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Bass23
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  • Community und Forum zum Thema Deutsche Schäferhunde und artverwandte Hunderassen

Beiträge von Bass23

    Es muss aber zwingend eine sachlich- fachliche Diskussion werden. Emotionen haben da keinen Sinn.

    Wirklich gefährlich ist ja in dem Sinn nur ein zu viel an weiblichen Hormonen. Diese sind überdurchschnittlich oft an Krankheitsgeschehen beteiligt. Ich möchte jetzt nicht im Detail drauf eingehen,.Doch die eigentliche Gefahr geht von einer Östrogendominanz aus. Dieser sind wir heute alle, ob kastriert oder unkastriert durch Umwelteinflüsse, Verpackungsmaterial, Medikamente, Pestizide, Parfums etc dauerhaft ausgesetzt.

    Die Kastration an sich kann dies teilweise begünstigen, muss es aber nicht. Genauso leiden Rüden, die mit Prostataproblemen zu kämpfen haben, an einer Östrogendominanz. Es ist nicht das Testosteron, das zu einer vergrößerten Prostata führt.

    Jeder Mann mit Bauch und Manboobs leidet am selben Problem.

    Zu glauben, ein intakt lassen, verhindere solche Dinge, ist leider falsch.

    Ohne polarisieren zu wollen: eine Kastration kann oft viel Tierleid verhindern. Bei Katzen und Pferden macht niemand so ein Geschrei und rein faktisch gesehen werden kastrierte Kater und Hengste nicht minder alt als ihre intakten Geschlechtsgenossen.

    Und nein, was fehlt, wird von den Tieren nicht negativ wahrgenommen, sofern die anderen Lebensumstände stimmen.

    Was hingegen viel ausmacht ist die zu frühe Kastration. Das heisst, bevor die juvenile Entwicklung in die adulte übergeht. Das führt zu Kümmerlingen und Ängstlichen.

    Friesen werden aufgrund der Sonneneinstrahlung braun und allenfalls Kupfermangel. Ansonsten müssten Friesenstuten alle braun sein.

    Hengste müssen durchaus nicht zwingend alleine stehen. Meiner, PRE, steht gemeinsam mit meinem Wallach auf Auslauf und Weide. Auch keine Probleme mit Stuten, von denen wir im Pensionsstall genug haben.

    Trotzdem bin ich die erste, die einen Hengst kastriert, statt ihn dem Stress auszusetzen, wenn er leidet

    Man muss ja auch immer bedenken, dass die ganzen Kastrationsaktionen auch durch viel Tierleid ausgelöst wurden. In meiner Jugendzeit war es noch üblich, dass junge Katzen und Hunde einfach ertränkt oder erschlagen wurden, wenn niemand sie wollte. Das war auch ganz viel Tierleid damals mit der ungehemmten Vermehrung und viele jüngere Leute können sich das gar nicht mehr vorstellen. Ich denke, dass gerade auf den Bauernhöfen die Kastrationen bis heute teilweise Sinn machen. Ich habe einfach zu viel Tierelend und Verwahrlosung gesehen, als dass ich bei Kastration den Teufel an die Wand malen möchte.

    Meine eigenen Rüden waren immer problemlos intakt, es erfordert aber schon ein gewisses Management, wenn in der Nachbarschaft Hündinnen läufig sind.

    Dass ein Schäferhund zwingend territorial ist, kann ich so nicht unterschreiben. Habe hier 3x Leistungszucht nacheinander gehabt ohne diese Komponente. Das ist wohl.auch eine Frage, womit der Hund aufwächst und bei mir sind sie kommen und gehen von klein auf gewohnt.

    Ich denke auch, dass es in diesem Fall am ehesten mit einem Hund von einem Züchter klappt, der eben genau auf diese Bedürfnisse hin züchtet.

    Und zwar nicht vom Hörensagen ( weil erzählen werden alle viel) sondern in der Praxis.

    Hündin 3 aus meinem Bericht könnte ich mir sehr gut vorstellen für diese Aufgabe. Allerdings wohnen wir und der Züchter dieses Hundes in.der Schweiz

    Die Frage ist wohl: Habt ihr die Kenntnisse und Fähigkeiten und die Zeit, um einen Hund in die Richtung auszubilden und das Erlernte auch zu begleiten, bis es gefestigt ist?


