Tierarzt vs Physiotherapeut Erfahrungen

  • Ich wollte euch mal meine Erfahrung diesbezüglich mitteilen. Meine Wuffe hat ja irgendwann auf dem HuPla das Springen verweigert, was ich ja dummerweise auf die Pubertät geschoben habe, da er ja auch insgesamt etwas schwerhörig geworden ist. Dann fing er an beim ins Auto springen zu fieben und abends wenn er auf die Couch kam, hatte er auch gejault. Mein Gedanke war er hat sich irgendwo vertreten oder verstaucht, also Traumeel gegeben und Hund geschont. Es wurde auch besser, aber ich habe beobachtet das er immer sein rechtes Hinterbein entlastet hat und es so richtig lose aussieht, als wäre alles locker. Und er hatte angefangen sich an der Wirbelsäule aufzuknabbern , an 3 Stellen.Also TA angerufen und dann habe ich sogar ne Woche später vorbeikommen dürfen X( Mein TA nicht da,sondern eine Vertretung, also Problem geschildert, die legt den Hund hin, zieht mal am Hinterbein und verschreibt Tabletten für 10 Tage und Schonung. Ich frage die was denn nun ihre Diagnose ist, wüsste schon gerne für was er Tabletten bekommt??? Er hat wohl eine Entzündung im Hüftgelenk...aha , und das aufknabbern kann das was damit zu tun haben? Die schaut sich die Stellen an, nee das sind Hot Spots, da gab es auch gleich noch ein Medikament- wenn das nicht weggeht Antibiotikum!!! Und damit waren wir entlassen. Der Termin war für mich total unbefriedigend, dachte mir aber die ist ja Ärztin und wird es wissen. Nach 5 Tagen Tablettengabe- 0 Besserung, habe ich dann in der von @ Waschbär empfohlenen Physio angerufen, Termin vereinbart und hin. Und jetzt taaatttaaaaa....meine Begeisterung: die PT hat eine Stunde den Hund bearbeitet, genau untersucht und mir alles erklärt. Der Hund hat eine Entzündung am Ischiasnerv, das ins Hinterbein ausstrahlt, deswegen er entlastet, dazu passen die Knabberstellen an der hinteren Wirbelsäule. Er hat 5 cm weniger Muskelumfang am betroffenen Bein , wie am gesunden. Das fiel mir schon als Laie auf aber nicht dem TA. Er wurde noch mit Laser behandelt und das tat ihm richtig gut, er hatte die erste Nacht auch nicht mehr geknabbert. Achso, die Tabletten vom TA sind für die Katz sagte sie, die helfen nur bei Gelenkserkrankungen. Fazit: Gute PT sind einfach Gold wert :thumbup: :thumbup: :thumbup:

  • Ja, die Erfahrung, die du da mit deinem Hund gemacht hast, kann ich sehr gut nachvollziehen.,

    Ehrlich, bei uns Menschen läuft es leider oft ähnlich: es werden Medikamente verschrieben, aber es wird

    nicht auf den Menschen bzw. wie bei euch auf den Hund IM GANZEN geschaut. Es wird wirklich oft nur

    herumgedoktert, an den Symptomen behandelt, aber nicht nach den Ursachen gesucht. Keine Ahnung ob

    aus Zeitmangel, Desinteresse oder Geldmacherei.


    Ich selbst war mit Harras schon lange nicht mehr beim Tierarzt. Wurmkur gibt es auf Kräuterbasis und kleine Wehwehchen

    (Hot Spots etc.) behandle ich mittlerweile selbst.


    Mir wurde seitens Ärzten Rheuma angedichtet, ich hatte jahrelang Schmerzen, habe immer auf meine familienbedingt ererbte Hüftdysplasie hingewiesen und erst nach 5 Jahren voller Schmerzen die Bestätigung bekommen, dass es tatsächlich dadran liegt. Und das auch erst, nachdem ich lange selbst nach einem Spezialisten dafür gesucht habe.


