Zweithund für Schäferhund?

  • HI,


    danke, Cuki! Hoffe, ich finde den Waschbär Beitrag. Ich dachte nämlich bisher, dass es gut ist, wenn sie altermäßig nah beieinander sind. Unsere atzen sind zwei jahre auseinander, also recht wenig. Und da war und ist das super: Sie waren zusammen jung und haben sich entsprechend verhalten und jetzt werden sie gemeinsam alt, haben weniger Energie, spielen weniger, etc. Aber es passt eben zusammen.

    Und ich denke/dachte, dass es bei Hunden auch so ist, dass zB ein alter Hund sicher keine Lust auf einen jungen Draufgänger hat. Muss mich da schlau machen...


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Ich persönlich bin ganz klar der Meinung, dass man sich keinen zweiten Hund als Beschäftigung oder Partner für den Ersthund holen sollte, sondern nur, weil man selbst den zweiten Hund möchte und auch damit umgehen kann und die Zeit hat beide Hunde entsprechend zu erziehen und zu beschäftigen, wenn die beiden nichts miteinander anfangen können.


    Ich habe hier drei Hunde sitzen, zwei unkastrierte Rüden, eine kastrierte Hündin. Ja, es sit schön auch die Interaktionen zwischen den Hunden zu sehen, ihnen beim spiel zu zu sehen, aber das würde den Hunden nicht ausreichen, wenn ich nicht die Zeit und Lust hätte, auf jeden einzeln einzugehen. Falls der Hund nicht genug erzogen und ausgelastet ist, um auch allein die vier Stunden durchzustehen, wird er es auch nicht mit einem Zweithund.

    Das sind einfach zwei Dinge, die man ganz klar trennen muss.


    Zu der Idee unter die Hobbyvermehrer zu gehen und zwei Hunde ohne die entsprechende Zuchttauglichkeit zu vermehren, sage ich nichts. Da gibt es kein vernünftiges sachliches Argument dafür, also ist das mMn keinerlei Diskussion wert.


    Vieles andere von den Fragen ist sehr individuell.

    Gleichgeschlechtlich oder Pärchen... kommt auf den Charakter des Hundes an und auch auf die Frage, ob man in der Läufigkeit zuverlässig trennen könnte.

    Rasse würde ich da auch mehr an den eignen Vorlieben und den gegebenen Lebensumständen festmachen, als an der Rasse des Ersthundes.

    Altersunterschied ist auch so eine Sache. Ich würde es nie an Jahren festmachen, sondern an Charakter, Erziehung und Gesundheit des Ersthundes.

    Liebe Grüße

    Raphaela mit Mr Ekko, Cardassia & Azog

  • Hi,


    danke:)


    Uund was, wenn beides gegeben ist? Natürlich wünsche ich mir auch rein für mich einen zweiten Hund. Sonst wäre das ja Wahnsinn.

    Wir hätten am liebsten ein ganzes Rudel, aber dafür fehlt die Zeit.


    Meine Frage war die, ob ihr die Erfahrung gemacht habt, dass es für den Ersthund eine Bereicherung ist. Und ob das auch auf das Alleinesein zu beziehen ist. Ich denke, dass der Hund sich natürlich weniger alleine fühlt, wenn ein artgleicher Partner da ist. Aber da fehlt mir eben die Erfahrung - daher die Frage.


    Ob wir mit zwei Hunden umgehen können, können wir natürlich noch nicht sagen. Wir können ja nur von Gaius aus weiterdenken. Aktuell läuft das sehr gut, eigentlich schon von Anfang an, wenn ich mal vergleiche mit Hunden, die ich in den HuSchus sehe oder beim Gassigehen. Aber auch da kann sich ja bei Gaius noch viel verändern, weshalb wir ja warten, bis er mind. 2 Jahre alt ist. Habe gelesen, dass der ideale Abstand wohl zwischen 2 und 3 Jahren liegt. Also so, dass der alte Hund in dem Alter ist und dann erst der Welpe dazu kommt.