    Das bedeutet neben der Hofarbeit und Kinderbetreuung ein zusätzliches, tägliches Arbeitspensum mit dem Hund.. möglicherweise auch von einem Trainer begleitet, was zusätzliche Kosten bedeuten kann.


    Was ihr sucht - und das ist kein Vorwurf - ist eine Art eierlegende Wollmilchsau. Die erarbeitet man sich entweder selber oder man erhält sie als entsprechend hochpreisigen Therapiehund zur Verfügung gestellt.


    Zur Frage: Ja, es ist unter oben aufgeführten Bedingungen möglich.

    Es kommt natürlich noch stark auf den Hund drauf an.


    Ich kann euch 3 Beispiele geben:


    Mein eigener. Leistungszucht, jagt nicht ( was von klein auf strikt unterbunden wurde und bis heute ab und zu Nachjustierung Bedarf. Das ist aber völlig normal, aber eben viel Arbeit und nur ein einziges Mal schlafen kann die ganze Arbeit zunichte machen). Nicht territorial ( bei uns gehen den ganzen Tag Kunden, Postbeamte usw ein und aus).

    Wir haben Pferde, Katzen, viel Wild und Landwirtschaft, das klappt unter strengen Erziehungsmassnahmen alles.

    Den Autisten würde er sicher lernen können, die Aufgabe hat er hier halt nicht.

    Von diesem Typ Hund würde ich tatsächlich abraten, da er sehr bewegungsfreudig und triebstark ist.

    Neben der ganzen Hofauffabe mache ich täglich mindestens 1x Fährten oder UO und zusätzlich, auf 2 Spaziergänge verteilt 7-10 km. Dazu noch 2x auswärts Training.

    Dieser Hund ist den ganzen Tag frei laufend bei mir.


    Nummer 2 ist Rumänienhund beim Nachbarn. Die haben klassischen Hof mit Kühen, Katzen und auch einen autistischen Sohn. Keine Hühner.

    Am Territorialen mussten sie arbeiten und das bis heute ( Spaziergänger).

    Der Autist kommt gut mit dem Hund klar, hatte aber in der Welpenzeit Respekt vor dem Beissen. Der Hund muss aber bezüglich Autist keine Aufgaben erfüllen.

    Das jagen ist heute recht gut im Griff, es gab aber eine Zeit, da hat er als Junghhund in unbeaufsichtigten Momenten mit den Kitties gespielt und dabei eines getötet. Nicht durch beissen, sondern durch zu grobes Spiel. Hier war die Lösung, das erzieherisch strikt zu unterbinden und den Hund, solange die Kitten noch klein waren, während der Zeit, wo niemand ein Auge drauf haben konnte, den Hund anzubieten.

    Wie er dieses Frühjahr auf die Kitten reagieren wird, wird sich zeigen. Der Hund hat anteilig Schäfer drin


    Hund Nummer 3 entspricht vermutlich am ehesten euren Vorstellungen.

    Das ist eine Hündin, Hochzucht, aber nicht übertrieben gezüchtet.

    Bauernhof mit Kühen, Hühnern, Katzen und viel Spaziergängern. Kinder, aber kein Autist.

    Diese Hündin ist sehr sanft, mittleres Temperament, keine Jagdambitionen. Ich habe sie noch nie bellen gehört.

    Dieses Bauernpaar hat aber seit Ewigkeiten genau diesen Typ Schäferhund und die wissen vermutlich genau, wie sie erzieherisch zu Anfang vorgehen müssen, dass der Hund entsprechend hoftauglich wird. Auch dieser Hund ist frei laufend und bleibt selbständig auf dem Hof. Sie ist allerdings kastriert und wenn die Bauersleute abwesend sind, dann sperren sie sie ins Haus, was ich vernünftig finde.

    Hier ist der Schlüssel zum Erfolg wohl, dass sie, soweit ich weiß, stets vom selben Züchter den Hund haben und der Züchter wohl auch aus der Landwirtschaft kommt.


    Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser Auflistung ein bisschen helfen

    Ich kann das nicht lesen, es ist zu klein. Aber so stark ausgeprägte Fehlstellung endet selten gut und grad in dem Alter sind die Knochen und Weichteile noch sehr empfindlich. Solche Fehlstellungen legen den Grundstein für spätere Arthrosen. Ich würde da wirklich die Finger davon lassen

    @susanne_mueller : an Dienststellen kann man es in dem Alter und mit diesen Macken glatt vergessen. Die brauchen die Hunde jung und ausbildbar, zudem sollen sie wesensfest sein, was hier nicht der Fall ist. Das wird sehr schwer sein, den zu vermitteln.

