Züchter oder Vermehrer - Begrifflichkeiten

  • aber du wirst dir denke ich die hündinnen bei voranfrahen in working dog ansehen Ruebchen? Oder auch bestimmt wissen, ob sich da ein vermehrer o guter züchter bei dir anmeldet.


    Bei einem guten züchter weiss man dann ja auch, dass der sich gedanken gemacht und die linien verfolgt hat, bevor er zu dir fährt. Oder?

  • woran erkennt man im vorfeld einen vermehrer o guten guten züchter?

    Blöde frage, aber ich würde das tatsächlich gerne wissen, wie man einem vermehrer nicht auf dem leim gehen kann.

  • Genau.

    Ioshy z.B. ist von Natur aus (genetisch) dekadent!!


    Ruebchen ? 🤔🧐 :D


    Ich hatte noch nie einen Hund, der sich so selbstverständlich an einen hinschlenzt, auf dem Bett oder sonstwo, als dürften sich alle privilegiert fühlen, die von ihm als Schmusekandidaten erwählt wurden. Licence to chill


    Die Posen die er einnimmt sind wirklich eine Klasse für sich. 8)

  • aber du wirst dir denke ich die hündinnen bei voranfrahen in working dog ansehen Ruebchen?

    Schon, aber im Papier steht ja auch nicht "Hündin ist auf einer Skala von 1 bis 10 so und so nervelig."


    Klar, man kann durchs Papier einiges erahnen/erwarten, aber bevor ich mir ein Urteil bilde, möchte ich den Hund schon live erlebt haben, alles andere wäre unfair. :)


    Oder auch bestimmt wissen, ob sich da ein vermehrer o guter züchter bei dir anmeldet.

    Naja, nach MEINER Definition von "Züchter und Vermehrer" sind Vermehrer von vorneherein ausgeschlossen, weil ich lasse meinen Rüden keine Hündinnen decken, die keine ZZL in einem FCI Verband haben.


    Mit Verbandszüchtern, die durchaus auch Gewinn mit ihren Würfen machen, habe ICH kein Problem, sofern trotzdem die Aufzucht passt.

    Man investiert so viel, wieso soll man daran nichts verdienen dürfen, wenn es sich ergibt?


    "Solche" bekommen also wie jeder Andere auch einen Deckakt, wenn der Rest passt. :)

  • finde ich auch vollkommen gerechtfertigt, dass die züchter für all ihre mühen auch unbedingt gewinn erzielen.

    Von mir aus könnten die dsh welpis auch wesentlich mehr kosten. Die sind im vergleich zum labbi viel zu günstig. Man gibt ja sonst auch für qualität gutes geld aus.

    Und ein guter züchter hat viel arbeit, muss viel investieren, von der zeit und zuchtanlagen (prüfungen, röntgen, zuchtzulassung etc..zwinger usw..) mal gar nicht gesprochen.

  • Mein Vater würde jetzt sagen:

    "Gewinn? Haha. Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung, Kind? Du musst doch deinen Stundenlohn mitkalkulieren du Witzbold!"

  • Meine neue Nachbarin züchtet auch im VDH, gestern wurden 3 Hündinnen und 3 Rüden geboren. Anfragen hat sie aber für 10 Hündinnen ^^

    Sie sagte, rein rechnerisch lohnt es sich erst ab Welpe Nr. 4, bis dahin zahlt man drauf. Sie macht das aber auch mit viel Herzblut.

  • Ich muss das Thema hier nochmal aufgreifen, weil es mich grad einerseits aufregt und andererseits denke ich darüber nach was wäre denn eine Lösung? Ich will auch keinen extra Faden aufmachen dazu, denke es passt thematisch aber gut hier rein.


    Also mein erster Aufreger waren mehrere Instagram Aufrufe nicht beim Züchter zu kaufen, sondern aus dem Ausland zu adoptieren. (pikayzoofficial)

    "Kauft nicht mehr beim Züchter weil das mehr als nur ein Leben kostet ..... noch mehr für Profit zu opfern ...." und " schaut doch mal über den Tellerrand"

    Hat mich echt getriggert. Weil ich solches arrogantes seine Meinung über die Anderer stellen "über den Tellerand schauen" kotzt mich echt an, zumal es spaltet und nicht im ganzen der Sache dient. Ich werd da bockig und die Art wie solche Tierschützer gegen andere Meinungen vorgehen finde ich einfach nicht gut.

    Dann gab es einen Post der Malinois Hilfe, dass allein seit 01.01.26 bis vorgestern 63 Malinois als Notfälle zur Vermittlung auf der Liste stehen. Hier hab ich nachgefragt, wieviele davon denn von einem Züchter aus einem Verband mit Papieren kommen. Ich hab keine Antwort bekommen :( Dabei interessiert mich das tatsächlich, weil es indirekt auch mit obigem Problem zusammenhängt.

    Dann hier im Forum der Beitrag "von der Gewürzwiese" - der mich hat aus Interesse mal auf die Webseite des "Züchters" schauen lassen hat und ich minderschwer erschrocken war wieviel Hündinnen da angegeben werden, die in der Zucht sind. Da würde ich dann schon erkennen wie man zu der Aussage kommt, dass Hundezucht Profitgier ist.


    Mein Eindruck ist einerseits, dass viele Hundeschulen davon Leben, dass Menschen überfordert mit Auslandshunden Dauergäste dort sind, das Tierheime nicht wegen deutschen Züchtern (also richtige Züchter) überfüllt sind und das es den ausländischen Hunden in der Tötungsstation mittel. bzw. langfristig nix bringt, wenn in D nicht mehr gezüchtet werden würde/dürfte.

