Nasenarbeit / Fährte & Co /Praxisarbeit

  • Ich würde das auch nicht machen. Ich gehe meistens zwar auch die Fährte noch mal ab, wenn Crazy mal einen GS überlaufen hat, aber ohne Crazy mit dem Such-Kommando loszuschicken. Wenn sie von selbst die Nase runternimmt, lasse ich sie.


    Ich würde die GS so auslegen, dass du weißt, wo sie liegen und dann entsprechend blocken, wenn sie überlaufen will.


    Ich war gestern wieder mit Crazy auf dem Acker, durch den Regen am Freitag war der Boden sehr verdichtet und es war ganz schön kumpelig, da der Acker bisher nur einmal grob gegrubbert worden ist.


    Die ersten Verleitungen waren gleich recht bald am Anfang, da hatte Crazy doch deutliche Probleme und kam von der Fährte ab. Ich habe dann auch nicht sehen können, wo es weiterging, so dass wir beide etwas ins Schleudern kamen. Sie hat die Fährte dann aber wieder gefunden und weiter gesucht. Es war definitiv nicht einfach für sie, zum Teil kaum Bodenverletzung. Die GS waren alle i. O., den einen oder anderen Winkel hat sie um eine Körperlänge überlaufen bzw. hat mal gekreiselt, selbst auf geradem Schenkel gab es mal einen kleinen Abweicher. Obwohl es nicht übermäßig warm war, hat sie stellenweise deutlich entlastet. Ich hoffe, da finde ich noch eine Lösung, wie wir das abstellen oder zumindest abmildern können.

    Denn da sie sonst intensiv Schritt für Schritt sucht, fällt das Entlasten dann natürlich um so deutlicher auf.


    Knapp drei Wochen haben wir noch Zeit zum Üben. Schauen wir mal, wie es dann aussieht :)

  • s wenige Futter was ich ausgelegt hatte

    ich denke mittlerweile das Futter in der Fährte ist Heras Problem, sobald Futter im Verlauf aufgetaucht ist werden die GS unwichtig, trotz stets höherwertiger Belohnung von oben.

    Sie hat ja schon gesucht und verwiesen vollkommen ohne Futter.

    in der Richtung sollte ich mal weiter gehen, Fährten mit GS ohne Futter und zwischendurch mal eine nur mit Futter.

  • Manchmal braucht es auch einfach bissl Zeit. Hier hat es jetzt knapp über ein halbes Jahr gedauert bis die GS so richtig schön wurden.



    Wir trainieren auf unsere erste FH1. Fremdfährte, fremde GS und Verleitungen sind kein Thema. An den Winkeln und Schenkeln müssen wir aktuell bisschen arbeiten. Kondition dürfte ebenfalls passen. Bis November haben wir Zeit.

  • s wenige Futter was ich ausgelegt hatte

    ich denke mittlerweile das Futter in der Fährte ist Heras Problem, sobald Futter im Verlauf aufgetaucht ist werden die GS unwichtig, trotz stets höherwertiger Belohnung von oben.

    Sie hat ja schon gesucht und verwiesen vollkommen ohne Futter.

    in der Richtung sollte ich mal weiter gehen, Fährten mit GS ohne Futter und zwischendurch mal eine nur mit Futter.

    Liegt das Futter vielleicht zu nahe am GS?

  • Flummi , Ja, und das scheint mir bei der Hera mittlerweile auch der richtige Weg zu sei,

    Gestern Abend, ca 500 Schritte ,4 Schenkel, nur rechte Winkel und 6 GS.

    Alle 6 GS schön verwiesen, ohne Zögern, 1 war etwas schräg, war wohl dem Wind geschuldet.

    Nach dem 6.GS beim ca. 400 Schritt gabs dann noch so 50-100 Schritte mit ab und zu Futter.

    Ich habe immer Angst wenn kein Futter mehr ist geht die Motivation zurück aber ich glaube mittlerweile ist das Suchen und Finden bei Hera Motivation genug.

    Ich fährte mit ihr mindestens jeden 2. Tag.

  • Ich würde Futter auch nicht zu dicht beim GS hinlegen. Das geht bei Crazy auch nicht.


