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IGP Abteilung C - Der Schutzdienstfaden

  • Micha369
  • 13. Mai 2021 um 15:43
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    Secans
    Beiträge
    875
    • 23. Oktober 2024 um 11:16
    • #766
    Zitat von Black Jack Joker

    also erst auf dem Platz Gliederkette und dann kurz einstimmen? :/ ok... ich probiere es mal aus. Ich hatte bisher die Gliederkette schon im Auto angezogen, weil ich mehr auf "meinem" Übungsplatz übe als auf den eigentlichen Platz... aber da verlange ich auch von ihm, dass er sofort in GS kommt, wenn er aussteigt... Was ich wiederum nicht beim Hundeplatz verlange...

    Es wird weniger der Ort sein, als das wie du es tust. Tendenziell sollte es egal sein, wo du den Hund einstimmst, praktisch scheint es aber so nicht so funktionieren, deshalb würde ich es dir und dem Hund an der Stelle leichter machen.

    Zitat von Black Jack Joker

    Ich bin kein Freund von auf-Teufel-komm-raus-Aufmerksamkeit- einfordern durch Leinenruck o.ä. sondern ich will, dass er mit mir arbeiten will und dann sollte ich u.U. auch etwas ändern, damit wir gemeinsam Spaß haben. Für mich ist das Teamarbeit und beide Partner sollten Spaß daran haben.


    Wie gesagt- ich werde mal das Startritual überdenken und abändern bevor sich da etwas einschleicht. Hilft das auch nicht: Abbruch- Denkpause im Auto- findet er blöder als gar nicht zu arbeiten 8o

    Ich finde korrigieren sinnlos, wenn du generell schon das Thema auf der Motivstionsseite hast. Meiner Meinung nach machst du es nicht besser wenn du da jetzt versuchst irgendwas einzufordern.

    Abbruch und wegpacken mache ich eher bei übermotivierten Hunden oder so Frust-Geschichten. Aber das sind einfach verschiedene Themen, ein Startritual macht immer Sinn, völlig unabhängig davon ob man den Hund bei Frust wegpackt.

    So wie das klingt, sollte da bei euch eher mal wer vernünftig draufschauen und du solltest dir klar werden, was du denn willst. Häufig liegt es ja nicht daran, dass die Hunde nicht wollen, sondern dass es ihnen nicht vernünftig erklärt wird und die das irgendwie von sich aus können sollen.

    Solche Hunde gibt es, keine Frage! Aber gibt genug Charaktere da muss man das aufbauen.

    Bei Außenfokussierten Hunden macht ein klares Bild viel Sinn und da wird man eine Korrektur auch nicht vermeiden können an einem gewissen Punkt. Je nach Charakter nutzen die das dann auch aus, wenn man selber findet, dass das ja nicht so wichtig ist.

    Das ist auch ok, aber dann darf man einfach am Ende nicht meckern.

  • Online
    Secans
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    875
    • 23. Oktober 2024 um 11:47
    • #767
    Zitat von Axman

    Ich habe es auch viel so gemacht, dass ich mich vom Hund aktivieren lasse.

    D.h. wir gehen auf den Platz, ich lasse den Hund los und gehe weiter herum, sobald der Hund mich verwundert oder erwartungsvoll anschaut markere ich und hole die Beute raus, mache bisschen Rambazamba, dann gehe ich direkt in die Übungen über. Mit der Zeit fordern die Hunde (ich kenn auch andere die das machen) immer eher ihre Ballbelohnung ein, bzw. den Beginn des Spiels UO.

    Bei mir ist das je nach Hund ganz verschieden.

    Mein Malinois den lege ich ab und werfe Kekse zwischen die Beine und gehe dann ohne GS im Fuß los sobald er sich runtergefahren hat.

    Im Schutzdienst darf er direkt vom Anhänger an im Fuß laufen, das biete er so an, mit Beute fährt er sich zu hoch.

