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Erziehung oder Genetik??

  • Axman
  • 23. Mai 2025 um 09:54
  • Julia
    Beiträge
    141
    • 25. Mai 2025 um 08:11
    • #46

    Ich gebe euch vollkommen recht in gewisser Hinsicht zum Thema Genetik. Meine Aussage bzg. Erziehung, Training und investierte Zeit bezieht sich auf die Sachlage, wenn ich einen Hund besitze (Vorfahren unbekannt) und mit diesen Hund akurat trainiere, viel Zeit investiere kann aus diesem trotzdem mehr werden als zB dem Hund von einem Nachbarn (Ahnenreihe 5 Generationen bekann, Vorzeigehunde in der Gesundheit wie auch beim Sport) der wie es auch vorkommt ein fauler Sack ist denkt sich ach ich hab einen Garten das reicht dem Hund „soll ja nur ein Familienhund sein“ außer hin und wieder bisschen Ball werfen ist nichts drin, sonst liegt er nur rum. Da bringt dann halt die ganze Genetik nichts wenn ich den Hund nicht dahingehend lenke und trainiere. Somit spielt für mich Erziehung, Training und Zeit eine sehr große Rolle.

    Aber natürlich wenn ich diese beiden Hunde mit den gleichen Bedinungen trainiere wird der, der dafür gezüchtet wurde besser abschneiden (wenn ich das jetzt mal so grob sagen darf).

    Ich bin nur ein Laie, es ist auch erst mein zweiter Hund den ich selbst erziehe ich wollte niemanden auf den Fuß treten mit meinen Ansichten falls ich das getan habe tut es mir leid.

    Der Grund warum ich bei dem Thema Erziehung so engstirnig rüber kam:

    Als ich 6 Jahre alt war bekamen wir unseren 2ten DSH Aron, sein Vater (Polizeidiensthund) wurde damals nicht so streng kontrolliert.. Meine große Schwester bekam die Info von ihrem Kollegen und nahm ihn für meine Mutter. Er war sehr lernwillig wollte immer gefordert werden, er hatte einen sehr starken Arbeitstrieb. Meine Mutter gab wirklich ihr bestes aber mit Vollzeitarbeit zwei kleinen Kindern, alleinerziehend es war einfach viel zu wenig Zeit. Für „diesen“ Hund zu wenig Zeit. Er war nicht so zu erziehen wie ihr vorheriger DSH, er hatte andere Anforderungen. Als er ca. 3 Jahre alt war, ich 9 Jahre kam ich von der Schule und saß in der Küche Hausaufgaben machen, mein Neffe(5 Jahre, Nachbar) kam rüber und wollte im Garten spielen ich sagte er soll schon mal vor gehen. Nach wenigen Minuten ein Schrei. Ich rannte raus sah nur Blut und Aron kam mit eingezogenen Schwanz an. Ich holte ihn rein schließte die Tür, hörte meinen Onkel schreien. Ich sperrte die Eingangstüre ab. Ich wusste es ist was passiert. Er kam rüber schlug gegen die Tür, schrie er bringt ihn um. Ich saß mit Aron am Boden unter der Treppe und wir hatten beide Angst er traute sich nicht mal seinen Kopf zu heben. Ich ließ meinen Onkel nicht rein. Rief meine Mutter an die bei der Arbeit war sie kam sofort. Währendessen hörte ich auch schon den Krankenwagen…

    Aron hatte meinen Neffen (beim spielen? Wir wissen es nicht er war noch zu klein um es zu beantworten) das halbe Gesicht und das Ohr runter gerissen… Er war ein sehr hyperaktiver Hund er lief Runden im Garten da wuchs kein Rasen mehr. Lief Vögeln hinterher, jagte Katzen… er bekam die falsche Erziehung und es wurde zu wenig Zeit investiert er wäre ein toller Hund geworden unter der richtigen Führung.. er zeigte nie ein aggressives Verhalten mir gegenüber und ich „spielte“ viel mit ihm, habe ihm Kommandos mit Handzeichen beigebracht es gab nie Vorfälle aber man kann es nicht beschönigen. Diesen Tier wurde unrecht getan, er wäre ein toller Partner geworden und kam in die falschen Hände. Obwohl es so lange her ist und ich noch ein Kind war tut mir diese Situation heute noch im Herzen weh..