    Wir waren gestern auch wieder auf dem Acker, diesmal gegrubberter Rapsacker, staubtrocken, teilweise recht fester Boden, zum Teil etwas lockerer.


    Es war durchwachsen, teilweise wirklich gut, teilweise konfus und unkonzentriert, die GS waren auch nur zum Teil okay, einige wollte sie überlaufen, wenn ich es rechtzeitig gesehen habe, gab es eine Korrektur über die Leine und einmal auch ein bisschen Mecker. Keine Ahnung, was da plötzlich los, denn gerade die GS waren immer eine sichere Angelegenheit.

    Winkelarbeit war ebenfalls durchwachsen, einige super, andere weniger super.

    Die Verleitungen waren okay, wobei es in einem Abschnitt nicht zu erkennen war, ob sie auf der Fährte war oder nicht, weil man echt nichts gesehen hat.


    Morgen dann die nächste Fährte, da werde ich vor der eigentlichen Fährte eine kurze GS-Fährte machen. Mal gucken, ob das was bringt und sie wieder in die Spur bringt.


    Angefangen hat es übrigens damit, dass ich vor kurzem auch mal Futter dicht hinter die GS gelegt hatte, damit sie nach dem GS ruhiger sucht. Das habe ich jetzt zwar nicht mehr gemacht, aber der Bock ist erst mal drin.


    Motiviert ist sie ja immer, meine kleine Suchmaus, selbst wenn es schwierig ist und sie die Fährte verliert, gibt sie nicht auf. Allerdings wird sie dann leicht etwas hektisch wenn es länger dauert. Aber sie will immer und das macht echt Spaß.

  • Ich will nicht naseweisen, aber ich könnte mir vorstellen, dass es so ist wie bei vielen Übungen. Mein Trainer hat immer gesagt: "Du musst die ganze Zeit justieren. Wenn da ne Schraube locker ist, musste sie nachziehen und davon wird dann bald wieder ne andere locker, dann musst du DIE nachziehen......usw usw"


    Über die Zeit muss man wohl immer wieder verändern, ausgleichen, mal weniger Futter hier, mal weniger Futter dort, mal mehr, mal ganz viel, mal gar nix.

  • Variable Verstärkung(Intermittierende Verstärkung) funktioniert super, wenn das richtige Verhalten bereits etabliert ist.

    Bis dieses aber gefestigt ist, sollte man-meiner Meinung nach-nicht zu viel damit herumexperimentieren. Im Aufbau eines Verhaltens wäre mir persönlich die Gefahr viel zu gross, dass der Hund nun gar nicht mehr weiss, warum was wann belohnt wird. Das ist bei der kontinuierlichen Verstärkung(Immerverstärker) nicht der Fall.


    In der Erhaltung ist die Variable Verstärkung immer die bessere Lösung.


    Dazu kommt noch die Frage: Was ist denn für meinen Hund tatsächlich Belohnung? Also welche Wertigkeit hat denn diese Belohnung? Futter ist ja auch nicht gleich Futter. Da macht ein hochwertigeres Leckerli für eine Übung, die noch nicht so ganz zuverlässig abgerufen werden kann, viel Sinn. Gegenüber dem normalen Trockenfutter, das man nun schon variable bei kontinuierlich gezeigtem Verhalten wie zB Sitz/Platz geben kann. Für mache Hunde ist das Spiel mit dem HF ob mit oder ohne Spieli für den Hund das nonplusultra. Oder für einen anderen ist das Buddeln, schnüffeln, planschen im Wasser etc.

  • In der Erhaltung ist die Variable Verstärkung immer die bessere Lösung.

    und die Schwierigkeit bei der Fährtenarbeit ist zu erkennen wann der Punkt erreicht ist von dem an ich besser mit diesen Variablen Verstärkungen arbeiten kann, ich denke das ich das bereits eine Zeit lang bei der Hera mache und auch Cinja s Schilderungen sind so. Axman s Schraubentheorie geht ja auch in diese Richtung.

    Hatte heute Abend wieder eine ähnliche Fährte wie vorgestern, wieder ohne Futter und alle 6 GS verwiesen.

