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Basco geht weg

  • Matt
  • 10. September 2020 um 21:10
  • Verbena
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    • 12. September 2020 um 08:55
    • #61
    Zitat von Cinja

    Aber er/sie war doch offenbar in einer renommierten Klinik, die auf solche Sachen spezialisiert sind.

    Und ich würde mir ja auch eine zweite Meinung einholen, trotz renommierter Klinik.

    Für mich steht mein Hund auch an erster Stelle, für den ich nahezu alles möglich machen würde.

    Aber ich urteile nicht so hart darüber, dass jetzt für die beste Lösung für Basco gesucht wird. Ja, es ist schon ein bisschen so, dass sich vor der Verantwortung für ein Lebewen gedrückt wird, dass eventuell gesundheitliche Probleme bekommen wird. Es ist aber auch gut, dass sich jetzt Gedanken gemacht wird, wie es Basko besser gehen kann.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass Matt Basko leichtfertig abgeben will. Ich hoffe einfach, dass ich mich da nicht täusche.

    Denn für mich ist es auch Verantwortung, wenn ich einsehe, dass ich meinem Hund nicht gerecht werden kann. Auch wenn ich mir im Vorfeld darüber mehr Gedanken hätte machen müssen. Aber das Kind ist in den Brunnen gefallen und es nützt nichts, den jetzt zuzuschütten. Stattdessen sollte alles getan werden, um die beste Lösung für Basko zu finden.

    Und da hilft es in meinen Augen wenig, so über Matt herzufallen.

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    Das ist durchaus auch mein Reden, aber ich finde es auch richtig, dass ein Hundebesitzer nicht nur ermutigt wird, sich von seinem kranken Welpen zu trennen, nachdem vermutlich der Entscheid der Abgabe schon gefällt wurde, sondern auch zum Nachdenken angeregt wird, damit Matt sich nicht einfach den nächsten, schwergewichtigen Schäferhund holt, dem er köperlich und aufgrund seiner Wohnsituation nicht gerecht werden kann.

    Denn - und das wurde schon geschrieben: Basko bleibt vielleicht 10 Jahre lang fit, aber bekommt im Alter Zipperlein, die es erfordern, dass er keine Treppen steigen sollte - was passiert dann? Und wenn man einen Schritt weiter geht: Basko geht zurück zum Züchter und Matt kauft den nächsten Schäferhund, der auch wieder 40 Kilo wird und altert und dann keine Treppen mehr laufen kann.

    Und an dieser Stelle möchte ich Matt in die Pflicht nehmen, sich gut zu überlegen, wie gewichtig und anspruchsvoll sein nächster Hund werden soll oder ob er besser aufg einen Hund verzichtet, bis er ihm wirklich gerecht werden kann.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

    Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 12. September 2020 um 09:04
    • #62

    es ist doch nicht nur im Alter der Hund muss auch auf den Behandlungstisch gehoben werden. Ich kann ja verstehen wenn man als weibliche Halterin sich da Hilfe holt. Aber doch nicht als Mann. Ich bin da halt anders erzogen worden. Die Wohnung an sich ist mir egal solange wirklich ein Fahrstuhl existiert und der Hund den auch problemlos annimmt. Aber ich muss den Hund auch körperlich halten können. Das ist zumindest meine Meinung.

  • Verbena
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    • 12. September 2020 um 09:16
    • #63
    Zitat von Ellionore

    es ist doch nicht nur im Alter der Hund muss auch auf den Behandlungstisch gehoben werden. Ich kann ja verstehen wenn man als weibliche Halterin sich da Hilfe holt. Aber doch nicht als Mann. Ich bin da halt anders erzogen worden. Die Wohnung an sich ist mir egal solange wirklich ein Fahrstuhl existiert und der Hund den auch problemlos annimmt. Aber ich muss den Hund auch körperlich halten können. Das ist zumindest meine Meinung.

