Heute war es endlich soweit:-)

  • Am besten lässt man seinen Hund aber einfach an der Leine

    Nachts auf jeden Fall! Und sonst bei mir mittlerweile auch grundsätzlich immer, auch für den kleinen Weg vom Haus zum Auto. Außer eben bei unseren Spaziergängen am Tag in "unserem" Revier bzw. auf den Hudneplätzen, damit Harras mal ins einem Tempo laufen kann.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Hi,


    ohoh, hätte ich das doch nicht erwähnt - wollte kein Fass aufmachen...


    Versuche mal, mehrere Antworten in eine zu packen (aus meiner subjektiven Sicht heraus):

    Ich denke, dass die Unsicherheit im Dunklen im Wald vor allem unsere Unsicherheit ist und das das auch was mit Gewohnheit zu tun hat. Ich liebe die Dunkelheit, hab das schon immer. Ich sag das auch so meinen Kindern: Es gibt wohl keinen sichereren Ort als im Dunklen im Wald.

    Dass wir uns im Dunklen unsicher fühlen, ist vollkommen normal, da unser Prmärsinn (das Sehen) nutzlos geworden ist. Aber man gewöhnt sich daran und lernt, mehr auf anderes zu achten, zu hören. So weiß man auch im Dunklen, wohin der Hund läuft. Man sieht ihn vielleicht nicht so lange wie mit einem Leuchthalsband (wobei das durch Bäume verdeckt sein kann, der Schall nicht), aber vom Grundsatz her macht das keinen Unterschied.

    Im Gegenteil: Ich bin dann sogar noch bewusster bei Gaius als im Hellen und er scheinbar auch bei mir. Auch lasse ich einen so großen Radius wie im Hellen gar nicht erst zu, muss aber kaum eingreifen, da er, und das ist ja nicht nur bei ihm so, ohnehin nicht so weit weg geht. Im Hellen hält er ja auch Kontakt zu mir durchs Sehen, dreht sich immer wieder um. Das kann er ja im Dunklen auch nicht. Also muss auch er mehr auf mich achten.

    Auch renne ich ja nicht durch den Wald!!! Wir sind ca. 300m in den Wald rein, mit einer (sehr leistungsstarken Taschenlampe, auf klein gestellt) und dort habe ich mich auf einen alten Baumstamm gesetzt. Will die Ruhe ja auch genießen und nicht zertrampeln. Gaius lag fast die ganze Zeit bei mir, später lief er in kleinem Radius ein wenig rum, aber ich wusste immer, wo er sich befindet.


    Die Jagerei: Ich hatte ja berichtet, dass er zweimal Rehen hinterher ist und nicht beim ersten Rufen kam. Inzwischen hat es zweimal wieder geklappt mit dem sofortigen Abruf. Das heißt natürlich nicht, dass er nie wieder lossprinten wird oder immer sofort abrufbar sein wird. Und schon gar nicht, dass das nicht noch schlimmer wird, wenn er älter wird. Nur macht das eben mE keinen Unterschied ob im Dunklen oder Hellen. Die Male, in denen wir Rehen begegnet sind (und das passiert bei uns andauernd) war das immer in der Dämmerung, nicht im Dunklen. Und auch nicht im Wald, sondern am Waldrand, Hecken/Feld. Also spielt das doch gar keine Rolle mit der Dunkelhei und dem Wlad und ich müsste ihn entsprechend immer anleinen. Dafür aber ist mir aktuell das Problem, sags offen raus, nicht groß genug. Der Abruf klappt nämlich wirklich gut, bis auf die geschilderten Ausnahmen. Sollte sich das verschlechtern, werde ich natürlich reagieren. Und das ganz bestimmt nicht damit, dass ich gleich mal wieder im Dunklen in den Wald gehe.


    Thema Wildschweine: Ist sicher ein Punkt, wobei ich glaube, dass es gar nicht so viele Vorfälle gibt, wie man landläufig denkt. Die nehmen uns lange wahr, bevor wir wie wahrnehmen und gehen einem normalerweise aus dem Weg. Zudem denke ich, dass die Gefahr, ihnen zu begegnen, am Waldrand oder an einem hohen Maisfeld in der Dämmerung eher höher ist. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einer ihre Jungen verteidigenden Bache begegnet, aktuell ja recht gering.


    Zu dem Gender-Bezug: Ist das soo schlimm? Komm ich mir halt in diesen Momenten n bisschen vor wie Tom Hanks auf der Insel, wenn er sagt "ich habe Feuer gemacht!". Tut doch keinem weh.:) Ich würds auch nicht so am Geschlecht festmachen. Archaisch meint ja mehr. Und auch die Frauen saßen ja früher nicht in der Höhle, sondern sicher auch mal im Dunklen draußen. Man ist einfach sinnlich reduziert, und das kann sehr schön sein, weil die Dunkelheit in der Natur etwas anderes ist als die einer Brille o.ä. Das gilt auch für die GEräusche: Man hört ja schon was dort, aber trotzdem ist es still.

