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Strengere Regeln für Hundehalter

  • StubenWölfchen
  • 18. Dezember 2021 um 09:14
  • Bass23
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    • 23. Dezember 2024 um 20:27
    • #91

    irgendjemand muss das entscheiden.

    War bei uns schon vor 40 Jahren so: da hat der Vorstand gemeinsam mit dem zuständigen Veterinäramt entschieden, wenn Ende Gelände war. Etwa total verwilderte Bauernhofkatzen, nicht vermittelbare Hunde, da nicht guten Gewissens zum Abgeben.

    Das wird dann halt einfach unter Ausschluss der Öffentlichkeit gemacht. Zumindest war das damals hier in der Schweiz so.

    Und ich kann dir versichern, daß hat allen Beteiligten das Herz gebrochen. Jedes Mal, wenn es nötig war. Das sind tierliebende Menschen, die tun sich sehr schwer damit. Man muss aber auch realistisch bleiben. Dies gibt anderen Tieren, die besser vermittelbar sind, eine Chance

  • Waschbär
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    • 23. Dezember 2024 um 21:30
    • #92
    Zitat von Harz2024

    Wer entscheidet, das denn? Wann ein Hund keine Perspektive hat?

    Unsere Politiker?

    Unterbesetzte Vet Ämter?

    Schlechte Hundetrainer?

    Wir hier?

    Ich kann das nicht.

    Alles anzeigen

    Das entscheiden Menschen, die dafür zuständig sind. Und nicht Hinz und Kunz... Anhand des Tierschutzgesetzes sowie den Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zur Durchführung des Tierschutzgesetzes. Und den zuständigen Behörden gegenüber muss über jedes einzelne Tier, welches aus dem Bestand ausscheidet, Rechenschaft abgelegt werden. Egal ob ein Tier vermittelt wird, verstirbt oder getötet wird.

    I.d.R. gibt es in den zuständigen Behörden (VetAmt oder Regierungspräsidium) einen Ethikrat, der die Kriterien festlegen wird nach denen Tiere getötet werden dürfen bzw. müssen. Sprich ab welcher Qualität und/oder Quantiät Schmerzen oder Leiden ein berechtigter Grund dafür sind ein Tier einschläfern zu dürfen oder zu müssen. Und unter welchen Voraussetzungen das durch wen festgestellt wird. Beim Einschläfern von Hunden aufgrund von Verhaltensproblemen ist da i.d.R. immer ein Fachtierarzt für Verhaltenskunde mit hinzu zu ziehen.

  • Pinguetta
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    • 23. Dezember 2024 um 21:35
    • #93

    Nach meinem Wissen fällt es keinem Tierarzt leicht eine Euthanasie, aus welchem Grund auch immer, durchzuführen. Und ich hoffe, dass das auch so bleibt.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Axman
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    • 24. Dezember 2024 um 11:19
    • #94

    Okay, Basiserziehung, na gut denn.

    Ich hab doch nix gegen Klickertraining. Ich liebe Klickertraining. Ich wollte damit sagen, dass es leider professionell mit Hunden arbeitende Leute gibt (Tierheimmitarbeiter) die nicht (mal) wissen wie Klickertraining funktioniert.

    Ich glaube halt, dass mit vernünftigem Training durch Personen die was davon verstehen, viel mehr Hunden geholfen werden könnte, so dass diese dann vermittelbar wären.

    Das ist super, wenn dem Tierheim ein Trainer zur Verfügung steht (wie viel wie lang wie oft?). Bei uns habe ich mitbekommen, dass von den Tierheimen teilweise erwartet wird, dass Hundetrainer gratis mit Tierheimhunden trainieren. Tatsächlich tun die das auch manchmal aber insgesamt kann sich, zumindest bei uns, ein Hundetrainer nicht leisten gratis zu arbeiten. Das ist wie mit den Veterinären.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Waschbär
    Moderator
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    • 24. Dezember 2024 um 14:27
    • #95
    Zitat von Axman

    Okay, Basiserziehung, na gut denn.

    Ich hab doch nix gegen Klickertraining. Ich liebe Klickertraining. Ich wollte damit sagen, dass es leider professionell mit Hunden arbeitende Leute gibt (Tierheimmitarbeiter) die nicht (mal) wissen wie Klickertraining funktioniert.