    Tut mir leid für den langen Text, vielleicht versteht der ein oder andere jetzt was ich damit sagen wollte…

  • OldFrog2056
    Gast
    • 25. Mai 2025 um 08:19
    • #47
    Zitat von Julia

    Ich gebe euch vollkommen recht in gewisser Hinsicht zum Thema Genetik. Meine Aussage bzg. Erziehung, Training und investierte Zeit bezieht sich auf die Sachlage, wenn ich einen Hund besitze (Vorfahren unbekannt) und mit diesen Hund akurat trainiere, viel Zeit investiere kann aus diesem trotzdem mehr werden als zB dem Hund von einem Nachbarn (Ahnenreihe 5 Generationen bekann, Vorzeigehunde in der Gesundheit wie auch beim Sport) der wie es auch vorkommt ein fauler Sack ist denkt sich ach ich hab einen Garten das reicht dem Hund „soll ja nur ein Familienhund sein“ außer hin und wieder bisschen Ball werfen ist nichts drin, sonst liegt er nur rum. Da bringt dann halt die ganze Genetik nichts wenn ich den Hund nicht dahingehend lenke und trainiere. Somit spielt für mich Erziehung, Training und Zeit eine sehr große Rolle.

    Aber natürlich wenn ich diese beiden Hunde mit den gleichen Bedinungen trainiere wird der, der dafür gezüchtet wurde besser abschneiden (wenn ich das jetzt mal so grob sagen darf).

    Ich bin nur ein Laie, es ist auch erst mein zweiter Hund den ich selbst erziehe ich wollte niemanden auf den Fuß treten mit meinen Ansichten falls ich das getan habe tut es mir leid.

    Der Grund warum ich bei dem Thema Erziehung so engstirnig rüber kam:

    Als ich 6 Jahre alt war bekamen wir unseren 2ten DSH Aron, sein Vater (Polizeidiensthund) wurde damals nicht so streng kontrolliert.. Meine große Schwester bekam die Info von ihrem Kollegen und nahm ihn für meine Mutter. Er war sehr lernwillig wollte immer gefordert werden, er hatte einen sehr starken Arbeitstrieb. Meine Mutter gab wirklich ihr bestes aber mit Vollzeitarbeit zwei kleinen Kindern, alleinerziehend es war einfach viel zu wenig Zeit. Für „diesen“ Hund zu wenig Zeit. Er war nicht so zu erziehen wie ihr vorheriger DSH, er hatte andere Anforderungen. Als er ca. 3 Jahre alt war, ich 9 Jahre kam ich von der Schule und saß in der Küche Hausaufgaben machen, mein Neffe(5 Jahre, Nachbar) kam rüber und wollte im Garten spielen ich sagte er soll schon mal vor gehen. Nach wenigen Minuten ein Schrei. Ich rannte raus sah nur Blut und Aron kam mit eingezogenen Schwanz an. Ich holte ihn rein schließte die Tür, hörte meinen Onkel schreien. Ich sperrte die Eingangstüre ab. Ich wusste es ist was passiert. Er kam rüber schlug gegen die Tür, schrie er bringt ihn um. Ich saß mit Aron am Boden unter der Treppe und wir hatten beide Angst er traute sich nicht mal seinen Kopf zu heben. Ich ließ meinen Onkel nicht rein. Rief meine Mutter an die bei der Arbeit war sie kam sofort. Währendessen hörte ich auch schon den Krankenwagen…

    Aron hatte meinen Neffen (beim spielen? Wir wissen es nicht er war noch zu klein um es zu beantworten) das halbe Gesicht und das Ohr runter gerissen… Er war ein sehr hyperaktiver Hund er lief Runden im Garten da wuchs kein Rasen mehr. Lief Vögeln hinterher, jagte Katzen… er bekam die falsche Erziehung und es wurde zu wenig Zeit investiert er wäre ein toller Hund geworden unter der richtigen Führung.. er zeigte nie ein aggressives Verhalten mir gegenüber und ich „spielte“ viel mit ihm, habe ihm Kommandos mit Handzeichen beigebracht es gab nie Vorfälle aber man kann es nicht beschönigen. Diesen Tier wurde unrecht getan, er wäre ein toller Partner geworden und kam in die falschen Hände. Obwohl es so lange her ist und ich noch ein Kind war tut mir diese Situation heute noch im Herzen weh..

