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Darf mein Hund mich anknurren? Muss ich seine Grenzen respektieren?

  • Axman
  • 11. Februar 2025 um 09:45
  • IcyMouse1927
    Gast
    • 13. Februar 2025 um 18:30
    • #76
    Zitat von Axman

    Wir hatten damals mit einem Hund gearbeitet, ein Husky Rüde, grosser, kräftiger Kerl. Er lebte bei zwei jungen Frauen. Wenn Futterzeit war, stellte die eine den gefüllten Napf in die Küche, während die andere den Hund im Wohnzimmer mit der Leine festhielt. Danach ging die erste zur zweiten ins Wohnzimmer und von dort aus liessen sie den Hund los, so dass er in die Küche lief und dort frass. Die beiden Frauen blieben dann im Wohnzimmer so lange bis der Hund von selber wieder aus der Küche ins Wohnzimmer zurückkam, weil während er in der Küche frass konnte sich niemand frei im Haus bewegen oder gar in die Nähe der Küche kommen, da der Husky massiv angriff und stellte!


    Das kann passieren, wenn man respektiert, dass der Hund die Zähne zeigt weil er in Ruhe fressen will.

    Ich dachte beim Lesen des letzten Satzes irgendwie "Das kann passieren, wenn.... man dauernd so Spielchen wie Futter wegnehmen oder beim Fressen in den Napf fassen macht" :D

  • Axman
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    • 13. Februar 2025 um 19:16
    • #77
    Zitat von GeierWally

    Ich dachte beim Lesen des letzten Satzes irgendwie "Das kann passieren, wenn.... man dauernd so Spielchen wie Futter wegnehmen oder beim Fressen in den Napf fassen macht" :D

    Damit haste wahrscheinlich eine noch grössere Erfolgsgarantie!! :D

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Kathy
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    3
    • 13. Februar 2025 um 19:16
    • #78
    Zitat von Axman

    Futterneid, wie du beschreibst, Kathy würde ich nicht so bestehen lassen. Zumal man daran sehr gut arbeiten kann. Allerdings würde ich auch nie und habe auch bei früheren Hunden nie zugelassen, dass meine Hunde zum Fressplatz des jeweils anderen gehen, und never ever wenn sie mit Hunden zu tun hätten, die nicht zum eigenen Haushalt gehören.

    Mich erschreckt auch, dass man nicht gewarnt oder wenigstens darauf hingewiesen hat, dass der Hund sein Futter verteidigt!

    Wir hatten damals mit einem Hund gearbeitet, ein Husky Rüde, grosser, kräftiger Kerl. Er lebte bei zwei jungen Frauen. Wenn Futterzeit war, stellte die eine den gefüllten Napf in die Küche, während die andere den Hund im Wohnzimmer mit der Leine festhielt. Danach ging die erste zur zweiten ins Wohnzimmer und von dort aus liessen sie den Hund los, so dass er in die Küche lief und dort frass. Die beiden Frauen blieben dann im Wohnzimmer so lange bis der Hund von selber wieder aus der Küche ins Wohnzimmer zurückkam, weil während er in der Küche frass konnte sich niemand frei im Haus bewegen oder gar in die Nähe der Küche kommen, da der Husky massiv angriff und stellte!

    Das kann passieren, wenn man respektiert, dass der Hund die Zähne zeigt weil er in Ruhe fressen will.

    Ich behaupte nicht, dass es sich in 100 von 100 Fällen sich so entwickelt aber's ist so passiert.

    Meine Schwägerin meinte, sie wusste das nicht. Sie könne ihm jederzeit die Futterschüssel nehmen. Das halte ich schlichtweg für unmöglich. So wie er am Anfang reagiert hat, konnte sich da keiner in die Nähe des Hundes wagen, wenn er fraß.

    Aber genau das wollte ich mit dem Beispiel sagen: hier lasse ich knurren oder gar schnappen nicht stehen und gehe da auch erstmal mit einer gewissen Schärfe vor. Allerdings bringe ich mich auch nicht selbst in Gefahr und respektiere erstmal diese Grenze. Würde man das aus dem Hund nicht mehr raus bekommen, würde man damit auch gut leben können, nur muss ich mich dann auch nach 11 Jahren dran halten.