    Ich gebe Dir da Recht, aber gebe auch zu, dass meine Leonberger Rüden schwerer waren als ich und meine Leoline in meiner Gewichtsklasse unterwegs war - körperlich wäre ich diesen Hunden niemals gewachsen gewesen. Trotzdem hatte ich mit ihrem Gewicht nie Probleme, weil wir ebenerdig wohnen und die Hunde aus der Haustür direkt auf die Weiden laufen können. Unser Tierarzt hat die Hunde sowieso meistens zuhause oder auf dem Boden der Praxis behandelt und zum Glück kann er den Behandlungstisch auch so weit runderfahren, dass der Hund selbst draufsteigen könnte.

    Aber genau das meinte ich auch: Dass es ja bei Matt schon bei der Wohnsituation schwierig sein dürfte, einen Hund zu halten, der mehr als 15 kg wiegt, wenn der Hund älter wird und Zipperlein bekommt. Dass es weitere Situationen geben wird, die es erfordern, den Hund zu tragen, steht außer Frage ... aber ich schütte Asche über mein Haupt, weil ich keinen Leo hätte tragen können und folglich körperlich mit den Hunden überfordert gewesen wäre.

    ... und Bene könnte ich alleine auch nicht hochheben, aber trotzdem möchte ich keinen kleinen oder leichten Hund. Aber ich denke, dass ich den Hunden trotzdem gewachsen bin, weil ich die Umstände entsprechend anpassen kann, damit auch ein schwerer Hund hier alt und gebrechlich werden kann, ohne dass er deswegen abgegeben werden wird.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

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    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Roopa
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    • 12. September 2020 um 09:16
    • #64
    Zitat von schwedenfan

    Das ist natürlich eine emotionale Diskussion. Aber das hilft weder dem Hund noch dem Besitzer wirklich weiter.

    Ich würde versuchen die Entscheidung zu treffen, die für Basco das Beste ist. Wenn du dich entschließt ihn abzugeben, dann schau dir die Familie an. Sind sie wirklich gewillt einem evtl. kranken Hund ein langes Leben in der Familie zu gewähren? Wenn ja und alles passt, ist es vielleicht wirklich besser ihn abzugeben.

    Und natürlich gibt es genügend Menschen die ihren Hund deswegen nicht abgeben würden, aber deswegen muss man doch jemand nicht gleich verurteilen als ob er den Hund misshandelt hätte.

    ich teile die Worte von schwedenfan

    bei 4 Monaten ist man mit dem Hund noch nicht so sehr verwachsen, wie mit 3 Jahren.

    Das Leben ändert sich heute so schnell,daß der Hund manchmal nicht hineinpaßt - für mich war es bei beiden nach 2-3 Jahren keine Option mehr zur Trennung, egal was kommt - Khyros hatte auch HD (aber eben im Alter)

    Und ich gestehe: auch ich habe früher einen Hund wieder abgegeben (nach einem Unfall und völliger Veränderung der Situation...)

    auch wenn die Meisten hier dein Vorhaben nicht teilen - ich kann es verstehen und glaube auch, daß du nix unüberlegt machst - geh deinen Weg !

  • Cinja
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    • 12. September 2020 um 09:22
    • #65

    Warum soll er die Bilder zum SV schicken? Da werden nur die Bilder zum Eintragen hingeschickt. Bilder vom Frühröntgen sind dafür nicht geeignet.

    Und die Hüfte kann mit einem normalen Röntgengerät schon gut dargestellt werden.

    Ich möchte Matt auch keineswegs aus der Pflicht nehmen und Absolution erteilen. Ganz sicher nicht. Ich möchte auch, dass er sich Gedanken macht, wie er das gemeinsam mit Basko schaffen kann. Aber wir kennen seine Gesamtsituation nicht.Und ich hoffe mal einfach, dass wenn er Basko weggeben sollte, er sich vor dem nächsten Hund mehr Gedanken bezüglich Hundegröße und Wohnsituation macht.

    Klar kann sich alles noch verwachsen und der Hund kann bis zum Lebensende gesund bleiben. Aber ganz ehrlich. Wenn Basko jetzt mit vier Monaten schon Probleme beim Aufstehen hat, ist da bestimmt schon was nicht in Ordnung. Crazy ist auch oft sehr eierig gelaufen, es sah schon manchmal so aus, als ob nichts passt, aber sie hatte nie Probleme beim Aufstehen.

