All das hat ja grundsätzlich mit Energien zutun.
Mensch will was am Hund machen, weiß aber schon das das schwierig wird.
Hund ist möglicherweise im Grundsatz schon nicht kooperativ und so entsteht schnell eine Spirale aus Druck und Gegendruck.
Mir treibt es heute, nach über 4 Jahren, immer noch die Tränen in die Augen wenn ich an das erste Mal Augentropfen denke, die ich Pepper verabreichen musste.
Es waren diese kleinen Plastikampullen, wo man den Kopf abdreht.
Einmal offen, mussten sie rein ins Auge.
Also Junghund sitzen lassen, Kopf mit einer Hand festgehalten und zack: weggezogen
Ich war so wütend...
Am Ende saß ich auf dem Hund und versuchte, mit einer Hand den Kopf auf dem Teppichboden zu fixieren. Was soll ich sagen, keine Chance!
Der hatte da schon soviel Kraft und ich so gar keine Ahnung.
Ich saß dann völlig entnervt im Flur auf der Treppe und hab überlegt.
Am Ende war ich so traurig über die ganze Situation und wie ich mit meinem Hund ungegangen bin. Dann hab ich ihn gerufen, lieb mit ihm gesprochen und ihn einfach nur gebeten.
Das war so eine friedlich und sanfte Stimmung plötzlich, und er hat mir einfach sein Auge hingehalten.
Ob bürsten, Nägel schneiden oder Ohren säubern. Wir machen das seitdem immer so.
Er muss nur verstehen was da passiert, dann geht alles.
Dazu lasse ich das "das Teil", womit man da an ihm rummacht, vorher mal beschnuppern.
Manchmal gebe ich ihm die Bürste auch ins Maul...dann trägt er sie ein wenig herum, ich rufen ihn wieder zu mir lasse mir die Bürste wiedergeben und fange einfach wie selbstverständlich an.
Keine schnellen Bewegungen, kein "hinterher greifen".
Wenn er sich weg bewegt höre ich auf, rufe ihn wieder zu mir, und erst dann fange ich langsam wieder an.
Ich würde das Bürsten langsamer aufbauen, die Bürste zum normalen Alltagsgegenstand machen.
Beim ersten Mal z.B. gar nicht bürsten... Bürste zeigen, vielleicht mal beschnuppern lassen und alles wieder auflösen.
Dann, wenn der Geruch bekannt ist, dem Hund im vorbeilaufen die Bürste über den Rücken gleiten lassen und schauen, wie er reagiert.
So wird das Gefühl, das die Bürste erzeigt, bekannt gemacht und immer normaler. Es entsteht keine direkter Fokus auf das Objekt Bürste und auch keine Konfrontation.
Beiläufigkeit ist wohl der passende Begriff.