    Ich verstehe ja die Kritik, aber unsere Intention ist doch nicht, dass wir uns weniger um Gaius kümmern wollen und das dafür dem neuen Hund aufbürden wollen.

    Es sind so Sachen wie wir zB aktuell erleben, wenn er mit seiner Freundin unterwegs ist: Nicht nur, dass er ca die 5fache Distanz beim Spaziergang mit Freundin im Vergleich zu ohne, läuft: Er hat auch viel mehr Spaß dabei, wenn er mit ihre spielen oder einfach so interagieren kann. Das heißt ja natürlich wieder nicht, dass wir denken "cool, müssen wir nicht mehr mit Gaius oder dem neuen Hund spielen, weil die das dann zusammen machen!". Aber vielleicht macht es ja allen einfach mehr Spaß, wenn man das mit dem Neuen zusammen macht.


    Zu der "Hobbyvermehrersache" sag ich auch nix mehr, da es doch einzig und allein darauf ankommt, wie es Eltern und Welpen geht und nicht um Hobby vs Profi oder Papiere vs keine, usw. Hab dagegen hier ehrlich gesagt auch noch kein gutes Argument gelesen...

    Aber, wirklich abschließend dazu: Das ist bei uns eh vom Tisch und wird ein Traum meinerseits bleiben, das ist mir bewusst.


    Zuverlässig trennen ginge zwar, wollen wir aber nicht. Daher wird es, so wirs machen, wieder ein Rüde werden. Wie schätzt ihr da den Unterschied kastriert vs unkastriert ein?


    Was die Rasse angeht: Klar, unsere Vorlieben spielen da eine entscheidende Rolle. Daher ja der Bezug zum Hovawart, die wir beide sehr mögen.
    Aber ist es nicht auch sinnvoll, wenn die Hunde halbwegs auf einen Energielevel sind? Auch würden wir zB keinen Hund wollen, der Gaius körperlich total überlegen ist.

    Spielt der Größenunterschied für die Interaktion der Hunde eine Rolle? Auch da denken wir aktuell: Je ähnlicher, desto besser. Die Rangfrage sollte sich auch durch das Alter ergeben, oder ist das falsch gedacht?


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Wir hatten ja teils sogar 3 DSH hier, jetzt nur noch2 und dabei bleibt es wohl auch, weil beide sich genug sind. Wir hatten, bei 2 Hunden, immer die Kombi Hündin und Rüde, wobei allerdings wenigstens einer kastriert war. Allerdings ungeplant, da in einem Fall die HÜndin wegen Krankheit kastriert werden musste, bevor der Rüde einzog. Im anderen Fall wurde der Rüde kastriert, weil er dermassen unter Stess stand, wenn irgendwo im weiten Umfeld eine läufige Hündin war, daß es absoöut nicht mehr anders ging.

    Vom Altersunterschied her waren unsere immer recht nah beieinander. Der größte Unterschied waren 2 Jahre, derzeit sind es nur 11 Monate. Das hat bei uns auch immer super geklappt. Die Hunde haben sich sehr viel miteinander beschäftigt und sich auch super vertragen. Auch von den gemeinsamen Unternehmungen her fand ich es sehr viel einfacher, wenn beide ziemlich nah vom Alter her sind.

  • ich denke bei rüden und Hündin ist der Altersabstand nicht so wichtig wie bei gleichgeschlechtlichen Paaren.


    Obwohl für uns ein Zweithund nicht in Frage kommt würde ich nie 2 gleich geschlechtliche halten.

    Funktioniert sicherlich auch, aber das Risiko würde ich nicht eingehen.

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Also ich hatte drei Hündinnen, mali, Schäferhund-Schelti-Mix und Yorki-malteser-Mix, alle ziemlich gleich alt (einmal 2 und einmal 3 Monate auseinander. Das hat bestens geklappt. Es gab nie ernste Streitereien, aber der Kleinste war Chef.

