Bass23
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Beiträge von Bass23

    mich hat der Fleischanteil im Futter nie groß interessiert. Es muss verträglich sein, Rohfleisch gibt man am besten selber zusätzlich.

    Im Trockenfutter wird ohnehin meist mit minderwertigen Proteinen ( Soja, Hülsenfrüchte usw)am Proteinanteil geschummelt. Hochwertiges Protein (! Also nicht Soja und co) hilft bei gleichzeitig genügend Bewegung, den Muskelanteil genügend zu entwickeln. Die Muskulatur stützt Bänder und Gelenke. Aufpassen muss man bei Kohlenhydrate und Fett. Natürlich muss man es beim Eiweiß auch nicht massiv übertreiben, aber auch nicht Panik haben davor.

    Die endgültige Größe ist genetisch vorgegeben, einzig auf die Wachstumsgeschwindigkeit hat man etwas Einfluss via Fütterung. Da ist aber vor allem Vorsicht im Hinblick auf Masse geboten. Eiweiß macht nicht dick, sondern Fett und Kohlenhydrate.

    Mein Rüde hat von Anfang an genügend Frischfleisch bekommen bis heute ( zwischen 250 und 400 g Rohfleisch, Innereien usw in Lebensmitteln Qualität). Der ist extrem langsam gewachsen und hat ein HD/ ED Auswertung topp.

    Wichtig bei dem ganzen ist eine bedarfsdeckende Fütterung eben auch mit organischen Mineralien (im Trockenfutter ist praktisch ohne Ausnahme immer anorganischen drin und die Bioverfügbarkeit ist da sehr mau). Das ganze ist reine Biochemie, abseits irgendwelcher Fütterungsideologien. Mineralien und Vitamine gebe ich entsprechend in Humanqualität selber dazu

    Bei mir gibt's bis heute mehrmals täglich Futter. Von daher keine Umstellung von Welpen zum Adulthund. Grund ist eben die Magenprobleme, die sich ansonsten gern ergeben.

    Das heisst nun nicht, dass ich ihm mehrmals den Napf Fülle.

    Aber morgens nach dem ersten raus lassen zum pipi machen,.gibt's 1,2 Leckerlie. Im Verlauf des Vormittags wird ohnehin in UO oder Fährte mit Futter gearbeitet. Dann Mittagessen, später Abendessen. Wenn es fürs Abendessen spät wird, da hab ich immer was dabei, was via Arbeit verfüttert werden kann

    Als dritte Person wählt unser Helfer immer langjährige erfahrene HF aus. Meist kennt man die ja sowieso, weil man die oft am Platz trifft. Der Helfer gibt die Anweisungen. Klar, gebe ich unter diesen Umständen die Leine an die Drittperson ab. Hatte diesbezüglich absolut nie Probleme, im Gegenteil, das kann sehr hilfreich und unterstützend sein

    Wobei, ich denke, dass da einiges durcheinander geworfen wird. Entscheidend ist die Genetik. Und ja, die beinhaltet auch hohe oder niedrige Reizschwelle und Energielevel.

    Worum es mir geht: wie stark sind die Arbeitseigenschaften genetisch vertreten?

    Du kannst auch einen Hund mit sehr hoher Reizschwelle haben, der beim SD beim ersten kleinen Funken zündet. Da kommt dann die Genetik diesbezüglich durch.

    Umgekehrt kann man auch einen Hund mit niedriger Reizschwelle haben, der im SD trotzdem extrem zäh und mühsam ist und dem Helfer viel Arbeit abverlangt. Sieht man oft bei Hochzucht.

    Will sagen: die Genetik betreffs Arbeitseigenschaften ist ganz wichtig. Daneben hast du dann noch den Typus, den der Hund mitbringt.

    Konkret: mit einer hohen Reizschwelle wird ein Hund nicht so schnell bellen, kann aber, wenn die Genetik stimmt, einen hervorragenden SD abliefern.

    Wenn der Helfer ackern muss, damit der Hund liefert, ist die Genetik diesbezüglich nicht so dolle.

    Umgekehrt sieht man viele Hunde mit niedriger Reizschwelle, die der Helfer mit Samthandschuhen anfassen muss, damit die nicht den Schwanz zurück ziehen. Auch da ist die Genetik eher mau. Für den Sport reicht es aber, wenn man geschickt ausbildet. Für den Dienst eher nicht.