    Meine Rica setzte ich in der UO hin, Kette überstreifen und dann albern wir rum.

    Im Schutzdienst spiele ich mit einem Kissen, trenne und dann im Fuß rauf.

    Zwei Hunde die ganz verschiedene Arten brauchen. Rica hat einfach bessere Nerven, nicht weniger Trieb oder Temperament und ist von sich aus Aktiv ohne Frust zu bekommen.

  • Black Jack Joker
    Beiträge
    38
    • 23. Oktober 2024 um 14:55
    • #768
    Zitat von Secans
    Zitat von Black Jack Joker

    also erst auf dem Platz Gliederkette und dann kurz einstimmen? :/ ok... ich probiere es mal aus. Ich hatte bisher die Gliederkette schon im Auto angezogen, weil ich mehr auf "meinem" Übungsplatz übe als auf den eigentlichen Platz... aber da verlange ich auch von ihm, dass er sofort in GS kommt, wenn er aussteigt... Was ich wiederum nicht beim Hundeplatz verlange...

    Es wird weniger der Ort sein, als das wie du es tust. Tendenziell sollte es egal sein, wo du den Hund einstimmst, praktisch scheint es aber so nicht so funktionieren, deshalb würde ich es dir und dem Hund an der Stelle leichter machen.

    Denkanstöße/ Ideen und Erfahrungen sind für mich sind mir wichtig. Beim ersten Mal als dieses Verhalten aufgetreten ist, war zuvor vorher eine läufige Hündin auf dem Platz. Was die Male danach mit ihm los war- keine Ahnung. Vorher ist er mit mir auf dem Platz und war gleich bei mir- und das möchte ich wieder erreichen...

    Gestern ist das Training auf dem Hundeplatz leider ausgefallen. Also spät abends noch zum Parkplatz gefahren, Gliederkette drauf und etwas mit der Beißwurst rumgezergelt- einfach Spaß gehabt, dann Beißwurst weg und angefangen- ich würde sagen, dass ihn das tatsächlich doch noch etwas mehr aktiviert hat- die Übungen haben mächtig viel Spaß gemacht- es war doch noch etwas anders als sonst. Ich werde es erstmal als Startritual beibehalten und beobachten und berichten ;)

    Zitat von Secans
    Zitat von Black Jack Joker

    Ich bin kein Freund von auf-Teufel-komm-raus-Aufmerksamkeit- einfordern durch Leinenruck o.ä. sondern ich will, dass er mit mir arbeiten will und dann sollte ich u.U. auch etwas ändern, damit wir gemeinsam Spaß haben. Für mich ist das Teamarbeit und beide Partner sollten Spaß daran haben.

    Ich finde korrigieren sinnlos, wenn du generell schon das Thema auf der Motivstionsseite hast. Meiner Meinung nach machst du es nicht besser wenn du da jetzt versuchst irgendwas einzufordern.

    Abbruch und wegpacken mache ich eher bei übermotivierten Hunden oder so Frust-Geschichten. Aber das sind einfach verschiedene Themen, ein Startritual macht immer Sinn, völlig unabhängig davon ob man den Hund bei Frust wegpackt.

    Eben! Ich finde Korrektur genauso sinnlos- denn er ist keinesfalls unmotiviert. Wäre er absolut nicht zur UO zu motivieren und wäre er eher lustlos dabei- hätte ich es schon längst an den Nagel gehangen. Das hat dann einfach keinen Wert und führt zu Frustration auf beiden Seiten.

    Korrektur hat auch seine Berechtigung- ich bin kein absoluter Korrekturgegner- aber in der beschriebenen Situation finde ich es unfair Joker gegenüber.

    Die letzten Male habe ich es korrigiert, weil es aus Trainersicht erforderlich war- aber mir fehlte während der UO-Einheit ein bisschen der "Pep"- und das hat mir zu denken gegeben...

    Wie gesagt... ich werde jetzt mein Startritual etwas ändern und schauen wie es sich entwickelt.