    Bei dem "Vorfall" mit Fina war ich im Nebenraum, da hab ich nicht Mal mitbekommen, dass Digs sein essen bekommt. Aber es war halt Kommunikation unter Hunden. Ich würde das jetzt nicht Mal als negativ werten.

  • Axman
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    • 13. Februar 2025 um 19:23
    • #79
    Zitat von Kathy

    Meine Schwägerin meinte, sie wusste das nicht. Sie könne ihm jederzeit die Futterschüssel nehmen. Das halte ich schlichtweg für unmöglich. So wie er am Anfang reagiert hat, konnte sich da keiner in die Nähe des Hundes wagen, wenn er fraß.

    Aber genau das wollte ich mit dem Beispiel sagen: hier lasse ich knurren oder gar schnappen nicht stehen und gehe da auch erstmal mit einer gewissen Schärfe vor. Allerdings bringe ich mich auch nicht selbst in Gefahr und respektiere erstmal diese Grenze. Würde man das aus dem Hund nicht mehr raus bekommen, würde man damit auch gut leben können, nur muss ich mich dann auch nach 11 Jahren dran halten.


    Bei dem "Vorfall" mit Fina war ich im Nebenraum, da hab ich nicht Mal mitbekommen, dass Digs sein essen bekommt. Aber es war halt Kommunikation unter Hunden. Ich würde das jetzt nicht Mal als negativ werten.

    Ja nee, bei einem Hund der nicht mein eigener ist würde ich auch einfach nur aus dem Weg gehen. :)

    Bei Futterneid würde ich nicht mit Schärfe vorgehen sondern mit Desensibilisierung/Gegenkonditionierung.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Maline
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    • 13. Februar 2025 um 19:46
    • #80
    Zitat von Pepper

    Wenn ich versuche, diese vielen wertvollen Beiträge zu diesem tollen Thema in meinem Kopf zu einem Fazit

    Ich finde das Thema auch extrem spannend und die Diskussion daraus erst recht :)

  • Ruebchen
    Moderator
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    • 13. Februar 2025 um 20:13
    • #81

    Indigo1601 ich bin nur für das verantwortlich was ich sage, nicht für das, was andere verstehen (oder verstehen wollen :rolleyes:).

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Ruebchen
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    • 13. Februar 2025 um 20:20
    • #82
    Zitat von Maline

    Auch auf die Gefahr noch weiter abzuschweifen, es gibt auch Krankheiten. Eine Bekannte hatte vor vielen Jahren einen Rotti, sie streichelte ihn abends und er biss unvermittelt zu. Da der Hund immer klar war, fuhr sie am anderen Tag gleich zum TA für ein großes Blutbild, auf die Idee wäre ich gar nicht erst gekommen.

    Tatsächlich hatte er Knochenkrebs im Endstadium und hatte dann nur noch wenige Tage, außer ein bißchen humpeln war vorher nichts.

    Ich finde garnicht, dass das zu sehr abschweift... und ich glaube soo selten passieren solche Dinge garnicht.

    Eine Sportkollegin musste vor 2 Jahren ihren absoluten Seelenhund mit 6 Jahren einschläfern lassen... er hatte einige Wochen zuvor angefangen Leute (sowohl die eigene Familie, als auch Fremde) wirklich völlig aus dem Nichts anzufallen.

    Im CT kam dann raus, dass er einen Hirntumor hatte, durch welchen er Phasenweise nichtmehr "er selbst" war.

    Da kommen mir heut noch die Tränen wenn ich an die Story denke.

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Indigo1601
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    • 13. Februar 2025 um 20:30
    • #83
    Zitat von Ruebchen

    Indigo1601 ich bin nur für das verantwortlich was ich sage, nicht für das, was andere verstehen (oder verstehen wollen :rolleyes:).

    Sorry, ich komm grad nicht mit... 🤔

    Falls das auf die "heißen Ohren" bezogen sein sollte - ich hab dazugeschrieben dass ich niemanden hier meine. Das ist ja durchaus ein gängiger Begriff.

  • Ruebchen
    Moderator
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    • 13. Februar 2025 um 20:39
    • #84
    Zitat von Indigo1601
    Zitat von Ruebchen

    Indigo1601 ich bin nur für das verantwortlich was ich sage, nicht für das, was andere verstehen (oder verstehen wollen :rolleyes:).

    Sorry, ich komm grad nicht mit... 🤔

    Falls das auf die "heißen Ohren" bezogen sein sollte - ich hab dazugeschrieben dass ich niemanden hier meine. Das ist ja durchaus ein gängiger Begriff.

