Keine ruhige Sekunde

  • Hi,


    ja, hätte das präzisieren sollen: Mit "Auslastung" meine ich das bewusste "Hochbringen" des Hundes in hohe Trieblagen, um ihn dadurch auszulasten. Klar, wir drehen auch mal auf draußen. Aber das hat seine Grenzen. Man sieht es schön an seinem Blick: Wird der zu "dolle", brechen wir ab. Oder auch im zB Zerrspiel wird immer wieder bewusst eine Pause gemacht, damit er nicht zulange so hochdreht.

    Oder ihn konditionell ans Limit bringen, in der Hoffnung, er würde dadurch ruhiger. Bei uns funktioniert das nicht, führt zum gegenteiligen Ergebnis. Wenn wir besonders viel mit Gaius machen, ist der zwar abends dann erstmal platt. Aber am nächsten Tag steht er dann da und will wieder seine action... Aber das muss ja nicht unbedingt übertragbar sein. Ich denke, das ist echt wie bei Kindern. Klar, Spaß haben, auch mal aufdrehn, aber eben alles in Grenzen. Wobei, wenn ich Magicbustrip richtig verstehe, machen sie das ja ohnehin auch schon so.


    Dann finde ich wichtig, was Du über Ruhe sagst. Das mit den 18+ Stunden Schlaf und Ruhe habe ich auch so gelesen. Und wir versuchen auch, ihm viel Ruhemöglichkeiten zu geben, was nicht immer leicht ist mit kleinen Kindern im Haus. Aber grad junge Hunde, die viel erleben, die müssen auch viel verarbeiten. Und das tun sie im Schlaf. Ist auch wieder wie bei uns:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • was wir zusätzlich zu hause im alltag machen, ich lasse lexy grundsätzlich immer irgendwo warten

    also wenn sie mit mir durchs haus läuft, dann setz ich sie irgendwo ab und geh erstmal alleine in den nächsten raum oder mach etwas und erst kurze zeit später geb ich sie wieder frei und das machen wir immer so zwischendurch ...


    aber ich kenne das vom dalmatiner, dass es gerade bei hunden die extrem schnell auf 180 sind sehr viel geduld braucht bis das funktioniert

    und man sehr auf sich achten muss ruhig zu bleiben und nicht "genervt" zu reagieren

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

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  • was wir zusätzlich zu hause im alltag machen, ich lasse lexy grundsätzlich immer irgendwo warten

    das gehört auch zu unseren Übungen - allerdings draussen

    sehr, sehr schwierig für Roopa

    wenn er denn liegt und ich weggehe, muß ich mich sofort nochmal umdrehen, weil er in dieser Sekunde dann schon aufgestanden ist - dann bleibt er aber liegen (meistens)

    was ich mal gehört habe und es meistens dann auch so mache: ich rufe ihn nicht zu dem neuen Ort, sondern geh zu ihm hin und hole ihn dort ab (soll eine Unterschied sein)


    große Aufgabe bei der Fährte: er muß liegenbleiben (nicht angeleint), solange ich die Fährte ablaufe und wieder nach 5 Minuten zurück komme. Da ist dort in der Regel keine sonstige Ablenkung gibt, klappt es meist auch ganz gut.


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  • was ich mal gehört habe und es meistens dann auch so mache: ich rufe ihn nicht zu dem neuen Ort, sondern geh zu ihm hin und hole ihn dort ab (soll eine Unterschied sein)


    meine erfahrung ist auch so das es für den hund erstmal einfacher ist wenn man zurück geht und nicht immer abruft

    wir sind aktuell an der übung mit weggehen aus dem sichtfeld ... das ist noch sehr schwer für lexy, zu hause klappt das prima, aber auf dem supermarktparkplatz (sonntags leer) fällt es ihr noch schwer


    und ich denke das ist eine gute übung für den hund der lernen soll alleine liegen zu bleiben wenn andere sich bewegen


    noch eine übung die wir manchmal im garten machen:

    hund ablegen und dann spiele ich mit meinem mann ball ohne den hund ... sie soll lernen das sie nicht immer mittelpunkt der action ist

    (geht auch im haus)

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • spielen ohne den hund is auch echt no seeeehr schwer für mylo. Und üb ich mit meiner freundin auch schon immer wieder mal im garten mit ihm. Find ich auch ne super übung um zurückhaltung zuüben.

  • was wir zusätzlich zu hause im alltag machen, ich lasse lexy grundsätzlich immer irgendwo warten

    also wenn sie mit mir durchs haus läuft, dann setz ich sie irgendwo ab und geh erstmal alleine in den nächsten raum oder mach etwas und erst kurze zeit später geb ich sie wieder frei und das machen wir immer so zwischendurch ...


    aber ich kenne das vom dalmatiner, dass es gerade bei hunden die extrem schnell auf 180 sind sehr viel geduld braucht bis das funktioniert

    und man sehr auf sich achten muss ruhig zu bleiben und nicht "genervt" zu reagieren

    Hi,


    meine Frau macht das auch oft, also das Ablegen beim Spazierengehen und dann weiter laufen. Mir tut er immer leid, wenn er da so liegt und wartet, daher bin ich da zu nachlässig.:|

    Ist aber sicher eine gute Übung. Uns ist aufgefallen, dass grad dabei, es sehr hilfreich ist, auch das körpersprachlich zu machen: Hund macht Anstalten aufzustehen > in seine Richtung wenden, entsprechend dreinschaun, oder auch ein paar Schritte auf ihn zu - das reicht meist schon aus, damit er weiß, dass er liegen bleiben soll.