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    Secans
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    875
    • 23. Oktober 2024 um 17:45
    • #769
    Zitat von Black Jack Joker

    Denkanstöße/ Ideen und Erfahrungen sind für mich sind mir wichtig. Beim ersten Mal als dieses Verhalten aufgetreten ist, war zuvor vorher eine läufige Hündin auf dem Platz. Was die Male danach mit ihm los war- keine Ahnung. Vorher ist er mit mir auf dem Platz und war gleich bei mir- und das möchte ich wieder erreichen...

    Ich würde gar nicht versuchen da Entschuldigungen für zu finden, ein sehr stabiles Startritual lässt sich auch ohne Druck aufbauen. Läufige Hündin kann immer passieren, ich übe das gezielt mit meinem Rüden und der ist wahrlich niemand dem das sowieso egal ist, ganz im Gegenteil ist er dahingehend eher etwas übersexuell.

    Zitat von Black Jack Joker

    Gestern ist das Training auf dem Hundeplatz leider ausgefallen. Also spät abends noch zum Parkplatz gefahren, Gliederkette drauf und etwas mit der Beißwurst rumgezergelt- einfach Spaß gehabt, dann Beißwurst weg und angefangen- ich würde sagen, dass ihn das tatsächlich doch noch etwas mehr aktiviert hat- die Übungen haben mächtig viel Spaß gemacht- es war doch noch etwas anders als sonst. Ich werde es erstmal als Startritual beibehalten und beobachten und berichten ;)

    Wenn das so für euch passt, ist das doch super. Dass die Hunde direkt 120% dabei sind, ist einfach eine Übung für sich, die nur zu gerne vernachlässigt wird.

    Im Endeffekt ist das ja auch ok, nur darf man dann nicht unzufrieden sein. Das ist wie eine schöne Fußarbeit, das kostet seine Zeit. Von nichts kommt nichts 😆

    Ich würde immer dran arbeiten, auch wenn man einen Hund hat, der dahingehend Talent hat. Dieses Frühjahr erst wieder erlebt: der Rüde ist dahingehend eigentlich ein Geschenk, aber auf Prüfung war er dann im Modus Schutzdienst und brauchte die ganze Freifolge um reinzukommen.

    Zitat von Black Jack Joker

    Eben! Ich finde Korrektur genauso sinnlos- denn er ist keinesfalls unmotiviert. Wäre er absolut nicht zur UO zu motivieren und wäre er eher lustlos dabei- hätte ich es schon längst an den Nagel gehangen. Das hat dann einfach keinen Wert und führt zu Frustration auf beiden Seiten.

    Korrektur hat auch seine Berechtigung- ich bin kein absoluter Korrekturgegner- aber in der beschriebenen Situation finde ich es unfair Joker gegenüber.

    Die letzten Male habe ich es korrigiert, weil es aus Trainersicht erforderlich war- aber mir fehlte während der UO-Einheit ein bisschen der "Pep"- und das hat mir zu denken gegeben...

    Ja, eine Korrektur hat seine Berechtigung, das stimmt, aber wenn man ein Startritual

    Mittels Korrektur aufbaut, wird es wahrscheinlich auch danach aussehen. Wie in jeder anderen Übung auch.

  • Axman
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    • 1. Dezember 2024 um 11:37
    • #770

    Ich muss mal rummeckern.

    Erlernte Hilflosigkeit

    Des HF!!! Ja Leute, geht ganz schnell! Ich sehe es immer wieder bei Trainingskamerad*innen.

    Du hast einen Trainer, der versucht alles zu kontrollieren, den Hund, dich und die ganze Situation. Doch plötzlich entscheidet der Trainer, oder erwartet, dass du jetzt in genau dieser einen Situation selbst handelst und entscheidest, timest........ und es läuft schief. Du wunderst dich über dich selbst, häh, warum stelle ich mich so an, ich kann das doch eigentlich, mache es andauernd und habe es wirklich drauf und jetzt kann ich es nicht abrufen?