    Ich glaube, es kommt auf die Charaktere der Hunde an, nicht auf den Altersunterschied und auch nicht aufs Geschlecht. Wenn dies sich mögen, klappt das auch. Muss man halt bei Anschaffung austesten.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten;);)

  • gab aber auch schon Fälle da ging von heute auf morgen gar nichts mehr. Die hündinen hätten sich gekillt.

    Mussten getrennt gehalten werden ihr Leben lang.


    Das Risiko für so was ist bei rüden und Hündin garantiert geringer.

    2 rüden oder 2 hündinnen kann gut gehen aber rüde und Hündin geht wohl weitaus seltener nicht gut.


    Aber ja das muss wirklich jeder selber entscheiden ob und wie :)

    ich persönlich würde das geringste Risiko nehmen.

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Hi,


    danke für die Hinweise!

    Ich habe jetzt schon mehrfach gehört, dass Hündin/Hündin nicht selten eine schwierigere Kombination ist (ist wohl in der Natur grundsätzlich so angelegt;)

    Rüde/Rüde soll auch nicht ohne sein, aber wohl nicht ganz so eskalieren. Aber das ist wieder alles nicht meine Erfahrung, sondern nur Angelesenes.

    Ein gemischtes Paar ist sicher am besten. Aber wir wollen nicht kastrieren und dann wärs uns zu stressig. Für die Hunde sicher auch.


    Daher werden es wohl zwei Rüden.:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Wie schätzt ihr da den Unterschied kastriert vs unkastriert ein?

    Kastrierte Rüden riechen nicht mehr nach Rüden und bekommen daher oft Avancen von intakten Rüden. Das wiederum sorgt für Missmut beim Kastraten udn das dann zu Problemen. Was ich auch oft beobachtne konnte ist,das zeitig kasrtierte Rüden gerne von Fähen angegriffen werden.

    Aber ich verstehe die Frage nicht ganz,wenn ihr eh nicht kastrieren wollt. oO


    PS.:Buffy ist ja kastriert. Und ich muss sagen,da merke ich keinerlei Veränderungen. Außer eben das sie nicht mehr läufig wird. Also ich war ja nie Frau. Aber ich glaube Frauen selbst wären darüebr vielleicht auch icht so böse.:D:D

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Bei meinen kastrierten Rüden war es nie so, daß intakte Rüden aufdringlich wurden. Hing wahrscheinlich aber damit zusammen, daß alle sehr dominant geblieben sind und eine recht autoritäre Ausstrahlung hatten.

    Meine Hündinnen haben sich vom Wesen her auch nie verändert, nur die Läufigkeit war halt weg und die damit in der Zeit verbundene Zickigkeit.

    Müsste es denn bei Euch als Zweithund ein WElpe oder Junghund sein? Sonst könnte man evtl eine bereits kastrierte Hündin aus dem Tierschutz dazunehmen.

    • Hilfreich

    Prinzipiell ist das Zusammenleben von zwei Rüden einfacher als das von zwei Hündinnen. Bei Hündinnen kann es sehr viel ernsthafter untereinander krachen als zwischen Rüden. Was ein Zusammenleben stark vereinfacht, bei beiden Geschlechtern, ist wenn die Hunde sich mental stark voneinander unterscheiden. Z.B. zwei zur Dominanz neigende Hündinnen, die beide die Ressourcen ihres Umfeldes für sich beanspruchen und auch noch ähnlich alt sind, werden eher ernsthaften Krach miteinander bekommen als wenn eine von ihnen eher devot veranlagt ist, die Führung der anderen Hündin von vorne herein nie anzweifelt und "immer brav das macht was die andere ihr sagt".