    Deshalb würde ich mich an Matts Stelle z. B. auch mit der OP (DBO) beschäftigen und in Erfahrung bringen, ob das für Basko geht und wie seine Prognose danach ist.

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 12. September 2020 um 09:28
    • #66
    Zitat von Verbena
    Zitat von Ellionore

    es ist doch nicht nur im Alter der Hund muss auch auf den Behandlungstisch gehoben werden. Ich kann ja verstehen wenn man als weibliche Halterin sich da Hilfe holt. Aber doch nicht als Mann. Ich bin da halt anders erzogen worden. Die Wohnung an sich ist mir egal solange wirklich ein Fahrstuhl existiert und der Hund den auch problemlos annimmt. Aber ich muss den Hund auch körperlich halten können. Das ist zumindest meine Meinung.

    Ich gebe Dir da Recht, aber gebe auch zu, dass meine Leonberger Rüden schwerer waren als ich und meine Leoline in meiner Gewichtsklasse unterwegs war - körperlich wäre ich diesen Hunden niemals gewachsen gewesen. Trotzdem hatte ich mit ihrem Gewicht nie Probleme, weil wir ebenerdig wohnen und die Hunde aus der Haustür direkt auf die Weiden laufen können. Unser Tierarzt hat die Hunde sowieso meistens zuhause oder auf dem Boden der Praxis behandelt und zum Glück kann er den Behandlungstisch auch so weit runderfahren, dass der Hund selbst draufsteigen könnte.

    Aber genau das meinte ich auch: Dass es ja bei Matt schon bei der Wohnsituation schwierig sein dürfte, einen Hund zu halten, der mehr als 15 kg wiegt, wenn der Hund älter wird und Zipperlein bekommt. Dass es weitere Situationen geben wird, die es erfordern, den Hund zu tragen, steht außer Frage ... aber ich schütte Asche über mein Haupt, weil ich keinen Leo hätte tragen können und folglich körperlich mit den Hunden überfordert gewesen wäre.

    ... und Bene könnte ich alleine auch nicht hochheben, aber trotzdem möchte ich keinen kleinen oder leichten Hund. Aber ich denke, dass ich den Hunden trotzdem gewachsen bin, weil ich die Umstände entsprechend anpassen kann, damit auch ein schwerer Hund hier alt und gebrechlich werden kann, ohne dass er deswegen abgegeben werden wird.

    einen Leonberger kann glaube ich niemand alleine heben. Das es auch Rassen gibt wo auch ich Hilfe bräuchte bezüglich des Gewichtes kann ich zugeben, nur würde ich mich unwohl fühlen, wenn jemand der nicht mal 40 kg heben kann mit einem 60 kg schweren starken Kangal oder Cane Corso entgegen kommt.

  • Waschbär
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    • 12. September 2020 um 10:32
    • #67
    Zitat von ostholstein

    Natürlich muß ein Welpenkäufer sich über die Rasse und Hundehaltung informieren.

    Dazu gehören auch die Krankheiten einer Rasse, Hochzucht und Leistungszucht, wo für man die Rasse einsetzen kann, Eigenschaften der Rasse usw.

    Von einem Otto-Normal-Welpenkäufer sollte man meiner Meinung nach aber nicht verlangen, daß er die einzelnen Linien verfolgt, ob bei der Verpaarung ein erhöhtes Risiko, in Bezug auf Krankheiten und negative Auffälligkeiten, eingegangen wurde.

    Darüber muß ihm der Züchter informieren.