    In der Konsequenz meckert der Trainer, sagt, du machst es nicht richtig, hast was vergessen, timest nicht richtig........der Teufelskreis ist perfekt.

    Du fühlst dich nicht mehr sicher in deinen Fähigkeiten, bestätigst den Trainer in seiner Annahme, dass du es nicht kannst, er hockt noch mehr auf dir drauf und kontrolliert und dirigiert umso enger. Die Schlinge zieht sich zu.

    Das oben beschriebene ist "Erlernte Hilflosigkeit" wie sie im Buche steht.

    Es beschreibt teilweise immer noch mich, es passiert mir auch immer wieder und ärgert mich dann tierisch. Die selberfüllende Prophezeiung kommt noch hinzu oder ist Teil der ganzen Misere.

    Warum also ist der Spruch: "Zuhause klappt es" bzw. "wenn ich alleine trainiere klappt es", schlicht und einfach DIE WAHRHEIT? Nicht wegen dem Hund! Der Hund ist nicht der (einzige) Grund warum es zuhause besser klappt. Es klappt ja auch besser auf anderen Plätzen, wenn man keinen da stehen hat, der einem im Genick sitzt.

    Ich habe das bereits so gut wie möglich abgeschafft, schon vor einiger Zeit, als ich diesen Kreislauf erkannt habe. Die Abschaffung bringt Ärger mit dem Trainer mit sich, üblicherweise ist das Ego des Trainers verletzt :rolleyes: . Aber egal, wer steht am Ende mit deinem Hund in der Prüfung? Nicht der Trainer.

    Meine Empfehlung an Trainer ist folgende:

    Sehr enge Betreuung und Führung des HF ist gut für ein Weilchen aber dann muss man auch loslassen. Das bezieht sich auf jede einzelne Übung. Man muss die Schüler auch Fehler machen lassen, selbst herausfinden und sich selbst korrigieren lassen. Interessant, dass solche Trainer auch ihre Hunde ähnlich führen.

    .......es gibt übrigens auch HF, die das gar nicht so wahrnehmen. Es funktioniert ja wenn man während der Trainingsstunde so eng gesteuert wird und kann auch recht bequem sein. Von diesen HF kommt dann gerne "ich kann das nicht zuhause so üben". Tja, warum wohl.......

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Axman
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    • 1. Dezember 2024 um 12:51
    • #771

    Tut mir leid, ich muss es zuende erzählen.

    Mein vorheriger Text geht um eine Beobachtung im Schutzdienst.

    Trainer ordnet folgende Übung an:

    Es soll die Kontrolle geübt werden, Hund ist jetzt gerade 2 geworden. HF soll Hund in die Fuss-Position bringen und einige Schritte Fuss um den Helfer herumgehen. Abstand ca. 5m.

    So, zur Bestätigung der guten Fussposition gibt der Helfer das Kommando TACK und das ist das Zeichen für den Hund, dass er los darf und am Helfer anbeissen.

    Als erstes finde ich das schonmal Kacke. Mindestens Kacke light.

    Wenn ich meinen Hund in der Kontrolle im Fuss habe, will ich nicht, dass er durch den Helfer ausgelöst wird! Er ist doch mit der Aufmerksamkeit bei mir in den Kontrollphasen, es sei denn ich gebe ihm den Auftrag, den Helfer im Blick zu halten, aber das wäre erst der nächste Schritt.

    Hinzu kam, dass der liebe Helfer schlecht getimed hat, sprich, er hat das Kommando TACK gleichzeitig mit seiner Körperbewegung gegeben. Der Hund lernt dadurch auf die Körperbewegung des Helfers anzuspringen, nicht auf das Kommando!

    Warum tat man das alles?