    Na denn... Ich verrate jetzt mal lieber nicht welche Äußerungen ich von "gestandenen Leistungssportlern" u.a. auf der letzten Ausbildungswart-Schulung, die ich besucht habe, mal wieder über Clickertraining gehört habe. Die wissen teilweise ja nicht nur nicht wie Clickertraining funktioniert, sondern bei denen frage ich mich manchmal ob die sich überhaupt jemals mit irgendwelchen Lerntheorien beschäftigt haben. Und nicht nur nach "Schema F" arbeiten, allein deswegen weil man das schon immer so gemacht hat.

    Denke mal dass es nun wirklich kein Alleinstellungsmerkmal für den "Bereich Tierheim" ist, dass man dort u.a. auf Personen trifft, die in Bezug Clickertraining, nix, aber auch wirklich gar nix verstanden haben. Da sollten die IGP-Sportler erst mal vor ihrer eigenen Türe kehren, bevor sie diesbezüglich über andere Personenkreise her ziehen. Weil dort gibt es auch genug diesbezügliche Subjekte.

    Im übrigen taucht das Thema Clickertraining immer wieder auch bei den von mir bereits erwähnten Fortbildungsveranstaltungen auf, sogar für die Personenkreis die mit Versuchstieren arbeiten. Erst recht für die Personenkreise, die im Bereich Tierschutz oder Ausbildung arbeiten. Und im Gegensatz zu Hundesportlern müssen sich da die Leute das zumindest mal anhören (um ihre notwendigen Teilnahmebescheinigungen zu erhalten). Auch wenn sie nix davon halten.

  • AgedCredit2122
    Gast
    • 24. Dezember 2024 um 14:38
    • #96
    Zitat von Waschbär

    Beim Einschläfern von Hunden aufgrund von Verhaltensproblemen ist da i.d.R. immer ein Fachtierarzt für Verhaltenskunde mit hinzu zu ziehen.

    Bitte mit der Vogabe, dass es vorher zwingend Pflicht ist überhaupt erstmal Verhaltenstraining versucht UND dass mögliche körperliche Ursachen als Grund für das Verhalten ausgeschlossen werden müssen. Wenn ein Tier körperlich gesund und psychisch so daneben ist, dass selbst Verhaltenstraining (ggf. auch mit unterstützender Medikation) keine Besserung bringt, dann würde ich es nachvollziehbar finden.

    Aber bitte nicht, ohne dass überhaupt erstmal was getan/versucht wurde an Training und/oder Behandlungen, das ist nicht fair dem Tier gegenüber und hat auch mit ethisch nichts zutun, wenn man es sich als TH oder Behörde die Arbeit und Kosten spart überhaupt zu versuchen einen verhaltensauffälligen Hund wieder hinzubekommen.

    Ich würde vorhersagen, dass es die allerwenigsten Hunde sind die wirklich so schwer gestört sind, dass man sie selbst mit fachkundigem Training, Behandlung und den richtigen Haltern überhaupt nicht so hinbekommt dass sie ein qualitatives Leben möglich wäre.

    Dass es offenbar leider wenig wirklich fachkundige Trainer für schwierige Fälle gibt (selbst erlebt, 1 von 8 Fachleuten und so extrem schwierig ist mein Hund nichtmal) und vielleicht auch eher wenig Halter die nötige Bereitschaft und Motivation aufbringen wollen (teils auch nicht können aufgrund der Lebensumstände) und die Verantwortung im Alltag die so ein Hund ggf. sein Leben lang bedeutet; Dafür kann der jeweilige Hund nichts.

    Wenn man ernsthaft mit Einschläfern kommt, sollte man erstmal da anfangen dass eben nicht jeder Hinz und Kunz völlig unabhängig von Erfahrung und Eignung an Hunderassen rankommt, die für die Person und dessen Lebensumstände möglicherweise überhaupt nicht geeignet sind.

    Damit es vielleicht mal weniger dazu kommt, dass weniger Hunde verhaltensauffällig werden weil die Besitzer es versaut haben. Also das Problem eher da angehen wo es entsteht, und nicht am Ende der Reise eher den gestörten Hund einfschläfern. Das ändert nichts daran, warum es überhaupt so viele auffällige Hunde gibt.

  • Pepper
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    • 24. Dezember 2024 um 14:47
    • #97

    Die Diskussion sollte sich aber jetzt nicht wieder dahingehend etnwickeln, das man die einzelnen Gruppen (IGP´ler, Tierheim-Mitarbeiter, usw.) gegeneinander stellt.