    Hunde, wie die vom Jessat und anderen Dissidenzzüchtern, werden seit Ewigkeiten nicht mehr auf Gebrauchseigenschaften gezüchtet. Da ist das meiste genetisch weg. Genauso bei den Hochzuchthunden.

    Ein Hund, der weder auf Beute noch den Schutzdienst gross anspricht ist unabhängig vom Temperament genetisch nicht mehr auf Arbeitseigenschaften gezüchtet.

    Dass viele Sporthunde heute weicher, führiger und " fürs Zuschauerpublikum an Sportprüfungen" gezüchtet werden, verwässert die Arbeitseigenschaften ebenso.

    Filu : du bist vermutlich ein Pubertier 8)

    Selbstverständlich habe ich praktische Erfahrungen mit dem Zeugs.

    Ich habe Laurabolin und Testoviron Depot im Kühlschrank. Sicher schrecklich für dich :D

    Es muss aber zwingend eine sachlich- fachliche Diskussion werden. Emotionen haben da keinen Sinn.

    Wirklich gefährlich ist ja in dem Sinn nur ein zu viel an weiblichen Hormonen. Diese sind überdurchschnittlich oft an Krankheitsgeschehen beteiligt. Ich möchte jetzt nicht im Detail drauf eingehen,.Doch die eigentliche Gefahr geht von einer Östrogendominanz aus. Dieser sind wir heute alle, ob kastriert oder unkastriert durch Umwelteinflüsse, Verpackungsmaterial, Medikamente, Pestizide, Parfums etc dauerhaft ausgesetzt.

    Die Kastration an sich kann dies teilweise begünstigen, muss es aber nicht. Genauso leiden Rüden, die mit Prostataproblemen zu kämpfen haben, an einer Östrogendominanz. Es ist nicht das Testosteron, das zu einer vergrößerten Prostata führt.

    Jeder Mann mit Bauch und Manboobs leidet am selben Problem.

    Zu glauben, ein intakt lassen, verhindere solche Dinge, ist leider falsch.

    Ohne polarisieren zu wollen: eine Kastration kann oft viel Tierleid verhindern. Bei Katzen und Pferden macht niemand so ein Geschrei und rein faktisch gesehen werden kastrierte Kater und Hengste nicht minder alt als ihre intakten Geschlechtsgenossen.

    Und nein, was fehlt, wird von den Tieren nicht negativ wahrgenommen, sofern die anderen Lebensumstände stimmen.

    Was hingegen viel ausmacht ist die zu frühe Kastration. Das heisst, bevor die juvenile Entwicklung in die adulte übergeht. Das führt zu Kümmerlingen und Ängstlichen.

    Friesen werden aufgrund der Sonneneinstrahlung braun und allenfalls Kupfermangel. Ansonsten müssten Friesenstuten alle braun sein.

    Hengste müssen durchaus nicht zwingend alleine stehen. Meiner, PRE, steht gemeinsam mit meinem Wallach auf Auslauf und Weide. Auch keine Probleme mit Stuten, von denen wir im Pensionsstall genug haben.

    Trotzdem bin ich die erste, die einen Hengst kastriert, statt ihn dem Stress auszusetzen, wenn er leidet

    Man muss ja auch immer bedenken, dass die ganzen Kastrationsaktionen auch durch viel Tierleid ausgelöst wurden. In meiner Jugendzeit war es noch üblich, dass junge Katzen und Hunde einfach ertränkt oder erschlagen wurden, wenn niemand sie wollte. Das war auch ganz viel Tierleid damals mit der ungehemmten Vermehrung und viele jüngere Leute können sich das gar nicht mehr vorstellen. Ich denke, dass gerade auf den Bauernhöfen die Kastrationen bis heute teilweise Sinn machen. Ich habe einfach zu viel Tierelend und Verwahrlosung gesehen, als dass ich bei Kastration den Teufel an die Wand malen möchte.

    Meine eigenen Rüden waren immer problemlos intakt, es erfordert aber schon ein gewisses Management, wenn in der Nachbarschaft Hündinnen läufig sind.