    Es gibt Züchter, die in der Vergangenheit "Risikoverpaarungen" gemacht haben (teils auch deswegen weil man zu diesem Zeitpunkt von dem betreffenden Risiko noch gar nichts gewusst hat), und die aus solchen Verpaarungen kerngesunde Hunde gezogen haben. So ein Züchter wird risikobereiter sein in der jeweiligen Hinsicht als ein anderer, der mit so etwas noch gar keine oder gar schlechte Erfahrungen gemacht hat (und seinen züchterischen Schwerpunkt anders gewichten, teilweise mit ganz erheblichen Erfolgen). Die persönliche Einschätzung eines Risikos wird immer davon mit beeinflusst welche persönlichen Erfahrungen mit ins Spiel kommen. Und wenn so ein Züchter seine Welpen bisher überwiegend an Menschen verkauft hat die ihre Hunde nach seinen Empfehlungen aufgezogen haben (z.B. Welpen keine Treppen laufen zu lassen, ausschließlich Futtersorte XYZ zu verfüttern, jeden Monat bei Vollmond einen Hühnerknochen im Garten zu vergraben und dabei dreimal über die linke Schulter zu spucken usw.), dann wird er das Risiko, dass die betreffende Erkrankung später bei den Hunde auftritt, eher darin sehen dass die Aufzuchtbedingungen nicht optimal gestaltet worden sind (und vielleicht ein Putenknochen anstatt eines Hühnerknochens vergraben wurde, oder der Welpenkäufer die linke mit der rechen Schulter verwechselt hat :evil: ).

    Zudem können viele Leute doch einen "Züchter" gar nicht von einem "Vermehrer" unterscheiden. Wie kommt es sonst dass nicht mal 2% der Population von beliebten Moderasse wie der Französischen Bulldogge von seriösen Züchtern, sondern aus überwiegend äußerst dubiosen Quellen stammen? Und vermutlich denken mehr als 90% dieser Welpenkäufer zumindest beim Kauf dass sie ihren Welpen bei einem "seriösen Züchter" oder aus tatsächlicher "Hobby-Familienaufzucht" erworben haben. Und selbst wenn ein Züchter in einem Zuchtverband züchtet, so weiß ein Welpenkäufer doch gar nicht wie er einen Züchter mit wirklicher Erfahrung von einem unterscheiden kann, der halt einfach nur Hunde miteinander verpaart die die (immerhin relativ hohen) Anforderungen der jeweiligen Zuchtordnung efüllen.

    Du darfst für Dich persönlich natürlich gerne davon ausgehen dass ein Züchter in jedem Fall immer äußerst erfahren und auf dem allerneusten Stand der Wissenschaft sein sollte. Und das auch alles dementsprechend umsetzt. Nur in der Praxis kann man einem Menschen immer nur bis vor den Kopf gucken. Der Welpenkäufer dem Züchter. Und auch der Züchter dem Welpenkäufer.

    Als halbswegs intelligenter Mensch sollte man sein Glüch aber nicht weitgehend dem Zufall überlassen, dass man dann auch tatsächlich an so jemanden gerät. Und z.B. alle überprüfbaren Angaben, die ein Züchter über seine Hunde und seine Zuchttätigkeit macht, dann auch überprüfen. Denn genau das ist der Vorteil der Rassehundezucht: Man kann diese Angaben überprüfen!!! Diese Möglichkeit bietet sich einem nicht wenn Welpen "ohne Papiere" verkauft werden. In so einem Fall ist man auf Gedeih und Verderb dem ausgeliefert, was einem der "Züchter" erzählt. Und das kann wahr sein oder auch nicht...

    Unter'm Strich ist der Vorteil beim Kauf eines Welpen, der in einem seriösen Zuchtverband gezüchtet wurde, nicht der dass er "Papiere hat". Sondern der dass relevante Angaben, die wichtig sein sollten für eine Kaufentscheidung, überprüfbar sind. Aber überprüfe ich nix, dann liefere ich mich halt zu einem ganz großen Teil dem Schicksal aus.

  • Waschbär
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    • 12. September 2020 um 11:32
    • #68
    Zitat von Matt

    Der Verkäufer ist kein Vermehrer, sondern jemand der seine Hunde erstmals gepaart hat. Beide Elterntiere besitzen rote Ahnentafeln vom Verein für Deutsche Schäferhunde, sind lt. Bestätigung HD/ED frei und kommen von (unterschiedlichen) professionellen Züchtern aus Brandenburg. Ich dachte eigentlich, dass das Sicherheit genug sei.

    Nein, "rote Papiere" und ein entsprechender HD/ED-Status sind nur jeweils EIN Kriterium, welches ein Hund erfüllen muss der zuchtzugelassen wird. Alleine um die Mindestbedingungen bis zur Zuchtzulassung zu erfüllen gehört beim DSH noch sehr viel mehr dazu. Sollte der Wurf, aus dem Dein Hund stammt, keine "Papiere" besitzen, dann handelt es sich bei dieser Verpaarung durchaus um "Vermehrung" im umgangssprachlichen Sinn und nicht um "Zucht" (mit diesem Begriff assoziiert man im allgemeinen eine durch Dokumentation nachvollziehbare Zuchttätigkeit innerhalb eines Zuchtverbandes).

    Und selbst wenn Hunde miteinander verpaart werden, die beide eine leichte HD oder eine leichte ED haben, können daraus Nachkommen entstehen die HD- bzw. ED-frei sind ( = Befund "normal"). Solche Hunde tragen aber in aller Regel mehr genetische Sequenzen in ihrem Erbgut, die an der Entstehung einer HD oder ED beteiligt sind als Hunde, die aus HD- und ED-freien Eltern- und Großelterntieren stammen. Vor allem wenn von Letzteren die Wurfgewister ebenfalls alles HD- und ED-frei waren. Ein HD- und ED-freier Hund kann aber z.B. auch aus einem Wurf stammen in dem alle anderen Hunde nicht HD- und/oder ED-frei waren. Dann ist seine genetische Belastung in Bezug auf HD und/oder ED höher als wenn alle seine Geschwister ebenfalls HD/ED-frei waren.

    Dazu mal ein Beispiel: Im SV müssen Hunde für die Zuchtzulassung erst seit dem Geburtsjahr 2004 zwingend einen ED-Befund im Bereich "normal" bis "noch zugelassen" besitzen. Es gibt einen Deckrüden, der nach diesem Stichtag geboren wurde und der neben dem HD-Befund "normal" auch den ED-Befund "normal" besitzt. Später wurden dann sein Elterntiere (die beide vor dem Stichtag geboren wurden und schon in der Zucht waren bevor das ED-Röntgen dafür Pflichtvoraussetzung wurde) ebenfalls noch ED-geröngt. Bei dem einen Elternteil wurden die Ellenbogen mit dem Befund "mittlere ED" ausgewertet und bei dem anderen mit "schwere ED". Besagter Rüde war aber zu diesem Zeitpunkt bereits ein relativ stark frequentierter Deckrüde mit dem Befund "ED normal". Und war von Züchtern mit bestem Wissen und Gewissen zur Zucht verwendet worden. Auch beim sog. "Qualtitätsröntgen" vor seinem 30. Deckakt, also in bereits höherem Alter, waren seine Ellenbogen tadellos.

    Inzwischen ist die Zuchtordnung entsprechend angepasst worden insofern dass auch beide Elterntiere einen vom SV anerkannten HD- und ED-Befund besitzen müssen, der innerhalb des Verbandes zu Zucht berechtigen würde. Damals aber musste lt. Zuchtordnung nur der jeweilige Hund selbst einen solchen besitzen. Von daher konnte der betreffende Rüde nicht mit einem Zuchtverbot belegt werden. Und viele Züchter wussten überhaupt nicht dass seine Eltern noch nachträglich geröngt und ausgewertet worden sind, weil das in so einem Alter eher unüblich ist. Und in der Ahnentafel des Rüden standen die Befunde bei ihnen nicht drin, weil diese ja ausgestellt worden ist bevor die Elterntiere ED-geröngt und -ausgewertet wurden. Und man schaut bei älteren Hunden in einer Ahnentafel auch nicht dauern im Online-Zuchtbuch nach, ob von denen nachträglich noch Röntgenergebnisse eingetragen worden sind. Viele Züchter wussten somit gar nicht dass zwei Großeltern ihrer Welpen mittlere und schwere ED hatten (die übrigens selbst damit tadellos gelaufen sind).

