Was die Leute manchmal wissen wollen ...

  • Kennt Ihr das auch, dass man mit dem Hund unterwegs ist und dann von Leuten angesprochen wird, die ungewöhnliche Fragen stellen?


    Mit den Schäferhunden passiert mir das zwar nun echt selten (ich glaube, die Leute trauen sich nicht so nah ran ;)), aber mit den Leos wurden mir manchmal wirklich seltsame Fragen gestellt, wie beispielsweise - ohne verbales Vorgeplänkel, sondern quasi im Dranvorbeigehen: "Was frisst der denn so am Tag?" Was wollte der Fragesteller denn als Antwort? Meinen Futterplan? Oder stand hinter der Frage eher die Befürchtung, dass ich antworte: "Morgens ein Kleinkind und abends eine halbe Kuh?", weil er fürchtete, mein Hund konnte hungrig sein und sich überlegen, dass er gleich angreift?


    Ich habe geantwortet: "Nichts anderes, wie andere Hunde auch - nur ein bisschen mehr davon" und es kamen dann auch keine weiteren Fragen, aber der Fragesteller war auch schon weiter weg, um in einen echten Dialog mit mir treten zu können.


    Aber auch die "Was ist denn das für eine Rasse-Frager" haben mich hier und da mal verblüfft, denn eine Dame hakte nach, als ich erklärte, dass es sich um Leonberger handelt, was denn der Vater für eine Rasse war. Ich also: "Na, eben auch ein Leonberger". Darauf die Dame: "Aber was ist denn das dann für ein Mischling? Da war dann wohl die Mutter ein Bernhardiner, oder?" Ich, etwas verblüfft: "Nein, die Mutter war auch ein Leonberger." Die Frau, etwas verschnupft: "Na, das ist doch trotzdem ein Mischling! Es gibt doch keine Rasse, die Leonberger heißt!"


    Welche Fragen musstet Ihr schon beantworten? Gab es da auch lustige, interessante oder in Richtung "unsinnig" gehende Fragen?

  • Ich höre öfter, dass ich einen Husky habe. ;( Die Leute sind aber dann ganz verblüfft wenn man Ihnen erklärt das Loki ein Schäferhund ist. Dann kommt ein wie die gibts auch in weiß. :D

    Naja so lustige Sache wie bei Verbena gab es noch nicht zum Glück.

  • Haha ^^


    Hmm... muss mal überlegen...

    Wo ich mit Drago und Simba zuletzt in der Stadt war (vor ca. 3 Wochen), da waren wir gerade vor der City-Galerie (Kaufhaus) unterwegs und es sprach mich plötzlich eine alte Dame an:

    Sie: Das sind aber große Hunde!

    Ich: Ja, ganz tolle Schäferhunde! <3

    Sie: Was fressen die denn so am Tag??!? Und ne kleine Wohnung sollte man ja auch nicht haben???!???!!
    Ich: Naja, ein Sack Trockenfutter pro Hund und Monat.

    Sie: Ja, aber die Wohnung? Ist Ihre Wohnung denn klein????

    Ich: Nein, ich lebe auf einem 700m² Grundstück mit großem Garten und rund um die Uhr ist jemand zuhause.

    Sie: oooh, da bin ich ja erleichtert! (plötzlich war sie ultra nett)

    Ich: Ja, den Hunden geht es wirklich gut


    Dann fing sie an über ihren Sohn zu sprechen, dass er seine Hunde ja in einer viiiiel zu kleinen Wohnung hält und bla bla
    Naja, schön, dass sie sich Sorgen macht. Aber der Anfang war irgendwie zu penetrant und vorwurfsvoll.


    Zum Glück war mein Vater dann auch in der Apotheke fertig, sodass wir schnell weiter konnten. :D

  • jaja der Quatsch mit der Wohnung Blackie, das sagen meine Eltern auch oft und lustigerweise liegt Loki nur rum. Ich geb zu einen Garten will ich haben, aber ob ich auf 70 Qm oder 120 Qm Wohnfläche lebe ist dem Hund wurscht.

