IGP Abteilung C - Der Schutzdienstfaden

  • Ich kann Dir nur sagen, wie wir vor einem halben Jahr gearbeitet haben.


    Wir haben nix anderes gemacht, als ruhig auf den Platz zu gehen und Ruhe im Beisein des Helfers zu üben. Nur wenn Django absolut ruhig war, durfte er kurz anbeißen. Mehr nicht. Ob das richtig ist, oder ob ich ihm damit den "Trieb" abgewöhne weiß ich nicht.


    Werde in den nächsten Wochen bei einem anderen Helfer (andere OG) nochmal neu anfangen.

  • Micha369 ich würde sagen, da hast du 3 Möglichkeiten:


    Nr. 1: du sitzt das Gejammer einfach aus. D.h. du stehst so lange mit dem Hund in der GS bis es es ihm einfach zu blöd wird und er von selber aufhört, dann bestätigen.

    Da muss dein Hund aber der Typ dazu sein... es gibt viele Hunde, die sind einfach so zäh und ausdauernd, da kannst du 3 Tage da stehen und die hören nicht von selbst auf. :D

    Triebziel: Aktivität, der Hund will weiterarbeiten.


    Nr. 2: du nutzt seinen Fokus den er im Beutebereich laut deinen Aussagen sehr schön hat. Also Beute unter dem Arm klemmen und dadurch Spannung bei dir nach oben machen. Wenn du ihn da in der Beute hoch halten kannst, sollte er da ebenfalls ruhig sein, weil du die Erwartung auf die Beute hoch hälst.

    Triebziel: Beute


    Nr. 3: du machst Zwang. d.h. solange der Hund rumjodelt, machst du ihm (milden!) Stress (über die Leine am der Kette zb.) und sobald er ruhig ist, lässt du das Gezupple wieder sein.

    Da aber eben nicht sofort dann schicken, sondern den Hund in der Ruhe einfach bestätigend loben.

    Triebziel: Ruhe, der Hund will seinen Frieden von deinen Störaktionen haben...


    Mit Schmackes draufhauen, "aufhängen" usw. wäre dann wohl Möglichkeit Nr. 4, aber für mich persönlich wäre das jetzt nicht der Weg.

  • Ich würde eigentlich noch viel eher mit dem Training ansetzen. Offensichtlich hat Witus noch nicht genügend Frustrationstoleranz. Das würde ich kleinschrittig an ganz anderen Sachen üben, bis es perfekt sitzt.

  • Ich selbst mache z.Zt. eigentlich nur folgende Übung mit Harras:


    ich setzt mich bequem hin und habe beide Hände voller Leckerlie vor mir auf den Knien. Harras zuppelt und schnüffelt und leckt dann schon an meinen Händen. Aber erst wenn er eindeutig, klar und länger Blickkontakt mit mir aufnimmt, gibt es EIN kleines Leckerlie mit ruhigem, verbalen Lob MIT seinem Namen: "Harras guuuuut!"


    Laut Trainerin soll das seine Aufmerksamkeit auf mich erhöhen, stärken und bestenfalls dann auch draußen unter Ablenkung funtkionieren.


    Vielleicht wäre das auch ein Weg für Witus (okay, bedeutet vermutlich einige Schritte zurück).

  • Witus hat ja bereits ein ordentliches Maß an Frustrationstoleranz. Also Leckerchen hinhalten und erst geben wenn er ganz ruhig ist ist kein Problem, er ist da einfach ruhig. (ist ja schließlich auch kein Labrador :D )


    Auch seine Beute (z.B. die Beisswurst) kann ich ihm um seinen Kopf hin- und herführen, er geht nicht ran bevor nicht "Pack" kommt.


    Vielen Dank Ruebchen ! Wir machten dann also wohl Weg 1 sowie Weg 3 (ganz wenig Zwang, meist nur lautes Kommando: "Ruhe!"). Aber Weg 2 muss ich mal ansprechen heute beim Helfer.

  • Danke Ruebchen , das ist auch für mich sehr interessant 😁🙈😂


    Man kann die Erregung des Hundes im SD nicht mit einfachen Beute- und Futterspielen vergleichen. Da sind die Hunde einfach hoch motiviert und auf einem ganz anderen Level.

    Klar, Übungen zur Frustrationstoleranz sind gut und wichtig, aber Hunde, die richtig Spaß am SD haben und entsprechend triebig sind, bringen das auch gern mal zum Ausdruck, gerade wenn sie nervlich etwas angekratzt sind.

