Schutzhundausbildung, nur mit Hilfsmittel?

  • Bei solchen Methoden müsste viel viel härter durchgegriffen werden X(


    Mit Aufklärung kommt man bei solchen Individuen nicht weit befürchte ich X/

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Bei solchen Methoden müsste viel viel härter durchgegriffen werden X(


    Mit Aufklärung kommt man bei solchen Individuen nicht weit befürchte ich X/

    Hi,


    ja, dafür müssen die Vereine sorgen.


    Aber Aufklärung ist schon wichtig, da es sicher HH gibt, die denken, dass diese Methoden einfach normal sind, immer schon angewendet wurden, etc. Klar, bei "Leistungssportlern", denen es einzig um Erfolge geht, die genau wissen, was sie machen, wird das nicht viel nutzen. Aber bei "Unwissenden" kann das schon zum Nachdenken anregen.


    Immerhin hat sich ja in den letzten Jahrzehnten in der Hundeerziehung schon was getan!


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Bei solchen Methoden müsste viel viel härter durchgegriffen werden X(


    Mit Aufklärung kommt man bei solchen Individuen nicht weit befürchte ich X/

    - Wissenschaftlicher Sozialismus

    - Den Sozilismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!

    - Sendungsbewusstsein

    - Am grünen Wesen soll die Welt genesen!

  • Mittlerweile gibt es wenigstens auch mehr Richter, die beispielsweise ein freudiges Laufen bei Fuß hoch bewerten und ein unnatürliches Tänzeln, das auf einschlägige Methoden deuten lässt, mit Punktabzug quittieren.

    Es liegt - wie wohl immer - in der Verantwortung eines jeden einzelnen.

    Jedes Hobby hat Bekloppte, die der Ehrgeiz jedes Maß verlieren lässt. Und wenn es um Tiere geht, ist das einfach nur furchtbar. Auch im Pferdesport gibt's ja mittlerweile Gegenströmungen.

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Dennoch: Sollte es so sein, dass man ohne die Mittel, um die es hier geht, den Hund nicht im gewünschten Sinn der Sportart erziehen kann, ist das für diese HH-Hund-Paarung eben der falsche Sport.

    Leider wird auf den Hundeplätzen, vor allem bei den Schutzhundlern, mit diesen Hilfsmittel noch immer sehr viel Mist gemacht.

    Zu einen Hundesportler kann man sagen: „Wenn du deinen Hund ohne diese Mittel nicht in den Griff bekommst, suche dir eine andere Sportart“.




    Aber wie sieht es im Alltag aus?

    Wenn man seinen Hund beim Rehe jagen ohne diese Mittel nicht in den Griff bekommt, soll der Hund dann einen lebenslangen Leinenzwang bekommen?

    Soll man mit seinem Hund nur noch auf Feldwege gehen, wo keine Autos fahren, wenn man ihm das Autojagen ohne diese Mittel nicht abgewöhnen kann?

    Soll man um jeden fremden Hund einen großen Bogen schlagen, wenn man seinen Hund ohne diese Mittel nicht in den Griff bekommt?


    Ich habe meinen Hund mit der sanften Methode nicht in den Griff bekommen und habe dann ein bestimmtes Mittel verwendet.

    Heute ist mein Hund jederzeit abrufbar und nimmt die Kommandos auch im hohen Trieb an.

    Im Begegnungsverkehr mit anderen Hunde, Autos usw. haben wir keine Probleme mehr.

    Es ist eine Freude zu sehen, wie sich mein Hund bei unseren Streifzügen durch die Natur und am Strand mit Publikumsverkehr frei bewegen kann ohne Leine.

    Mein Hund hat sich durch seinen Gehorsam alle Freiheiten der Welt erkauft. Und dass ich mit einem Hilfsmittel einwenig nachgeholfen habe, bereue ich nicht.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Bei solchen schwierigen Themen wie Ostholstein sie beschreibt, finde ich auch, daß ein kurzzeitiger und kompetenter Einsatz solcher Hilfsmittel durchaus mal angebracht ist, um eben für den Hund ein angenehmes und auch für ihn selber sicheres Leben zu ermöglichen. In solchen Situationen finde ich das auch durchaus gerechtfertigt, wenn man mit allem anderen einfach nicht weiter kommt. Da wurde ja auch im Sinne des Hundes entschieden.