    "Weil der HF so lahm ist und es selber nicht hinkriegt". Was ist denn das für eine Ausrede???? Dann muss ers halt üben, bzw. man muss es ihn üben LASSEN. Der HF lernt es NIE, wenn man ihn nicht lässt!! Ach, mich macht das so fuchtig!!! Zugegeben, der HF ist nicht der talentierteste, aber er muss doch die Chance haben sich zu verbessern. Dann mach ich halt die Übung erst 37x ohne Hund!? Warum kapieren die Leute nicht wie man LEHRT?

    So.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Tilli
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    • 1. Dezember 2024 um 14:10
    • #772

    Und wie würde man vorgehen, wenn eine hypothetische Hundedame, ganz theoretisch verinnerlicht hätte so ein "Startsignal" von einer anderen Person anzunehmen, um das ganze wieder gerade zu biegen? Der Kontext ist ein völlig anderer, von daher zitiere ich das gleich zu Tillis Sofa rüber, um das Thema nicht ganz zu verfehlen, wenn das Ok für dich ist.

    Ich kann deinen Ärger darüber übrigens völlig verstehen. Jeder muss doch in seinem Tempo lernen und trainieren. Und wenn jemand halt länger braucht, dann ist das so.

    Tilli - komfortorientierter Landtorpedo seit 27.05.2017 <3

  • nette
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    • 1. Dezember 2024 um 17:08
    • #773

    ich kenne das was du beschreibst Axman auch

    verbunden damit meist auch noch mit einem "netten" Sprüchlein in Richtung HF

    schlimm finde ich es besonders dann, wenn der HF selbst unsicher ist oder eigentlich noch gar keinen Überblick was da eigentlich passiert oder passieren soll

    finde ich ganz furchtbar ... ich bin sonst nicht zimperlich und vertrag einiges, aber sowas ist mir auch schon mehrmals passiert und am Ende stehe ich mit Tränen auf dem Platz und fühle mich wie ein 3 jähriges dummes Mädchen

    ich hab mir Dank Lexy aber mitlerweile aber echt mehr Selbstbewusstsein erarbeitet und für mich entschieden, wenn mir der Druck zu groß wird (den so eine von dir beschriebene Situation erzeugt) dann zieh ich mich raus und schalte auf stur - ich lebe mit dem Hund und ich entscheide wie was läuft

    In der Situation wie von dir beschrieben, wie soll der HF denn da was lernen? Und noch dazu wie soll er das was der Hund bei sowas ja genau nicht lernen soll dann mühevoll korrigiert werden, den der HF ja so "lahm" ist, dann kann er am Ende nie was erreichen weil der ja dann mit einem Verhalten vom Hund konfrontiert ist was er ja auch wieder nicht will und erst bearbeiten muss.

    Auslösen vom Helfer - macht nach Deiner Beschreibung und in meiner Vorstellung so gar keinen Sinn!

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Ruebchen
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    • 1. Dezember 2024 um 18:28
    • #774

    So läuft es doch aber in 90% der OGs im SD Axman

    Finde ich immer ganz schlimm, wenn der HF mit seinem Hund auf den Platz kommt und dann völlig hilflos den Helfer fragt "was machen wir heute?" =O

    Früher habe ich mich immer über sowas aufgeregt, aber du hast recht... es ist ein Teufelskreis, und diese "Pappnasen, die nicht wissen was/wie sie mit IHREM Hund arbeiten können/sollen/wollen" mögen vielleicht nicht die allertalentiertesten HF sein, aber sie hatten auch einfach nie die Möglichkeit selber zu lernen worauf es ankommt oder wie man überhaupt einen Hund ausbildet... was eigentlich krass und schade ist.

    Dass man als Newbie natürlich Anleitung braucht und gesagt bekommen muss, was man wie macht ist klar.

    Aber ich würde meinen, eigentlich sollte man den Leuten sagen, was man wie WARUM macht. Und das warum fehlt im regulären Übrungsbetrieb fast immer... weil keine Zeit oder keine Nerven vom Ausbildner.

    Seltenst wegen wirklichem Desinteresse oder "abnormer Dusseligkeit" ^^ vom HF.

