Es muss aber zwingend eine sachlich- fachliche Diskussion werden. Emotionen haben da keinen Sinn.
Wirklich gefährlich ist ja in dem Sinn nur ein zu viel an weiblichen Hormonen. Diese sind überdurchschnittlich oft an Krankheitsgeschehen beteiligt. Ich möchte jetzt nicht im Detail drauf eingehen,.Doch die eigentliche Gefahr geht von einer Östrogendominanz aus. Dieser sind wir heute alle, ob kastriert oder unkastriert durch Umwelteinflüsse, Verpackungsmaterial, Medikamente, Pestizide, Parfums etc dauerhaft ausgesetzt.
Die Kastration an sich kann dies teilweise begünstigen, muss es aber nicht. Genauso leiden Rüden, die mit Prostataproblemen zu kämpfen haben, an einer Östrogendominanz. Es ist nicht das Testosteron, das zu einer vergrößerten Prostata führt.
Jeder Mann mit Bauch und Manboobs leidet am selben Problem.
Zu glauben, ein intakt lassen, verhindere solche Dinge, ist leider falsch.
Ohne polarisieren zu wollen: eine Kastration kann oft viel Tierleid verhindern. Bei Katzen und Pferden macht niemand so ein Geschrei und rein faktisch gesehen werden kastrierte Kater und Hengste nicht minder alt als ihre intakten Geschlechtsgenossen.
Und nein, was fehlt, wird von den Tieren nicht negativ wahrgenommen, sofern die anderen Lebensumstände stimmen.
Was hingegen viel ausmacht ist die zu frühe Kastration. Das heisst, bevor die juvenile Entwicklung in die adulte übergeht. Das führt zu Kümmerlingen und Ängstlichen.
Friesen werden aufgrund der Sonneneinstrahlung braun und allenfalls Kupfermangel. Ansonsten müssten Friesenstuten alle braun sein.
Hengste müssen durchaus nicht zwingend alleine stehen. Meiner, PRE, steht gemeinsam mit meinem Wallach auf Auslauf und Weide. Auch keine Probleme mit Stuten, von denen wir im Pensionsstall genug haben.
Trotzdem bin ich die erste, die einen Hengst kastriert, statt ihn dem Stress auszusetzen, wenn er leidet