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    Ehrlich gesagt nein, denn Genetik hin oder her man lässt keine kleinen Kinder unbeaufsichtigt mit einem Hund zusammen.

  • Axman
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    • 25. Mai 2025 um 08:26
    • #48
    Zitat von Korbi

    im nachhinein denke ich, die Welpen sind eher "reizarm" aufgewachsen.......- ich habe die Hunde 2x gesehen....1x beim aussuchen und das zweite Mal beim abholen.
    Beim Aussuchen waren sie in einem mittleren aufgebauten Freilauf.......- es wurde erzählt, dass sie Auto fahren lernen und auch raus gehen.....aber in wie weit das "normal gemacht wurde" oder nicht, kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich glaube das ist genau wo die Genetik sich zeigt. Ich bin überzeugt (nicht nur ich) dass selbst wenn Welpen reizarm aufwachsen, sofern sie über gute Genetik verfügen (Nerven, Veranlagung zu Resilience, etc) kommen sie mit der Reizverarbeitung sehr gut klar, sobald sie dann Reizen ausgesetzt werden. Es ist also eben nicht unbedingt die DESENSIBILISIERUNG (erarbeitet, nicht angeboren) die der Züchter schon dem Wurf angedeihen lassen kann, sondern auch und vor allem die angeborene Veranlagung.

    "Gute Nerven"bedeuten ja nicht eine völlige Abgestumpftheit gegenüber Umweltreizen, Geräuschen etc. sondern die Fähigkeit, diverse Eindrücke und Erlebnisse zu verarbeiten, als das abzuspeichern was es meistens tatsächlich ist: Nur ein Geräusch, ein Gefühl, eine Empfindung aber nichts Bedrohliches oooder eben etwas was evtl. doch als potenziell gefährlich erkannt wird.

    Ioshy und sein Bruder fanden anfangs auch (sehr nahe) am Gartenzaun vorbeifahrenden Autos unheimlich. Das Wuuusch und das grosse schnell Objekt nur schemenhaft sichtbar durch die Hecke. Oder den plötzlich loszischenden Gartenschlauch, grosse "unförmige" Objekte oder andere laute Geräusche. Das hat sich innerhalb der ersten 3 Tage aber komplett gelegt und ich hätte es eher unnormal gefunden, wenn sie total stumpf auf alles gewesen wären. Dann würden sie in die Kategorie "kein Selbsterhaltungssinn" fallen und das ist nicht gesund.

    Zitat von Bass23

    Axman : geniesse ioshj.

    <3 <3

    Ah ja:

    @Korbi Axel ist der Rüde mit der Cauda.

    Ja, er hat von 2jährig bis 5 jährig IGP Sport betrieben. Die Diagnose kam kurz nach der IGP 2 Prüfung

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Julia
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    • 25. Mai 2025 um 08:31
    • #49
    Zitat von Harz2024
    Zitat von Julia

    Ich gebe euch vollkommen recht in gewisser Hinsicht zum Thema Genetik. Meine Aussage bzg. Erziehung, Training und investierte Zeit bezieht sich auf die Sachlage, wenn ich einen Hund besitze (Vorfahren unbekannt) und mit diesen Hund akurat trainiere, viel Zeit investiere kann aus diesem trotzdem mehr werden als zB dem Hund von einem Nachbarn (Ahnenreihe 5 Generationen bekann, Vorzeigehunde in der Gesundheit wie auch beim Sport) der wie es auch vorkommt ein fauler Sack ist denkt sich ach ich hab einen Garten das reicht dem Hund „soll ja nur ein Familienhund sein“ außer hin und wieder bisschen Ball werfen ist nichts drin, sonst liegt er nur rum. Da bringt dann halt die ganze Genetik nichts wenn ich den Hund nicht dahingehend lenke und trainiere. Somit spielt für mich Erziehung, Training und Zeit eine sehr große Rolle.