    Da wird es gute Beispiele und schlechte Erfahrungen aus jeder Gruppierung geben, die man anführen kann.

    Was mich bei dem Original-Thema so fasziniert ist, das immer über Regeln (und Gesetze) gesprochen wird, aber nie darüber, wie man das am Ende kontrolliert.

    Mit dem Thema einschläfern ist es wie überall...es wird auf dem Rücken des schwächsten Gliedes der Kette ausgetragen, weil das am einfachsten und billigsten ist.

    Passieren kann immer etwas, warum ein Hund erst einmal in´s Tierheim muss.

    Wie Secans schon sagt. Mehr Aufwand und Kontrolle an den Anfang der Kette, dann haben wir auch genug Kapazitäten, um den wirklichen Notfällen gerecht zu werden.

  • Axman
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    • 24. Dezember 2024 um 16:36
    • #98
    Zitat von Pepper

    Die Diskussion sollte sich aber jetzt nicht wieder dahingehend etnwickeln, das man die einzelnen Gruppen (IGP´ler, Tierheim-Mitarbeiter, usw.) gegeneinander stellt.

    Da wird es gute Beispiele und schlechte Erfahrungen aus jeder Gruppierung geben, die man anführen kann.

    Danke, genau so sehe ich das auch! Das geht total am Thema vorbei wobei ich die IGPler garantiert nicht in Schutz nehmen will 8o

    Ich will allerdings nicht weiter auf den Tierheimleuten rumhacken. Vielleicht sehe ich es einfach falsch, vielleicht ist es in der Realität nicht anders möglich und das was ich mir vorstelle ist reines Wunschdenken? Mir fällt auf, dass ich womöglich ungerecht bin und Forderungen stelle an Leute deren Arbeitsfeld ich zugegebenermassen nicht genug kenne.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Waschbär
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    • 24. Dezember 2024 um 17:24
    • #99
    Zitat von Sneaker
    Zitat von Waschbär

    Beim Einschläfern von Hunden aufgrund von Verhaltensproblemen ist da i.d.R. immer ein Fachtierarzt für Verhaltenskunde mit hinzu zu ziehen.

    Bitte mit der Vogabe, dass es vorher zwingend Pflicht ist überhaupt erstmal Verhaltenstraining versucht UND dass mögliche körperliche Ursachen als Grund für das Verhalten ausgeschlossen werden müssen. Wenn ein Tier körperlich gesund und psychisch so daneben ist, dass selbst Verhaltenstraining (ggf. auch mit unterstützender Medikation) keine Besserung bringt, dann würde ich es nachvollziehbar finden.

    Aber bitte nicht, ohne dass überhaupt erstmal was getan/versucht wurde an Training und/oder Behandlungen, das ist nicht fair dem Tier gegenüber und hat auch mit ethisch nichts zutun, wenn man es sich als TH oder Behörde die Arbeit und Kosten spart überhaupt zu versuchen einen verhaltensauffälligen Hund wieder hinzubekommen.

    Ich würde vorhersagen, dass es die allerwenigsten Hunde sind die wirklich so schwer gestört sind, dass man sie selbst mit fachkundigem Training, Behandlung und den richtigen Haltern überhaupt nicht so hinbekommt dass sie ein qualitatives Leben möglich wäre.

    Dass es offenbar leider wenig wirklich fachkundige Trainer für schwierige Fälle gibt (selbst erlebt, 1 von 8 Fachleuten und so extrem schwierig ist mein Hund nichtmal) und vielleicht auch eher wenig Halter die nötige Bereitschaft und Motivation aufbringen wollen (teils auch nicht können aufgrund der Lebensumstände) und die Verantwortung im Alltag die so ein Hund ggf. sein Leben lang bedeutet; Dafür kann der jeweilige Hund nichts.

    Wenn man ernsthaft mit Einschläfern kommt, sollte man erstmal da anfangen dass eben nicht jeder Hinz und Kunz völlig unabhängig von Erfahrung und Eignung an Hunderassen rankommt, die für die Person und dessen Lebensumstände möglicherweise überhaupt nicht geeignet sind.

    Damit es vielleicht mal weniger dazu kommt, dass weniger Hunde verhaltensauffällig werden weil die Besitzer es versaut haben. Also das Problem eher da angehen wo es entsteht, und nicht am Ende der Reise eher den gestörten Hund einfschläfern. Das ändert nichts daran, warum es überhaupt so viele auffällige Hunde gibt.

