Züchter oder Vermehrer - Begrifflichkeiten

  • Wir bringen den Rubel halt nicht zum rollen. Hundesportvereine sind zu günstig, wir komme grundsätzlich klar mit unseren Hunden und brauchen keine Betreuung durch Trainer, dem Tierschutz liefern wir auch nicht genug billige, „arme Seelen“ mit denen sich ohne viel Aufwand Geld verdienen lässt.


    Ich nehme nicht jeden Hund zurück, nicht weil ich nicht mag sondern weil ich dafür ein Fenster habe, wenn sie noch jung und formbar sind. Wenn die Menschen sich jahrelang ausprobieren müssen bis das Kind dann so richtig im Brunnen ist, ja da möchte ich mir erstmal überlegen in wie fern ich mir das dann ins eigene Leben holen möchte und welche Chancen ich da überhaupt zur weitervermittlung habe.

  • Ich denke nicht jeder Züchter kann einfach so alle Hunde zurück nehmen, auch nicht wenn sie wollten, denn nicht jeder Hund passt in die vorhandene Gruppe, oder Platzmangel oder Geld Mangel oder oder.

    Schön wäre es, wenn es ginge aber nutzlose Gesetze gibt es eh schon wie Sand am Meer.

  • Man ist als Hundezüchter ja auch kein Kindergärtner und irgendwo ist auch Eigenverantwortung gefragt. Genug Leute doktern jahrelang herum, wollen den Hund nicht zurückgeben wenn er noch eine Chance hat und ringen sich erst dazu durch wenn alles zu spät ist. Das geht halt auch nicht, irgendwo muss man auch mal selbst dafür grade stehen wenn’s man es versaut hat und dann nicht beim 3-4 jährigen gestandenen Rüden nach dem Züchter plärren.

  • Richtig witzig ist ja auch, wenn der Hund ganz dringend weg muss aber man dann gerne 4-5 Tausend Euro vom Züchter dafür hätte :D Weil der sich ja bereichern könnte bei der Weitervermittlung der Schuft!

  • Ich denke, dass ein Umdenken in den Köpfen eines Großteils der potentiellen Hundebesitzer stattfinden müsste was die Bezugsquellen für Hunde angeht.

    Die Forderung nach Umdenken zur Herkunft für einen Hund gibt es ja schon sehr lange und trotzdem scheint sich daran nix zu ändern. Kann man also die Rahmenbedingungen für eine Anschaffung ändern, um da Einfluss zu nehmen?

    Ich nehme nicht jeden Hund zurück, nicht weil ich nicht mag sondern weil ich dafür ein Fenster habe, wenn sie noch jung und formbar sind. Wenn die Menschen sich jahrelang ausprobieren müssen bis das Kind dann so richtig im Brunnen ist, ja da möchte ich mir erstmal überlegen in wie fern ich mir das dann ins eigene Leben holen möchte und welche Chancen ich da überhaupt zur weitervermittlung habe.


    Ja ich weiss der Lösungsgedanke nach einer Rücknahmepflicht ist provokant und in vielen Fällen auch nicht umsetzbar. Und ja ich sehe Züchter auch nicht als Kindermädchen :)

    Ich weiss, das viele bei der Auswahl der Welpenkäufer wirklich so gut wie sie können Acht geben. Aber ich glaube die Anzahl derer die es nicht tun ist leider größer.

  • Es gibt auf Insta eine Züchterin, die (für mich wahrnehmbar zumindest) sehr aktiv aus ihrem Wurf und der Zucht berichtet und die einen Preis pro Welpe von ich glaub über 4000 € verlangt. Sie legt auch ausführlich dar warum und wie sie bei der Auswahl der Welpenkäufer vorgeht.

    Stellt sich für mich auch die Frage dahingehend, ob solche Preise nicht ehern dazu beitragen, dass die Leute beim Vermehrer und nicht beim Züchter kaufen? Ich denke der Preis ist nur dann ein Mittel zur Auswahl eines Käufers, wenn die Alternativen nicht vorhanden sind, oder?