    Aber natürlich wenn ich diese beiden Hunde mit den gleichen Bedinungen trainiere wird der, der dafür gezüchtet wurde besser abschneiden (wenn ich das jetzt mal so grob sagen darf).

    Ich bin nur ein Laie, es ist auch erst mein zweiter Hund den ich selbst erziehe ich wollte niemanden auf den Fuß treten mit meinen Ansichten falls ich das getan habe tut es mir leid.

    Der Grund warum ich bei dem Thema Erziehung so engstirnig rüber kam:

    Als ich 6 Jahre alt war bekamen wir unseren 2ten DSH Aron, sein Vater (Polizeidiensthund) wurde damals nicht so streng kontrolliert.. Meine große Schwester bekam die Info von ihrem Kollegen und nahm ihn für meine Mutter. Er war sehr lernwillig wollte immer gefordert werden, er hatte einen sehr starken Arbeitstrieb. Meine Mutter gab wirklich ihr bestes aber mit Vollzeitarbeit zwei kleinen Kindern, alleinerziehend es war einfach viel zu wenig Zeit. Für „diesen“ Hund zu wenig Zeit. Er war nicht so zu erziehen wie ihr vorheriger DSH, er hatte andere Anforderungen. Als er ca. 3 Jahre alt war, ich 9 Jahre kam ich von der Schule und saß in der Küche Hausaufgaben machen, mein Neffe(5 Jahre, Nachbar) kam rüber und wollte im Garten spielen ich sagte er soll schon mal vor gehen. Nach wenigen Minuten ein Schrei. Ich rannte raus sah nur Blut und Aron kam mit eingezogenen Schwanz an. Ich holte ihn rein schließte die Tür, hörte meinen Onkel schreien. Ich sperrte die Eingangstüre ab. Ich wusste es ist was passiert. Er kam rüber schlug gegen die Tür, schrie er bringt ihn um. Ich saß mit Aron am Boden unter der Treppe und wir hatten beide Angst er traute sich nicht mal seinen Kopf zu heben. Ich ließ meinen Onkel nicht rein. Rief meine Mutter an die bei der Arbeit war sie kam sofort. Währendessen hörte ich auch schon den Krankenwagen…

    Aron hatte meinen Neffen (beim spielen? Wir wissen es nicht er war noch zu klein um es zu beantworten) das halbe Gesicht und das Ohr runter gerissen… Er war ein sehr hyperaktiver Hund er lief Runden im Garten da wuchs kein Rasen mehr. Lief Vögeln hinterher, jagte Katzen… er bekam die falsche Erziehung und es wurde zu wenig Zeit investiert er wäre ein toller Hund geworden unter der richtigen Führung.. er zeigte nie ein aggressives Verhalten mir gegenüber und ich „spielte“ viel mit ihm, habe ihm Kommandos mit Handzeichen beigebracht es gab nie Vorfälle aber man kann es nicht beschönigen. Diesen Tier wurde unrecht getan, er wäre ein toller Partner geworden und kam in die falschen Hände. Obwohl es so lange her ist und ich noch ein Kind war tut mir diese Situation heute noch im Herzen weh..

    Tut mir leid für den langen Text, vielleicht versteht der ein oder andere jetzt was ich damit sagen wollte…

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    Ehrlich gesagt nein, denn Genetik hin oder her man lässt keine kleinen Kinder unbeaufsichtigt mit einem Hund zusammen.

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    Ja da gebe ich dir vollkommen recht. Ich war 9 Jahre ich wusste es nicht besser. Er durfte auch nicht unbeaufsichtigt rüber kommen, wir hatten eine Tür von Garten zu Garten die Eltern dachten er spielt in seinem Garten. Und es ist auch nicht die Genetik schuld sondern dieser Hund war schlicht und einfach in den falschen Händen.