    Alles anzeigen

    Es gibt diesbezüglich inzwischen genaue Definitionen was einem Tier nicht nur an Schmerzen, sondern auch an Leiden ( = seelischen) zugemutet werden darf. WENN ein Hund aufgrund seines Verhaltens oder auch seines gesundheitlichen Zustandes nicht mehr vermittelbar ist, und das auch deswegen weil es keine geeigneten Menschen für diesen Hund gibt (aus welchem Grund auch immer), und WENN so ein Hund im Tierheimalltag seelisch LEIDET, dann darf er nicht nur gemäß TSchG eingeschläfert werden, sondern MUSS es sogar. Genau so wie ein Tier welches trotz tierärztlicher Behandlung Schmerzen hat und nicht zu erwarten ist dass sich dieses noch einmal ändern wird.

    Man kann sich keine geeigneten Interessenten für Hunde mit einer entsprechenden Vorgeschichte backen. Findet sich für einen Hund keiner der willig und vor allem geeignet ist diesen zu übernehmen, und leidet dieser Hund unter den Haltungsbedingungen, die man ihm im Tierheim ermöglichen kann, sind die Verantwortlichen in diesem Bereich nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet den Hund einschläfern zu lassen. Wobei die zuständige Behörde in derartige Entscheidungsprozesse zu involvieren ist und i.d.R. strenge Vorgaben macht (aauch bezüglich des Entscheidungsprozesses).

  • BirgitF
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    • 24. Dezember 2024 um 22:07
    • #100

    da sind wir wieder beim thema Leid und leiden.. solange der hund frisst und kackt leidet er anscheinend nicht.. ?( oder nicht genug..

    LG, Birgit und ihr Trio Infernale

  • IcyMouse1927
    Gast
    • 24. Dezember 2024 um 22:56
    • #101
    Zitat von Pepper

    Mehr Aufwand und Kontrolle an den Anfang der Kette, dann haben wir auch genug Kapazitäten, um den wirklichen Notfällen gerecht zu werden.

    Nö, will man ja auch nicht. Das haben wir doch kürzlich erst ausführlichst diskutiert. Da wird dann "Überwachungsstaat" gequäkt. Und ausserdem - wer soll das kontrollieren? Und ausserdem - eh alles sinnlos! Und ausserdem - nö!

  • Waschbär
    Moderator
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    • 25. Dezember 2024 um 11:24
    • #102
    Zitat von BirgitF

    da sind wir wieder beim thema Leid und leiden.. solange der hund frisst und kackt leidet er anscheinend nicht.. ?( oder nicht genug..

    Das wird inzwischen durch die zuständigen Behörden i.a.R. ganz anders gesehen. Weiß ich aus täglicher beruflicher Erfahrung. Und durch Fälle in denen sich Tierhalter und ihr näheres oder weiteres Umfeld extremst darüber aufgeregt haben dass die Tötung eines Tieres von Amts wegen angeordnet wurde. Weil einige Tierhalter durch ihre rosarote Brille nicht erkannt haben dass ihr Tier leidet und dass da auch keine Besserung mehr in Sicht ist. Weil eben "noch Fressen wollen und Kacken können" kein ausreichendes bzw. alleiniges Indiz für "Nicht-Leiden" ist. In einigen Fällen ist es da zu sehr starkem Tierleid gekommen, weil manche Tierhalter ihre Augen diesbezüglich völlig verschließen. Egal um welche Tierart es geht. Jegliche Symptome für starkes und/oder dauerhaftes Leiden wird dann "auf's Alter" geschoben, wenn man ihre Wahrnehmung nicht von vorne herein völlig blockiert.

  • BirgitF
    Beiträge
    374
    • 25. Dezember 2024 um 13:23
    • #103

    ah ok.. ich glaube dann deiner erfahrung.. leider habe ich hier im umfeld hunde, die wirklich zum ta gehören, aber leider noch auf erden verweilen müssen.. was meinen eigenen hund betrifft,bin ich da auch nicht so sicher.. aber ich glaube,der ist von leidend wirklich ganz weit weg..