    Es ist ja aus der Ferne auch gar nicht zu beurteilen, inwiefern die wohl eher unfachgerechte Aufzucht, Erziehung und Unterbringung des Hundes zu dem Problem beigetragen haben und inwiefern der auch genetisch schon prädestiniert ist für Wesensschwäche.

    Auf jeden Fall ist das eine Katze im Sack, die im worst case kaum oder nur schwer korrigierbar ist. Dessen muss man sich einfach bewusst sein. Ich würde hier tendenziell weniger auf einen Platz hoffen, als vielmehr schauen, ob ich mir nicht einen Experten wie Thomas Baumann ins Boot hole, der den Hund erstmal beurteilen kann. Danach kann man weiterschreiben, ob und wie man allenfalls weitermachen kann.

    Ich weiss, das sind harte facts. Aber dass so ein Hund letztendlich ein Wanderpokal mit grossen Risiken wird, die Gefahr ist einfach gross und dem Hund ist damit auch nicht geholfen

    Secans : ok, unter Toben habe ich mir jetzt was anderes vorgestellt mit mehr Platzbedarf. Aber ja, ich kann mir vorstellen, was du meinst und finde das auch ganz sinnvoll.

    Maline : eigentlich wollte ich anhand unseres Beispiels nur zeigen,.wie man mit gar nicht zu viel Aufwand einen hoffentlich lebhaften Welpen gut durch den Tag bringen kann.

    Dazu braucht es beileibe keine Reithalle. Die ist halt Teil unseres Arbeitsortes und wurde nur deshalb erwähnt. Die Reithalle kann man getrost durch Wiese, Felder etc ersetzen. Ich hatte ja früher auch keine. Da sind die Hunde halt in den Garten und ansonsten sind wir ins Grüne mit denen, ohne deswegen etwaigem Verkehr oder ähnlichem auszuweichen. Und statt Gebeisse in den Heusack gab's halt was anderes, meinetwegen ein Pyjama Bein oder die Kartons der Altpapiersammlung.

    Secans: wo willst du in.einer Stadtwohnung genug großen Auslauf haben zum Toben?

    Ich sehe halt hier schon ein Problem mit dem Freilauf, wofür eine Flexi einfach an die Grenze kommt.

    Es geht ja auch nicht darum, einen Welpen Speziell müde zu machen, das ist in meinen Augen genauso Unsinn, wie zu erwarten, dass sie zu gewissen Zeiten schlafen.

    Aber die Möglichkeit haben, bei Bedarf mal düsen zu können, fördert den Schlaf halt schon.

    Bei uns war das unkompliziert im Alltag eingebunden. Er hat beim Füttern geholfen und in die Heusäcke gebissen. Dann eine Runde im Stall gepennt. Dann in der Reithalle etwas geflitzt, mich anfangs Reitstunde mit den Zähnen bearbeitet und dann neben mir gepennt. Nach dem Mittagessen Energie bekommen und in.der Wohnung getobt. Dann gepennt. Dann kurzer Spaziergang und beim Abendstall dabei sein. Dazwischen mal gepennt. Am Abend nochmal hochgedreht, da spielen wir manchmal mit und dann über Nacht gepennt. Natürlich haben wir auch zwischendurch ein bisschen Alltagsgehorsam eingebaut fürs Köpfchen. So ungefähr war bei uns Welpenzeit

    hat der Welpe denn auch Freilauf?

    Es ist sicher nicht ideal, so einen Hund in der Stadtwohnung zu halten.

    Meine Welpen haben im Leben nie 18 h geschlafen, sondern höchstens so 12-14. Meiner Meinung nach sind Welpen, wenn man sie vernünftig in den Alltag einbindet und sie auch ihre Bewegungslust ausleben lässt, von alleine müde und schlafen auch ohne Box. Wir sind dem Trubel und Alltags/ Verkehrsgeräuschen nie ausgewichen, das ist reine Gewöhnungssache.

    Mit dem Beissen muss man in dem Alter teilweise leben, einzig, wenn sie zu grob sind, stelle ich das ab, genauso wie das Leinenbeissen.

    Was hat euer Hund für Kahlstellen rund ums Auge? Oder täuscht das Foto?