  • Und mal davon ab: ich kenne 3 Musher und alle halten ihre 10 - 20 Huskies draußen in einem großen Gehege.

    Größer, als ne Stadtwohnung ist das auch nicht und den Hunden geht es prächtig.


    Es kommt halt vor allem darauf an, wie man die Hunde beschäftigt (meine Meinung und ich lasse mich gerne vom gegenteil überzeugen).

  • Es kommt halt vor allem darauf an, wie man die Hunde beschäftigt (meine Meinung und ich lasse mich gerne vom gegenteil überzeugen).

    nur das zum Beispiel Rütter diese teilt. Bis auf das draußen im Zwinger halten. Aber klar kann man ein Rudel Huskys unmöglich drinnen halten. Ich glaube dann braucht man schon ein Schloss dafür.

  • Ich höre öfter, dass ich einen Husky habe. ;( Die Leute sind aber dann ganz verblüfft wenn man Ihnen erklärt das Loki ein Schäferhund ist. Dann kommt ein wie die gibts auch in weiß. :D

    Naja so lustige Sache wie bei Verbena gab es noch nicht zum Glück.

    Das höre ich auch, wenn auch selten. Das beste war, als wir in der Welpenzeit ein paar Minuten in der Innenstadt unterwegs waren... „Was ist das? Ein Fuchs?“ :huh:  :D

    Aber auch die Fragen über den Platz, Wohnunghaltung können schon nervig sein. Aber besonders nervig sind für mich Aussagen/Fragen wie „Der brauch aber viel Auslastung!“ „Bei dem Hund sind Sie bestimmt den ganzen Tag unterwegs!“

    Und natürlich die ganzen Besserwisser, die schon immer Hunde hatten, alles wissen, obwohl sie nie einen Schäferhund. Aber hey, wer sonst keine anderen Hobbies hat?!?

    Ich empfinde es aber auch mittlerweile so, dass ich sehr häufig sehr nett angesprochen werde, und ich wegen der Rasse gefragt werde oder dass ich aber einen sehr hübschen, erzogenen Hund habe. 😊

  • Als Crazy klein war:

    "Ist das ein Belgischer Schäferhund?"

    Nein, ein deutscher.

    "Aber die ist doch so hell"

    Ja, sie ist eine graue Schäferhündin, die wird noch dunkel.

    "Hmmmmm..."


    Auch sehr gerne:

    "Den haben Sie aber nicht mit im Haus, oder?"

    Doch, habe ich.

    "Aber ein Schäferhund gehört doch raus in den Zwinger."

    Nein, gehört er nicht, warum sollte ein Schäferhund andere soziale Bedürfnisse haben als andere Hunde?

    "Hmmmmm..."


    Damals bei Phaja, die wirklich sehr unleidlich auf andere Hunde reagierte:

    Eine Frau mit Dackel, die ich gebeten habe, ihren Hund bei sich zu behalten, als der an der Flexi auf uns zulief.

    "Dürfen die mal Hallo sagen?"

    Nein, meine Hündin mag keine andere Hunde.

    "Aber die müssen doch Kontakte haben!"

    Nein, müssen sie nicht, und wenn dann nur, wenn es passt.

    "Haben Sie Ihren Hund nicht im Griff?"

    Doch, habe ich. Aber sie mag einfach keine anderen Hunde (was Phaja auch recht deutlich zum Ausdruck brachte).

    Dame geht kopfschüttelnd weiter...

  • Ich werde bei Harras öfters gefragt, was er für eine Rasse bzw. für ein Mischling ist.

    Je nach meiner Laune antworte ich "Schäferhund" oder "ostfriesischer Schäferhund" oder auch "Ostfriesischer Seehund"

    Den Schäferhund wollen viele sowieso nicht glauben, weil "der ist aber groß!?"

  • Und auch gerne mal gefragt "Mag der Kinder?".

