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Der Absturz des Gebrauchshundesports

  • IcyMouse1927
  • 7. Juli 2024 um 20:06
  • Kathy
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    3
    • 10. Juli 2024 um 10:45
    • #76
    Zitat von Maline

    Kathy vielen Dank für die guten Erklärungen, gerade im Bereich der Rettungshundeausbildung. Das zeigt in diesem Fall eigentlich ganz deutlich das die Sportausbildung bei den Rettungshunden völlig an der Realität vorbei geht.


    Das würde ich jetzt eher anderes rum sagen. Klar in dem Fall bei der Prüfung ist es etwas überzogen, hier gleich zu disqualifizieren, Abzüge würden auch reichen. Noch dazu ist der Hund nicht grundlos vom Opfer zurück, er hat sich noch dazu während dem verbellen einen Dorn eingetreten, warum er dann abgebrochen und wieder zum Hundefüher umgedreht hat. Aber so ist die Prüfungsordnung.

    Andererseits wurde auch mal die mangelnde Unterordnung bei den reinen Einsatzhunden bemängelt. Die wird im Grund hier gar nicht beachtet. Wenn der Hund halbwegs ordentlich an der Leine geht, ein paar Grundkommandos beherrscht und gut ist. Man verwendet die Energie lieber auf das eigentliche, die Suche. Aber ein Hund dem es in der Unterordnung mangelt wird sich auch im Einsatz weniger kontrollieren lassen, als einer der gut im Gehorsam steht. Also würde ich es eher so sehen, das der Sport den Einsatz optimal ergänzt. Daher machen ja auch viele bei uns beides.

    Zitat von Maline

    Zu der Situation im Stadion gehe ich echt mal davon aus, dass die ganze Hoffnung der Einsatzleitung auf der Abschreckung lag. Ein wirklicher Einsatz der Hunde mit allen Konsequenzen würde die Gerichte heute noch beschäftigen.

    Ja, das war die letzte Chance die sie gesehen haben, deswegen haben die Hundeführer ja mehrfach nachgefragt ob den tatsächlich die Hunde einsatzbereit gemacht werden sollen, also die Maulkörbe runter und für den Ernstfall bereit machen.

    Die Geschichte kam im Fach Verwaltungsverfahren zu Sprache, zum einen, dass nicht immer alles nach Plan verläuft und zum anderen was wäre wenn....es hätte jedenfalls massiven Erklärungsbedarf benötigt, wenn die Hunde eingesetzt worden wären. Aber das ist auch schon einige Jahre aus, also würde damals vermutlich auch noch nicht so viel Nachspiel gehabt haben.

  • Online
    Secans
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    • 10. Juli 2024 um 11:02
    • #77
    Zitat von Maline

    Wenn ich mir die Starter bei den SV hier in der Nähe ansehe, entsteht der Eindruck, alle starten nur in ihrer eigenen OG.

    Die Regelungen variieren. In meinem Landesverband wäre eine Auswärtsprüfung für die LGA-Quali vorgeschrieben. Im DVG hingegen kann ich die Quali daheim machen. Fürs DMC müsste ich aufs Regio.

  • BirgitF
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    374
    • 10. Juli 2024 um 11:38
    • #78
    Zitat
    Zitat von Secans

    nd eine IGP-3 mit FH-2 ausgebildet zu haben ist bereits eine Leistung, für die der Hund eine gewisse Genetik mitbringen muss.

    auf der hauptzuchtschau vom sv sieht man ganz viele dsh mit igp 3.. ob die aber wirklich die genetik dafür haben?

    LG, Birgit und ihr Trio Infernale

  • Axman
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    • 10. Juli 2024 um 11:58
    • #79
    Zitat von Mona

    Axman aber davon hat sich der Sport ja mittlerweile, zum Teil auch wegen gesetzlicher Vorgaben, weit entfernt.

    Ja, der Hundesport

    Zitat von Kathy

    Das wäre der Idealfall, aber leider sagt die Praxis was anderes, ich kenne viele Pferde die nur dann kontrollierbar sind, wenn sie wollen, oder einfach so gutmütig, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, es anderes zu machen.

    Ja, nur dann "kontrollierbar" wenn sie wollen ist genau genommen "nicht kontrollierbar". Gutmütig sind die dann auch nur solange bis man was von ihnen verlangt. Wie bei den Hunden. Oft hat sich der Halter an den Hund angepasst/sich mit ihm arrangiert und nicht umgekehrt. Das ist entsetzlich.

    Meine Schwester und ich waren ebenfalls Wald- und Buschreiter aber wir haben alle unsere Ponys und Pferde ausgebildet und trainiert schon als wir nur 10 und 12 Jahre alt waren als wir anfingen. Wir haben uns selber ausgedacht wie das gehen muss, erst ausgiebige Bodenarbeit, Longieren dann vor das Gig gespannt (quasi Langzügelarbeit), dann Schritt für Schritt Arbeit vom Sattel, Sozialisierung, Ablenkung, alles alles obwohl wir eigentlich keine Ahnung hatten.

