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Der DSH als Rettungshund

  • Hermannthegerman
  • 26. Oktober 2016 um 14:01
  • Boomer&Hicks
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    • 21. Juli 2022 um 07:57
    • #361

    Hab ich mir beim Lesen gerade auch gedacht.

    Ich würde ihn hinterher Jagen lassen - die Suche ist ja eine Form der Jagd!

    SG Tanja mit

    "Hicks" Bubi vom Humbergturm *15.03.2021

    "Finn" A Hamburger von den Albspätzle *12.04.26

    Boomer Husky-Podenco Mix * 08/2009 - +06.06.2025

  • Boomer&Hicks
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    • 21. Juli 2022 um 08:00
    • #362

    Das Schnüffeln würde ich trotzdem unterbinden - schnell hin - ich weiß ja nicht was er kennt, wenn er was nicht soll (nein, pfui,..) und ihn dann mit einem Weiter-Kommando weiter schicken.

    Da dann halt bei ihm nochmal wegen der Motivation schauen.

    Aber eigentlich sollte für ihn die Suche so spannend sein, dass er alles andere nicht wichtiger findet in dem Moment.

    Wir haben daher beim Mantrailing auch erst mal am Start die Motivation aufgebaut.

    Hund muss wollen, richtig wollen.

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  • Flummi
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    • 21. September 2022 um 18:54
    • #363

    Im Schutzdienstfaden geht es gerade um Verbellen. Aufbau über die Beute oder Aggression.

    Wie ist das beim RH?

    Es gab schon zu meiner Zeit heiße Diskussion ob ein Rettungshund auch Schutzdienst machen darf und umgedreht. Genau aus diesem Gund. Verbellen im Aggressionsbereich =O das geht doch nicht!

    Oder vielleicht doch?

    Ich bin der Meinung es geht, und hat auch seine Vorteile. Diese Meinung begründe ich mir meinen Erfahrungen.

    Wie hatten damals in unserer Staffel, vom Border Colli über Jagthunderassen bis hin zum (damals) SchH3 ( Rotti / RS / DSH) Hund alles am Start.

    Wir hatten also Hund die das Verbellen auf beiden Arten gelernt hatten.

    Zum ersten möchte ich sagen, dass das hohe schrille Bellen, einen großen Vorteil hat:

    Man hört es weiter als dunkeles tiefes Bellen. ;)

    Und das ist beim RH sehr wichtig.

    Die Hunde die allerdings im SD gearbeitet wurden, waren (bis auf wenige Ausnahmen) die Hunde die in allen Situationen sicher ausgelöst haben.

    Diese Hunde waren aber trotzdem nicht "böse" am Opfer. Sie haben nicht das gleiche Verbellen gezeigt wie im SD. Die Hunde haben ganz genau Unterschieden was sie machen.

    Trotzdem war das Auslösen am Opfer, Rhythmus, Dauer und Intensität des Verbellen deutlich besser/sicherer.

    Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass reine Beutehunde sie schlechten Verbeller sind!

    Es gibt sehr viele super Verbeller die rein über die Beute aufgebaut wurde.

    Es geht aber eben auch beim RH beides.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 21. September 2022 um 18:57
    • #364

    Flummi ohne Wertung, aber wie wirken die unterschiedlichen Bellarten beim Unfallopfer?

    Nur aus meiner Sicht ich habe einen Hund hier, der aus Angst drohend bellt und die Reaktion ist beim Menschen Angst

  • Flummi
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    • 21. September 2022 um 20:09
    • #365

    @Ellionore , ein Rettungshund wird benötigt werden Gefahr im Verzug ist. Schockopfer nach Unfall, Suizid, Reitunfälle, Orientierungslose Person in hilfloser Lage....

    In der Regel ist das Verbellen vom Hund, gelinde gesagt, das kleinst Problem der vermissten Person.

    Wir (unsere Staffel) hatten das Glück einige Lebendfunde zu haben. Und glaube mir, keiner der geretteten Pesonen hat sich über das Bellen beschwert.

    Was ist besser? Schlecht bekleidet, geschwächt in die zweite 5°C kalte Nacht zu starten und ganz sicher zu erfrieren? Oder von einem Hund (der mit ein bis zwei Abstand) bellt gefunden zu werden?

    Was ist insgesamt das kleinere Übel?

    Außerdem, wer sagt, dass das Opfer vor einem hohen Bellen keine Angst haben kann?

    Und noch was, Menschen die noch so fit sind um Angst zu haben, machen sich durch rufen aufmerksam. Es ist nämlich nicht leise im Wald während so einer Suche.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 21. September 2022 um 20:11
    • #366

    deswegen ja die Frage Flummi.