  • FloralBoat1596
    Gast
    • 25. Mai 2025 um 08:53
    • #50

    @axmann
    Das ist normal.....ein Welpe.....die neuen Eindrücke..- die schrecken sich da, weil es "neu" ist.
    Aber die Kleinen lernen.....
    Reize gehören zum Leben (Alltag) und mit der Zeit bzw. der Erfahrung legen sich die Dinge wieder.

    Natürlich gibt es Hunde, die eher vorsichtiger durchs Leben gehen, andere "traben" ihres Weges ;)

    Ich jammere nicht mehr darüber......es IST wie es IST......leider.....
    Die Fehlentscheidung habe ICH getroffen - und ICH trage auch die Verantwortung dafür.

    Über die Jahre kenne ich sie mittlerweile ALLE, die DDR-Züchter - egal ob SV oder "andere Papiere".......
    und ich kenne auch "die Schäden".....

  • Axman
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    • 25. Mai 2025 um 08:56
    • #51
    Zitat von Julia

    Tut mir leid für den langen Text, vielleicht versteht der ein oder andere jetzt was ich damit sagen wollte…

    Alles gut!!

    Tut mir total leid, dass das passiert ist. Wie furchtbar!!! Aber ja, das ist genau das Thema!

    Den Hund mit der entsprechenden Veranlagung und Trieb kann man gar nicht nur rumliegen lassen. Wenn du schreibst "ein fauler Sack trotz Leistungszucht, weil es auch vorkommt" dann ist das als Beispiel nicht ganz sinnvoll in der Diskussion über Genetik, weil wie wir wissen "Ausnahmen bestätigen die Regel" und DIESER eine Hund hat dann eben nicht die Genetik mitbekommen die eigentlich für seinesgleichen vorgesehen ist. Das heisst, das Beispiel ist andererseit doch sinnvoll in dieser Diskussion allerdings nicht so wie du den Vergleich gezogen hast, weil du einen generellen Vergleich aufgestellt hast, für diesen aber Ausnahme-Exemplare als Vergleichskandidaten verwendet hast und das macht den ganzen Vergleich zunichte.

    Natürlich spielt Erziehung und Training eine grosse Rolle, da sind wir alle einer Meinung. Aber nimm mal das Griffverhalten eines Hundes im IGP Sport. Der sogenannte "volle, stabile Griff". Jeder IGPler achtet schon beim Welpen drauf "wie ist der Griff, wie ist sein/ihr Griffverhalten, der Griff, der Griff....." Warum ist das so? Weil es sauschwierig bis unmöglich ist, dem Hund dieses gewünschte Griffverhalten anzutrainieren. Wenn der Hund das nicht hat, kann man es sicherlich verbessern wenn man früh genug und richtig genug daran arbeitet aber es ist kein Vergleich zu einem Hund, der das angeboren hat.

    Ich meine: Warum haben wir überhaupt verschiedene Hunderassen? Weil die alle anders aussehen? Nope. Oder ja, teilweise auch das. Aber der Grund ist doch, dass die Veranlagungen, die Genetik die grösste Rolle spielen. Jeder Hund bringt ein festes Set von Karten mit, soundso viele Karten, jede ist eine Veranlagung. Man kann keine Karten wegnehmen und keine hinzufügen. Man kann sie passend sortieren, oben auf den Stapel legen, die Trumpfkarten in der Hand halten oder einige Karten möglichst verdeckt ablegen oder bedeckt halten aber selbst wenn man sie im Ärmel verschwinden lässt sind sich noch da! Man kann die Karten dann geschickt im Spiel des Lebens einsetzen oder eben nicht.

    Z.B. hat ein DSH aus der Hochzucht nicht das gleiche Set Karten wie einer aus der Leistungszucht. Da kannste erziehen und trainieren wie du willst. Ausnahmen gibt es aber die sind eben das: Ausnahmen

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Axman
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    • 25. Mai 2025 um 09:00
    • #52
    Zitat von Julia

    Und es ist auch nicht die Genetik schuld sondern dieser Hund war schlicht und einfach in den falschen Händen.