    Von daher ist es gar nicht so verkehrt über eine andere Rasse nachzudenken, wenn ein Zweithund einziehen soll. Es gibt ja Rassen bei denen die Hunde prinzipiell weniger Durchsetzungsvermögen in Bezug auf die Beanspruchung von Ressourcen zeigen als der durchschnittliche Leistungs-DSH. Den Hovawart allerdings sehe ich in diesem Zusammenhang aber eher kritisch. Nicht in Bezug darauf wie sich die Hunde untereinander verstehen würden. Aber ein Hovawartrüde ist sehr umsichtig zu führen. Nicht selten sind sie relativ misstrauisch Fremden gegenüber, auch Kindern. Und da der DSH sich schnell von anderen Hunden Verhalten abguckt würde ich mir diesen Wesenszug bei einem Hund, der mit meinem DSH zusammen lebt, nicht wünschen. Ich kenne einige tolle Hovawarte. Aber allesamt in Händen von Leuten, die sich mit der Rasse wirklich gut auskennen, die die Hunde sehr gut sozialisieren und ausbilden und entsprechend umsichtig führen. Ich habe aber auch schon relativ viele Fälle kennen gelernt, in denen es gründlich schief gegangen ist mit Hovawarten (allesamt mit Rüden), und die Hunde deswegen nach ihrem Erwachsenwerden im Alter von 3 bis 4 Jahren abgegeben werden mussten bzw. in einigen Fällen auch eingeschläfert worden sind.


    Was für Papiere hat Gaius eigentlich? Weil Du geschrieben hast dass er keine SV-Papiere hat.

  • Z.B. mein Spitz hat längst keinen so starken Beutebesitztrieb wie meine DSHs. Rangelt sie mit einer der anderen Hündinnen um ein Spielzeug, würde sie letztendlich nie mit 100%iger Vehemenz um das Spielzeug kämpfen. Zwar hört sie sich dabei an wie ein Wolf, der ein gerissenes Reh verteidigt. Aber tatsächlich würde sie nur bis zu einer gewissen Grenze gehen und das Spielzeug Spielzeug sein lassen wenn sie merkt die Andere möchte es tatsächlich allein für sich beanspruchen.


    Es gibt viele derart veranlagte Rassen. Hütenhundrassen und Terrier gehören aber meist nicht dazu.

  • Tipps abgeben möchte ich nicht, aber ich kann meine bisherigen Erfahrungen mit Mehrhundehaltung erzählen.

    Ich habe seit ca. 20 Jahre immer 2 oder mehr Hunde. Schildere hier erst mal die Beziehung der eigenen Hunde untereinander.

    Das ging immer super gut, das erste Paar waren 2 Rüden (DSH-Mix), beide kastriert. - Keine Probleme

    Dann starb ein Rüde und es kam eine Hündin (DSH-Mix) dazu, diese wurde mit 1 Jahr kastriert. - Keine Probleme

    Dann kam noch Hank (DSH LZ) dazu, als er 3 Jahre wurde, kam es einmal zu einem kleinen Kampf - den ich unterbrechen konnte, der Mix lebte noch 1 Jahr - Keine weiteren Probleme

    Dann kamen 3 kleine alte Yorkshire-Mixe (alle kastriert) dazu, die machten mit meinen anderen Hunden keine Probleme. Davon lebt heute noch einer.

    Als Hank 7 Jahre wurde kam Arik (Hollandse Herder) dazu. Jetzt ist Arik 3 Jahre und die Probleme werden mehr. Die beiden haben inzwischen 3 mal gekämpft, jedes Mal relativ leichte Verletzungen, letzte Woche musste ich mit Hank zum Tierarzt wegen eines tiefen Loch am Kopf. Arik hatte schon mal ein Loch im Augenlied.

    Es ist daheim momentan sehr stressig, da wir extrem aufpassen müssen, dass es zu keiner krititschen Situation kommt.

    Ich schreibe nur so ausführlich, damit klar wird, dass es unterschiedlich ausfallen kann.

