Hi,
unser Kleiner ist jetzt knappe 10 Monate alt und entwickelt sich prächtig, abgesehen von dem Durchfall, den er seit gestern hat (wir vermuten, das liegt daran, dass wir einen Tag zuvor die Ziegenmilch, die wir kurweise gegeben hatten, abgesetzt haben - wir werden das beobachten).
Rehvorfall gab es seit dem keinen mehr. Wir haben nocheinmal Rehe gesehen und Gaius setzte auch sofort zum Sprint an, kam aber auch sofort zurück, als ich ihn rief. Ich bin ja echt kein schlechter Beobachter; aber Gaius scheint, was Wild angeht, eine Art "Radar" zu haben. Egal, solange er hört, wenn ich rufe, ist ja alles gut.
Vor ein paar Tagen (ich gehe jetzt abends immer noch im Dunkeln eine größere Runde) war es so dunkel, dass ich ihn (er ist ja fast schwarz) kaum sah sondern nur hörte. Plötzlich gings los, schnelle Schritte, die leiser wurden. Sicher wieder Wild, weil es an dieser Stelle von dieser Art BARF nur so wimmelt. Ich ihn also gerufen und die Schritte wurden sofort wieder lauter - er kam angerannt.![]()
Wirklich geübt haben wirs nicht, außer: Ich hatte gelesen, dass man zB Ballspiele im Feld unterlassen soll, da diese Hunde eher zum Jagen animieren würden. Da ich darauf nicht verzichten will, hab ich mir überlegt, es doch zu tun und eine Übung draus zu machen: Ich werfe den (Schleuder)-Bal so weit wie möglich, lasse Gaius sofort hinterher sprinten und rufen ihn dann auf halbem Weg ab. Das klappte auch gleich gut. So süß: Wenn er zum Ball rennt und ich ihn ins "Hier" rufe, kommt er zurücl gerannt, bleibt aber am äußersten Ran des "Hier". Er setzt sich dann, fiepst, Blick stur in Richtung Ball. Natürlch übertreibt er dann auch mal und ist ein Stück zu weit, so dass ich ihn noch nicht frei gebe. Und was macht er dann? Robbt auf seinem Hintern quasi cm für cm näher zu mir, bis es mir nah genug ist. Das sieht so panne aus
Sowie er dann zu mir schaut, lass ich ihn frei und er rennt zum Ball. Ich dachte, dass sei ja vom Prinzip her ähnlich, wie wenn er einem Reh hinterher rennt und ich ihn dann rufe. Hab aber keine Ahnung, ob das was hilft beim Antijagdtraining. Wenn ich mal die Kamera dabei hab, versuch ich das mal zu filmen...
Gestern waren wir im stichdunklen Wald. Zuerst die Taschenlampe an und dann auf einen alten Baumstamm gesetzt und Licht aus. Das war soo schön! Obwohl etwas zu hören war, war es still...
Gaius lag erst ne zeitlang neben mir, dann lief er ein wenig rum. Durch die zwei Märkchen am Halsband und durch das Laub konnte ich ihn ganz gut lokalisieren. Plötzlich kam aus einer anderen Richtung ein Geräuscch und Gaius kam sofort zu mir gerannt und setzte sich zwischen mich und die Richtung, aus der das Geräusch kam. Keine Ahnung, ob er sich sicher fühlen wollte oder mich sichern - es war ein gutes Gefühl![]()
Ansonsten geht es ihm gut. Wir gehen zwar aktuell nicht in die HuSchu (warte da jetzt, bis wir mit ca. 1 Jahr mal so langsam in Richtung BH gehen können), aber er trifft fast jeden Tag einen Hund, mit dem er spielen darf. Letzte Woche kam eine 2-Jährige Neufundländerin hinzu, die wir inzwischen öfter treffen. Ältere, schwerere Hündinnen kennt er ja schon. Nur is Fundi halt recht schnell müde, obwohl doch erstaunich fit für solch einen Hund. Was mir an Gaius sehr gut gefällt ist sein Sozialverhalten mit anderen Hunden. Gut, auf der einen Seite ist er ein Dre...Sa..., da er schon bei jedem Hund versucht, einen auf dicke Hose zu machen. Da ich inzwischen radikal durchgreife, wenn er versucht, anderen Hunden die Pfote aufzulegen, ist das auch schon deutlich weniger geworden. Aber seine ganze Körpersprache geht in Richtung "dicke Hose". Auf der anderen Seite ist er sehr feinfühlig. Zu der Fundi-Dame gehört nämlich noch eine 13Jährige Border C.- Dsh-Irgendwas-Mix, die natürlich nicht mehr so viel Rennen will. Und sowie sie nur leise zu verstehen gibt, dass sie grad keinen Bock hat, lässt er sie sofort in Ruhe und hält Abstand - zumindest eine zeitlang...![]()
Liebe Grüße
Lupus