    Ja doch, da ist die Genetik dran "schuld" und jemand der diese nicht erkannt hat bzw. nicht bedienen konnte, wie du schon schriebst. :)

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Luna
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    • 25. Mai 2025 um 09:11
    • #53

    ich sage jetzt mal, man kann nur das beste draus machen und für die zukunft lernen.

    Ich habe mich damit abgefunden, dass mein dsh für den hundesport nicht heeignet ist. Weder von der gesundheit, noch vom leistungswillen her.

    Schlicht und einfach musste ich akzeptieren, dass ein dsh nicht gleich ein dsh ist.

    Die genetik alleine scjon von hz und lz unterscheiden sich gewaltig. Es gibt sicherlich ausnahmen, wo ein hz im grossen sport dabei ist, aber es ist die ausnahme.

    Da ist man mit den lz einfach auf der sicheren seite.

  • Julia
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    • 25. Mai 2025 um 09:38
    • #54
    Zitat von Axman
    Zitat von Julia

    Tut mir leid für den langen Text, vielleicht versteht der ein oder andere jetzt was ich damit sagen wollte…

    Alles gut!!

    Tut mir total leid, dass das passiert ist. Wie furchtbar!!! Aber ja, das ist genau das Thema!

    Den Hund mit der entsprechenden Veranlagung und Trieb kann man gar nicht nur rumliegen lassen. Wenn du schreibst "ein fauler Sack trotz Leistungszucht, weil es auch vorkommt" dann ist das als Beispiel nicht ganz sinnvoll in der Diskussion über Genetik, weil wie wir wissen "Ausnahmen bestätigen die Regel" und DIESER eine Hund hat dann eben nicht die Genetik mitbekommen die eigentlich für seinesgleichen vorgesehen ist. Das heisst, das Beispiel ist andererseit doch sinnvoll in dieser Diskussion allerdings nicht so wie du den Vergleich gezogen hast, weil du einen generellen Vergleich aufgestellt hast, für diesen aber Ausnahme-Exemplare als Vergleichskandidaten verwendet hast und das macht den ganzen Vergleich zunichte.

    Natürlich spielt Erziehung und Training eine grosse Rolle, da sind wir alle einer Meinung. Aber nimm mal das Griffverhalten eines Hundes im IGP Sport. Der sogenannte "volle, stabile Griff". Jeder IGPler achtet schon beim Welpen drauf "wie ist der Griff, wie ist sein/ihr Griffverhalten, der Griff, der Griff....." Warum ist das so? Weil es sauschwierig bis unmöglich ist, dem Hund dieses gewünschte Griffverhalten anzutrainieren. Wenn der Hund das nicht hat, kann man es sicherlich verbessern wenn man früh genug und richtig genug daran arbeitet aber es ist kein Vergleich zu einem Hund, der das angeboren hat.

    Ich meine: Warum haben wir überhaupt verschiedene Hunderassen? Weil die alle anders aussehen? Nope. Oder ja, teilweise auch das. Aber der Grund ist doch, dass die Veranlagungen, die Genetik die grösste Rolle spielen. Jeder Hund bringt ein festes Set von Karten mit, soundso viele Karten, jede ist eine Veranlagung. Man kann keine Karten wegnehmen und keine hinzufügen. Man kann sie passend sortieren, oben auf den Stapel legen, die Trumpfkarten in der Hand halten oder einige Karten möglichst verdeckt ablegen oder bedeckt halten aber selbst wenn man sie im Ärmel verschwinden lässt sind sich noch da! Man kann die Karten dann geschickt im Spiel des Lebens einsetzen oder eben nicht.