  • Flummi
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    • 21. September 2022 um 20:17
    • #367
    Zitat von Ellionore

    deswegen ja die Frage Flummi.

    Deswegen die Antwort ;)

    Nein, alles gut.

    Ist ja sicher eine Überlegung wert, die du da anstellst. Wenn man aber die alternativen kennt, ist das Verbellen einfach kein so großes Ding.

  • Axman
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    • 21. September 2022 um 21:00
    • #368
    Zitat von Ellionore

    Flummi ohne Wertung, aber wie wirken die unterschiedlichen Bellarten beim Unfallopfer?

    Nur aus meiner Sicht ich habe einen Hund hier, der aus Angst drohend bellt und die Reaktion ist beim Menschen Angst

    Ich glaube ein Hund der aus Angst drohend bellt ist furcheinflössender als einer der aus kontrollierter Aggression bellt. Ersterer ist schwer einzuschätzen, weil er selber nicht Herr der Situation ist. Der Hund der gelernt hat in Aggression zu bellen weiss was er tut und was er zu erwarten hat, er ist stabil. Ich denke das spürt das Gegenüber.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • SummerCake1433
    Gast
    • 21. September 2022 um 21:16
    • #369

    In unserer Staffel arbeiten ausschließlich "reine" Rettungshunde, das ist aber eher Zufall.

    Wir haben letztens von einer anderen Staffel erfahren, da hat der ehemalige Staffeleiter einen Mali, der eigentlich in der Fläche ausgebildet wurde, zum Trailer gemacht, weil die HF angefangen hat nebenher noch Schutzdienst zu machen und er der Meinung war, wenn der Hund lernt zu beißen muss wenigstens ne Leine dran.

    Bei unseren Leuten stieß das eher auf Unverständnis, weshalb ich denke, dass in unserer Staffel da jetzt niemand - oder zumindest der Großteil - keine Bauchschmerzen hätte.

    Aber wir bilden unsere Hunde nur über die Beute aus.

    Kobold merkt man aber an, dass der einfach ziemlich unsicher am Helfer ist; wenn ICH ihn bellen lasse, klingt das auch nochmal anders.

    Und wenn da ne fremde Person liegt, dann piepst er anfangs wirklich nur. Wenn er sich dann eingegroovt hat, wird es besser.

    @Ellionore ich kann deinen Einwand verstehen. Ich sitze so oft für unsere Hunde draußen. Wenn der kleine Mischling kommt oder der Appenzeller, der Kelpie, der Cattle, das ist schon ok. Aber der Mali, der DSH, der Beauçeron, der kupierte Dobermann... da wird's einem schon manchmal anders. Aber wie Flummi schon schrieb: der bellende Hund ist das kleinste Problem der Leute, die wir suchen.

  • Palinka74
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    • 22. September 2022 um 08:48
    • #370

    Also wir haben zumindest einen Hund in der OG, der Rettungshund ist und parallel Schutzdienst macht.

    Django (Andy vom Biberstieg) *13.04.2020

    Spike (03/2005 - 11/2019) für immer in meinem Herzen <3

  • SummerCake1433
    Gast
    • 27. Oktober 2022 um 11:33
    • #371

    Ich melde mich hier mal wieder.

    Ich hatte in der letzten Zeit kein so großes Bedürfnis in diesen Faden zu schreiben, da wir ein massives Motivationsproblem hatten.

    Kobold wollte einfach nicht mehr raus zum Helfer. Nach dem Ansatz war ALLES wichtig, aber nicht, möglichst schnell zum Helfer zu kommen.

    Ich habe mir 1000 Gedanken gemacht, habe mich aber auch nicht so recht getraut, meine Meinung gegenüber den Ausbildern zu vertreten, da ich mir immer dachte: "Die haben doch mehr Erfahrung als ich; die müssen es doch besser wissen..."

    Ich bin nämlich schon etwas länger der Meinung, dass die Bestätigung für den Hund falsch ist. Also nicht DASS er bestätigt wird, natürlich, sondern das WIE.

    Wir haben ihn als er noch ganz jung war ziemlich schnell auf Schlecktuben umgestellt, da er beim Futter geben so sehr in die Finger der Helfer gezwickt hat. Und ich bin inzwischen überzeugt, dass ihm das nicht reicht. Das ist nett, keine Frage, aber ein Arbeitsjunkie, einer der nur noch zum Helfer will, weil da das beste und das schönste passiert, das ist Kobold nicht.