    Ich dachte bisher, dass ich einige Erfahrung habe, muss jetzt aber erkennen, dass ich ganz schnell viel lernen und einiges ändern muss, damit es in Zukunft keine schlimmeren Kämpfe gibt.


    Ausserdem hat man es bei Begegnungen mit Hunden und vor allem freilaufenden Hunden, mit nur einem Hund wesentlich einfacher.

    Zwei Hunde können sich entweder gegen den anderen zusammenschließen (möchte ich mir gar nicht vorstellen), oder wie es bei uns passiert ist, durch die Aufregung wegen dem anderen Hund miteinander kämpfen.

    Im Moment würde ich eher abraten einen zweiten gleichgeschlechtlichen Hund dazu zu nehmen, obwohl ich natürlich auch weiß, dass es auch schön sein kann.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (*2008), Arik (*2015) und Rusty (*2002)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016)
    Man kann ohne Hunde leben, abe es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • Ich habe ja oben schon ausführlich gesagt, dass es keine Patentrezepte gibt, wohl aber Richtwerte:


    1. Rüde plus Hündin: Die beste Lösung, wenn einer von beiden kastriert ist; ind er Regel der Rüde, weil der Eingriff unkomplizierter und ungefährlicher ist. Und Rüden leiden nicht, sie gewinnen an Lebensqualität.


    2. Rüde plus Rüde: Die zweitbeste Lösung, wenn es nach der Rüpelphase keine Rangordnungskämpfe mehr gibt.


    3. Hündin plus Hündin: Ein absolutes NoGo! Das kann funktionieren, wird es es aber aufs Ganze gesehen fast nie. Wer einmal zwei Hündinnen bis zum Tod hat kämpfen sehen, weiß, was ich meine.

    "Schäferhundzucht ist Gebrauchshundzucht, muß immer Gebrauchshundzucht bleiben, sonst ist sie keine Schäferhundzucht mehr!" Rittmeister Max von Stephanitz: „Der Deutsche Schäferhund"

  • Prinzipiell ist das Zusammenleben von zwei Rüden einfacher als das von zwei Hündinnen. Bei Hündinnen kann es sehr viel ernsthafter untereinander krachen als zwischen Rüden. Was ein Zusammenleben stark vereinfacht, bei beiden Geschlechtern, ist wenn die Hunde sich mental stark voneinander unterscheiden. Z.B. zwei zur Dominanz neigende Hündinnen, die beide die Ressourcen ihres Umfeldes für sich beanspruchen und auch noch ähnlich alt sind, werden eher ernsthaften Krach miteinander bekommen als wenn eine von ihnen eher devot veranlagt ist, die Führung der anderen Hündin von vorne herein nie anzweifelt und "immer brav das macht was die andere ihr sagt".


    Von daher ist es gar nicht so verkehrt über eine andere Rasse nachzudenken, wenn ein Zweithund einziehen soll. Es gibt ja Rassen bei denen die Hunde prinzipiell weniger Durchsetzungsvermögen in Bezug auf die Beanspruchung von Ressourcen zeigen als der durchschnittliche Leistungs-DSH. Den Hovawart allerdings sehe ich in diesem Zusammenhang aber eher kritisch. Nicht in Bezug darauf wie sich die Hunde untereinander verstehen würden. Aber ein Hovawartrüde ist sehr umsichtig zu führen. Nicht selten sind sie relativ misstrauisch Fremden gegenüber, auch Kindern. Und da der DSH sich schnell von anderen Hunden Verhalten abguckt würde ich mir diesen Wesenszug bei einem Hund, der mit meinem DSH zusammen lebt, nicht wünschen. Ich kenne einige tolle Hovawarte. Aber allesamt in Händen von Leuten, die sich mit der Rasse wirklich gut auskennen, die die Hunde sehr gut sozialisieren und ausbilden und entsprechend umsichtig führen. Ich habe aber auch schon relativ viele Fälle kennen gelernt, in denen es gründlich schief gegangen ist mit Hovawarten (allesamt mit Rüden), und die Hunde deswegen nach ihrem Erwachsenwerden im Alter von 3 bis 4 Jahren abgegeben werden mussten bzw. in einigen Fällen auch eingeschläfert worden sind.