  • Sehe ich auch so. Und dann stehe ich auch hinter einer gezielten Einwirkung statt jahrelangem halberzigem Leinengefrickel.

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Hi,


    ich würde da auch unterscheiden, ob es sich um massive Alltagsprobleme handelt (zB Rückruf), die die Lebensqualität des Hundes einschränken und dem Erfolg im Sport, der mE keine Legitimation für solche Methoden darstellt. Wenn solche Methoden, dann eher noch im Alltag.


    Wobei ich sagen muss, wie immer, ohne persönlichen Bezug oder Kritik, dass es auch dann die ultima ratio sein muss. Zuerst sollte man alle anderen Möglichkeiten (zB gute Hundetrainer, an sich selbst arbeiten) ausschöpfen.


    Oder, um es provokativ auf den Punkt zu bringen: Wenn ich einen Hund nur durch Schmerzen erziehen kann, ist dieser Hund (Rasse) vielleicht für mich nicht die richtige. Ist ähnlich wie bei Eltern, die ihre Kinder nur durch Schläge "erziehen" können - es muss nicht jeder ein Kind, einen Hund haben....


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Wäre das Thema nicht besser in der Nähe der Plauderecke aufgehoben?


    Off-Topic


    Zum Thema:

    Stellt Euch vor, Ihr habt einen sehr lieben aber impulsiven Hund. Ihr geht auf einer vermeintlich feuchten Asphaltstraße. die aber hauchdünn vereist ist. Plötzlich reißt es Euch die Füße nach vorne. Ich bin noch so fit, daß ich im Sekundenbruchteil Planking machen kann...


    https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=planking



    ...und das Kinn auf die Brust reiße - und wie ein Brett über die volle Körperlänge auf mindestens 10 bemuskelten Punkten gleichzeitig lande. Trotzdem hat es danach überall im Körper geknirscht und die Muskeln sind von der plötzlichen Anspannung gestresst. Zu Hause hat mich jemand von oben bis unten mit beiden Handkanten bearbeitet und ich habe Schmerzmittel gegen die Verspannungen genommen.


    Ein Klassenkamerad hat sich nach einem Sturz noch zum Mittagsschlaf gelegt und war danach querschnittsgelähmt, und bei dem OP-Versuch gingen auch noch die Stimmbänder kaputt.


    Eine gute Freundin wollte sich bei so einem Ausrutscher mit den Händen abfangen und hat nun Gelenke aus Titan. Etwa ein Jahr später ist ihr Hund ins Rennen gekommen und sie ist in ein Loch getreten und dann gab es heftige Probleme mit der Hüfte.


    Bei aller Liebe, was nützt es meinem Hund, wenn ich im Rollstuhl sitze?

  • Ich verstehe nicht den Sinn einer solchen provokativen Schlussbemerkung. EINE erzieherische Baustelle bedeutet nicht, dass die gesamte Rasse respektive die komplette Hundehaltung versagt bleiben muss.

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Ist doch ganz einfach: Ich möchte Unfälle vermeiden. Da halte ich es für klüger, auch mal zu unangenehmen Mitteln zu greifen, wenn niemand(!) eine andere Lösung kennt.

  • Ich verstehe nicht den Sinn einer solchen provokativen Schlussbemerkung. EINE erzieherische Baustelle bedeutet nicht, dass die gesamte Rasse respektive die komplette Hundehaltung versagt bleiben muss.

    Hí,


    ja, die Bemerkung war unpassend! Entschuldigung! Ich ärgere mich ein wenig über die von mir so empfundene Verharmlosung der Methoden. Aber anstatt nachzufragen, so zu provozieren ist echt dumm...