    LG, Birgit und ihr Trio Infernale

  • AgedCredit2122
    Gast
    • 26. Dezember 2024 um 12:15
    • #104
    Zitat von Waschbär

    oder auch seines gesundheitlichen Zustandes nicht mehr vermittelbar ist,

    Dazu müsste es erstmal gründlich untersucht werden. Es dürfte nicht sein, dass im (deutschen) Tierschutz Hunde als gesund vermittelt werden, die außer beim Impfen nie beim TA waren. Und sich dann noch dazu herausstellt, dass das bissige Verhalten nur aufgrund von unbehandelten Zahnproblemen besteht. Genau darauf möchte ich hinaus, weil selbst bei verhaltensauffälligen Hunden nicht geguckt wird hat der Hund z.B. Schmerzen als behebbare Ursache hinter dem Verhalten. Einen Hund einzuschläfern anstatt ihn zu untersuchen und zu behandeln ist eben keine vertretbare Option.

    Zitat von Waschbär

    und WENN so ein Hund im Tierheimalltag seelisch LEIDET,

    Auch das setzt voraus, dass überhaupt etwas dafür getan/versucht werden muss, dass es dem Hund besser geht. Es gibt genug Hunde in Tierheimen die vermeidbaren Stress haben, weil nichts (damit meine ich wirklich nichts, und nicht nur nicht ausreichend) getan wird.

    Zitat von Waschbär

    Man kann sich keine geeigneten Interessenten für Hunde mit einer entsprechenden Vorgeschichte backen. Findet sich für einen Hund keiner der willig und vor allem geeignet ist diesen zu übernehmen,

    Ließ mal meine Erzählung über die Erfahrungen mit Tierheimen. Es braucht keiner kommen mit "es finden sich keine geeigneten Interessenten" das geht leider an der Realität vorbei.

    Zitat von Waschbär

    leidet dieser Hund unter den Haltungsbedingungen, die man ihm im Tierheim ermöglichen kann,

    Nein, würde der Hund unter guten Bedingungen und trotz gutem Gesundheitszustand leiden. Nur in den letzen Tierheimen in denen ich war, hätte man dann mit der Sichtweise etwa 17 Hunde einschläfern müssen. Weil die Hunde aufgrund von behehbbaren Ursachen leiden mussten. Wenn defacto die Haltungsbedingungen in Tierheimen das Problem sind und/oder der Hund nie untersucht wurde.

    Zitat von Waschbär

    Weiß ich aus täglicher beruflicher Erfahrung.

    Von Tierheimen vor Ort?

    Ich kann dir in Deutschland 6 Tierheime aufzählen, in denen Hunde vermeidbar leiden oder litten, teils über mehrere Jahre, weil nichts getan wurde um die Situation zu bessern. Bereits auffällige Hunde (bissig) so falsch vermittelt wurden, dass es innerhalb der ersten Tage wieder zu Beißvorfällen kam (in einem Tierheim bei mind. 3 Hunden wovon ich nur als Interessent mitbekommen hatte) und die Vermittlung an geeignete Interessenten in keinem der 6 Tierheime unterstützt wurde, sondern teils eher sogar behindert.

    Mein 1. Hund hatte einen chronisch entzündeten Fuß, saß damals nur in einem Außenzwinger (dreckiger Boden/Erde) mit einer Hütte. Es wurde einfach nicht behandelt. Es war nicht der Grund für sein Verhalten, trotzdem hatte er starke Schmerzen. Nach der Adoption waren wir ein halbes Jahr Dauergast beim Tierarzt, letztlich musste eine Zehe entfernt werden weil man die Entzündung nicht in den Griff bekommen hat und die Gefahr bestand, dass es sich weiter auf das ganze Bein ausbreiten könnte. Der Hund war damals 7 Jahre alt und saß 6 Jahre im Tierheim. Braucht keiner sagen, dass sichtbare Beschwerden am Fuß 6 Jahre lang keinem aufgefallen waren.

    Der 2. wurde 1x vermittelt und biss kurz darauf einem Jogger in die Wade, weshalb er wieder zurück ins Tierheim kam. Schon beim ersten Tierarztbesuch durch uns bemerkte unsere Tierärztin den abgebrochenen Eckzahn. Der Hund hatte im Tierheim ohne sich was anmerken zu lassen Trockenfutter gefressen, nach einer 1900€ OP stellte sich heraus, dass bereits der halbe Unterkiefer von einer Zyste befallen war. Auch dieser Hund wurde uns vom betreffenden Tierheim übrigens als gesund vermittelt.

