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Hüten mit Deutschen Schäferhunden - ein Berufsschäfer erzählt

  • Schafring
  • 29. April 2021 um 23:31
  • Schafring
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    • 29. Oktober 2022 um 16:03
    • #106

    Schäferhunde sind NIE alleine und unbeaufsichtigt bei der Herde. Hütehunde arbeiten stets im Team mit ihren HF, einzeln aber meistens mit 2 Hunden.

    Was du wahrscheinlich meinst sind Herdenschutzhunde. Die leben IN ihrer Schafherde und haben die Aufgabe die Weidetiere vor großen Beutegreifern zu beschützen.

    Diese leben in der Herde auch frei und unbeaufsichtigt sofern die Herde sich entweder in eingezäunten Koppeln aufhält oder auch unbeaufsichtigt -nicht gehütet .z,B.: auf Almen in den Berggebieten der Pyrenäen oder der Alpen.

    Dies hat in Spanien und mittlerweile ja auch bei uns der Pyrenaen-Berghund zu tun.

    Zitat von Axman

    Übrigens habe ich dazu überhaupt keine Meinung, abgesehen davon, dass ich glaube, Schafe hüten und das dazugehörige Leben, ist sicherlich eines der besten Lebenssituationen für einen Schäferhund überhaupt.

    Das kann ich nicht so beurteilen da ich gesehen habe dass diese Aufgabe eine sehr anstrengende für die Hunde ist und sie doch früher "in Rente" gehen wie Familien- und Sporthunde

    hier: Wehren der Grenze - der Weg - zur Nachbarwiese mit Haupthund und Lehrling.

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • Schafring
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    • 29. Oktober 2022 um 16:13
    • #107

    hi er: Wehren der Grenze auf der vom Schäfer abgewandten Seite der zugeteilten Weidefläche durch den Haupthund, die Grenze ist hier eine Rasenmäherfurche auf einem Leistungshüten, der Hund arbeitet hier selbstständig, aber nicht unbeaufsichtigt.

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • Schafring
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    • 29. Oktober 2022 um 16:22
    • #108

    meine Bille als Beihund . Sie l

    läuft weg von mir an der Herdenspitze nach hinten um die Herde in einen möglichst schmalen Zug auf einem Weg zu halten.

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • Schafring
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    • 29. Oktober 2022 um 16:31
    • #109
    Zitat von Axman

    ohne die Schafe, falls sie gerade nicht arbeiten?

    Wenn sie frei hatten waren sie zuHause in ihren Zwingern. Oder im Mutterschutz.

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • Axman
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    • 29. Oktober 2022 um 17:04
    • #110

    Danke Schafring! Das ist wirklich sehr informativ! Und es stellt sich heraus, dass ich das Thema Schafe hüten, aus kompletter Unwissenheit heraus, zu romatisch eingeschätzt habe. (hier käme jetzt der fehlende Verlegenheits-Smilie) <3 :thumbup:

    Tolle Bilder!!!

    Ich finde das wirklich faszinierend, wie die Hunde das machen, einfach bewundernswert.

    Neulich hat Axel die Pferde der Nachbarin in Schach gehalten, damit sie nicht auf die Strasse laufen. Sie waren ausgebrochen und kamen auf uns zu galoppiert. Ich rief und schwenkte die Arme damit sie stoppen und Axel hat sofort kapiert was los ist. Er hat sich bellend entgegengestellt und als sie bremsten war er sofort ruhig und hat nur imponierend den Weg versperrt. Ich war erstaunt wie ruhig und vernünftig er das gemacht hat. Das hat mir Zeit und die Hände frei verschafft um Helfer anzurufen. ^^

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Kimba2001
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    • 29. Oktober 2022 um 22:07
    • #111

    Danke Schafring , ich finde es immer wieder toll wenn Du uns Bilder und infos aus deinem Berufsleben mit DSH gibst

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II & Hasso I 1975-1986 <3

    <3🐱Tinka 2014-2025, Mietzi 2007-2026<3

  • Luna
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    • 30. Oktober 2022 um 08:21
    • #112

    Schafring, ich glaube wenn dsh so einen job machen, wie das schafe hüten, dann sind sie richtig glücklich. Es heisst ja vielleicht nicht umsonst Schäfer-Hund?