    Otto-Normal-Verbraucher-Arzt hat leider i.d.R. keine Zeit das Lebewesen Mensch oder Hund ganzheitlich zu betrachten.


    Und ins Krankenhaus braucht man meistens auch nicht zu gehen. Wenn man den dortigen Assistenzärzten und auch Professoren nicht gleich die Diagnose mitbringt, ist man dort nicht gut aufgehoben.

  • Gute Besserung deinem Wuff. Wie gut, dass du dich nicht mit dem „Befund“ dieses TA abgegeben hast. Ich bin auch ein großer Befürworter von Physiotherapie bzw. Chiropraktik.


    Die Tierärztin von Boss ist gleichzeitig auch eine sehr erfahrene Chiropraktikerin. Das ergänzt sich ideal und ist für uns auch perfekt. Zusätzlich bekommt er zwischendurch auch noch bei einer anderen Therapeutin seine Physioeinheiten.


    Die Medikamente helfen vielleicht, sie können aber nichts an der Ursache ändern. Und dann steht man genau wie du vor demselben Problem.


    Hat sich dein Hund bei der Behandlung auch nach einiger Zeit entspannt hingelegt oder zwischendurch mal tief geseufzt?

  • Der lag erstaunlicherweise total entspannt da, ich dachte schon der wird gleich einschlafen :) Leider gibt es bei uns keine guten Tierärzte, ich fahre zu meinem auch schon knapp 50 km. Mein TA ist auch gut, nur die Vertretung war ein Griff in die Minuskiste. Aber hat auch was Gutes, sonst wäre ich wahrscheinlich nicht zur Physio gekommen. Nächstes Mal bekommt er eine Blutegel Therapie <X damit die Entzündung weggeht...da bin ich ja gespannt.

  • Wir fahren auch eine knappe Stunde eine Strecke, aber es hat sich bewährt und deshalb mache ich das weiter.

    Da hast du schon recht, dann hättest du die Pysio nicht in „Angriff“ genommen und wie gut das deinem Hund tut, zeigt er dir selbst. Mich hat es interessiert, wie deiner reagiert aber ist scheinbar bei den meisten Hunden so.

    Oh, da bin aber auf deinen Bericht gespannt über die Blutegel. Das hab ich für Boss auch schon auf dem Schirm. Auch wenn mir die Blutegel leid tun, die danach das Zeitliche segnen müssen um eventuelle Übertragungen zu vermeiden.

  • Mein Mitleid mit den Egeln hält sich da in Grenzen :D mich grauselts vor diesem Getiers. Wir sind am 23. dran, ich werde berichten. Und danach wird Muskelaufbau betrieben. Wichtig ist für SH Besitzer, das sie von Anfang an, sobald der Welpe einzieht, mit ihm Hinterhandtraining zu machen. Werde ich beim nächsten Wuff beachten.

  • Dann fing er an beim ins Auto springen zu fieben und abends wenn er auf die Couch kam, hatte er auch gejault.

    So fing das bei uns an, als Sam 9 Monate alt war. Wir waren auch gleich beim Tierarzt, der auch erst einmal meinte, er könnte sich versprungen haben und nachdem es nach den 4 Wochen verordneten: nur an der Leine, keine Sprünge etc.. wieder kam, wurde ein Röntgenbild gemacht und dann wussten wir alle Bescheid: HD. Wir haben einen echt guten Tierarzt, aber der dachte anfangs auch nicht an das Schlimmste.


    So kann es halt auch gehen, da hätte damals auch keine Physio geholfen, eher nur noch schlimmer gemacht.

  • Dann fing er an beim ins Auto springen zu fieben und abends wenn er auf die Couch kam, hatte er auch gejault.

    So fing das bei uns an, als Sam 9 Monate alt war. Wir waren auch gleich beim Tierarzt, der auch erst einmal meinte, er könnte sich versprungen haben und nachdem es nach den 4 Wochen verordneten: nur an der Leine, keine Sprünge etc.. wieder kam, wurde ein Röntgenbild gemacht und dann wussten wir alle Bescheid: HD. Wir haben einen echt guten Tierarzt, aber der dachte anfangs auch nicht an das Schlimmste.