  • Ich hab' auch mal wieder was für diesen Thread:


    Der schwarze Teufel hat an Selbstbewusstsein und Rotzfrechheit dazu gewonnen und dementsprechend ist er beim Verbellen dem Helfer ganz schön auf die Pelle gerückt. Da besteht die Gefahr des Anstupsens oder Naschens am Arm ... also habe ich nun eine Europalette als "Target" eingeführt und ihn darauf konditioniert, dass das Ding beim Verbellen nicht verlassen werden darf, was durch die Positionierung der Palette zwangsläufig für mehr Abstand sorgt.
    Über die Dauer und Gewöhnung hoffe ich, dass er diesen Abstand verinnerlicht und auch nach abbauen dieser Hilfe weiter beibehält.


    Was nun mittlerweile aber zuverlässig klappt, ist das laute und das leise AUS. ^^ :thumbup:
    "Aauuuus" bedeutet, dass er trennen und still bewachen soll, und "AUS!" bedeutet, dass er trennen und sofort selbstständig zu Verbellen beginnen soll.

    Achtung, laut :S

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    Und noch 2 schniecke Bildchen frisch von heute.
    Diese Griffe, diese ruhige und dominante Ausstrahlung ... und felsenfest von sich überzeugt, dass ER dem Helfer jetzt Einhalt gebietet ^^ <3


  • Witus hat ja bereits ein ordentliches Maß an Frustrationstoleranz. Also Leckerchen hinhalten und erst geben wenn er ganz ruhig ist ist kein Problem, er ist da einfach ruhig. (ist ja schließlich auch kein Labrador :D )


    Auch seine Beute (z.B. die Beisswurst) kann ich ihm um seinen Kopf hin- und herführen, er geht nicht ran bevor nicht "Pack" kommt.


    Vielen Dank Ruebchen ! Wir machten dann also wohl Weg 1 sowie Weg 3 (ganz wenig Zwang, meist nur lautes Kommando: "Ruhe!"). Aber Weg 2 muss ich mal ansprechen heute beim Helfer.

    Solche ruhigen Übungen sind ja auch nicht besonders schwierig. Du könntest vor seinen Augen ein Leckerli oder Spielzeug in fünf Meter Entfernung ablegen und zu ihm zurückgehen. Dann schickst du ihn. In weiteren Übungen rufst du ihn auf dem Weg dorthin ins Platz. Und erst dann darf er weiter. Beim nächsten Mal rufst du ihn einfach ab, während er von dir geschickt wurde. Er muss komplett zu dir zurück. Dann darf er wieder los und du baust die nächste Variable ein... Wenn du das mit viel Begeisterung und Power durchspielst, ist das eine gute Übung für dein Thema, denke ich.

  • Wenn du das mit viel Begeisterung und Power durchspielst, ist das eine gute Übung für dein Thema, denke ich.

    Gehorsamsmäßig auf jeden Fall, aber Lautstärkenmäßig wird das wenn wieder ein richtiger Helfer im Spiel ist vermutlich nichts bringen.

    Der Hund wird hören und folgen, aber zu 99% das alles mit viel Gewinsel und Gejaule untermalen.

  • Diese Einstellung, von der du sprichst, sieht man Ero auch an, der Blick😎Er hat alles im Griff und lässt die Puppen tanzen👍🏻😄Super.


    Klasse Video vom Verbellen, ich finde dieses „Mitgehen oder Weichen“ richtig gut. So sucht Ero sich immer selbst die optimale Position. Er kommt auch schön mittig und hüpft nicht wild herum, oder weicht mit dem Popes zur Seite aus. Gefällt mir echt gut. Auch sein kräftiges und ruhiges Bellen ist sehr schön, einfach souverän. Ero weiß genau, was er da tut. Aber Laienmeinung😅 Die Idee mit der Palette ist prima, kann man ja nach einiger Zeit langsam wieder abbauen.

  • Was nun mittlerweile aber zuverlässig klappt, ist das laute und das leise AUS

    Das finde ich echt spannend Ruebchen . Wie hast du das aufgebaut? Was war zuerst da, das laute oder das leise Aus?

    Vll hast du es schon erklärt :rolleyes:

    dann entschuldige die Frage.


    Das Video hat mir beim zuschauen und Flummi beim zuhören ^^ übrigens sehr gut gefallen. Schöner Rhythmus :thumbup: