich Brummi am Brustgeschirr ein, ist der super easy zu handeln, er wird nicht erwürgt, er bekommt keine Schmerzen, er ist viel entspannter und, nächste Sache: es reißt mir nicht den Arm raus. Im Notfall hab ich hinten zwei große Griffe am Geschirr, wo ich ihn halten kann, ich muss kaum Kraft aufwenden UND: er steht nicht neben mir.


    Am (Nylon-)Halsband musste ich mir die 1m-Leine mit Trainingshandschuhen für den Kraftsport 2-3x um die Hand wickeln, sonst hätte er sich mir entrissen und das hab ich noch nie erlebt. Der läuft beim normalen Gassi völlig locker an der Leine, bei Reizen zieht er etwas - auf dem Hundeplatz zog er 40min durchgehend mit allem, was er zu bieten hatte, richtig übel. Ich war irgendwann gegen Ende so fertig mit meinen Muskeln, dass ich überlegte, frühzeitig abzubrechen, weil ich nicht mehr sicher war, ob ich den die letzten 15min noch halten kann. Mein Arm war danach der reinste Pudding, die Muskeln völlig überlastet, der Muskelkater die nächsten Tage immens - obwohl meine Arme trainiert sind. Verletzt habe ich mich dabei auch in der Hand und Brummi hatte danach irgendwie ein paar Tage keine Lust mehr auf sein Halsband.


    Und das ist das nächste: Zieht er am Brustgeschirr, egal ob Rückenring oder Brustring, ist das kein Thema. Zieht er am Halsband, dann steht er dank Hebelwirkung auf einmal neben mir und ist für mich nur sehr, sehr schwer zu kontrollieren. Mit dem Geschirr kein Thema, das ist alles easy, da hab ich erstklassige Kontrolle mit dem geringsten Kraftaufwand meinerseits und dem geringsten Schadensausmaß am Hund.


    Mein Plan ist nun, dass er das Geschirr an bekommt und an den Brustring kommt, weil mir das für den Hund und mich zu blöd und schmerzhaft ist. Kann er irgendwann ohne dieses Ziehen bei mir bleiben, hake ich ihn am Halsband ein - wie auch im IGP-Training, da nehme ich auch das Kettenhalsband, aber da kann ich das auch machen, denn da ist es ruhig und entspannt, kein Chaos. Im Junghundekurs wollte er sogar auf einen Kinderwagen springen - was er so auf der Straße nie macht.


    Problem ist: Wenn die Junghunde miteinander spielen dürfen, sollen die ja komplett nackt sein. Brummi hat aber nicht so Bock auf Geschirr anziehen und wenn der weiß, dass der da gleich wieder rein kommt, wenn ich ihn zu mir rufe, kommt der erst recht nicht (zuhause klappt das mittlerweile einwandfrei, er hat keinen Bock drauf, kommt aber direkt vor meine Füße und ich ziehe es an), wobei der Rückruf in dieser chaotischen Situation sowieso überhaupt nicht klappt :thumbup: Also würde ich es gerne an lassen, darf ich wohl aber nicht, hm. Auch will ich meine normale Leine nehmen, weil ich die dann an Rücken und Brust zur besten Kontrolle anhaken würde - aber wir dürfen/sollen ja nur 1m-Leinen ohne Ringe und am Halsband nutzen :S


    Im Endeffekt lautet das Motto: Macht das so, wie wir das wollen, oder ihr habt verloren, denn nur das ist der erfolgreiche Weg. Ich vermute aber, wenn ich mich komplett quer stelle, dass sie dann trotzdem nicht wirklich was dagegen tun würden, was denn auch? Mich vom Platz werfen? Kann ich mir kaum vorstellen, ich mache ja das ganze Programm brav mit, so wie Brummi es kann.


    Ich weiß nun nicht: soll ich einfach mein Ding durchziehen, egal was sie sagen? Oder halt nicht mehr in den Junghundekurs gehen? Ich mein, ich war mit meinem Nylonhalsband mit Abstand nicht die Schlimmste, da kamen Leute mit Flexileine und dünnem Brustgeschirr an, aber die bekamen auch ordentlich die Meinung dazu gesteckt...


    Wie ist das bei euch? Hattet ihr so einen ähnlichen Fall, wo ihr auf euer Vorgehen bestanden habt/musstet? Ich würde halt natürlich dennoch das Kettenhalsband anlegen, damit er eben weiß: nu is arbeiten angesagt, kein Theater. Aber puh, keine Ahnung, beliebt werde ich mich damit auf jeden Fall nicht machen, überhaupt nicht.


    Ich danke euch schon mal :saint:

  • Achso, dazu noch: er wäre in einem Monat vom Alter her dann sowieso ein Kandidat für den BH-Kurs, da sind deutlich mehr Hunde, man ist aber auf dem großen Platz. Vielleicht ist es für ihn bis dahin weniger "stressig" und ich wollte den Junghundekurs bis dahin halt noch "mitnehmen", dass er sich an den Umstand - 20 oder mehr Hunde auf einem Fleck - gewöhnt, dass er bis dahin lernt, dass es langweilig ist, in der Leine zu hängen und sich auf mich konzentrieren kann. Beim letzten Mal hat er das am Ende in den letzten 5 Minuten ja auch super geschafft und es war wirklich toll. Das wird auch bestimmt besser werden.


    Ich will auch nicht in 8 Monaten die BH (mit Kettenhalsband :thumbup:) absolvieren. Ich lass uns da so viel Zeit, wie wir brauchen. Ich will das als entspanntes Hobby 2-3x die Woche machen, das uns Spaß macht, kein Krampf ist, kein ungutes Gefühl auslöst und allen voran: uns beiden keine Schmerzen bereitet. Ich hab nämlich - salopp gesagt - überhaupt keinen Bock mehr grade, weil mir das viel zu krass ist. Aber für Brummi will ich es tun, für mich ja eigentlich auch, also stürze ich mich morgen wieder ins Getümmel und hoffe auf einen besseren Verlauf :saint:

  • das Problem scheint mir nicht das Kettenhalsband, nicht das Geschirr oder dieses oder jenes Zubehör, das Problem scheint mir , wie du schreibst -das GETÜMMEL !30 bis 40 Hunde auf dem Platz - alle auf einmal? das ist schon heftig ,besonders ja alle im Rabaukenalter!

  • Schafring

    Also Junghunde waren das bestimmt um die 15 (plus dazu eben 15 Menschen, einige schauten vor dem Zaun zu und dienten später als "Hindernisse", durch die wir laufen sollten), ich kann das so schwer einschätzen, wie viele das waren. Der Platz war so klein, dass wir teilweise mit 1.5m zum Nebenmann standen. In der kleinen Mitte fuhren sie dann mit Kinderwagen durch, blasten Seifenblasen, führten ihre eigenen Hunde mit durch die Mitte als Reize, solche Dinge eben. Die Hunde sollten wir in der Grundstellung haben (sitzend, links), ganz viel Gemurmel, ganz viel lauteres "nein, sitz, aus, hier, da, sitz, nein, komm her, guck mal, Wuffi, Bello sitz, nein...", dazu war es echt heiß, die Sonne hat gebrannt, ich war echt nicht happy nach dem Kurs :S

  • Auch 15 Hunde finde ich sehr viel. Das war bei uns auf weniger begrenzt, ich weiß nicht mehr genau wie viele, aber ich meine mich zu erinnern, das bei 10 Hunden der Kurs voll war.

  • Ich weiß halt nicht, ob sie vor Ort evtl. drauf spekulieren, dass nach einer Weile sowieso wieder ein Teil nicht mehr kommt, ob es vllt. doch nur 10 waren (kann das wie gesagt echt schwer schätzen), aber die Situation war echt übel. Ist halt echt blöd und mir graut es irgendwie vor morgen.


    Im IGP-Kurs ist das alles ganz anders, die Leute sind nett, der Trainer ist spitze, es ist genug Zeit für jeden einzelnen Hund da, einfach ganz anders. Vor allem ist der Hund zwischendurch auch einfach mal in der Box und kann runter kommen, in den anderen Kursen ist das nicht.

  • Beim IGP Training lernst du auch alle Dinge die du für die BH benötigst. Darum würde ich auf diese Massentreffen verzichten. Totaöe Reizüberflutung, besonders für einen Junghund. Die BH Gruppe wird wohl nicht viel besser und bei den Aussagen dieser Trainer wäre für mich Ende Gelände. Bei uns MÜSSEN alle Hunde ein Geschirr tragen sowie ein Halsband. Leine am Geschirr = Darfst auch mal ziehen, Leine am Halsband = Korrekt laufen. Bevor wir auf den Platz gehen machen wir die Leine vom Geschirr ans Arbeitshalsband. Da sind dann vielleicht allerhöchstens 2 Hunde auf dem Platz und meine Trainerin macht dann während dem Üben bei den Junghunden die Schleppleine dran, falls mal einer abhauen sollte, damit ich sozusagen frei mit Romeo üben kann und nicht noch die Leine ständig in der Hand haben muss. Ist kein anderer Hund auf dem Platz, ist Romeo frei. Romeo läuft aber auch unter Ablenkung super am Halsband, trotzdem müssen wir fürs Training ein Geschirr anziehen. Bei den Stadttrainings sowie im Dorf hat er ebenso sein Geschirr an, da ich von ihm noch nicht erwarten kann, dass er 40 Min sauber am Halsband läuft. Da wechsle ich dann jeweils um, beim Wechsel immer das Kommando frei und da hat er an der Schleppleine dann mehr Radius und kann auch Schnüffeln.


    Ich halte nichts von überfüllten Kursen. Noch weniger davon, Junghunde Nackt spielen zu lassen. Erstens testen Junge Rüden in diesem Alter gerne mal ihre Grenzen und es kann auch eskalieren und zweitens hat man keinerlei Einwirkung, sollte es mal wirklich eskalieren muss man den nackten Hund da irgendwie wegzerren.


    Romeo spielt aktuell höchstens mit Hündinnen, mit Rüden gehts nicht mehr, weil er gerade anfängt zu dominieren. Dass er spielt kommt aber vielleicht mal alle paar Wochen vor momentan, auf dem Platz wird ebenso nicht gespielt. Wir üben Begegnungen, dass wars.


    Ich wäre in diesem "Verein" das letzte mal gewesen an deiner Stelle!

  • Oh man Dimi, du sprichst mir so sehr aus dem Herzen!


    Ich zerpflücke mal deinen Beitrag... :D


    Totaöe Reizüberflutung, besonders für einen Junghund.

    Genau, ich dachte, das wäre halt in einem Punkt eine "gute" Sache: Durch so viele andere Hunde lernt er, dass er sich auf die nicht fokussieren kann und es deswegen doof ist, wenn er versucht, sich auf die stürzen zu wollen - egal ob aus Freude oder Rüpelei. Im Endeffekt hat er ja auch nicht gespielt mit den anderen, er war ziemlich zurückhaltend und hat den Wassernapf in Beschlag genommen, ist vor manchen abgehaut. Es gab fast nur Nasenschnüffelkontakte, aber kein "spielen", wie man sich das vorstellt.


    damit ich sozusagen frei mit Romeo üben kann und nicht noch die Leine ständig in der Hand haben muss

    Das ist halt wirklich klasse, ich fand es ja auch total dämlich mit der 1m Leine und dann soll ich mit dem nebenbei noch zergeln? War da voll überfordert, zumal ich die Beute ja von ihm weg lenken soll, ständig hat sich dann die Leine um ihn verheddert, obwohl die am Hals dran war. Meine normale Leine kann ich mir halt von 3 Meter auf ca. 1,4 Meter verkürzen. Brauche ich noch weniger, halte ich sie weiter am Hund und das Ende hängt runter. Aber es wird ja sehr auf diese 1m Leine ohne Ringe bestanden, warum auch immer.


    Ich halte nichts von überfüllten Kursen.

    Ich weiß nicht, ob es da eine allgemeine Regel gibt, ab wann ein Kurs zu voll ist, aber ich empfand es als VIEL zu viel!


    Erstens testen Junge Rüden in diesem Alter gerne mal ihre Grenzen und es kann auch eskalieren

    Da war ich echt froh, dass meiner so zurückhaltend war, denn eine riesige schar hat sich um ein Hundemädel getummelt, was meinen zum Glück nicht interessiert hatte, lief aber recht "freundlich" ab. Aber da standen halt auch, keine Ahnung, 7-8 Hunde um das Mädel rum, das da in der Mitte auf dem Rücken lag. Wäre das meine gewesen, hätte ich die da raus geholt, keine Ahnung ob das richtig gewesen wäre, aber das hätte ich echt blöd gefunden.


    und zweitens hat man keinerlei Einwirkung, sollte es mal wirklich eskalieren muss man den nackten Hund da irgendwie wegzerren.

    Das... hatte ich so gar nicht auf dem Schirm, aber ja, du hast total Recht. Wir sollten die Hunde ja auch zurückrufen und dann fest halten, z.B. den Arm um sie legen. Meiner kam nicht, also sollte ich ihn holen, dann wurde er einem anderen Halter gegenüber "aufdringlich", weil der Futter in der Hand hatte (und Brummi das auch gab, ohne mich mal zu fragen?! Wäre ja gerne ausgerastet, aber war selbst total überfordert in dem Moment, genau so wie der Mann mit seinem Hund auch), da musste ich ihn dann schon am Nackenfell nehmen, denn ich hatte NICHTS wo ich ihn hätte festhalten können. Danach bin ich in die Hocke, Hund zwischen meinen Beinen, meine Arme beide um ihn rum und als der losstauben wollte, hat es mich fast mitgefetzt, so was dämliches! Wieso denn nicht mal Halsband? Das sollte ich übrigens auch weg tun, weil da die Marken dran sind und wenn ich den Hund zurückrufe und der hört das klappern, würde der Hund sich denken "ja die Olle klappert mit dem Ding, ich werd gleich angekettet, wie langweilig, ich hau ab", dabei heißt Halsband "wir gehen gleich auf Abenteuertour", noch dazu leine ich ihn nie daran an, sondern nur am Geschirr.

    Romeo spielt aktuell höchstens mit Hündinnen, mit Rüden gehts nicht mehr, weil er gerade anfängt zu dominieren.

    Oh das ist ja "doof" :( Mein IGP-Trainer hat auch eine Hündin und mit der darf Brummi dann auf den kleinen Platz und bisschen rennen, aber die weist ihn eher in die Schranken und sagt ihm, wie man sich korrekt zu verhalten hat. Läuft aber trotzdem sehr entspannt ab, er fordert sie auch zum spielen auf und dann rennen sie ein bisschen, bis er sich wieder hinwirft ^^ Er wollte letztens auch das Malikind mitspielen lassen, aber der Besitzerin war unwohl dabei, weil eben zwei junge Rüden und ihrer sei wohl jetzt schon in dem jungen Alter sehr rüpelig oder so, weiß nicht genau, deswegen waren dann nur Brummi und die Hündin auf dem Platz "spielen".


    Wir üben Begegnungen, dass wars.

    Das hätte ich ja auch so gerne erlebt, aber wir sind dann in einer Reihe vom Platz gelaufen, zu den Vogelkäfigen und zurück, dabei noch zwischen einer Menschenmenge durch und so. An sich fand ich das voll gut, aber Brummi war halt nur die letzten 5min auf dem Rückweg aufmerksam bei mir, hat sich ansonsten - bis auf das in der Leine hängen, aber spitze verhalten. Keinen Krach gemacht (er hat ja ein sehr variables Stimmorgan), keinen angefallen, eher zurückhaltend. Er hat auch nicht zu den anderen Hunden gezerrt, er hing einfach wie ein Klotz in der Leine, warum auch immer. Vielleicht wollte er da weg?


    Ich wäre in diesem "Verein" das letzte mal gewesen an deiner Stelle!

    Naja, IGP läuft ja echt gut eigentlich bis jetzt :( Der nächste Verein ist halt viel zu weit weg für mich, da komme ich nicht hin und wer weiß, ob es da so viel besser ist... ;(


    Mein Freund war damals ja voll begeistert vom Hundeplatz und den Kursen, aber da gabs noch keine 300 Coronahunde im Dorf, die jetzt alle irgendwie in die Kurse gequetscht werden müssen.


    Ich überdenke es mal noch bis morgen früh, aber ich glaub fast, ich geh nur noch in IGP. Der Trainer dort meinte ja auch, ich solle einfach nur zu ihm kommen, das ginge völlig klar und fände er besser, wenn ich den Sport eh machen will. Die andere Trainerin sagte, ich könne ja trotzdem Samstags kommen, das wäre kein Thema und die sind auch bemüht, aber ich glaub, die sind selbst völlig überfordert, eben weil es sooo viele sind. Im BH-Kurs waren es wohl über 40 Hunde, aber da hieß es, das wird sich wohl noch entzerren. Ob das heißt, dass es mehr Kurse gibt oder sie die Erfahrung machen, dass die Leut eh nimmer kommen, weiß ich nicht, aber joa... Der IGP Trainer sagte anfangs jedenfalls MEHRMALS: guck es dir lieber paar mal an, bevor du dem Verein beitrittst. Eben weil die Leut wohl nach 2-3x nimmer kommen :S

  • Ach so, als Brummi im IGP mit der Hündin gespielt hat, ging nur die Leine ab, das Halsband blieb explizit dran.

