Kann sich HD "verwachsen" ?

  • Hallo, ich habe eine brennende Frage.

    Unsere mittlerweile einjährige Schäferhündin wurde mit 8 Monaten geröntgt.

    Da wurde festgestellt, dass sie schwere HD hat mit Arthrose.=O

    Wir waren am Boden zerstört. Nun, wie gesagt, sie ist letzten Freitag ein Jahr alt geworden.

    Sie spielt, springt, tobt ....... alles was ein junger Hund halt macht.

    Sie bekommt keine Medikamente, außer ihre Grünlippmuschelpellets

    einmal täglich.

    Nun meine Frage: Soll ich sie nochmals röntgen lassen, ob sich dieses

    Übel gebessert hat, oder ist es nicht sinnvoll ?

    Einmal HD diagnostiziert - immer HD ?

    ganz lieben Dank für eure Antwort

    Dani;)

  • Hallo Dani,

    es ist heute technisch möglich, daß "Neulinge" nur in bestimmten Bereichen posten dürfen - hier im forum gibt es dies nicht !

    oder daß man automatisch zur Vorstellung hingewiesen wird - gibt es hier leider auch nicht

    aber was es hier gibt: interessierte foren-Mitglieder, die ein paar Zeilen vom Neuling wissen möchten, bevor die "großen Fragen" kommen

    also erst ein Post unter "Mitglieder vorstellen"

  • Hallo Dani,


    ich denke, bei einem erneuten Röntgen würde keine andere Diagnose herauskommen.


    Meine verstorbene Hündin Phaja hatte auch beidseitig schwere HD, festgestellt mit rd. 15 Monaten und ich war ebenfalls am Boden zerstört, denn damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, das sie - für mich - keine Anzeichen erkennen ließ. Bis zum Alter von fast 7 Jahren hat sie keine Auffälligkeiten gezeigt. Wir haben alles gemacht, lange Spaziergänge, sie durfte über Gräben springen usw.


    Als die Probleme anfingen, habe ich sie in Windeby vergolden lassen, wir sind regelmäßig zur Physio gefahren, sie bekam diverse Zusatzfuttermittel und wir haben weiter unsere großen Runden gedreht. Irgendwann ist sie nicht mehr gesprungen bzw. ich habe auch zugesehen, dass sie das nicht mehr macht. Bei nasskaltem Wetter bekam sie einen Mantel angezogen (sie hatte auch diverse Spondylosen).


    Sie hatte immer mal ein paar schlechte Tage, aber viel mehr gute. Wäre diese sch... DM nicht dazu gekommen, würden wir jetzt noch unsere großen Runden drehen, sie wäre im April 12 geworden.


    Ich möchte dir mit Phajas Geschichte ein bisschen Mut machen. Natürlich ist es eine Diagnose, die man wirklich nicht braucht und ich bin heilfroh, dass es bei meiner jetzigen Hündin besser aussieht. Aber auch ein Hund mit HD kann ein langes und schönes Leben haben, wenn der Mensch die Unterstützung dafür gibt.

  • HD beim (Schäfer-)Hund und HD beim Menschen (haben wir ja mittlerweile als eigenes Thema) ist glaube ich z. T. ähnlich. Meine eigene HD habe ich sicherlich auch schon mein Leben lang, halt miese Gene. Aber Probleme habe ich damit erst seit ca. 6 Jahren (mit Ende vierzig) und ca. noch einmal solange weiß ich erst tatsächlich davon.


    Ich denke auch, ein Leben mit HD ist nicht das Schlimmste, und wenn man noch dadrum weiß, dann kann man auch entsprechend handeln. Also tatsächlich möglichst nicht/wenig springen lassen aber dennoch immer in Bewegung bleiben. Und thema Grünlippmuschel als Zusatz ist bestimmt auch nicht verkehrt.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Wenn wirklich in so jungem Alter bereits Arthrosen vorhanden sind, dann wird sich der Befund nicht verbessern. Allerdings traue ich inzwischen nur noch den Rassegutachtern über den Weg. Bei von mir gezüchteten Schäferhunden wurde bisher dreimal vom röntgenden Tierarzt eine schwere HD diagnostiziert. In allen drei Fällen habe ich darauf bestanden dass die Röntgenbilder trotzdem vom Gutachter des Zuchtverbandes ausgewertet wurden. Allein schon die technische Qualität der Bilder zweier Hunde war saumäßig schlecht, so dass der Gutachter sagte eine Auswertung derselben sei gar nicht möglich. Von diesen beiden Hunden wurden (von den selben Tierärzten) andere Aufnahmen angefertigt, auf denen sie richtig gelagert und die nicht überbelichtet waren, und zur Auswertung eingesendet. Beide Hunde erhielten anschließend den Befund "fast normal". Nur der dritte, bei dem die Bilder qualitativ gut waren, der aber innerhalb von drei Monaten zwischen dem Vorröntgen (da waren die Gelenke noch in Ordnung) und Hauptröntgen noch mal einen sehr großen Wachstumsschub hatte, hat sich die Diagnose leider bestätigt. Der ist inzwischen im 7. Lebensjahr, hat ganz normal als Rettungshund gearbeitet, was sein Halter im letzten Jahr aber zurück gestellt hat da neben dem neuen Haus auch noch das erst Baby in die junge Familie gekommen ist. Meines Wissen gab es bisher keine Beeinträchtigungen durch die HD, obwohl der Hund leider sehr groß geworden ist.


    HD ist allerdings nicht HD. Dieser Hund hatte beim Hauptröntgen noch keine Anzeichen von Arthrose, und vorbeugend hat er Goldimplantate in die Hüfte bekommen.