    Das ist also alles gar nicht so einfach mit der Zucht... Wenn es ausreichen würde lediglich HD- und ED-freie Hunde miteinander zu verpaaren um HD- und ED-freie Nachzucht zu erhalten, dann wären beide Erkrankungen schon längst ausgestorben.

  • Waschbär
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    • 12. September 2020 um 11:39
    • #69
    Zitat von ostholstein

    Natürlich reden wir von Lebewesen.

    Jeder Welpenkäufer weiß, daß ca. 20% der DSH HD haben, wenn er sich über die Rasse informiert hat.

    Von einem renommierten Züchter erwarte ich, daß er kein erhöhtes Risiko bei den Verpaarungen eingeht und nicht gezielt Deckpartner einsetzt, wo HD in den Linien vorgekommen ist.

    Dieser Deiner Aussage nach wäre dann aber ein HD-Prozentsatz von 20% bei den Hunden aus einer Zuchtstätte normal??? Weil wenn ein Züchter kein erhöhtes Risiko eingegen würde bei seinen Verpaarungen, dann läge er im Durchschnitt und damit bei 20%... Das wäre für mich ein verdammt hoher Prozentsatz an HD-kranken Hunden....

    Und Deckrüden, in deren Linien keine HD vor kommt, wirst Du nicht finden beim DSH (und den allermeisten anderen Rassen). Je mehr ein Rüde deckt, desto wahrscheinlicher wird es dass über die Genetik der Mutterhündinnen der eine oder andere HD- (oder auch ED-) Fall auftreten wird. Zudem müsstest Du dann auch alle Rüden aus der Zucht nehmen in deren Seitelinien (bzw. denen von Eltern und Großeltern etc.) Fälle von HD aufgetreten sind.

    Um bei Deinem Prozentsatz von 20% von HD-Fällen innerhalb der Population DSH zu bleiben: Es würde so gut wie kein Deckrüde übrig bleiben, wenn man auf diese Weise selektieren würde. Die paar Handvoll Hunde, die übrigbleiben würden, würden untereinander verpaart zu einem extremen Ahnenverlust und somit einer rapide auftretenden Inzuchtbelastung führen.

  • Lily
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    • 12. September 2020 um 11:41
    • #70

    Ich muss leider jetzt auch mal etwas dazu sagen es ist traurig .... ich wohne noch im zweiten Stock meine Maus (weiht nicht mehr unter uns seid letztes Jahr um die Zeit ) HD plus ED und kreuzbandriss ich wiege selber 52 Kilo Lily wog 34kg der Hund bei mir auf dem Schoß und ich bin runter gerobbt oder habe Nachbarn gefragt ob sie mir helfen würden. Eine Möglichkeit findet sich immer irgendwie nur habe ich meine Hündin deswegen nicht alleine gelassen. Weil ich nicht mehr konnte und selber mir den Rücken kaputt gemacht habe und selbst Osteoporose habe ging sie für die letzte Zeit da es wirklich nicht mehr lange war zu meiner ziehmama. Oft besucht und bei der letzten op konnte ich nicht dabei sein und sie starb.Da ich nicht möchte das jemals noch Mals sowas passiert habe ich mich dazu entschieden für Storm (XHerder) ein Haus mit Garten zu finden Anschluss an Wiese bzw Feld. Ich hoffe du lernst in Zukunft und auch wenn Home Office gehe ich mal von IT ?‍? aus dann sucht man sich eine Wohnung etwas niedriger egal ob Berlin oder andere Stadt nix ist unmöglich

  • Matt
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    • 12. September 2020 um 11:41
    • #71

    So, dann noch mal zum Thema.

    Ich wollte und benötige keine "Absolution" für eine Entscheidung, die ich mir sehr schwer gemacht habe. Aber solche Threads können auch hilfreich für Leser sein, die ähnliche Probleme haben und per Google auf das Thema stoßen.