    Was für Papiere hat Gaius eigentlich? Weil Du geschrieben hast dass er keine SV-Papiere hat.

    Hi,


    ja, das mit den Geschlechtern habe ich ziemlich genau so auch gelesen!


    Zum Hovawart: Das ahnte ich schon. Hovis sind wohl generell erzieherisch eine echte Herausforderung und zwar eine, die anders gelagert ist als beim DSH. So verträgt der Hovi wohl absolut keine Härte. Das schreckt uns aber eigentlich nicht wirklich, da wir Gaius ja auch "ohne Härte", aber sozusagen mit "erbarmungsloser Konsequenz" erziehen. Und naiv, wie wir sind, denken wir aktuell: Wenn wir das mit nem LZ-DSH hinbekommen - warum dann nicht auch beim Hovi? Aber es hängt eben alles davon ab, wie Gaius sich entwickelt. Und da er ja mindestens zwei Jahre älter sein wird als der Kleine und aktuell mit anderen Hunden auch nicht den Eindruck macht, dass er sich "die Butter vom Brot nehmen" lässt - kann das nicht darauf hindeuten, dass er sich vielleicht weniger an dem Neuen orientiert? Wir hoffen, ehrlich gesagt, dass der Neue sich an Gaius orientieren wird...


    Andererseits verkörpern diese Hunde sehr viel von dem, was uns gefällt. Gleichzeitig ist das, was uns gefällt, aber wieder die Herausforderung (Misstrauen, Selbstständigkeit, Intelligenz).

    Ich habe angefangen, mich da schlau zu machen, auch in Foren - und da wird immer wieder darauf hingewiesen, wie sehr es erstens darauf ankommt, einen Hund aus einem an den VDH angeschlossenen Verein zu nehmen und zweitens, sehr genau auf den konkreten Züchter zu achten. Das Gute bei dem Punkt ist, dass wir ja sehr viel Zeit haben, um uns da in aller Ruhe umzuschauen. Eines musste ich schon lernen: In unserer Situation ist von den "Ossi-Hovis" (ja, die gibts auch, wusste ich gar nicht) Abstand zu nehmen;)

    Edit: Was noch für den Hovi spricht, zumindest nach Angabe der großen Hovi-Vereine: Die Hunde gelten wohl als ziemlich gesund und robust, da teilweise sehr strenge Zuchtkriterien aufgestellt wurden.


    Aber sollten wir nen Züchter finden, bei dem das gegeben ist und sollte das alles passen: Spricht außerdem noch was gegen den Hovi in Kombi mit dem DSH?
    Wir dachten nämlich, dass die sich eigentlich ganz gut ergänzen müssten: Gleiche Gewichtsklasse, ähnliches Temperament, ähnliche Intelligenz, nicht beides Hütehunde, einer eher "Schutz, der andere Wach"-Hund, etc.


    Was die Spitze angeht: Ich habe da immer noch meine Vorurteile. Ich kenne ja wenige Spitze, aktuell gar keinen, aber die, die ich früher gesehen habe, waren nicht so mein Ding. Nicht optisch, da gefallen sie mir ganz gut. Aber sind die nicht sehr eigenwillig und "schwer erziehbar"?

    Und ist es nicht ohnehin so, dass wir die ganze Ressourcensache lösen sollten und nicht die Hunde?
    Oder meinst Du das so, dass die beiden ja untereinander auch "Ränge" haben und es diesbezüglich zB bei Spitz und DSH besser gehen könnte als bei DSH und Hovi?