    Und auch das Gefühl, dass es Gaius ähnlich gehen mag - das schweißt zusammen. Auch, weil man ja, weil man selbst eingeschränkt ist, dem Hund umso daher mehr Vertrauen schenkt. Wenn der das zurück gibt, zB durch den engen Radius, gibt das wiederum mir mehr Sicherheit, was wiederum dazu führt, dass ich denke, er würde gerade in diesen Momenten eher weniger jagen als in anderen. Ich denke, da spielen auf der emotionalen Ebene ganz viele Dinge eine Rolle, die nicht nur am "Mannsein" hängen.:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Eines kannst du, Lupus aber auf jeden Fall: gut reden, schreiben, mit Worten umgehen. Liegt bestimmt am Beruf ;)

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Hi Pinguetta,


    bin mir nicht sicher, wie Du das meinst, daher fass ichs mal als Kompliment auf;)


    Ernsthaft: Mir gehts oft so, dass ich im Nachinein denke: "Warum hast Du das schon wieder so überspitzt geschrieben?" Sollte vielleicht mal die Vorschau-Funktion nutzen...



    Liebe Grüße

    Lupus

  • schreib ruhig weiter so Lupus . Ich lese deine Beiträge gerne ?

    Und ich kann auch deine Motivation sehr gut nachvollziehen was die Dunkelheit angeht. Leider bin ich alleine ein absoluter Schisshase. Aber wenn mein Mann dabei ist finde ich es auch sehr schön.

    Hier werden ja immer Fässer aufgemacht... und es gibt viele gegenteilige Meinungen. Aber dafür ist ja so ein Forum auch da. Und ich finde in jeder Antwort positives und negatives... und das macht es ja so interessant.

  • schreib ruhig weiter so Lupus . Ich lese deine Beiträge gerne ?

    Und ich kann auch deine Motivation sehr gut nachvollziehen was die Dunkelheit angeht. Leider bin ich alleine ein absoluter Schisshase. Aber wenn mein Mann dabei ist finde ich es auch sehr schön.

    Hier werden ja immer Fässer aufgemacht... und es gibt viele gegenteilige Meinungen. Aber dafür ist ja so ein Forum auch da. Und ich finde in jeder Antwort positives und negatives... und das macht es ja so interessant.

    Hi,


    danke! Ich bin auch froh drüber, wenn man auf etwas hingewiesen wird - das führt ja dazu, dass man nochmal nachdenkt. Und das kann nie schaden.

    Zur Angst im Dunklen: Das ist ja vollkommen normal. Aber wenn man drüber nachdenkt, ist sie echt unbegründet. Grad im Dunklen im Wald zu dieser Jahreszeit. Wer oder was soll da gefährlich sein? "Diebe", wie meine Tochter "böse Menschen" nennt, werden sich da kaum aufhalten. Über Wildschweine habe ich noch ein bisschen gelesen - die Gefahr geht gegen Null (wenn man sich nicht so verhält wie der Jäger letztes Jahr). Es ist nur unser Gefühl der Unsicherheit. Und grad, wenn man dieses überwindet, fühlt es sich sehr gut an. Muss ja nicht gleich der Wald sein und Hund ohne Leine - man kann sich ja langsam rantasten, aber probieren würd ichs schon mal.:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Ich hab so gut wie nie ein ungutes Gefühl draussen im Dunkeln. Zur jetzigen Jahreszeit lässt sich das 'eh kaum vermeiden.

    Mir ging es eher darum, nicht mitten im Wald unterwegs zu sein mit frei umherlaufendem Vierbeiner, wenn Fuchs und Hase sich bereits Gute Nacht gesagt haben...

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Ich hab so gut wie nie ein ungutes Gefühl draussen im Dunkeln. Zur jetzigen Jahreszeit lässt sich das 'eh kaum vermeiden.

    Mir ging es eher darum, nicht mitten im Wald unterwegs zu sein mit frei umherlaufendem Vierbeiner, wenn Fuchs und Hase sich bereits Gute Nacht gesagt haben...

    Hi,


    auch noch ein wichtiger Hinweis: Nachtruhe ist ja wichtig, daher würde ich auch nicht unbedingt nachts quer durch den Wald spazieren! Das gilt aber für tagsüber ja in ähnlichem Maß!


    Liebe Grüße

    Lupus