Sicherheit ermitteln??

  • Hallo zusammen

    Hatte heute ein Workshop für Hunde die gerne an der Leine andere hunde pöbeln. Leider hat mein Hund es kaum aus dem Auto geschafft. Zuerst hat er die hundetrainerin identifiziert und angebellt (er weisst instinktiv wer hundetrainer ist). Danach hat er, mit eigentlich ziemlich ruhige Hunden, sich komplett daneben genommen. Nur Attacke Modus. Als ob der letzte 8 Monaten nie gewesen war ! Wir gehen in ein Hundesport Verein und dort kriegt er es hin ziemlich ruhig zu bleiben. Wenn er voll in Arbeits Modus ist, liegt er zwischen 10 anderen Hunden ganz ruhig. Wie immer habe ich das Feedback von die hundetrainerin dass er mir schützen will. Das Gefühl hatte ich heute auch. Ich versuche ruhig und souverän zu bleiben, stressfrei aufzutreten. Wieso kann er mich nicht vertrauen Sachen selbst zu regeln? Wie ermitteln mein Hund dass ich alles im Griff habe ? ;(

  • Die Lösung für Dein Problem schreibst Du doch selbst. Zitat: "Wenn er voll in Arbeits Modus ist, liegt er zwischen 10 anderen Hunden ganz ruhig".


    In der Ausbildung eines Hundes muss man zuerst sein Trainingsziel definieren. Und dabei gilt es das "Toter Hund-Prinzip": Alles, was auch ein toter Hund kann, im Vergleich zu einem lebendigen, ist ein schlecht gewähltes Trainingziel. "Nicht jagen" z.B. oder "nicht fressen" kann auch ein toter Hund... Aus dem laufen ins Platz legen oder zum Hundeführer zu kommen hingegen nicht. D.h. gib Deinem Hund eine Aufgabe, die er erfüllen muss, anstatt von ihm zu verlangen dass er etwas NICHT tun soll (z.B. andere Hunde oder Menschen anbellen).

  • Waschbär, das finde ich mal super erklärt.


    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II &Hasso I 1971-1986<3


  • Die Lösung für Dein Problem schreibst Du doch selbst. Zitat: "Wenn er voll in Arbeits Modus ist, liegt er zwischen 10 anderen Hunden ganz ruhig".

    Grübel, Grübel, aber ein toter Hund kann auch zwischen andere Hunde liegen. Dann ist es doch ein schlecht gewähltes Trainingsziel!



    D.h. gib Deinem Hund eine Aufgabe, die er erfüllen muss, anstatt von ihm zu verlangen dass er etwas NICHT tun soll (z.B. andere Hunde oder Menschen anbellen).

    Das große Problem ist doch meistens, daß die Ablenkung größer ist wie die Aufgabe.

    Bei einigen wenigen Hunden klappt es allerdings, daß sie keine Menschen oder Hunde anbellen, wenn sie eine Beißwurst im Maul tragen müssen.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Hallo Riley,

    um dich zu beraten müßte ich dich kennen und ich müßte deinen Hund kennen.

    Ich kann immer nur erzählen, wie ich aus meinem durchgeknallten Malinois einen vernünftigen Hund gemacht habe, welchen ich jetzt gerne als meinen Traumhund bezeichne.

    Vor einigen Jahren habe ich es noch bereut, daß ich mir diesen Hund geholt habe.


    Einfach mal im Forum nachlesen, ich habe hier im Forum schon oft genug über die Erziehung und Ausbildung meines Malis geschrieben. Was bei meinem Mali funktioniert hat, muß bei andere Hunde allerdings noch lange nicht funktionieren.

    Auf You Tube findet man auch unzählige Videos über pöbelnde Hunde.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Das mit dem Mali kann ich nur bestätigen. Meiner hat auch mindestens 6 Monate gebraucht, bis er nicht mehr in alles gebissen hat, was sich bewegte. Aber mit viel Ruhe und vor allem Konsequenz bekommt man das auch in den Griff. Die Auslastung und Ablenkung unter Stress ist das A und O bei der Ausbildung. Und der Hufü muss selbst ruhig sein. Wenn der schon Stress hat, übernimmt der Hund diesen.

    Also Ruhe bewahren souverän rüberkommen und dem Hund Aufgaben geben, die ihn ausfüllen. Dann klappt das auch.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten;);)

  • Grübel, Grübel, aber ein toter Hund kann auch zwischen andere Hunde liegen. Dann ist es doch ein schlecht gewähltes Trainingsziel!

    Kommt darauf an ob Du die Ablage aktiv gestaltest oder passiv. Ich gestalte sie immer aktiv. D.h. mein Hund hat mehr als nur abzuliegen (und sich dabei die Welt anzuschauen, im Gras zu schnüffeln usw.). In der Ablage hat mein Hund auf mich fixiert zu sein.

  • Das mit dem Mali kann ich nur bestätigen. Meiner hat auch mindestens 6 Monate gebraucht, bis er nicht mehr in alles gebissen hat, was sich bewegte.

    Eigentlich sind die Malis ganz vernünftige Hunde. Sie lassen sich leicht ausbilden und tun alles für ihre Beisswurst oder ihren Ball.

    Viele Malis haben einen ausgeprägten „ will to please“. Sie wollen einfach nur gefallen. Mit solche Hunde zu arbeiten, ist die reinste Freude.