    Das war 1 zu 1 die Phrase, welche ich ein paar Seiten weiter vorne verwendet habe. Deshalb habe ich mich gerade angesprochen gefühlt, ja.

    Allerding habe ich dann noch mehr Kontext dazu geliefert, deswegen der Zusatz "oder verstehen wollen".

    Wenn du das echt nicht gesehen, bzw. auf mich bezogen hattest, dann entschuldige bitte meine Antwort.

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Indigo1601
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    105
    • 13. Februar 2025 um 21:28
    • #85

    Wie gesagt es ist ein allgemeiner Begriff genauso wie "eins auf die Mütze" und war - wie oben schon geschrieben nicht konkret auf jemanden hier bezogen 😊

  • Secans
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    875
    • 14. Februar 2025 um 16:50
    • #86

    Ich möchte auch kein knurren im normalen Zusammenleben und Alltag, hier gehört für mich zur Grunderziehung, dass der Hund lernt unangenehme Dinge zu ertragen. Ja, klingt erstmal fies. Aber genauso wie mein Hund mir vertrauen soll, möchte ich auch meinem Hund vertrauen können.

    "Eins drüber" ist bei meinen Hunden aber oft ein idealer Weg um es eskalieren zu lassen. Ich mache sie ja auch bewusst stark und durchsetzungsfähig. Körperlich werde ich nur bei Hunden wo ich wirklich weiß, dass ich auch am längeren Hebel bin und auch nur situativ wo es Sinn macht. Welpen und Junghunde zum Beispiel, wo das Thema ja in der Regel auch ausprobiert wird.

    Meiner Erfahrung kann man ganz viel mental klären ohne grob werden zu müssen oder später auch über den Gehorsam.

    Aber man muss es wirklich so meinen und Standing haben.

    Natürlich darf auch ein Hund sein unwohlsein äußern, das geht aber auch auf eine vernünftige Art und Weise. Meine Hunde müssen hier nicht knurren, damit ich weiß, dass sie etwas nicht mögen. Und trotz übe ich einige Dinge ganz gezielt wo ich weiß, dass sie das grade doof finden.

    Beispielsweise den Junghund beim Füttern anfassen, oder auch an die Futterschüssel fassen. Ich habe keine Lust darauf, dass ich bei Ressourcen Hunde daheim habe, wo man aufpassen muss. Niemand klaut hier essen und das lernen sie auch. Aggressionsverhalten gegen mich ist keine Option.

    Das Beispiel für den Thread finde ich ganz arg und das hätte ich mir so nicht hinerzogen. Grade was körperliche Berührungen angeht gibt es so viele Wege für den Hund, warum lässt man ihn Aggressionsverhalten wählen? Weggehen, leftzen lecken, blicke anwenden, Stresshecheln, usw. Ich finde es null zielführend den Hunden beizubringen innerhalb des Sozialverbanden den Weg nach vorne zu wählen, wenn man was doof findet. Ich dulde das auch unter den Hunden nicht!

  • Secans
    Beiträge
    875
    • 14. Februar 2025 um 17:06
    • #87
    Zitat von Harz2024

    Und was genau hat das damit zu Tun, dass man eben auch die Bedürfnisse des Hundes respektiert.

    Auch ein Tier hat das Recht nicht einfach so angegrabbelt oder geküsst zu werden, wenn es das nicht will.

    Hat das Recht auf geschützten Schlaf.

    Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?

    Wenn deine Frau dich versehentlich weckt wenn du auf dem Sofa einschläfst, findest du es dann auch ok ihr eine zu ballern dafür oder sie anzubrüllen? Immer hast du ja ein Recht auf geschützen Schlaf. Man kann sein Unwohlsein auch anders kommunizieren und ich find Halter-Hund-Beziehungen in denen mittels Aggressionsverhalten Grenzen und Respekt eingefordert werden müssen nicht weniger ungesund als Menschen-Beziehungen in denen zu Aggresionsverhalten gegriffen werden muss. Ich finde das toxisch und ungesund. Es gibt so viele Optionen das ganze vernünftig zu kommunizieren, ohne den anderen einzuschüchtern oder ihm Gewalt anzudrohen oder anzutun.