    Z.B. hat ein DSH aus der Hochzucht nicht das gleiche Set Karten wie einer aus der Leistungszucht. Da kannste erziehen und trainieren wie du willst. Ausnahmen gibt es aber die sind eben das: Ausnahmen

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    Tut mir leid für die unklare Ausdrucksweise, mit fauler Sack meine ich den Menschen🙈

    Aber mit dem Rest sehe ich vollkommen ein😁

  • Ruebchen
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    • 25. Mai 2025 um 09:50
    • #55
    Zitat von Axman

    "Gute Nerven"bedeuten ja nicht eine völlige Abgestumpftheit gegenüber Umweltreizen, Geräuschen etc. sondern die Fähigkeit, diverse Eindrücke und Erlebnisse zu verarbeiten, als das abzuspeichern was es meistens tatsächlich ist: Nur ein Geräusch, ein Gefühl, eine Empfindung aber nichts Bedrohliches oooder eben etwas was evtl. doch als potenziell gefährlich erkannt wird.

    Da sagst du was sehr wichtiges!
    Hat jetzt zwar wieder nur am Rande was mit dem Thema dazu, aber gleich verhält es sich ja auch mit der Aufzucht/Sozialisierung.

    Die Sozialisierung die wir Menschen mit dem neu eingezogenen Welpen leisten, soll ja auch nicht bedeuten, dass wir dem Welpen ALLE erdenklichen Situationen/Gegenstände/Orte 1 zu 1 zeigen (wäre ja auch unmöglich), sondern, dass wir dem Welpen anhand von "Beispielen" Werkzeuge an die Hand geben, mit deren Hilfe er im späteren Leben sich selbstständig mit sämtlichen Situationen auseinandersetzen, diese verarbeiten und händeln kann.

    Seien es neue Erfahrungen, Orte, Gefühle, oder, oder.

    Starke Nerven und ein sicheres Grundwesen helfen ungemein dabei, diese Werkzeuge zu erlernen und dann tagtäglich im Leben anzuwenden.

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Pepper
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    • 25. Mai 2025 um 10:51
    • #56
    Zitat von Ruebchen

    Die Sozialisierung die wir Menschen mit dem neu eingezogenen Welpen leisten, soll ja auch nicht bedeuten, dass wir dem Welpen ALLE erdenklichen Situationen/Gegenstände/Orte 1 zu 1 zeigen (wäre ja auch unmöglich), sondern, dass wir dem Welpen anhand von "Beispielen" Werkzeuge an die Hand geben, mit deren Hilfe er im späteren Leben sich selbstständig mit sämtlichen Situationen auseinandersetzen, diese verarbeiten und händeln kann.

    An dem Punkt möchte ich noch einen Aspekt hinzufügen, der bislang noch nicht so zur Sprache kam.

    Wie in der Menschenwelt, orientiert sich der Welpe ja an den Großen, sofern vorhanden.
    Ich glaube , viele sind sich dieser Wirkung nicht ausreichend bewußt, die wir auf den Welpen bzw. jungen Hund haben.
    Wenn wir Situationen nicht "aus der Sicht des Hundes" sehe und bezogen auf seinen Charakter (ängstlich, forsch, dominant, etc.) richtig einschätzen, ist das u.U. schon eine gewisse Weichenstellung für zukünftige Probleme im Verhalten zur Umwelt oder auch mit mir selbst als HH.

    Also zu wissen, was hab ich da für einen Hund und ihn richtig "lesen lernen" halte ich für essentiell, um

    ihn dann auch entsprechend erziehen zu können.

    Beim Menschen würde man vielleicht sagen "wie er tickt".

    Nur so kann ich dann eventuellen Unsicherheiten entgegenwirken bevor sie sich zum Problem auswachsen oder mich Größenwahn entgegenstellen, bevor der Kollege meint, er wäre der Herrscher der Welt.

    Natürlich muss dann der HH auch die entsprechenden Tools zur Hand haben, also je nach Hund viel Erfahrung und Können. Nur erkennen reicht ja auch nicht. 😉

    Einmal editiert, zuletzt von Pepper (25. Mai 2025 um 10:58)

  • Ruebchen
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    • 25. Mai 2025 um 11:26
    • #57

    Pepper ja absolut!

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Luna
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    • 25. Mai 2025 um 13:04
    • #58

    Worüber ich mir die ganze Zeit Gedanken mache ist, dass wenn man z.B. die roten Papiere von seinem DSH ansieht, in meinem Fall bei Sam, HZ, dann kommt man unweigerlich drauf, dass die Genetik schon von der Zucht herkommen muss. Sam hat in seinen Vorfahren sehr viele drinnen, die SchH3 und IPO3 sowie SchH2 und IPO 2 hatten. Einige dann "nur" SchH1 und IPO1 (z.B. seine Eltern).

