• Mich beschäftigt es schon länger, im Ansatz haben wir hier auch schon mal darüber geschrieben: das Spiel unter Artgenossen.

    In einem anderen Thread schrieb Waschbär "... Vorstufe zur Eskalation..." und von mental über- und unterlegenen Hunden. Das trifft genau, was ich beobachte und für mich evtl eine Erklärung.

    Ich lasse bei Askja eh nur sortiert Hundekontakte zu, miteinander spielen ist, seit sie erwachsen ist, nur mit ihren engen Freunden und ansonsten mit großen standfesten, souveränen Hunden möglich. Und auch da muss ich immer die Situation im Auge behalten, darf kein Sekündchen weggucken.

    Die rennt irre schnell, der andere rennt mit, sie jagt, wird gejagt - so weit alles i.O. Sie ist laut und ruppig, der andere auch - und dann kippt es meist. Nämlich dann, wenn der andere ihr Einhalt gebieten will. Dann wird sie richtig stinkig.

    Von mir lässt sie sich sofort abrufen, reagiert unvermittelt auf mein Signal "mach ma halblang". Sie unterbricht, kommt zu mir, Spielpause.

    Askja ist sehr umgänglich, ist sehr sanft mit Senioren, albern mit Welpen und ansonsten recht desinteressiert gegenüber Artgenossen.

    Nun meinte jemand zu mir, das sei typisch für Schäferhunde. Ich beobachte das tatsächlich bei DSH , bei dem Ausdruck "typisch" hab ich immer so meine Vorbehalte.

    Wie sind Eure Erfahrungen?

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Hi,


    Gaius ist ja noch nicht "fertig", daher wird sich das sicher auch noch verändern.

    Aktuell versucht er, alles und jeden zu "dominieren". Entweder durch direktes Besteigen oder durch Auflegen einer Pfote auf den Rücken des anderen Hundes. Kleinere Hunde, zumindest in der Huschu, merken das meist und legen sich hin - dann ist Gaius in der Tat sehr vorsichtig.

    Am besten kommt er mit Hunden aus, die seine "Gewichtsklasse" haben und sich das nicht gefallen lassen. So gehen wir jetzt wöchentlich mit einer seiner Freundinnen, einer knapp einjährigen Bernersennedame spazieren. Die weiß ihr Gewicht sehr gut einzusetzen, so dass Gaius hier nicht so schnell in die Position kommt, einen auf dicke Hose zu machen. Erst, wenn sie nicht mehr kann, sich von sich aus hinlegt, versucht er wieder das Auflegen. (Kann es sein, dass DSH eine immense Kondition haben?) Ist das akzeptiert, lässt er sie auch in Ruhe und sie liegen nebeneinander. Oder heute in der Hundeschule mit einer Ovcharka-Dame, die ihm körperlich noch überlegen ist. Das ging auch gut.

    Am ehesten nach Spiel sieht es aus, wenn er mit einer anderen Freundin, einer über ein Jahr alten DSH-Dame spielt: Beide sind laut und ihr Spiel (das würde ich wirklich auch Spiel nennen) ist sehr ausgeglichen. Sie rennt ihm hinterher, er ihr, immer im Wechsel. Hat sie eine Ressource, gibt sie sie auch ab, er macht das genauso. Sie trinken zB auch gemeinsam auf einem Napf, etc. Und alles immer mit einem Lachen im Gesicht der beiden. Frauchen der DSH-Dame, die schon mehrere DSH hatte, meinte, das sei typisch: DSH würden am ehesten mit anderen DSH ins Spiel kommen und sich gut vertragen.

    Desinteresse an anderen Hunden kann ich bei ihm nicht erkennen: Er will zu jedem hin. Er ist aber eben auch noch recht jung mit seinen gut 8 Monaten und hat diesbezüglich bisher noch keine Negativerfahrung gemacht.


    Ob "spielen" überhaupt der richtige Begriff ist, kann ich nicht sagen. Mir scheint, da spielt immer auch dieses "wer bist Du?", "wer bin ich?", "wie ist unser Verhältnis aktuell?", also das immer wiederkehrende Abfragen von Status, eine Rolle.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Status-Abfrage kommt immer vor. Wenn der Hund richtig reagiert bei so einer Abfrage ist es total i.O. Blöder wirds, wenn der eigene Hund übertreibt.

    Bei Rüden ist bei Gin die Abcheckung immer da, es sei den, der andere ist super unsicher, dann bedarf Gin keine Abcheckung.

    Bei Hündinnen ist eher das Spiel. Ich habe kaum gesehen, dass Gin eine Hündin unterwerfen möchte. Ich glaube in 3 Jahren nur ein einziges Mal und zwar in Form, von behutsam den Kopf auf Nacken legen und das wars. Geklärt. Dann spielen sie, wenn sie wollen, oder haben kein Interesse und ignorieren einander.

    Gin spielt intensiv ohnehin nur mit DSH. Da kann auch ordentlich aufgeheizt werden. Ich unterbreche es nur wenn es richtig kippt. Und nicht "an der Kippe". Wenn seine Freundin ihn seit 10 min in den Bein zwickt weil sie nicht will das er mit deren Schwester spielt, wird nun Mal Gin irgendwann sauer und dann nimmt sie die Beine in die Hand. Ich lasse es sammt anderen Halterin zu. Wenn die Lektion meiner Meinung nach sitzt (ohne das Blut fließt) rufen wir ab und kühlen die Gemüter ab.

    Gin spielt mit anderen Rassen auch gerne, wenn die schneller und flinker sind als er, dass habe ich auch beobachtet, da spielt keine Rolle das sie zierlicher sind.

  • Gin spielt mit anderen Rassen auch gerne, wenn die schneller und flinker sind als er, dass habe ich auch beobachtet, da spielt keine Rolle das sie zierlicher sind.

    1:1 wie Harras :thumbsup:

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • "schneller und flinker" funktioniert bei Askja gar nicht - da hat die gleich das Fadenkreuz in den Augen...:rolleyes:

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Eben vorm Training wurde Harras wieder von einer jungen Setterdame aufgefordert. Er schmeißt sich während des Laufens gegen sie uns sie knabbert ihm an den Beinen rum und fordert ihn immer wieder auf indem sie vor ihm steht, Po hoch und Kopf runter.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)