    Zitat von Kathy

    Ich kann nicht die Berechtigung für den IGP Sport im Diensthundebereich suchen. Der Sport soll an sich bestehen. Und wenn es hier zu Veränderungen kommt, warum nicht? Würde der Schutzdienst bei der IGP raus genommen, wäre es das Ende der Diensthunde? Ich glaube nicht. Das es um den Sport schade wäre und es keine Grund gibt warum man das tun sollte, das steht außer Frage.

    Aber IGP ist halt nicht nur Schutzdienst. Das war auch mein Fehler, dass ich das auch oft auf das reduziere.

    Es wäre schön wenn der IGP Sport nur als Sport an sich weiterbestehen würde. Aber das bezweifle ich, weil dann wie gesagt kann man nicht mehr durchsetzen, dass auch an Belastungen und einer gewissen Ernsthaftigkeit festgehalten wird, weil es ja dann dafür überhaupt keinen vor der Öffentlichkeit vertretbaren Grund mehr gäbe. Und dann hätte wir WIEDER den Niedergang der Zuchtkriterien.

    Doch, das Kernstück der IGP ist der Schutzdienst. Nimmst du den Schutzdienst raus, kannst du den IGP Sport in die Tonne kloppen. Dann ist es halt IBGH mit Fährte oder so. Es würde garantiert keine Weltmeisterschaften mehr davon geben, weil dann gehen die meisten sicher lieber zum Obedience oder Utility Obedience in den Ländern wo es das gibt.

    Zitat


    Würde der Schutzdienst bei der IGP raus genommen, wäre es das Ende der Diensthunde?

    Nein, man würde Hunde im Ausland kaufen wo es noch Beißsportarten gibt.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

    Einmal editiert, zuletzt von Axman (10. Juli 2024 um 13:31)

  • Axman
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    • 10. Juli 2024 um 11:59
    • #80
    Zitat von Maline

    In der Pferdeausbildung hat sich viel geändert.

    Ich glaube nicht

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

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    Secans
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    • 10. Juli 2024 um 12:30
    • #81
    Zitat von BirgitF

    auf der hauptzuchtschau vom sv sieht man ganz viele dsh mit igp 3.. ob die aber wirklich die genetik dafür haben?

    Ich denke, dass das ein ganz anderes Thema sein kann. Eine perfekte PO gibt es sowieso nicht und letztendlich hängt auch viel am Züchter. Aber wohin die Reise geht, wenn man auf AKZ verzichtet, kann man zur genüge bestaunen und im Gegensatz zu anderen rassen gibt es beim Schäferhund noch sehr viele Linien die auf Leistung gezogen sind.

    ZTPs sind meiner Meinung nach keine gleichwertiger Ersatz.

  • Mona
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    251
    • 10. Juli 2024 um 13:08
    • #82

    Secans verstehe ich dich richtig, das du findest das die Zuchtselektion im SV dazu führt Gebrauchshundeeigenschaften zu erhalten? Ernsthaft? Du weißt schon, das auch die HZ Hunde die gleichen Kriterien erfüllen müssen wie die LZ Hunde um zur Zucht zugelassen zu werden.

    Du findest die Masse der HZ Hunde hat gute Gebrauchshundeeigenschaften?

  • Pepper
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    • 10. Juli 2024 um 13:13
    • #83
    Zitat von Kathy

    Bis die Hundeführer dann den Hunden die Maulkörbe abnahmen.

    Grnau das haben ich im Vergleich mit der Drohne gemeint.

    Ein Hund hat auf uns massiv abschreckende Wirkung schon alleine dadurch, weil wir Menschen ihn als Tier betrachten, das wir nicht einschätzen können.

    Gleiches Prinzip bei den berittenen Polizisten.

    Klar, könnten die Polizisten auch demonstrativ die Waffe ziehen, durchladen und in die Luft schiessen..aber da passt die Verhältnismäßigkeit nicht.

    Ich hab lieber nen Hund in der Wade als nen Loch im Körper.

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    Secans
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    • 10. Juli 2024 um 13:16
    • #84
    Zitat von Mona

    Secans verstehe ich dich richtig, das du findest das die Zuchtselektion im SV dazu führt Gebrauchshundeeigenschaften zu erhalten? Ernsthaft? Du weißt schon, das auch die HZ Hunde die gleichen Kriterien erfüllen müssen wie die LZ Hunde um zur Zucht zugelassen zu werden.

    Du findest die Masse der HZ Hunde hat gute Gebrauchshundeeigenschaften?

    Ja, und im SV findet man eine sehr gute Leistungspopulation vor. Der Fokus sollte darauf liegen, diese zu erhalten.