    Gaius Züchter gehört den "Vereinigten Rassehundezüchtern" an. Ab der Großelterngeneration waren die aber alle noch im SV, daher kann man die Hunde dort auch finden wie den "Iwan vom Poppitz".


    Edit, die Zweite: Hatte ich vergessen: Oben hat jemand (weiß leider nicht mehr wer und bin grad zu faul zum suchen) gesagt, dass Du mal was zum idealen Altersabstand geschrieben hattest. Konnte den Beitrag aber nicht finden. Weißt Du noch, wonach ich da suchen sollte? Danke:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Einmal editiert, zuletzt von Lupus ()

  • Wo ich das mit dem Altersabstand geschrieben hatte weiß ich jetzt auch nicht mehr. Bei meinen Hündinnen war das bisher immer relativ problemlos wenn da s0 ca. 5 Jahre dazwischen lagen (was in etwa ein Abstand von einer Generation ist). Jüngere Hündinnen miteinander ging bei den Schäferhunden nicht lange gut.


    Jetzt mit dem Spitz scheint es zu funktionieren. Aber das liegt an der Mentalität des Spitzes. Die würde nie ernsthaft Malou's "Ansagen" in Frage stellen, obwohl Malou die jüngere von Beiden ist (Malou ist dieses Jahr ein Jahr alt geworden und Cleo zwei).


    Allerdings habe ich derzeit zum ersten Mal ein anderweitiges Problem zwischen den vier Hündinnen. Malou hat sich derzeit auf ihre Oma eingeschossen, und Frau Spitz gibt ihr dabei Schützenhilfe. Ich hatte damit nicht gerechnet, sondern eher mit Problemen zwischen Malou und ihrer Mutter Kappa. Malou ist sehr testosterongesteuert, sie war ja die einzige Hündin im Wurf (zwischen sechs Rüden). So etwas ist auch ein Umstand, der das Zusammenleben in einem Rudel beeinflussen kann.


    Im übrigen denke ich nicht dass das Spitz zwangsläufig die ideale Ergänzung zu einem DSH ist. Ich hab halt einen... Was ich aber sagen kann: Ich kenne keine Rasse die so schnell und gut lernt wie ein Spitz! Für die BH habe ich erst 4 Wochen vor der Prüfung angefangen zu trainieren, 2 x wöchentlich (vorher haben wir nur ein paar mal bei schönem Wetter ganz kurze Sequenzen Futtertreiben gemacht).


    Eigenwillige Spitze kenne ich nicht. Nur solche, die ihre Halter zu manipulieren gelernt haben. Wie gesagt, gerade der Spitz lernt schnell. Und somit lernt er auch ganz schnell dass er nicht folgen muss wenn sein Mensch eine Dödel in Bezug auf die Hundeerziehung ist.


    Der Spitz gehört halt zu den Rassen, die einem dominanten Hund im Rudel gegenüber nicht großartig aufmucken. Z. B. ein durchschnittlicher Sheltie würde das auch nicht machen. Wenn's hart auf hart kommt bei der Beanspruchung von Ressourcen sagen solche Hunde dann sehr viel eher "O.K., O.K., ich will's gar nicht wirklich haben!" als z.B. ein anderer beutetriebstarker und selbstsicherer Hund. Was so manche kritische Situation entschärft.

  • Ich habe eine weiße Schäferhündin und sie ist natürlich sensibler als ein DSH allerdings ist Elly zu allen Menschen freundlich und will alle freudig begrüßen.


    Schutztrieb so ziemlich gar nicht allerdings ist sie recht wachsam im dunklen. Kraftmäßig könnte sie es wohl mit einem DSH aufnehmen zumindest hat sie die Größe von einigen DSH Rüden. Kämpft sie um ihr Spielzeug? konnte ich noch nicht beobachten. Ist sie Kinderlieb ja auf jeden fall. Ist sie wachsam geht gegen null. Kläfft allerdings auch nicht. Nur mal einige Einschätzungen meinerseits.