    Mein ältester Sohn antwortet dann gerne: "Ja, aber er hat heute schon gefressen." ;)

    Die Antwort ist wirklich gut! :thumbsup:


    Mein Joe wurde auch immer wieder mal von "Schäferhundkennern" als hübscher Mischling bezeichnet, denn "Also ich kenne ja Schäferhunde und weiß wie die aussehen ... aber die sind nicht so groß und auch nicht so ... haarig!" Joe war ja ein Langstockhaarschäferhund und zu meinem züchterisch ambitionierten Bedauern 74 cm groß.


    Wobei ich vor etwas mehr als 30 Jahren einen Mischlingsrüden hatte, dessen Mutter eine Schäferhund/ Irish Setter-Hündin gewesen sein soll (sah aber aus wie ein sehr schmaler Golden Retriever) und beim Vater hieß es, dass es ein Berner Sennenhund gewesen sein soll ... allerdings denke ich, war es eher ein Pitbull oder ein Amstaff - aber das hätte sich ja nicht so gut vermitteln lassen.


    Jedenfalls sah Higgins aus, wie ein etwas zu lang geratener und tiefer gelegter Pitbull und er war auch so gestromt, wie man es bei der Rasse hin und wieder sieht.


    Ich wurde selten so häufig gefragt, was das für eine Rasse ist und meistens konnte ich mir das Lachen kaum noch verkneifen, wenn ich antwortete: "Ein BeSeSchäSe!" und die Leute dann wissend nickten, als würden sie die Rasse selbstverständlich kennen ... auch wenn ich lediglich die Anfangssilben seiner Ahnen aneinandergereiht hatte ;)


    Ich gebe aber zu, dass ich den Ostfriesischen Seehund auch gegoogelt hätte ... man weiß ja nie ;)


    Eine Gassigehbekannte hat nämlich einen kniehohen, grauen Wuschelhund, der bei mir auch als "hübscher Mischling mit Bearded Collie drin" gegolten hätte ... es handelt sich aber um einen Schapendoe. Ich bin auch froh, dass ich nie nachgefragt habe, was denn da so alles an Rassen in dem Hund steckt - das wäre mir im Nachhinein peinlich gewesen. Aber als meine Bekannte erwähnte, dass ihr "Kluntje" die Körung bestanden hat, fragte ich dann doch, welcher Hunderasse er angehört, denn eine Körung setzt ja schon eine Reinrassigkeit voraus ... und siehe da, es handelt sich um einen holländischen Hütehund.

  • ^^

    Aber ganz ehrlich? Ich habe eine liebe Freundin, die selbst Besitzerin eines Berner Sennenhund-Rüden ist und neuerdings begegnet uns, wenn wir zusammen mit den Hunden laufen gehen, des Öfteren mal ein Mann mit einer schwarzen Cane Corso-Hündin und zwei ebenso schwarzen French Bullys. Meine liebe Freundin sprach also neulich den Mann an, ob denn die Große die Mutter von den beiden Kleinen sei und ich bin vor Scham fast in den Erdboden versunken, denn der Hundebesitzer reagierte dann auch eher irritiert (Man sieht doch, dass das zwei ganz verschiedene Rassen sind!) und steckte uns vermutlich in die Schublade der Vollbekloppten.


    Dabei hatte ich mir gerade ein bisschen seiner Sympathie erarbeitet, denn als ich alleine mit Bene lief, erwiderte er nicht mal meinen freundlichen Gruß, wenn sich unsere Wege kreuzten und ich dachte schon, dass er kein Deutsch spricht und darum nichts sagt. Dann kam Chia und erwärmte sogar sein Herz, denn er fragte zumindest: "Na, hast Du jetzt noch einen Zweiten dazu geholt?" Gut, die Frage ist eigentlich auch irgendwie Peng, aber zumindest war ich in seiner Wertigkeit soweit gestiegen, dass er das Wort an mich richtete.


    ... und mit der Frage meiner Freundin war ich vermutlich auch wieder in seiner Wertigkeit gesunken :|