    Und da hat er auch gesagt "halte ihn am Halsband fest, bis du ihn frei gibst". Brummi weiß zwar überhaupt nicht, dass er, wenns hinten "klackert" beim abmachen, theoretisch durchstarten kann (der Husky ist da ganz schlimm, der fetzt sofort los und hängt da der Karabiner noch halb dran, fliegt man fast hinterher) und bleibt dann treudoof bei mir sitzen, aber dennoch soll ich ihn so lange festhalten. Das fand ich sehr gut, sehr kontrolliert, sehr sicher.

  • In unserem Verein gibt es maximal fünf Junghunde am Platz, meist mit drei Trainern. Es wird beim Spielen sowohl auf die Größe aber auch auf das jeweilige Wesen der Hunde Rücksicht genommen.

    Sie werden mit Halsband oder Geschirr(je nachdem, was er eben trägt) freigelassen und das läuft immer nach demselben Schema ab. Es werden alle Hunde abgeleint und noch festgehalten.

    Erst auf das Freikommando darf die Karawane los ziehen😄 Wir beobachten sehr genau, wie das Spiel verläuft und würden auch eingreifen, wenn notwendig. Musste bis jetzt noch nicht gemacht werden.

    Nachdem mal der erste Elan raus ist, werden die Hunde von ihren Besitzern gerufen, dolle belohnt, festgehalten und nochmals in den Freilauf geschickt.


    Was soll ein Junghund bei so einer massiven Reizüberflutung denn lernen? Außer, die Ohren auf Durchzug zu stellen?? Das machen wir hier nicht mal mit den „alten Hasen“ so. Würde ich nicht mitmachen.

  • Azemba Weisst du, ich denke halt immer: Romeo hat gerade genug zu tun mit seinen Hormon und manchmal leiten diese Hormone ihn auch, da bellt er z.B kurz einen Busch an und schaut mich dann ganz verlegen an, weil er selber gerade nicht weiss, was das soll. Ich finde Reize im normalen Rahmen gut aber sobald sich dein Brummi nicht mehr auf dich konzentrieren KANN, sinds zu viele Reize. Dass er zurückhaltend war überrascht mich auch nicht, er war überfordert und hat sich deswegen zurück gezogen. Hätte aber auch anders ausgehen können und ja genau, ein Hund gehört sich für mich auch gesichert, mindestens mit Halsband. Bei einer Keilerei muss man die dann irgendwie trennen und wird dann eventuell selbst noch erwischt dabei.


    Ich finds Fahrlässig sowas. Zudem sagt man nicht umsonst: Auch Stadttraining sollte nie zu lange dauern. Nach 15 bis 20 Minuten ist Romeo Kopfmässig bereits durch, sehe ich ihm jeweils an. In solch einer überfüllten Gruppe wäre er heillos überfordert gewesen. Ich würde an deiner Stelle nicht zögern und die Trainings dort känzeln, mich aufs andere Training fokussieren, wos gut läuft.


    Dass Romeo nicht oft Spielen kann ist gar nicht schlimm. Romeo ist sehr ausgeglichen ansonsten und die Konstellation muss passen. Wir Menschen interpretieren nämlich das Spielverhalten von Hunden oftmals falsch. Auch viele Trainer. Oft wird gemobbt, gejagt und all diese Dinge sehen wir an als ( Och guck mal wie die Rennen, schööön) normal. Dabei können solche " Spiele" auch negative Verhaltensweisen auslösen. Diamiro wurde im Welpenkurs damals gemobbt und bereits direkt danach, ist er jeweils richtig durchgedreht, wenn er schon nur einen anderen Hund sah.


    Bei so vielen Hunden ist der Überblick doch gar nicht mehr da, da sieht man diese Zeichen kaum, wenn einer sich unwohl fühlt ( was bei deinem Brummi definitiv der Fall war denn er hat sich der Situation entzogen).

  • In unserem Verein gibt es maximal fünf Junghunde am Platz, meist mit drei Trainern.

    Aaaaalles klar, das reicht mir für meine Entscheidung - ich gehe nicht mehr in den Junghundekurs 😅 Offensichtlich ist der wirklich heillos überfüllt - im IGP ist das ja nicht so.


    Nachdem mal der erste Elan raus ist, werden die Hunde von ihren Besitzern gerufen, dolle belohnt, festgehalten und nochmals in den Freilauf geschickt.

    So lief es bei uns immerhin auch mit dem „freilassen“.