    Jetzt wenn man da eben von der Hochzucht ausgeht, dann war ja dennoch viel Leistung in seinen Vorfahren drinnen. Dann züchtete man da die "Schönheit" und das garantiert schwarz-braune Fell mit rein sowie die abfallende Kruppe, so dass doch eigentlich der ganze Hund in seinem Wesen durcheinander kommen muss.

    Vom Körperbau her bringt er nicht die Leistung eines LZ, ABER von seinem Wesen her (sprich seine Wachsamkeit und sein Trieb z.B.). Auch die Gelehrigkeit und der Ehrgeiz könnten deswegen doch auf der Strecke geblieben sein, das ich kurz "Macken" nenne.

    Dieses Wirrwarr an verschiedenen Einflüssen der Vorfahren, könnte doch Ursache dafür sein, dass bei Sam zum einen doch immer wieder der LZ durchschlägt und der Kuttelmuttel an verschiedenen Genen auch den enormen Jagdtrieb begünstigt.

    Wenn ich einen LZ kaufe und schau mir die roten Papiere an, dann weiß ich doch eigentlich was ich mir damit kaufe, weil die ja nicht zusammengewürfelt wurden, sondern einer Linie treu gezüchtet wurden. Sicherlich gibt es da natürlich auch DSH Exemplare, die für den Hundesport nicht unbedingt geeignet sind, weil zu gutmütig oder zu wenig Trieb haben.

    Sorry, wenn ich nochmal so ausschweifend auf das Thema Sam eingegangen bin. Aber es leuchtet mir einfach nicht ein, warum er so wenig Ähnlichkeit mit meinen früheren DSH hat.

  • Axman
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    • 25. Mai 2025 um 14:16
    • #59
    Zitat von Pepper

    An dem Punkt möchte ich noch einen Aspekt hinzufügen, der bislang noch nicht so zur Sprache kam.

    Wie in der Menschenwelt, orientiert sich der Welpe ja an den Großen, sofern vorhanden.
    Ich glaube , viele sind sich dieser Wirkung nicht ausreichend bewußt, die wir auf den Welpen bzw. jungen Hund haben.

    Stimmt, es kam bisher nicht zur Sprache, weil wir jetzt eher über die Genetik philosophiert haben und was du aufzählst wäre dann der Bereich Erziehung, Umwelteinfluss.

    Allerdings ist es so, dass wenn du einen Althund hast, der Angst hat und daher reaktiv ist, wird das nicht auf deinen Junghund abfärben, der ein stabiles Nevengerüst hat und null Angst.

    Was abfärben könnte, wäre allerdings eine Jagdleidenschaft, wenn der Althund ein notorischer Kaninchenjäger wäre und der Junghund auch mit einer natürlichen Veranlagung für jagen daherkommt. Wenn es ohne das Vorbild des Althundes möglich gewesen wäre die "Karte" JAGEN verdeckt zu lassen, so kann eben das Vorbild dafür sorgen, dass die Jagdleidenschaft beim Junghund schon früh und deutlich geweckt wird.

    Wisst ihr worauf ich hinaus will? Ich brabbel halt oft ......... :saint:

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Wuesti
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    • 25. Mai 2025 um 17:45
    • #60

    Wie viel und schnell sich ein Welpe von den "Großen" und insbesondere auch von seiner Mutter anschaut sollte nicht unterschätzt werden.

    Deshalb bin ich auch der Meinung, dass die Mutterhündin immer allermindestens so wichtig ist wie der Vaterrüde.

    Bei Amalou und Chichi fällt mir aktuell erst wieder auf welchen enormen Einfluss Amalou auf Chichis positive Entwicklung hat und wie viel einfacher es mir in manchen Situationen Chichis Erziehung macht bzw. wie positiv dies auch ihr Alltagsverhalten etc. beeinflusst

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