    Und das hat mich wahnsinnig traurig gemacht. Ich habe gesehen, dass er keinen Spaß mehr an der Arbeit hat und somit hatte ich auch keinen Spaß mehr, weil ich das Gefühl hatte, ihn in etwas zu zwingen, was er nicht tun möchte.

    Ich war am vergangenen Wochenende auf einem Rettungshunde-Symposium, bei dem auch ein kurzer Praxisteil mit den eigenen Hunden war. Und dieser kurze Praxisteil hat mir einfach mein Gefühl der letzten Wochen zu 100% bestätigt. Sitzt da draußen ein GUTER Helfer, der mit Kobold Megaparty macht und mit ihm SPIELT (richtig spielt, ohne dabei etwas von ihm zu wollen, ganz entspannt und ausgelassen), hat Kobold alles, aber kein Motivationsproblem mehr. Dann ist auch Verbellen einer männlichen Fremdperson, die noch dazu eine Baseball-Cap trägt, überhaupt gar kein Problem und Kobold bellt tief, druckvoll und ausdauernd.

    Leider waren meine Ausbilder nicht auf diesem Seminar.

    Und so ist es jetzt an mir, die neue Bestätigungsform für meinen Hund durchzusetzen. Außerdem muss ICH unsere Helfer schulen, ich muss ihnen zeigen, wie man richtig mit Kobold spielt. Das wird beim einen leichter und beim anderen (der sich schon schier in die Hose macht, wenn Kobold kommt und ihn anbellt und er ihm dann einfach Futter ins Maul schieben soll) schwerer. Das wird eine Aufgabe. Bei uns in der Staffel gibt es keine Spielhunde mehr, weil genau daran bisher alle gescheitert sind: Der Helfer macht nicht genug Action, er schafft es nicht, so zu spielen, dass es dem Hund Spaß macht.

    Ich setze jetzt alle meine Hoffnung in MEINE Fähigkeiten, das den Helfern zu vermitteln.

    Momentan bin ich einerseits sehr motiviert, denn ich habe endlich eine Lösung für unser "Problem" gefunden. Andererseits habe ich die Befürchtung, dass meine Helfer damit überfordert sind, richtig mit meinem Hund zu spielen.

    Mal sehen, was das wird.

    Ich werde berichten. :)

  • Pinguetta
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    • 27. Oktober 2022 um 11:57
    • #372

    Ich finde es gut, dass du an dem Thema dran bleibst und auf dein Bauchgefühl hörst. Niemand kennt Kobold so gut wie du. Und man merkt, dass DIR das wichtig ist, weiter an deinem Traum mit der Rettungshundestaffel zu arbeiten. Ich glaube, nicht wenige hätten schon aufgegeben. Ich finde es wirklich toll, wie du da dran bleibst, deine Gedanken und Gefühle analysiert und Lösungen suchst. :thumbup:

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 27. Oktober 2022 um 12:21
    • #373

    und was wäre, wenn du erstmal verstärkt Sani Arbeit ehrenamtlich machst und euch/Kobold Zeit gibst. Ein wertvoller Beitrag wäre das ja auch.

  • Kimba2001
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    • 27. Oktober 2022 um 12:24
    • #374

    Du schaffst das bestimmt Dich durchzusetzen!

    Da Du jetzt weißt wie Du Kobold motivieren kannst, wirst Du den Ehrgeiz haben das auch so umzusetzen.

    Nun haben die Helfer Euch gefälligst zu helfen! ;) :thumbup:

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

  • SummerCake1433
    Gast
    • 27. Oktober 2022 um 12:25
    • #375

    Apropos Gedanken und Gefühle:

    Ich bemühe mich ja seit längerem mit der Einstellung "wir gehen raus und haben Spaß und MÜSSEN tun wir hier gar nix" in die Übungen zu gehen. Seit ich das auch schaffe, ist es etwas besser geworden, da ich nicht mehr so viel mentalen Druck auf Kobold ausübe.

    Deshalb könnte das Spielen einen wirklich guten Effekt haben, weil wir dann ja wirklich beide Spaß haben und das bestimmt nochmal was mit mir macht.

    Herrje, Hundeausbildung ist so kompliziert, weil sie einfach alles merken, was man so fühlt und versucht vor ihnen zu verbergen.

    (Das war übrigens auch ein Punkt in einem Vortrag des Symposiums (Referent: Detlef Busse): die Disharmonie zwischen Körpersprache, Geruch und Handeln des Menschen, die den Hund unglaublich verwirrt; Fazit war: Sei ehrlich mit dir und deinen Gefühlen und daraus resultierend auch mit (d)einem Hund und es wird einiges leichter werden, weil du ihm ein stimmiges Bild vermittelst. Klang für mich sehr schlüssig....)

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