    Ich wollte auch nicht sagen, dass eine erzieherische Baustelle dazu führen soll. Gemeint war es so: wenn man grundsätzlich nur durch Schmerzen den Hund zum Gehorsam bringen kann, dann sollte man sich die Haltung dieses Hundes, was ja auch mit Rassen zusammen hängt, überdenken und gegebenenfalls Abstand davon nehmen.


    Aber und das hab ich nicht dazu geschrieben: Ich gehe ja nicht davon aus, dass es das wirklich gibt! Ich denke, dass jeder Mensch, sicher nicht jeden Hund, aber doch sehr viele, sehr gut erziehen können, ohne solche Methoden anzuwenden. Der Fehler ist in meinen Augen ja schon, dass man denkt, dass diese Methoden wirklich funktionieren. Das denke ich nämlich nicht. Sie mögen ein Symptom kaschieren, aber das löst ja das Problem nicht. Ich denke, dass es fast immer einen Weg gibt, das Problem zu lösen ohne Schmerzen. Und wenn man keines findet, sollte man sich Hilfe suchen. Aber eben nicht ein Problem durch ein anderes ersetzen.


    Ich würde aber nie jemandem, der seinen Hund liebt, ihm Freiheit geben will und daher Gehorsam erwartet und aus Ratlosigkeit so agiert, sagen: "Nimm kein Stachelhalsband, oder gib deinen Hund weg!"! Aber ihn, nicht nur aus tierschutz, sondern auch aus erzieherischen Gründen drauf hinweisen, dass diese Methoden falsch sind, ist mE legitim.

    Sport ist da ne ganz andere, da freiwiliige Sache. Es dort einzusetzen - da will mir kein gutes Argument für einfallen. Daher hatte ich das getrennt oben in dem post.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Hi zusammen,

    Ich kann es nicht mehr hören Schutzdienst macht die Hunde aggressiv.

    Im IPO Sport wird der Hund auf Beute trainiert in diesem Fall der Hetzarm. Man kann das selbe auch mit einem Ball machen. Der Hund lernt zwar das beißen aber vor allem kann man den Hund in einer hohen Trieblage kontrollieren. Das heißt auf gut Deutsch er lernt auch in hoher Trieblage NICHT zu beißen sondern wieder ins Fuß zu kommen.

    Jeder der der Meinung ist das die Hunde nur das beißen lernen sollte sich mal ein komplettes IPO Video im Schutzdienst ansehen es geht nämlich nicht nur ums beißen sondern vor allem auch um den Gehorsam.

  • Hi zusammen,

    Ich kann es nicht mehr hören Schutzdienst macht die Hunde aggressiv.

    Aber darum ging es doch in diesem Strang gar nicht. Sondern ob der Schutzhundesport den Einsatz von Hilfsmittel (z.B. Stachelhalsband usw.) legitimiert. Also so habe ich es auf jeden Fall verstanden.

    Ich selbst betreibe keinen Schutzhundesport, trainiere aber öfter mit IPO-Sportlern und habe schon viele Trainings in verschiedenen Vereinen gesehen.

    Wenn ein Schutzdiensttraining sinnvoll aufgebaut ist sehe ich den Einsatz von Hilfsmittel, wie z.B. Stachelhalsband nicht zwingend schlecht.

    Ein Beispiel der Rückenstansport.

    Das heißt der Hund hat die Übung Schritt für Schritt mit wenig Reiz gelernt und man erhöht erst die Reizlage, wenn der Hund die Stufe darunter beherrscht. Und wenn z.B. der Hund die Übung wirklich gut verstanden hat, kommt der Helfer und damit eine höhere Trieblage ins Spiel. Somit braucht man viel seltener Hilfsmittel um den Hund zu korrigieren und vor allen Dingen ist es dann meist nur eine kleine Korrektur und nicht ein Mittel um dem Hund die Übung beizubringen.


    Wird allerdings ein Hund ohne jede Vorübung hinter dem Figuranten geführt und mit dem Stachelhalsband zurückgerissen wenn er vorprellt ist das meiner Ansicht nach Tierquälerei und nicht akzeptabel.