    Aber - die Winkel haben mir nicht gefallen, ca,1 Hundelänge überlaufen und bei den Winkeln die nach rechts führten links rum gekreist und hektisch wieder rein in den Verlauf,

    Das ist jetzt so eine Schraube die sich gelockert hat , die werd ich wohl durch auslegen von Futter in den Winkeln wieder anziehen müssen.

  • Wir waren gestern wieder auf dem Acker :) Er war doch strohiger, als es zunächst aussah und staubtrocken. Nach dem Legen hatte ich schon eine staubige Hose.


    Crazy hat alles gegeben, durch den Wind war sie bei zwei Winkeln etwas drüber, dann auch mal ohne Wind :) Aber alle GS verwiesen, bei 2 GS war sie fast drüber und hat sich rückwärts korrigiert. Sie war auch insgesamt ruhiger und nicht so hektisch. Alle 2 Tage fährten scheint diesbezüglich gut für sie zu sein.


    Die Fährte war durch das Stroh und die Trockenheit echt nicht einfach, wir haben meistens nicht gesehen, wo es lang ging. Dafür hat sie toll gesucht, auch wenn es nicht fehlerfrei war. Aber sie hat wieder alles gegeben und nicht aufgegeben. Das ist für mich wertvoller als eine absolut fehlerfreie einfache Fährte.

  • In der Erhaltung ist die Variable Verstärkung immer die bessere Lösung.

    und die Schwierigkeit bei der Fährtenarbeit ist zu erkennen wann der Punkt erreicht ist von dem an ich besser mit diesen Variablen Verstärkungen arbeiten kann, ich denke das ich das bereits eine Zeit lang bei der Hera mache und auch Cinja s Schilderungen sind so. Axman s Schraubentheorie geht ja auch in diese Richtung.

    Hatte heute Abend wieder eine ähnliche Fährte wie vorgestern, wieder ohne Futter und alle 6 GS verwiesen.

    Aber - die Winkel haben mir nicht gefallen, ca,1 Hundelänge überlaufen und bei den Winkeln die nach rechts führten links rum gekreist und hektisch wieder rein in den Verlauf,

    Das ist jetzt so eine Schraube die sich gelockert hat , die werd ich wohl durch auslegen von Futter in den Winkeln wieder anziehen müssen.

    Ja, das ist auch etwas knifflig und in der Fährtenarbeit bestimmt noch viel mehr als anderswo.

    Man darf aber nicht vergessen, dass der Hund, wenn sich mal etwas ändert, eben anders als gewohnt reagiert. Da ist die Kunst wahrscheinlich, dass man dann den richtigen Zeitpunkt zwischen dem Verstehen und „Ungehorsam-ist mir egal“ erwischt.

    Es macht ja einen grossen Unterschied ob er es noch nicht begriffen hat oder er verunsichert ist und deshalb anderes Verhalten zeigt. Das kann man in der Fährte wahrscheinlich schwerer erkennen als z.B. in der UO. Denn da weiss ich, mein Hund kann Sitz, auch bleiben wenn ich weggehe usw. Wenn in der Fährte dann etwas geändert wird, muss man sicher sehr sehr genau arbeiten, also wirklich in jeden 5. (nur ein Beispiel) Schritt Futter legen und das ist dann ja wieder kontinuierliche Verstärkung.

    Vielleicht ist man da zu wenig konsequent, man legt mal beim 6. oder 4. oder man vergisst. Was ja schon wieder eine variable Verstärkung sein würde. Vielleicht ist man auch der Meinung, dass muss der Hund jetzt aber draufhaben und man geht zu schnell einen Schritt voran und legt in jeden 7./8./10. Schritt Futter, obwohl der Hund gerade beginnt, sich den 5. abzuspeichern aber noch lange nicht sicher ist.


    Ich weiss es nicht, bin kein Fährtenmensch, da mir hier leider Gleichgesinnte und Geländeerlaubnisse fehlen. Also bitte nicht „hauen“ über diese Gedanken😵‍💫😅

  • Außerdem, Cinja ,was hilt dir eine 100 Übungsfährte ;) das sparst ihr euch doch lieber für die Prüfung auf.

    Und so einfach liest sich die staubtrocke, strohige Fährte auch nicht.

    Wegen den GS, kann es sein, dass der Wind von hinten kam? Dann könnte es sein, dass die Witterung vorne deutlich größer war.