  • Was ist ein Merleträger?

    Ein Hund welcher eine Gen-kopie des Merle-Gens trägt.

    Das ist völlig unproblematisch.


    Wenn man allerdings zwei Hunde mit je einer Kopie verpaart, kann ein Teil der Welpen von jedem Elternteil eine dieser Gen-Kopien erben und hat dann selber plötzlich zwei davon. Das sind dann sogenannte "Doppelmerle" und das gilt als Qualzucht und ist in DE verboten.

    Betroffene Hunde haben oft Schädigungen der inneren Organe, sind blind und/oder taub.


    Und seit dem neuen Qualzuchtgesetz haben jetzt Leute mit einfachen Merle-Trägern Probleme, dürfen zum Teil nichtmehr Ausstellen, mit diesen Hunden nichtmehr züchten (Merle-Träger x non-Merle verhindert zuverlässig Doppelmerle und ist ebenfalls unproblematisch) uvm.


    Völliger Wahnsinn halt, von Leuten die eben keine Ahnung haben.

  • Es gibt auf Insta eine Züchterin, die (für mich wahrnehmbar zumindest) sehr aktiv aus ihrem Wurf und der Zucht berichtet und die einen Preis pro Welpe von ich glaub über 4000 € verlangt. Sie legt auch ausführlich dar warum und wie sie bei der Auswahl der Welpenkäufer vorgeht.

    Stellt sich für mich auch die Frage dahingehend, ob solche Preise nicht ehern dazu beitragen, dass die Leute beim Vermehrer und nicht beim Züchter kaufen? Ich denke der Preis ist nur dann ein Mittel zur Auswahl eines Käufers, wenn die Alternativen nicht vorhanden sind, oder?

    Jeden Tag steht ein Dummer auf :D

  • Sag ich ja auch, Geiz ist Geil zumindest bei den meisten.

    Der Kaufpreis ist aber nur ein Bruchteil von dem was ein Hund in 10 Jahren kostet.

    Wenn ein Welpe 1000€ kostet und 10 Jahre alt wird, kostet er für die Anschaffung, auf die Zeit gerechnet, ca. 8€ im Monat.....wie viel kostet ein Cappuccino in D? Selbst bei 4000€ ist der Preis nicht der Rede wert.

  • Ich bin deiner Meinung liebe nette

    Ich kenne nur die Homepage von "Belgier in Not", da habe ich vor 20 Jahren mal als Ansprechpartner der Region mitgemacht. Gibt allerdings auch "Retter" da verdrehste die Augen. Eine Frau hatte sich einen Malinois in Not geholt, hatte Probleme und rief mich an. Es ging dann allerdings so weit, dass sie kein Auto hatte und ich gefälligst zu ihr kommen soll zum Training und sie auch mit Hund abholen und zu unserem Hundeplatz bringen und anschließend nach Hause fahren solle. DAS habe ich allerdings abgelehnt.

    Zumindest auf der jetzigen Homepage stehen viele Hunde mit dem Update von 2018 oder 2021 etc. Da gehe ich von aus, dass die Anzeige nicht gelöscht wurde.

    Meine ersten beiden Hunde habe ich "gebraucht" übernommen und mit beiden genau so eine gute Beziehung gehabt wie bei beiden Züchterwelpen.

    Es gibt ganz viele tolle Auslandshunde, aber auch viele kranke. Da wird der vermeintlich "billige" gerettete Hund mit wöchentlichen Tierarztbesuchen und Spezialfutter deutlich teurer als der Rassehund mit hohen Anschaffungskosten.


    Beweisen kann ich es nicht, aber ich habe oft die Vermutung, dass die relativ jungen Hunde aus der Tötung in Wirklichkeit nur übergebliebene Welpen aus dem Kofferraum sind :/