    Irgendwie verpassen die meisten Helfer - HF - Hund Teams so dann den Absprung zum Selbstständigen denken, planen und arbeiten des HF und der von dir erklärte Teufelskreis nimmt seinen Lauf...

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • SummerCake1433
    Gast
    • 1. Dezember 2024 um 19:52
    • #775

    Das ist aber ein Phänomen, das es in allen Bereichen der Hundeausbildung gibt.

    Ich hab das in der Rettungshundestaffel genau so erlebt.

    Oder auch, dass ich eine (wie ich meine für meinen Hund besser geeignete) andere Arbeitsweise vorschlage und mit einem: "Ja. Ich denke darüber nach und sage dir Bescheid." abgefrühstückt werde (Rückmeldung dazu kam nie, Hund wurde weiterhin so gearbeitet wie bisher, aber auch ohne Erklärung, warum).

    So kann man dann eben auch lernen, nicht mehr auf den eigenen Bauch zu hören, weil einem von außen suggeriert wird, dass das eigene Gefühl für den eigenen Hund ohnehin verkehrt ist.

    (Als Ersthundehalterin bin ich vielleicht auch einfach anfälliger für sowas...)

  • IcyMouse1927
    Gast
    • 1. Dezember 2024 um 20:09
    • #776
    Zitat von KleineMama

    So kann man dann eben auch lernen, nicht mehr auf den eigenen Bauch zu hören, weil einem von außen suggeriert wird, dass das eigene Gefühl für den eigenen Hund ohnehin verkehrt ist.

    (Als Ersthundehalterin bin ich vielleicht auch einfach anfälliger für sowas...)

    da können wir uns die Hand geben. Der Grat zwischen "erfahreneren Leuten mal was glauben" und "der hat seit x Jahren Hunde, der weiss das schon" ist schmal. Drum: trau, schau wem.

  • IcyMouse1927
    Gast
    • 1. Dezember 2024 um 20:11
    • #777

    Aber wenn man sich dann irgendwo gut aufgehoben fühlt und jederzeit alles fragen kann und eine Antwort bekommt und derjenige dafür sorgt, dass das Zeug auch klappt, dann finde ich, darf man auch zwischendurch mal eine Anweisung befolgen die man noch nicht verstanden hat.

    Es ist schier unmöglich alles vorab zu erfragen oder Dinge während dem Training auf dem Platz zu erfragen. Manchmal hat der Helfer/Trainer was vor und leitet an ohne dass man vorher drüber gesprochen hat. Einfach weil er es gerade für sinnvoll hält oder weil es sich ergibt. Da würde es mich, wäre ich der Helfer, auch endlos nerven, wenn der HF jedes mal abbricht, 10 Min was erklärt haben will und dann erst weiter macht wenn er's gänzlich verstanden und verinnerlicht hat. Wenn mein Schüler mir so misstraut und alles 120% allein unter seiner Kontrolle haben will, würde ich mich fragen warum der dann bei mir trainiert.

    Dazu kommt, dass man einen Hund im Training auch vergammeln lassen kann mit ständigen Unterbrüchen in denen der Hund dann dasitzen und 10 min palaver abwarten soll

  • Bass23
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    • 1. Dezember 2024 um 20:35
    • #778

    GeierWally: du bist auch aus der Schweiz, oder?

    Ich glaube, in der Schweiz herrscht mittlerweile eine etwas modernere und kundenorientiertere Arbeitsweise.

    Und weil die Schweiz so klein ist, färbt das rasch von Kanton zu Kanton ab. Ich meine, die kennen sich ja alle.

    Was ich zum Teil aus Deutschland höre, ist ( nicht immer und alles, aber kommt leider immer noch vor) haarsträubend.

    Alte Vereine, Alteingesessene, eingeweiht bist du entweder oder du bleibst ewig ein Greenhorn.