    Tele ist in Deutschland verboten und hat meiner Ansicht nach auf dem Hundeplatz nichts verloren, allerdings sehe ich einen kontrollierten Einsatz gegen das Jagen unter Umständen besser, als einen Hund sein Leben lang auschließlich an der Leine zu führen.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (*2008)+ Arik (*2015)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016, Rusty 2000-09.04.2019)
    Man kann ohne Hunde leben, abe es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • das war auf ein paar beiträge zuvor gemüntzt.



    Ein Stachel ist als solches auch nicht unbedingt erlaubt.

    Der Einsatz eines solchen Hilfmittel bringt , wie Schwedenfan richtig erklärt hat, erst etwas wenn der Hund die Übung kennt.

    Und es geht ja nicht darum um den Hund den Hals abzureißen sondern ihn einfach aus der hohen Trieblage wieder in "Konzentrationslage" zu bringen.

    Natürlich geht es auch ohne aber das kommt auch immer wieder auf den Hund an. Das muss jeder Hundeführer individuell entscheiden jeder kennt seinen Hund am besten.

    Bei meinem Rüde zum Beispiel brauche ich es nicht, bis jetzt.

  • Hi,


    in welchen Beiträgen wurde gesagt, dass dies Hunde aggressiv mache? Müsste man jedoch in der Tat mal untersuchen, ob und inwieweit da ein Zusammenhang besteht. Schmerz und Agression sind ja nicht vollends voneinander zu trennen.


    Bei deinem Satz mit der "Konzentrationslage" fehlen die Worte "durch massiven Schmerz". Das ist mE genau die Art der Verharmlosung, von der ich sprach.

    Mal ganz abgesehen davon: Wie gelangt der Hund in dieser Ausbildung denn überhaupt erst in diese hohe Trieblage?


    Tierquälerei ist auch nichts, was jeder einfach für sich selbst entscheiden muss. ME machst Du es dir da ein bisschen zu leicht.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • In gewisser Weise gebe ich dir ja recht ob das unbedingt sein muss lassen wir mal dahin gestellt.

    Ob es direkt tierquälerrei ist weiß ich auch nicht . Klar geht es anderes.

    Der Hund hat ja nach her keine ofenen stellen am Hals oder sonst irgend eine Verletzung.

    Hast du mal ein solches Halsband in der Hand gehabt?

    Das heißt nicht das ich ein Befürworter davon bin .

  • Der Hund gelangt in diese hohe Trieblage, weil er unbedingt an seine Beute, d.h. den Ärmel will. Wobei der "Kampf" um die Beute, das "nicht Randürfen" zum Spiel dazugehört.

    In Manous Video sieht man schön die Anfänge, das stolze Tragen, Abgeben, zum Helfer hin, drum rangeln usw. Das wird ja immer mehr gesteigert. Meine Banja war außer Rand und Band, wenn sie nur von weitem die Peitsche auf dem Platz hörte.

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Plauderecke...

    Plauderecke


    Worum es hier geht:


    hohe Trieblage

    Das macht man doch nicht zum Spaß. Man muss dem Hund vermitteln, dass er unter jeder Bedingung gehorcht und Sachen mindestens wieder her gibt.


    Wir sind heute bei herrlichem Sonnenschein in der benachbarten "Parkanlage" spazieren gegangen - alles wunderbar. Wir duften einen Kinderwagen mit schlafendem Kindchen betrachten, ein Paar auf einer Bank mit offenem Rucksack beim Essen, eine Gruppe, die einem Stadtführer zuhört... Dann der Weg nach Hause - alles seit Monaten Baustelle. Ich schaue nach vorne: in hundert Metern Bagger voraus. Wo entlang? Der Hund schnappt sich eine knallorange Jacke von einem Bauarbeiter auf einem Mäuerchen!!! NEIN!! AUS!!! Hundchen denkt nicht dran. Und dann dämmert ihm: mein HH hat da etwas um meinen Hals gemacht... Ich geb' das schöne Spielzeug wohl doch lieber wieder raus. :( Und dann kriegt er noch zur besseren Erinnerung drei Dinger verpasst - die er nicht mit der Herausgabe verknüpft. Soo blöd ist er nun auch wieder nicht.