    Ich sehe nicht, dass es zwingend so ist, wenn es in D keine Rassehunde mehr gibt, dass sich alle plötzlich wilde Mischungen von denen man nicht weiss was drin ist und welche sonst rassyetypischen Eigenschaften sie haben, aus dem Ausland aufnehmen. Sehe ich einfach nicht und ich sehe auch nicht, dass dann in den Ländern weniger Hunde in der Tötungsstation landen werden - ich bin sogar geneigt dazu zu sagen, dass dann der Anreiz gewisser Leute noch größer wird und der Preis steigt.


    Ich finde nicht, dass man über jedes Stöckchen springen muss, aber gibt es bei den Zuchtverbänden irgendwelche Maßnahmen/Kampagnen die den Unterschied "Vermehrer" / Züchter deutlicher werden lassen? Oder Maßnahmen bei der Zuchtkontrolle die Vermehrerhunde mit Papieren unterbindet?


    Wäre eine Lösung, dass man für Züchter im Verband eine Rücknahmepflicht von verkauften Welpen einführt, bei gleichzeitigem grundsätzlichem Verbot von Würfen ausserhalb eines Zuchtverbandes? Carmas Züchter würden ihre gezüchteten Hunde zurücknehmen und selbst wieder vermitteln, damit sie eben nicht im Tierheim landen.

    Ich bin mir relativ sicher, dass die 63 Malinois in der Notvermittlung alle keine Papiere haben und von Vermehrern verkauft wurden, weil so oft wie da steht "Überforderung" " kann dem Hund nicht gerecht werden " usw. deutet das auf keine gute Wahl der Welpenkäufer hin.

    Wenn man also Rassehunde nur noch über echte Züchter und mit dieser Auflage bekäme, dann würden solche Abgaben eventuell ja schonmal reduziert werden.


    Ich hab fast alle Varianten wie man an einen Hund kommt durch (nagut bis auf "aus einem deutschen Tierheim" und bis auf "geklaut" :P ) und jede Form der Übernahme eines Hundes hat seine Berechtigung egal ob vom Züchter oder aus dem Ausland. Aber mir tut jeder der 63 Malis z.B. leid, denn das hätte vll. durch eine andere Gesetzeslage was die Zucht angeht verhindert werden können?


    Wie seht ihr das?

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  • Klar haben Züchter eine Daseinsberechtigung und schwarze Scharfe gibt es immer und überall.

    Diese sogenannten Tierschützer, die sowas schreiben, sind oft Mafiös oder es sind verblendete idiologische Gutmenschen, davon wimmelt es momentan in D.


    Ich gehe auf die 60 zu und habe lange überlegt, Tötungsstation oder Zucht.

    Ich habe mich für die Tötungsstation entschieden und es nicht bereut aber wenn ich nochmal ein Hund zu uns hole, dann aus der Zucht.


    Ein DSH Zuchthund wird so um die 1000€ kosten?

    Ein Auslandshund 300€?

    Geiz ist Geil, deshalb entscheiden sich viele für Auslandshunde.

    Eine Freundin von mir ist Rumänin, sie hat gesagt, das es an der Tagesordnung ist, das Hundevermehrer die Welpen aufziehen, dann verkrüppeln und dann vermitteln als Kranke Straßenhunde.

    Hier in Ungarn wimmelt es von Deutschen Hundesammlern, wo die Hunde katastrophal Leben bis sie nach D vermittelt werden usw. usf. Die Ungarische Regierung muss da bereits einschreiten, mit härteren Gesetzen.


    Die Geldgier der Menschen kennt bekanntlich keine Grenzen und genau darum geht es meist.

  • Eine RücknahmePFLICHT für Züchter wäre meiner Meinung nach nicht zielführend.


    Ich persönlich nehme natürlich normalerweise jeden meiner gezüchteten Hunde ganz oder zeitweise wieder bei mir auf bzw. sichere mir vertraglich ein Rückkaufsrecht, sodass ich bei einer etwaigen Weitervermittlung nicht übergangen werden kann.


    Aber: was ist denn, wenn ich zeitweise oder übergangsweise vielleicht einmal einen Hund nicht wieder aufnehmen kann?


    Die ersten Wochen nach der Geburt meiner Tochter wäre mir das beispielsweise echt nicht möglich gewesen ... und wer weiß schon was die Zukunft für mich bringt und ob ich gesundheitlich immer dazu in der Lage sein werde 🤷‍♀️


    Ich denke, dass ein Umdenken in den Köpfen eines Großteils der potentiellen Hundebesitzer stattfinden müsste was die Bezugsquellen für Hunde angeht.


    Was "den Tierschutz" angeht: ja, mir tun die ganzen Auslandshunde auch oft leid, aber wenn ich mir davon einen anschaffen, dann mildere ich damit das Leid der Hunde in diesen Ländern leider auch nicht.


    Auch hier bedarf es zur Vermeidung weiteren Leids ein grundlegendes gesellschaftliches Umdenken im Bezug aufs Tier.

  • Aber mir tut jeder der 63 Malis z.B. leid, denn das hätte vll. durch eine andere Gesetzeslage was die Zucht angeht verhindert werden können?

    Bitte nicht noch mehr Gesetze (welche am Ende eh von völlig Ahnungslosen ausfurmuliert werden) die in die seriöse Rassehundezucht reinfunken!


    Reicht schon der Qualzuchtquatsch. Und damit meine ich nicht richtig Quakzuchten sondern Quark bezüglich "Merleträger", "Schopfhunde", etc.

  • Was ist ein Merleträger?

    Es gibt so grausame Hunde Zuchten, einfach ohne Worte ABER warum gibt es die?

    Weil der Markt das so will.....wenn die keiner kaufen würde, würde es sie auch nicht geben, zumindest nicht in Massen.

    Einmal editiert, zuletzt von Le<Li ()