    Ich habe hier auch nur positives erlebt. Selbst die älteren sind sehr modern eingestellt. Es wird offen untereinander diskutiert, aber konstruktiv. Der Helfer macht Vorschläge, der Hundeführer und Erfahrene. Und dann wird probiert. Angepasst, verbessert. Natürlich nur, wenn man es auch wert ist, sprich, man bemüht sich und bringt sich ein.

    Der Helfer fragt immer, was man machen möchte.

    Da ist viel miteinander und es wird auch viel erklärt. Dazwischen konzentriert gearbeitet. Da überlässt man sich gerne mal den Profis. Und wenn man fragt, kommt immer zu gerne Antwort.

    In der umgekehrten Situation würde ich fragen, fragen und wenn nicht wohl, den Verein wechseln. Ist aber oft recht schwierig.

  • IcyMouse1927
    Gast
    • 1. Dezember 2024 um 21:04
    • #779
    Zitat von Bass23

    Ich glaube, in der Schweiz herrscht mittlerweile eine etwas modernere und kundenorientiertere Arbeitsweise.

    Also ich weiss nicht wo Du wohnst, aber ich hab hier alles im Umkreis von 2 Stunden Fahrzeit durch und kann dem absolut nicht zustimmen. Modern - teilweise bzw. kommt drauf an was man darunter versteht. Das heisst aber noch lange nicht "gut gemacht". Kundenorientiert - der eine so, der andere so. Bei den einen ist "friss oder stirb" und bei den anderen erklärt man halt warum das so oder so gemacht wird. Gemacht wird's aber trotzdem so wie der Bezahltrainer oder Vereins-Übungsleiter sagt.

    Zitat von Bass23

    die kennen sich ja alle.

    ja und alle finden dass der andere dumm ist, nix kann, alles falsch macht, sich hochgeschleimt hat oder nur Krüppel führt die nicht aufmucken :D

  • Bass23
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    1
    • 1. Dezember 2024 um 21:38
    • #780

    OK,ich erlebe das umgekehrt. Vielleicht einfach Glück oder ich bin anspruchslos :/

    Aber da sind alle miteinander und ich werde extrem informiert, auch ohne nachzufragen.

    Ich bekomme sogar Privatunterricht, einfach so. Gut, der Kleine und ich üben auch gewissenhaft und bereiten uns vor, auch mit Fragen.

    Ich bin von unserem Verein sehr, sehr positiv überrascht.

    Ich muss dazu allerdings sagen, dass ich aus der Tierausbildungsbranche komme, vieles ist mir bereits geläufig. Dann sehr viel Erfahrung mit Hunden habe, natürlich Schäfer, aber auch Tierschutzhunde und bösartige.

    Ich immer davon geträumt habe, mal wirklich ( nur zum gegenseitigen Spaß, nicht aus Ehrgeiz! Und ja, mich fasziniert der IGP Sport von Kindheit an, vor allem, wenn er geduldig, minutiös und möglichst ohne Zwangshilfsmittel aufgebaut ist) nicht nur erziehen, sondern ausbilden.

    Ich mache das ohne Ambitionen ausser dem eigenen Anspruch, so genau und sauber wie möglich und, das ist das Wichtigste! So motivierend wie möglich für den eigenen Hund, zu lernen und arbeiten.

    Mir kommen alle extrem entgegen.

    Ich denke, es hat wie überall zwei Seiten. Je interessanter der Schüler, umso motivierter der Lehrer.

    Und je erfahrener der Schüler umso bemühter der Lehrer.

    Ich habe bei Pferden auch ganz unten angefangen, aber immer sehr schnell gute Lehrer gefunden: ich habe viel ( aber sinnvolles) gefragt und dann aber auch, beim guten Lehrer, ohne wenn und aber fleißig geübt.

    Ich denke, das hilft auch in der Hundeszene. Selbstverständlich habe ich zum Beispiel die Bücher von Scherk bestellt und bin sie, stillschweigend, denn Scherk ist eine Theorie, dein Lehrer kennt noch andere, zum 2. Mal am Lesen

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