  • Waschbär
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    • 30. Oktober 2022 um 09:20
    • #113
    Zitat von Luna

    Schafring, ich glaube wenn dsh so einen job machen, wie das schafe hüten, dann sind sie richtig glücklich. Es heisst ja vielleicht nicht umsonst Schäfer-Hund?

    Das hängt, wie bei allem, davon ab ob der Hund für diese Aufgabe "brennt" oder nicht. Es gibt DSH mit einem starken Hütetrieb und belastbaren Nerven, die leben für so eine Aufgabe. Es gibt aber auch welche für die sind Schafe einfach nur Schafe, die ihrer Meinung nach bleiben können wo der Pfeffer wächst. Am liebsten möglichst weit weg... Und dann gibt es noch die nervösen Krischperln, die zwar die Schafe gerne treiben, denen dabei aber die Nerven durch gehen und für die es eine große nervliche Belastung ist im Gehorsam stehen zu müssen (für die bedeutet Hüten Stress, was auf Dauer krank macht).

    Ein Bekannter von mir bildet sehr oft Hunde für andere Schäfer aus. Früher hat er teilweise auch Hunde ausgebildet die lediglich einmal die HGH bestehen sollten für die Zuchtzulassung, und die Du ansonsten dann nur noch im Showring und der Wurfkiste gesehen hast. Und da hat er sich dann schon die besser geeigneten heraus gesucht... Trotzdem war es für jeden Laien zu erkennen dass sich manche dieser Hunde in dieser Aufgabe überhaupt nicht wohlgefühlt haben.

  • Axman
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    • 30. Oktober 2022 um 11:01
    • #114
    Zitat von Schafring

    .....

    Was du wahrscheinlich meinst sind Herdenschutzhunde. Die leben IN ihrer Schafherde und haben die Aufgabe die Weidetiere vor großen Beutegreifern zu beschützen.

    Diese leben in der Herde auch frei und unbeaufsichtigt sofern die Herde sich entweder in eingezäunten Koppeln aufhält oder auch unbeaufsichtigt -nicht gehütet .z,B.: auf Almen in den Berggebieten der Pyrenäen oder der Alpen.

    Dies hat in Spanien und mittlerweile ja auch bei uns der Pyrenaen-Berghund zu tun.

    Das kann ich nicht so beurteilen da ich gesehen habe dass diese Aufgabe eine sehr anstrengende für die Hunde ist und sie doch früher "in Rente" gehen wie Familien- und Sporthunde

    hier: Wehren der Grenze - der Weg - zur Nachbarwiese mit Haupthund und Lehrling.

    Alles anzeigen

    Ja genau! Es geht im Moment in Spanien die Debatte darüber, ob eben diese HSH länger als 3 Tage unbeaufsichtigt bzw. ohne Kontrollbesuche auf der "Alm" bleiben dürfen.

    Die spanische Regierung setzt gerade zum Rundumschlag in Sachen Tierschutz an und manche Ideen sind ein bisschen skurril.

    Ich wollte mal von jemandem vom Fach eine neutrale Einschätzung hören, ich habe ja nichts mit dem Thema zu tun, es ist nur interessehalber. :)

    Ich als Laie (und Haushundhalter) denke erstmal, dass in 3 Tagen ganz schön viel passieren kann, Tiere verletzt herumliegen etc.... andererseits sind die Gebiete in denen sie sich im Einsatz befinden oft weitab der Zivilisation und naja, ich weiss nicht wie die aktuellen Praktiken sind. Wie lange die oft da gelassen werden. Tendenziell zu lange? Deshalb die gesetzliche Einschränkung und alle Viehhalter schimpfen? :/

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Schafring
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    • 30. Oktober 2022 um 13:16
    • #115
    Zitat von Axman

    und alle Viehhalter schimpfen?

    das kann ich gut nachvollziehen, diese Vorgaben und Vorschriften werden häufig von Leuten getroffen die von der Materie zu wenig verstehen, oft ist es aber auch so dass sich die entsprechenden Verbände zu spät in die Diskussion einbringen.