    Auf die HZ-Diskussion hab ich ehrlich gesagt keine Böcke, da kann sich doch auch jeder selbst in Bild machen und jeder Verein hat seine Probleme. Das Problem liegt da nicht in der PO begraben…

    Einmal editiert, zuletzt von Secans (10. Juli 2024 um 13:25)

  • Online
    Secans
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    875
    • 10. Juli 2024 um 13:20
    • #85

    Bei der HZ ist es wenigstens so, dass die Hunde grundsätzlich deutlich Wesensfester sind, als man es bei anderen Gebrauchshunderassen erlebt, wo Hunde verpaart werden, die dann nur noch eine BH, ZTP, Obe oder sowas drauf haben.

  • Mona
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    • 10. Juli 2024 um 13:32
    • #86

    Secans natürlich hat der SV eine sehr gute Leistungspopulation, das hat aber nichts mit seiner Zuchtselektion zu tun, was man halt an den Hochzuchthunden sieht. Für mich sind die HZ Hunde genauso viel oder wenig Gebrauchshund, wie die anderen Rassen. Da gibt es einzelne sehr gute, aber die breite Masse ist für den Sport (geschweige denn den Dienst) nicht zu gebrauchen, genau wie bei Boxer, Rottweiler, Dobermann, Riesenschnauzer ...

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    • 10. Juli 2024 um 13:36
    • #87
    Zitat von Mona

    Secans natürlich hat der SV eine sehr gute Leistungspopulation, das hat aber nichts mit seiner Zuchtselektion zu tun, was man halt an den Hochzuchthunden sieht. Für mich sind die HZ Hunde genauso viel oder wenig Gebrauchshund, wie die anderen Rassen. Da gibt es einzelne sehr gute, aber die breite Masse ist für den Sport (geschweige denn den Dienst) nicht zu gebrauchen, genau wie bei Boxer, Rottweiler, Dobermann, Riesenschnauzer ...

    Doch, hat es. Ohne die Vorgaben im Bereich AKZ würde die Qualität im Bereich der LZ sich verschlechtern.

    Und auf diese Population sollte man sich konzentrieren, wenn man über Leistung spricht.

    Der SV hat in dem Bereich eine ganz eigene Politik, die ja auch ganz gut funktioniert um verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen. Das muss man nicht mögen, aber es ist an der Stelle überhaupt nicht zielführend zu argumentieren, das AKZ IGP sei nutzlos, weil es doch die HZ gibt. Wir sprechen hier auch nur von einer IGP-1 als Zuchtvoraussetzung.

    Hätte man nur noch die BH hätte man in der Leistungspopulation ruckzuck die gleichen Wesensmängel wie man sie auch schon bei den Malis finden kann, wenn nur noch mit BH oder sogar ohne AKZ verpaart wird (am besten noch mit schicker Farbe…).

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    Secans
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    • 10. Juli 2024 um 13:45
    • #88

    Wo wir aber glaub ich auch aneinander vorbei zu reden scheinen. Warum sollte eine HZ prinzipiell keine IGP-1 schaffen? Es geht mir darum, dass AKZ eine Mindestmaß (KEIN Höchstmaß!) an Qualität schaffen. Dass es drüber hinaus immer noch bessere Linien und Zuchten gibt, ist doch selbstredend. Das Mindestmaß darf ja gerne übererfüllt werden. Es puffert nach unten, nicht nach oben.

    Aber auch der normale Familienhund (was viele HZ sind) profitiert davon, dass er Selbstbewusst, sicher und schussfest sein muss. Auch, wenn es nicht für den Dienst reicht und man da lieber auf andere Linien zurückgreift.

    Und der wegfall von AKZ, gerne ersetzt durch eine ZTP, verschlechtert einfach die Qualität. Es gibt ja trotzdem noch gute Dobermänner, Rottis (die Schweizer züchten da übrigens ihre eigenen Militärhunde…), Airedales, Riesenschnauer, usw. einfach weil es auch gute Züchter gibt. Aber in der breiten Masse sinkt die Qualität, weil es leider auch viele nicht so gute Züchter gibt wo es gut ist, wenn es Selektionsmechanismen gibt.

  • Axman
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    • 10. Juli 2024 um 13:50
    • #89
    Zitat von Mona

    Du findest die Masse der HZ Hunde hat gute Gebrauchshundeeigenschaften?

    Ich glaube Mona meint, dass man anhand der HZ des DSH sehen kann, wohin es führt wenn in der Zucht keine Gebrauchshundkriterien mehr wichtig sind. (korrigiere mich bitte, wenn ich damit falsch liege, Mona )

    EDIT:

    Sorry, hatte mindestens 4 neue Nachrichten zwischenzeitlich nicht gesehen

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Online
    Secans
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    • 10. Juli 2024 um 13:51
    • #90

    Was besondere Auslese angeht, da finde ich eigentlich sowas wie Körungen für angebrachter.

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