    Was soll ein Junghund bei so einer massiven Reizüberflutung denn lernen? Außer, die Ohren auf Durchzug zu stellen??

    Da hast du halt wirklich Recht…


    aber sobald sich dein Brummi nicht mehr auf dich konzentrieren KANN, sinds zu viele Reize.

    Ja vor allem kann ich auf dem kleinen Platz ja nicht mal einfach 10m weg gehen, wie auf dem IGP-Platz, denn je mehr Abstand desto leichter bekomme und halte ich seine Aufmerksamkeit.


    Ich würde an deiner Stelle nicht zögern und die Trainings dort känzeln

    Nee ich lass das jetzt, schon die ganze Woche ist mir so unwohl bei dem Gedanken da hin zu „müssen“. Die Trainer sind sicher super, aber die Umsetzung ist halt echt nicht okay und dann soll man halt vorher mit der Anmeldeliste gucken, wer wo alles kommt und ggf. Den Kurs splitten, hätte ja nichts dagegen wenn es nur 15min sind, wäre doch auch okay. Aber naja, das habe ich nicht in der Hand…


    da sieht man diese Zeichen kaum, wenn einer sich unwohl fühlt

    Deswegen hab ich den ja mit Adleraugen angeglotzt die ganze Zeit und es dann auch komplett sein lassen zu versuchen mit irgendwelchen Kommandos, da konnte ich mich gar nicht drauf konzentrieren.


    Im IGP ziehe ich ihm dann trotzdem wieder das Geschirr an. Manche wechseln es nur bzw ziehen es an, wenn’s dann zum Schutzdienst geht. In der Unterordnung wird das Halsband benutzt (soll den Hunden zeigen, dass jetzt Gehorsam dran ist). Finde ich völlig okay so, aber da ist es halt auch gaaaanz anders im Ablauf.


    Am ersten Tag als ich zur „Begutachtung“ da war, war ja auch der Vereinschef da und hat sofort gesagt „Geschirr weg“ 😅 Ich brauch es da halt auch eigentlich echt nicht, aber die kurze Leine nervt, da werde ich denke ich meine lange wieder mitnehmen, das ist viel praktischer. Und wenn ich echt in Drölf Jahren mal eine Prüfung mit ihm machen will, Jo mei, dann bekommt er für die or Minuten halt NUR das Halsband und die 1m Leine an.


    Aber ob der das Geschirr jetzt an hat und das Halsband und ich schnalle das um/an, wie mir lustig ist oder nur eins von beiden und ich ziehe aus/an, ist ja egal, oder nicht?

  • Ich hatte mit Lexy das gleiche Problem, auf dem kleineren Hundeplatz waren sicher 10 Hunde + nebenan am Platz nochmal 4-6 . Da ist Lexy einfach nicht cool und schiebt Frust weil sie nirgends hin darf 😔

    Für ein gutes Training ist die Gruppe dann für uns so dann zu gross gewesen und dann kommt es zu Rückschlägen im Training und letztlich auch völliger Überforderung.

    Unser Training fängt nächste Woche wieder an und ich bin gespannt wie es nun nach 7 Monaten ohne Training wird :)

  • Ich finde diese Welpen- & Junghundekurse sowieso völlig schwachsinnig.


    Die Grundlagen sollte der Hund meiner Meinung nach in Ruhe konzentriert und alleine lernen dürfen.

    Die Ansprechbarkeit in Anwesenheit von anderen Hunde trainiere ich für meinen Teil wiederum nie auf dem Platz sondern immer Außerhalb im Alltag, beim Gassi, usw.

    Wenn was schiefgeht ist es nicht direkt mit dem "Ort Hundeplatz" verknüpft. Es ist ohne einen solche Hundetumult schon immer ein Ort des Events, das muss ich nicht noch durch solche Kurse und Spielstunden pushen.


    Spielen (auf dem HuPla) mit gleichaltrigen Flegeln gibt's bei uns z.b. auch gar nicht. Wir lassen Welpen/Junghunde immer mit 1 - 2 ausgeglichenen Althunden laufen und spielen, und das halt auch einfach mal so auf einer Wiese, nicht auf dem Hundeplatz.


    An deiner Stelle Azemba würde ich diesen Junhundekurs schmeißen und nurnoch ins IGP Training gehen. Da würde ich dann allerdings tatsächlich auch nicht mit Geschirr und verstellbarer Schlaufleine (verletzungsgefahr!) aufkreuzen, sondern mit Halsband oder Kette und 1m Leine.