    Bei einem durchgeknallten Mali ist etwas gewaltig schief gelaufen, entweder schon beim Vorbesitzer oder bei einem selber.

    Wenn sich 8 Wochen alte Mali-Welpen in ein Hosenbein oder Ärmel verbeißen und nicht mehr loslassen, könnte ich Feuer und Galle spucken.

    Diese blöden Welpenbesitzer hätten lieber die Beißhemmung trainieren sollen, anstatt ihre Welpen verrückt zu machen.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Ich hatte meinen Mali aus dem Tierheim. Ca. 12 Wochen alt und schon total versaut. War ne Menge Arbeit den hinzukriegen. Aber wie gesagt nach ca. einem halben Jahr hatte ich ihn im Griff. Das mit dem "will to please" stimmt. Aber es sind viele Malis durchgeknallt, weil die Sicherheitsorgane die am liebsten haben.

    Wenn du dann -wie bei mir- endlich einen treuen, gut gehorchenden Mali dein Eigen nennst, kommt so ein "Quacksalber" von Tierarzt und versaut die Sterilisation.

    Musste ihn schließlich mit dreieinhalb Jahren gehen lassen.

    Jetzt hab ich den schwarzen DSH. Das ist Zuckerschlecken gegenüber dem Mali. In jeder Beziehung.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten;);)

  • Will jetzt nicht Ellionores Loki-Thread sprengen, aber eine kurze Frage an dich, Pannenpeter: Wie ist deine Hündin so im Charakter?

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Sehr ausgeglichen, offen jedem gegenüber (andere Hunde, andere Menschen) bellt so gut wie nie, kann sie auf dem Radweg ohne Leine führen, ohne das sie Radfahrern oder Joggern hinterher will. Das einzige, was sie ab und zu macht ist, sie rennt Rehen für 200 - 300 Meter hinterher, ehe sie auf den Rückruf reagiert.

    Wie gesagt: gegenüber dem Mali ein Zuckerschlecken.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten;);)

  • Will jetzt nicht Ellionores Loki-Thread sprengen, aber eine kurze Frage an dich, Pannenpeter: Wie ist deine Hündin so im Charakter?

    Lese hier ja durchaus aus eigenem Interesse mit, aber Loki pöbelt nicht. Und draußen auch recht gut abrufbar. Das er Menschen unheimlich findet ist unsere Baustelle, aber auch hier zeigt sich halt und das ist evtl. auch für Riley interessant mit dauer des Kontaktes nimmt das ab.

    Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019

  • Hallo,

    also da mache ich 3 Kreuze das wir damit keine Probleme haben. Unsere pöbeln an der Leine nicht rum, werden nicht mal laut wenn sie von anderen Hunden angepöbelt werden. Wobei meist sind es die Hundehalter mit den berühmten Wadenbeißern die ihre Kläffer keifend vorbeiziehen müssen . Oft kommt noch ein "Sorry, die sind of schlecht erzogen" über die Lippen.

  • Sehr ausgeglichen, offen jedem gegenüber (andere Hunde, andere Menschen) bellt so gut wie nie, kann sie auf dem Radweg ohne Leine führen, ohne das sie Radfahrern oder Joggern hinterher will. Das einzige, was sie ab und zu macht ist, sie rennt Rehen für 200 - 300 Meter hinterher, ehe sie auf den Rückruf reagiert.

    Wie gesagt: gegenüber dem Mali ein Zuckerschlecken.

    Ich habe nun schon meinen zweiten Mali und immer war auch ein Deutscher Schäferhund mit dabei.



    Meinen ersten Mali habe ich mit 8 Wochen bekommen. Er wurde nicht vom Züchter verrückt gemacht. Ich habe ihn mir so erzogen wie ich ihn haben wollte, nicht überdreht und auch nicht besonders aufgepuscht.

    Mit diesem Mali habe ich im Obedience gearbeitet und war zeitweise jedes zweite Wochenende auf Turniere.

    Mit diesem Mali war es auch ein Zuckerschlecken, genauso wie mit unserem DSH.



    Mein zweiter Mali war 1 Jahr alt als ich ihn bekam. Die Vorbesitzer waren überfordert mit ihm und er war durchgeknallt bis zum geht nicht mehr.

    Ich habe mehrere Jahre gebraucht, um mich mit diesen Hund im Alltag stressfrei zu bewegen und um auf den Hundeplatz überhaupt vernünftig arbeiten zu können.

    Ich habe mich allerdings auch lange mit der Gewöhnung aufgehalten und über dem Gehorsam mit den entsprechenden Donnerwettern ging es dann auch ruckzuck.

    Heute läuft mein Mali viel ohne Leine, egal ob in der Stadt oder in der Natur.

    Heute habe ich einen Mali, mit dem auch alles Zuckerschlecken ist, genauso wie mit unserem DSH.





    Man sollte nicht das Verhalten eines einzelnen Mali auf die ganze Rasse beziehen, vor allem wenn er durch die Vorbesitzer versaut wurde.

    Der Mali ist eine vielseitige Rasse und vielseitig einsetzbar. Die Polizei und das Militär verwendet ihn sogar als Zugriffshund.

    Aber auch als Mantrailer und bei der Flächensuche/ Fährtensuche wird er verwendet.

    In jeder Hundesportart findet man den Mali, egal ob Ringsport, Schutzdienst, Agility, Obedience, THS, Dog Dancing usw.

    Es kommt immer darauf an, was man aus seinem Mali macht.

    VG
    Klaus und die Bea

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