    Der 3. Hund (10 Jahre) hatte verzögerte Stellreflexe hinten, was man schon am Krallenschleifen beim Laufen sah. Er wurde im Tierheim nie behandelt, wodurch mit der Zeit die Nervenschäden irreperabel wurden. Sein linkes Ohr war innen komplett schwarz, er fiepte wenn man ihm das Geschirr anzog. Das Tierheim hat selbst das nicht behandeln lassen. Das sind jetzt nur die Hunde, die ich selbst adoptiert hatte.

    Auch anderen Hunden die wir als Interessenten kennengelernt hatten, ging es ähnlich. Bei jedem Hund der verhaltensauffällig ist, gehört es mMn zur Pflicht und Verantwortung des Tierheims zumindest mögliche Schmerzen als Ursache abklären zu lassen. Aber nichtmal das wird teilweise gemacht.

    Einige Tierheime in DE sind Verwahranstalten, wo der Hund Futter, Wasser, Impfung und manchmal Auslauf bekommt. Nichtmal für regelmäßigen Auslauf (damit meine ich nichtmal Gassi) reicht es in manchen Tierheimen bei jedem Hund. Das Thema Ernährung ist suboptimal, da auf Hunde die z.B. Zusätze bräuchten aufgrund von Beschwerden nicht eingegangen wird. Auch, weil teils (selbst mitbekommen) leider auch das Wissen dazu fehlt (z.B. über blutbildende, harntreibende, etc. Ernährung)

    Ja ich habe für all das in soweit Verständnis, dass Tierheimen auch leider das Geld fehlt um all das machen zu können. Sanierungsarbeiten, mehr Tierarztbesuche als zwingend nötig, geschweigedenn sich für jeden Hund ausreichend Zeit nehmen zu können. Dann muss man aber die Zustände verbessern bzw. ist in der Pflicht, auch als Bundesland oder Gemeinde, anstatt Tiere die für diese Zustände nichts können aufgrund von vermeidbarem Leiden einzuschläfern.

  • Waschbär
    Moderator
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    1
    • 26. Dezember 2024 um 14:18
    • #105

    @Sneaker: Ich habe glaub inzwischen sogar mehrfach geschrieben dass in Fällen, in denen Hunde eingeschläfert werden, nicht nur ein Tierarzt diese Entscheidung treffen muss (und somit es keinesfalls so ist dass Hunde ohne eine tierärztliche Untersuchung eingeschläfert werden), sondern im Falle massiver Verhaltensauffälligkeiten bzw. "Leiden" im mentalen Bereich zusätzlich ein Fachtierarzt für Verhaltenskunde mit hinzu gezogen werden muss. Diesbezüglich hat sich in den letzten Jahren fast überall wirklich sehr viel verändert (bezüglich der Vorgaben durch die zuständigen Behörden). Und Letztere sind in jedem Fall die übergeordnete Instanz für Entscheidungen in solchen Fällen.

    Und auch Tierheime sind an die geltenden Arbeitszeitgesetze gebunden. Wenn kein Personal dafür zur Verfügung steht, dann können über die tägliche Versorung der Tiere hinaus (inkl. direkter menschlicher Betreuung pro Tag, die für die jeweilige Tierart angesetzt wird) nun mal keine zusätzlichen großartigen Betreuungsangebote für einzelne Tiere geboten werden, die ein Vielfaches mehr an Betreuungszeit oder gar eine "rund um die Uhr-Betreuung" benötigen würden. Das ist nun mal so... Zudem sind geeignete = sachkundige Personen für die Betreuung oder gar Resozialisierung von wirklich aggressiven Hunden Mangelware auf dem inzwischen relativ leergefegten Arbeitsmarkt, die kann sich kein Tierheim aus den Rippen schneiden. Obwohl sich viele sehr stark bemühen.

    Und ja, vermutlich jeder hier kann Einzelfälle aufzählen in denen es bezüglich irgendwelcher Personen in irgend einem Tierheim Schei... gelaufen ist oder läuft. Genau so gut kann ich Dir aber auch jede Menge Einzelfälle aufzählen in denen es in anderen Bereiche Schei... gelaufen ist oder läuft. Z.B. im Bereich Hundesport...

    Derartige Einzelfälle spiegeln aber nie den ganzen jeweiligen Bereich wider, zudem bekommen Laien von der relativ schnellen Entwicklung, die sich im Bereich "Behörden und Tierschutz" in den letzten beiden Jahrzehnten (und da vor allem in den letzten ca. 5 bis 10 Jahren) ergeben hat, nichts mit.

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