    Natürlich kann ich 40 kg anheben, aber das ist etwas anderes, als einen 40 kg schweren und eventuell zappelnden Hund 6 Stockwerke zu tragen. Zumindest habe ich es noch nicht versucht. Meine Wohnsituation ist auch kein Problem, da das Haus einen Aufzug besitzt und selbst im worst case - Fahrstuhl kaputt und Hund benötigt medizinische Hilfe - könnte ich immer einen Tierarzt nach Hause kommen lassen. Mein SUV hat so ziemlich Platz für alles, auch für eine Rampe, über die ein Hund laufen kann. Ich hätte Basco niemals abgegeben, weil ich unbedingt einen Sportler benötige oder mit größeren Hunden überfordert wäre. Mein letzter war ein Schlittenhund, etwas leichter aber annähernd so groß wie ein DSH.

    Der ausschlaggebende Grund war, dass Bascos Vorgänger ebenso gesundheitliche Probleme hatte und die letzten Jahre ein ziemliches Drama gewesen sind. Natürlich bin ich mir bewusst, dass das mit jedem Hund im Laufe seines Lebens passieren kann und wahrscheinlich auch wird. Aber bei Basco zeichnet sich der Leidensweg schon im frühen Welpenalter ab, und ich will, nachdem ich meinen letzten Hund vor 9 Monaten verloren habe, nicht sofort wieder in ein neues Drama laufen.

    Basco ist vorhin vom Verkäufer abgeholt worden und geht morgen zu einer Familie mit Haus, Garten und Kindern. Ich hoffe für Basco, dass die Ärzte sich mit ihrer Prognose geirrt haben und er ein langes und glückliches Hundeleben hat. Aber falls es anders kommt, muss ich ihn nicht nach einem längeren Leidensweg in ein paar Jahren einschläfern lassen.

    Zukünftig werde ich mir einen Hund nur noch von renommierten Züchtern holen und dabei auch wieder eine Rücknahmevereinbarung treffen, falls sich bereits beim Welpen gesundheitliche Schäden abzeichnen, die nicht heilbar sind. Das kann man herzlos finden und den Vorwurf nehme ich auch an, aber es ist einfacher, einen Hund nach zwei Monaten wieder abzugeben als nach zwei Jahren, nachdem die Bindung zwischen Mensch und Tier noch sehr viel stärker geworden ist.

    Waschbär

    Danke, das war sehr informativ.

  • Lily
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    • 12. September 2020 um 11:46
    • #72

    Herzlos trifft es tut mir leid aber wenn ein Kind krank ist vielleicht auch dein Kind geht es dann auch zurück an die Mutter (rückgaberecht?)

  • Waschbär
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    • 12. September 2020 um 11:52
    • #73
    Zitat von Verbena

    Wenn ich ein Pferd kaufte, geschah das in der Regel auch sehr verstandsbetont, denn es musste - genau wie das Auto - in das Profil passen, das ich anstrebte und somit mit meinen sportlichen und züchterischen Vorgaben weitgehend übereinstimmen, denn auch wenn der Hengst mit der kleinen Verstellung im Vorderbein vielleicht mein Herz berührte, wäre er doch niemals gekört worden und hätte meiner Hengststation keinen Nutzen gebracht. Genau wie die Stute, die mich durchaus zu verzaubern wusste, aber deren Rittigkeitsnoten in der Stutenleistungsprüfung einfach nicht reichten, um zu hoffen, dass ihre Fohlen die Turnierplätze als Sieger verlassen könnten.

    Und was das mit diesem Thema zu tun hat, verrate ich nun auch, denn: Ich bin als Hundekäufer ein rein emotional denkender Mensch. Ich betreibe längst keinen Hundesport mehr und mein Hund soll nichts anderes sein, als mein Freund und unser Familienmitglied. Ich habe kein züchterisches oder sportliches Profil, in das der Hund passen muss und insofern treffe ich meinen Entscheid für oder gegen einen Hund rein mit dem Herzen und nidht mit dem Verstand.