    Vor allem den Satz find ich wichtig: "und man sehr auf sich achten muss ruhig zu bleiben und nicht "genervt" zu reagieren". Der Hund bleibt ja vor allem dann entspannt, wenn er "denkt", dass alles ok ist. Sind wir genervt, kann er das ja nicht.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • noch eine übung die wir manchmal im garten machen:

    hund ablegen und dann spiele ich mit meinem mann ball ohne den hund ... sie soll lernen das sie nicht immer mittelpunkt der action ist

    (geht auch im haus)


    Das alleine Spielen ist mitunter sein absolutes Kryptonit. Sobald er Bewegung sieht will er dabei sein und mitmischen- von Entspannung keine Spur.


    Mittlerweile geht es schon besser, und er akzeptiert es auch immer mehr- dank meiner Konsequenz. Er wird vermutlich nie ein Hund sein der zufrieden irgendwo döst und die Welt einfach mal Welt sein lässt- aber zumindest lasst er mich jetzt mal in ruhe ^^ Das "nicht genervt" sein ist noch immer mein Manko, dass muss ich an dieser Stelle auch zugeben. Da ja die Situationen meistens dann sind, wenn ich eh schon im Stress bin und dann auch noch zum zehnten Mal über ihn drüber flieg- ist mein Innere Ruhe dann auch dahin. Aber gut, wir lernen ja beide.


    Das mit dem Warten und dann Abholen haben wir schon intus da wir das vor dem Supermarkt anleinen schon früh geübt haben - damit wir im Falle eines Falles kein Drama haben und er weiß was passiert. Klappt seltsamerweise super, er setzt sich hin und beobachtet alle um sich herum. Als ich nach 10 Minuten wieder herauskam, hat jemand seinen Hund direkt neben ihm angeleint (mutig) und so sind die beiden in totaler Ignoranz zu einander gesessen und haben geschaut. - Hätt ichs nicht selbst gesehen, würd ichs niemals glauben :D Also es geht doch !


    Am Donnerstag fahren wir nach Bibione zum Hundestrand- habts ihr Tipps wie man ihm die Ruhepausen verklickern kann, ohne dass er ein Geheule veranstaltet weil die anderen Hunde noch spielen?

    ****Lupin, 11.11.2017****

  • Am Donnerstag fahren wir nach Bibione zum Hundestrand- habts ihr Tipps wie man ihm die Ruhepausen verklickern kann, ohne dass er ein Geheule veranstaltet weil die anderen Hunde noch spielen?


    abstand halten und zwar so, dass der hund gerade noch ansprechbar ist und dann sein ruhig sein bestätigen ... gern auch mit streicheln

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”


    Dalmatiner Dustin <3 2004-2016; Schäferhundmix Dolly 201?-2018 (;( viel zu früh)

    :saint: DSH/Mali Lexy 2018

  • Eine LZ ist dir zwar dankbar, wenn du sie geistig forderst. Aber ich finde mind. 1x wöchentlich richtig körperlich auspowern gehört in dem Alter dazu. Ich habe jetzt nicht alles gelesen, inwiefern du da eh aktiv bist. Aber ich geh gern mal radln oder ein schnelleres Auspowern: Reviere laufen lassen.

    Dass der Schäfer bei allen Bewegungen mit dabei sein will und schaut, was da passiert. Ist ein wenig seine Natur. Aber ich verstehe, dass man das auf Dauer nicht mag. Ignorieren kann helfen, meistens muss aber ein zusätzliches Kommando aufgebaut werden. Manche Hunde wollen/können nicht abschalten. Wenn er zu Hause so unruhig ist, würde ich dir wirklich eine Hundebox ans Herz legen und dort muss er verweilen, wenn es mal hektischer Zu Hause wird oder wenn du einfach mal deine Ruhe haben möchtest.

    Ich habe Gott sei Dank "noch" eine richtige Schlaftablette, die zu 90% schläft wenn wir daheim sind. Ich verschrei es jetzt nicht, aber ich hoffe das bleibt so. Ich mache halt wirklich täglich trainingstechnisch etwas. Mal mehr, mal weniger, nie das selbe auf darauffolgenden Tagen. Manchmal auch nur radln. Damit er seinen Körper auch mal "spürt". An "freien" Tagen gehen wir lange Routen, wo mal nichts von ihm erwartet wird.

  • Meiner ist genauso wenn ich ihn lassen würde, aber das tu ich nicht. Geht es ins Haus kommt das Kommando "ab" ( das bedeutet aufs Körbchen) und da bleibt er solange bis ich sage das er Aufstehen darf. Hat natürlich gedauert bis das so geklappt hat aber es hat sich gelohnt mittlerweile liegt er da entspannt und döst vor sich hin.

    Lobo 2017

    Ronja 2017