Ich schließe mich mal den Willkommensgrüßen an und wünsche Dir/ Euch, dass Ihr den Schäferhund findet, mit dem Ihr glücklich werdet und der Euch an jedem Tag Freude macht.
Ich selbst habe zwei Langhaarschäferhündinnen: Verbena, eine Tierschutzhündin aus Ungarn, die mit 5 Jahren zu uns kam und inzwischen 5 Jahre bei uns ist und Chia, inzwischen ein Jahr alt und vom Typ ein komplett anderer Hund, als das Benchen.
Für mich stand auch die Gesundheit des Hundes im Vordergrund, als wir uns für Chia entschieden und ja, ich habe auch speziell nach "Ossi-Langhaarschäferhunden" gesucht, auch wenn ich meinen ersten Rüden aus Stuttgart abholte und der 13,5 Jahre gesund und munter war und es sicher auch Ost-Linien gibt, bei denen es gesundheitliche Probleme gibt.
Ich war früher ein begeisterter Hundesportler, aber ich bin beruflich und privat zeitlich so stark eingebunden, dass ich nun auch nicht zwingend einen Hund wollte, der ständig vor mir steht und mich bittet, was mit ihm zu tun.
Wir wohnen auch quasi im Wald und ich bemühe mich, jeden Tag zweimal mindestens jeweils eine Stunde mit den Hunden zu laufen. Bene reicht das auch und sie ist mit Suchspielen, die wir unterwegs einbauen, auch mental ausgelastet.
Chia ist aber ein ganz anderes Modell und nur Laufen und 3 Hektar Land mit Hof und Pferden zu bewachen, ist ihr zu wenig geistige Anforderung. Darum habe ich in einen Agility Parcours investiert und biete ihr so die Aufgabe, die sie braucht, um ihre Energie sinnvoll einzusetzen ... denn darin liegt das Problem. Man kann seinen Hund zur Ruhe erziehen, aber wenn man einem Hund, der züchterisch auf eine hohe Leistungsbereitschaft selektiert wurde, keinen geistigen Anspruch bietet, setzt er seine Energie für Aktivitäten ein, die uns Menschen eventuell nicht so gefallen. Chia hat beispielsweise unser Dreisitzer-Designer-Sofa gehimmelt. Ihr war langweilig und sie brauchte dafür auch nicht viel Zeit. Sie begann auch, Vögel zu jagen und die Katzen auf die Bäume zu scheuchen.
Seit ich ihr neben der körperlichen Auslastung auch geistigen Anspruch biete, habe ich einen entspannten Hund, der sehr leichtführig ist und mich jeden Tag begeistert.
Aber auch Bene mit ihren knappen 10 Jahren ist kein Hund für Couchpotatoes, auch wenn sie nicht mehr so viele Ansprüche stellt, um geistig ausgeglichen zu sein ... nur spazieren gehen wäre für sie auch keine Option ... sie mutiert dann zur Dampframme ![]()
Insofern gebe ich allen Beitragsverfassern Recht, die auch einräumen, dass es auch innerhalb der Leistungs- und Hochzucht ganz unterschiedliche Vertreter ihrer Rasse gibt und selbst innerhalb eines Wurfes charakterlich unterschiedliche Welpen sein können, aber im Grundsatz bleibt der Schäferhund in allen Varianten doch ein Gebrauchshund, der zumeist mehr Ansprüche stellt, als den profanen Gassigang im Wald.