    Bei Welpen und Junghunden ist man ein Erziehungsberechtigter, und genauso wie ich einem Kind beinbringen muss, dass Mobbing von Mitschülern oder brüllen und zuhauen wenn einem was nicht passt kein Weg ist, so muss ich das auch jungen Hunden beibringen.

    Meine sind alle sehr ressourcen gelagert und es hat hier bislang immer geklappt, ohne Gewalt. Und klein halten mittels Gewalt ist sportlich absolut nicht das was ich möchte. Im Gegenteil die sollen lernen, dass sie stark sind, Willenskraft haben und lernen das Anstrengung sich lohnt. Ich möchte da gar nicht viel hemmen. Aber die dürften auch nicht gefährlich sein, das würde uns im Training sehr einschränken von den Möglichkeiten. Generell bevorzuge ich Hunde mit einem sehr guten Nervenkostüm, alles andere ist mir zu anstrengend.

    Man achtet einfach auf Bedürfnisse. Respekt ist nichts was Hund sich erarbeiten oder einfordern muss. Man kann auch einfach vernünftig mit seinen Tieren umgehen ohne dass die sich das vorher mittels Aggressionsverhalten und Drohverhalten erarbeitet haben müssen. Fehler passieren aber im Leben nun mal, wir sind alle keine Maschinen und da ist es völlig unadequat direkt auszurasten in einem Sozialverband.

  • OldFrog2056
    Gast
    • 14. Februar 2025 um 17:36
    • #88
    Zitat von Secans
    Zitat von Harz2024

    Und was genau hat das damit zu Tun, dass man eben auch die Bedürfnisse des Hundes respektiert.

    Auch ein Tier hat das Recht nicht einfach so angegrabbelt oder geküsst zu werden, wenn es das nicht will.

    Hat das Recht auf geschützten Schlaf.

    Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?

    Wenn deine Frau dich versehentlich weckt wenn du auf dem Sofa einschläfst, findest du es dann auch ok ihr eine zu ballern dafür oder sie anzubrüllen? Immer hast du ja ein Recht auf geschützen Schlaf. Man kann sein Unwohlsein auch anders kommunizieren und ich find Halter-Hund-Beziehungen in denen mittels Aggressionsverhalten Grenzen und Respekt eingefordert werden müssen nicht weniger ungesund als Menschen-Beziehungen in denen zu Aggresionsverhalten gegriffen werden muss. Ich finde das toxisch und ungesund. Es gibt so viele Optionen das ganze vernünftig zu kommunizieren, ohne den anderen einzuschüchtern oder ihm Gewalt anzudrohen oder anzutun.

    Bei Welpen und Junghunden ist man ein Erziehungsberechtigter, und genauso wie ich einem Kind beinbringen muss, dass Mobbing von Mitschülern oder brüllen und zuhauen wenn einem was nicht passt kein Weg ist, so muss ich das auch jungen Hunden beibringen.

    Meine sind alle sehr ressourcen gelagert und es hat hier bislang immer geklappt, ohne Gewalt. Und klein halten mittels Gewalt ist sportlich absolut nicht das was ich möchte. Im Gegenteil die sollen lernen, dass sie stark sind, Willenskraft haben und lernen das Anstrengung sich lohnt. Ich möchte da gar nicht viel hemmen. Aber die dürften auch nicht gefährlich sein, das würde uns im Training sehr einschränken von den Möglichkeiten. Generell bevorzuge ich Hunde mit einem sehr guten Nervenkostüm, alles andere ist mir zu anstrengend.

    Man achtet einfach auf Bedürfnisse. Respekt ist nichts was Hund sich erarbeiten oder einfordern muss. Man kann auch einfach vernünftig mit seinen Tieren umgehen ohne dass die sich das vorher mittels Aggressionsverhalten und Drohverhalten erarbeitet haben müssen. Fehler passieren aber im Leben nun mal, wir sind alle keine Maschinen und da ist es völlig unadequat direkt auszurasten in einem Sozialverband.

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    Wo genau sage ich, man soll ausrasten?

    Rechte und Pflichten, habe ich aber auch mehrfach bereits erwähnt.

    Das schließt die gegenseitige Unversehrtheit eigentlich mit ein. Auch mehrfach erwähnt.

    Die Halterin hat sich nun ein mal eben komplett falsch Verhalten meiner Meinung nach, was Erziehung und den Umgang mit dem Hund betrifft.

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