    So kann es halt auch gehen, da hätte damals auch keine Physio geholfen, eher nur noch schlimmer gemacht.

    Ja, das ist natürlich sehr sehr traurig gelaufen, nur das schließe ich aus, Mikka ist ja frisch geröntgt...

  • Ich denke über die Schulmedizin kann man, oder könnte man, schon sehr viel machen. Der Wissenschaft ist heute schon sehr viel bekannt. Leider sind Diagnosen oft nicht einfach, sehr langwierig und aufwändig. Und die Hausärzte haben oft nicht die Zeit und Kapa um wirkliche Ursachenforschung betreiben zu können. Also schicken die Dich normalerweise zu Spezialisten. Diese sind jedoch auch knapp. Kostet ja alles enorm viel Geld. Ich glaube, dass die Gesellschaft einfach nicht willens ist jedem und bei jeder Sache optimal zu helfen.

    Entweder Du hast Kohle ohne Ende oder aber Du hast das Nachsehen.

    Die Hausärzte sind doch nur so was wie Pit Stop für die Autos. Ölwechsel, Reifenwechsel, Bremse. Alles andere können die nicht. Möglichst viele Leute so halbwegs verarzten mit möglichst geringen Kosten. Alles andere ist entweder IGEL oder Privatpatient. Volkskrankheiten können sie. Aber ganz spezielle Diagnosen? Fehlanzeige.


    Jedoch glaube ich persönlich auch nicht an Globuli und Wundersalben. Mir kann niemand erzählen dass Globuli, welche praktisch keine Wirkstoffe einhalten, irgend etwas an der Gesundheit verbessern können. Mir wollte mal eine Physiotherapeutin so etwas für meinen Wuffel aufschwätzen. Sie sollten sein Wachtum positiv beeinflussen und gegen seine X-Beinigkeit etwas bewirken.

    Ich glaube nicht an Wunderheiler, diese Leute brauchen in D noch nicht mal ein medizinisches Studium abgeschlossen haben. So etwas braucht man sicher nicht. Man muss nur das Glück oder Privileg haben an einen guten TA ranzukommen.


    @Shota

    Deinem Hund wünsche ich, dass die wirkliche Ursache gefunden wird.

    Ich schließe nicht aus, dass auch ein Heilpraktiker zielführend sein kann. Aber die scheinen alle irgendwie das gleiche zu tun. Bei meinem Hund hatte sie auch mit Laser behandelt.

    Wir haben dann nach 5 oder 6 Sitzungen diese Behandlung abgebrochen weil unser Hund ja eigentlich nichts hatte außer diesen stark abfallenden Rücken und die daraus resultierenden x-Beine. Die Dame wollte uns immer auch wieder diese Globuli verkaufen. Wir waren bei drei Tierärzten (zwei davon waren bekannt für ihre Erfahrung mit großen Hunderassen und deren Probleme mit dem Bewegungsapparat). Beide sagten, dass Witus einfach nur sehr schnell gewachsen ist und die Proportionen noch nicht fertig sind.

  • Genauso ist es, die Ärzte haben bzw. nehmen sich keine Zeit, außer man hat das Glück privat versichert zu sein.

    Ich erwarte schon von einem TA das er sich den Hund genau anschaut und durch abtasten schon feststellt wo der Schmerz sitzt. Die lassen sich das ja auch alles gut bezahlen. Die Physio hat ihn ja auch genau untersucht und den Hund im Ganzen betrachtet und konnte somit feststellen wo der Wunde Punkt ist. Es war mir auch alles schlüssig, vor allem muss er das schon länger haben, bei dem massiven Muskelverlust am Hinterbein. Ich hoffe doch sehr das sie sich nicht geirrt hat. Werde sehen wie die Therapie anschlägt. Darf ihn jetzt nicht groß belasten, dafür gehen wir viel fährten, irgendwas muss er tun, sonst nervt er einfach nur rum ^^