    Wir hatten in D. eine ähnliche Diskussion als vor ca. 10 Jahren die ersten Betriebe HSH in ihre Koppelschafhaltungen integrieren mußten. Da gings hauptsächlich um die gesetzl. Vorgabe den HSH eine Schutzhütte in die Schafherde zu stellen, was von der Praxis selbstredend als kontraproduktiv abgelehnt wurde. Der HSH sucht diese auch garnicht auf.

    Ob man HSH länger als 3 Tage unbeaufsichtigt in ihrer Herde lassen kann, und somit natürlich auch die Schafe länger wie 3 Tage nicht kontrolliert werden , maße ich mir von hier aus nicht an zu beurteilen da ich die Verhältnisse und Strukturen der Schäfereien in den unterschiedlichen Gebieten bei Euch nicht kenne.

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • schaffiebrig
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    • 30. Oktober 2022 um 16:51
    • #116

    Stellt sich nicht eher die Frage, ob damit die Hunde nur alle drei Tage gefüttert werden?

  • SummerCake1433
    Gast
    • 30. Oktober 2022 um 21:30
    • #117
    Zitat von schaffiebrig

    Stellt sich nicht eher die Frage, ob damit die Hunde nur alle drei Tage gefüttert werden?

    Das war auch mein Gedanke.

    V.a. wenn es diese 3-Tages-Beschränkung bisher nicht gibt.

  • Axman
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    • 31. Oktober 2022 um 08:11
    • #118

    Schafring Ja, du hast vollkommen Recht, leider sind oft so Sesselpupser am Werk die die Materie vielleicht mal auf einem Video gesehen haben. Und das mit den Verbänden zu spät in die Diskussion etc etc scheint hier auch geschehen zu sein.

    Das mit der Hütte in die Herde..... :D

    Und ebenfalls, ja, man kann nicht wissen wie die Umstände dort sind. Ich mag auch nicht mutmaßen aber die Spanier sind schon so Pappenheimer in Sachen Tierhaltung.

    Zitat von schaffiebrig

    Stellt sich nicht eher die Frage, ob damit die Hunde nur alle drei Tage gefüttert werden?

    Dass Hunde, auch Haushunde länger als 3 Tage irgendwo alleine sind, ist hier an der Tagesordnung. Da kommt dann maximal 1x pro Woche jemand vorbei, schüttet einen grossen Haufen Futter in die Ecke und einen grossen Eimer Wasser und das wars dann. Jagdhunde und sonstige Arbeitshunde werden oft auch mit trocken Brot und sonstigen Küchenabfällen, also das was ich auf den Kompost werfe, gefüttert.

    Einer der Gründe, warum das spanische Volk gerade so aufgebracht über neue Gesetze reagiert. Es wird unbequem für alte Gewohnheiten.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Schafring
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    • 31. Oktober 2022 um 13:22
    • #119
    Zitat von schaffiebrig

    Stellt sich nicht eher die Frage, ob damit die Hunde nur alle drei Tage gefüttert werden?

    ich könnte mir vorstellen das da irgendwo in dem Weidegebiet eine Art Luderplatz mit Schlachtabfällen o.ä. für die HSH angelegt wird wo die Hunde sich selbst bedienen.

    Es gibt schon Weidegebiete in Europa in denen Schafherden die ganze Sommerweidezeit nahezu unbeaufsichtigt unterwegs sind,

    In Island zb werden die Tiere im Frühjahr in die Berge verbracht und im Herbst werden sie wieder zusammengesammelt und auf die einzelnen Besitzer verteilt.

    In Schottland und den Inseln im Nordatlantik gibts das stellenweise ebenso., nur brauchen die dort keine HSH da es da keine großen Beutegreifer (mehr) gibt

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  • Kimba2001
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    • 6. November 2022 um 19:20
    • #120

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    Schafring

    Mich würde mal interressieren , was Du als Profi davon hälst

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