    Wenn mir also ein Hundezüchter vorwerfen würde, dass ich mich ja im Vorfeld hätte besser informieren können, um zu wissen, dass in vierter Generation ein Hund mit gesundheitlichen Problemen in den Papieren steht, würde ich wohl auch die Meinung vertreten, dass ich als Käufer keinen Kurs in Sachen Schäferhundzucht besuchen muss, um das Risiko zu minimieren, einen kranken Hund zu kaufen, sondern dass ich mich darauf verlasse, dass wenn ich zu einem seriösen Züchter gehe, der sich in der Pflicht sieht, in der ich mich als Pferdezüchter sah: Nämlich im Interesse der Tiere das Beste zu züchten, das möglich ist.

    Und jetzt mal anders herum: Wenn ich als Pferdekäufer nicht wirfschaftlich denke, sondern ein Pferd/Fohlen erwerben möchte als rein emotional denkender Mensch, der keinen großartigen Reitsport betreiben möchte, sondern einfach nur ein Pferd haben möchte welches er später händeln kann und mit ihm zusammen einfach nur in der freien Natur die Freizeit genießen möchte, ist es eine gute Idee einfach so naiv alleine loszugehen, ohne von irgendetwas eine Ahnung zu besitzen, und ein Pferd/Fohlen zu kaufen? Sich alleine auf die Angaben des Verkäufers zu verlassen? Weil der ja als Experte (wenn er denn überhaupt einer ist, das kann ich ja gar nicht feststelle wenn ich selbst von Nix 'ne Ahnung habe) in der Pflicht steht alles richtig zu machen und mir gegenüber zu 100% ehrlich zu sein???

    Sorry, ich kenne das aus Pferdezucht und -sport ganz anders... Nämlich so dass Du als Laie auf diesem Gebiet immer und in jedem Fall mind. eine Person bei so einem Unterfangen zur Beratung mit einbeziehst, die wirklich Ahnung von der Materie hat. Besser zwei ( = eine Person Deines Vertrauens mit entsprechenden Kenntnsisen und einen guten Pferdetierarzt).

  • Waschbär
    Moderator
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    • 12. September 2020 um 11:56
    • #74
    Zitat von Ellionore

    es ist doch nicht nur im Alter der Hund muss auch auf den Behandlungstisch gehoben werden. Ich kann ja verstehen wenn man als weibliche Halterin sich da Hilfe holt. Aber doch nicht als Mann. Ich bin da halt anders erzogen worden. Die Wohnung an sich ist mir egal solange wirklich ein Fahrstuhl existiert und der Hund den auch problemlos annimmt. Aber ich muss den Hund auch körperlich halten können. Das ist zumindest meine Meinung.

    Das hat aber nix mit dem Geschlecht des Hundehalters zu tun. Männer können z.B. Bandscheibenprobleme haben. Und auch als Frau sollte ich mir nur das Kaliber Hund anschaffen welches ich gewichtsmäßig wuppen kann. Meine Tierärztin würde blöd gucken wenn ich mit 3 oder 4 DSH in ihre Praxis komme und sagen würde "Auf den Behandlungstisch heben kann ich die aber nicht, da musste jetzt 'nen Mann für rufen...."

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 12. September 2020 um 11:58
    • #75
    Zitat von Waschbär
    Zitat von Ellionore

    es ist doch nicht nur im Alter der Hund muss auch auf den Behandlungstisch gehoben werden. Ich kann ja verstehen wenn man als weibliche Halterin sich da Hilfe holt. Aber doch nicht als Mann. Ich bin da halt anders erzogen worden. Die Wohnung an sich ist mir egal solange wirklich ein Fahrstuhl existiert und der Hund den auch problemlos annimmt. Aber ich muss den Hund auch körperlich halten können. Das ist zumindest meine Meinung.

    Das hat aber nix mit dem Geschlecht des Hundehalters zu tun. Männer können z.B. Bandscheibenprobleme haben. Und auch als Frau sollte ich mir nur das Kaliber Hund anschaffen welches ich gewichtsmäßig wuppen kann. Meine Tierärztin würde blöd gucken wenn ich mit 3 oder 4 DSH in ihre Praxis komme und sagen würde "Auf den Behandlungstisch heben kann ich die aber nicht, da musste jetzt 'nen Mann für rufen...."

    bin ich ja auch der Meinung.

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