Junghunde toben vs. Gelenkschonung

  • Hallo die Freunde der Fellnasen,


    hier nochmal das Thema, mein Hund, nun schon 13,5 Monate, findet manchmal keine Ruhe und will den ganzen Spaziergang nur Action, herumtoben mit mir oder mit anderen Hunden.


    Mit unseren beiden verflossenen Buben war es ja nicht anders, mein Gott, was habe ich da gesündigt, was das Schonen angeht. Ich wusste es eben nicht besser.


    Heute denke ich viel mehr dran, aber Witus braucht auch seine geworfenen Knüppel oder Bälle.


    Witus hat auch schon mit 10 Monaten eine Stunde mit einem Airdale getobt wie verrückt. Macht er auch heute noch wenn sich die Gelegenheit bietet. Aber zumindest im Garten will er immer einige Dinger geschmissen haben und dann gibt er auch richtig Gummi um da hinterher zu kommen.


    Ich hoffe, dass der das gut verkraftet. Die brauchen ja auch Bewegung. Und mir sagte mal jemand, dass die jungen Hunde auch mal so richtige Antritte machen sollten, für den Muskelaufbau.


    In Watte habe ich unsere Hunde also noch nie gepackt. Eiko brauchte ab 8 Jahre Tabletten, er wurde 10 Jahre, Kaijo ab ca. 10 Jahre, der wurde knapp 14 (beide Arthrose).

    Ich denke mal, dass Brutus und Kaijo viel mehr gespurtet sind, die sind immer wie die Bekloppten durch den ganzen Garten gefetzt, sie waren ja ein Team und das stachelt ja richtig an, wenn da ein Viech hinten auf der Wiese geortet wurde.

  • Zum Thema Bällchen werfen haben ja schon viele etwas geschrieben. Es gilt als kontraproduktiv.

    Zum Thema extremes spielen mit 10 Monaten ja eigentlich auch schon. Ich finde es zu viel, aber im Endeffekt musst du das für euch entscheiden.

  • Ich packe meine Hunde nicht in Watte, aber Bällchen etc. werfen gibt es im Alter von 10 Monate nicht. Und Knüppel schon mal gar nicht (auch nicht bei den erwachsenen Hunden).


    Meine Jagdhündin ist 16 Jahre alt geworden. Die ist mit 15 noch 30 km am Pferd mitgelaufen. Gina wurde knapp 12, die ist einen Abend vor ihrem Tod noch herumgeflitzt wie ein junger Hund (sie hatte ein Lymphom am Darm welches aufgebrochen war). Elaine wurde 14 1/2 und Rudolph 13 1/2. Laine hatte in den letzten Monaten eine Herzinsuffizienz, knochentechnisch hatte sie nie Probleme. Rudolph hatte durch schwere Bissverletzungen zwei Jahre vor ihrem Tod eine ganze Zeit lang sehr große Probleme im Bewegungsablauf, wofür aber verletzte Muskulatur und Sehnen ursächlich war. In ihrem letzten Jahr ging es ihr wieder deutlich besser, aber 100%ig hat sie sich nicht wieder davon erholt. Aber auch sie hat keine Medikamente wegen Arthrosen etc. benötigt, wie die anderen auch nicht.


    Kappa ist jetzt im 10. Lebensjahr, weiß das aber nicht. 8) Die tobt mit der 2-jährigen Skay und Frau Spitz jeden Tag durch die Gegend. Z.B. heute Nachmittag 3 Stunden beim Rasenmähen, bei um die 30°C im Schatten (die meiste Zeit davon aber in der Sonne). Die ist von irgendwelchen Tabletten noch meilenweit entfernt... ^^





    Keine von denen hat irgendwelche Tabletten bekommen

  • na gut, da spielt ja auch viel Glück mit rein.

    14 Jahre ist für einen DSH schon gut (Kaijo).

    Eiko ist ja nicht gestorben wegen seiner Knochen sondern weil er Krebs hatte.

    Brutus ist auch nicht wegen der Knochen gestorben. Der hatte was mit dem Magen-Darm-Trakt.

    Und ja, Kaijo konnte mit 14 nicht mehr hinten hoch.

    Das haben aber sehr viele große Hunde.


    Wenn man zwei Welpen holt und die Junghunde dann rennen dann lass ich sie doch rennen, oder?

  • meine Hunde sind ja in ihrem Arbeitsleben extrem viel gelaufen, hauptsächlich Trab aber auch Pass und Galopp, das konnten an manchen Tagen bis zu 80km werden,

    Ich habe mich immer bemüht 2 Teams parat zu haben, für 1 Tag Arbeit und 1 Tag Pause oder Wechsel vormittag/nachmittag.

    Jetzt wo 6 von der Bande in Rente sind, die älteste 14, brauchen wir doch diverse Schmerzmittelchen etc., dieses harte Arbeitsleben ging scho ziemlich auf Knochen und Gelenke.

    So wie halt bei vielen körperlich hart arbeitenden Menschen auch,

  • Ich fand' diese Balance zu finden eigentlich nie besonders schwierig, aber bei Ero ist es diesmal was anderes und echt Kacke.

    Der spielt extrem wild, extreme Starts/Stops, dreht sich im vollen Lauf plötzlich um 90° und überschlägt sich dann natürlich sofort mehrfach...

    Immer, wenn ich ihn ansatzweise kurz (wenige Minuten!) mit einem anderen Hund habe spielen lassen, löste das wieder einen Panostitisschub aus.


    Ende vom Lied: Ero ist gut 13 Monate alt, und hat in seinem ganzen Leben noch nie so richtig mit einem anderen Hund spielen können/dürfen ;(

    Nichtmal mit unseren anderen eigenen Hunden im Garten oder so...


    Das tut mir total leid, und irgendwie habe ich das Gefühl, das ist/war nicht gut für seine Entwicklung (körperlich und geistig), aber was soll man denn machen, wenn der Hund Panostitis hat und ständig geschont werden muss?


    Ich finde auch, dass er relativ schlecht bemuskelt ist, was natürlich auf der einen Seite nicht verwundert bei der immer wiederkehrenden Zwangsschonung alle paar Wochen, aber auf der anderen Seite wahrscheinlich auch leichter zu neuen Schüben führt, da eine starke Muskulatur ja auch viel Gewicht mitträgt und Belastung abfängt... hat er die nicht, geht wieder alles auf die Knochen - ein Teufelslkreis ||

  • Ruebchen, was hättest Du auch anderes machen sollen. Man passt sich den Schmerzen von seinem Hund an. Man vermeidet alles, was sie auslösen könnte und deswegen musst Du Dir da bestimmt keine Vorwürfe machen. Du konntest nicht anders handeln, auch wenn es für Ero nicht so toll war, dass er nicht mitspielen konnte. Hättest Du ihn gelassen, dann wäre möglicherweise alles schlimmer geworden und dann hättest Du Dir deswegen Gedanken gemacht, warum war ich nur nicht so vernünftig und habe ihn ausgebremst. Stimmt, ein echter Teufelskreis.


    Ehrlich gesagt, als die Diagnose bei Sam dann feststand und aber auch der Weg empfohlen wurde, dass jetzt konstant Muskelaufbau angesagt ist, weil die am meisten abfangen, da haben wir nachdem wir endlich seine Schmerzen im Griff hatten, auch aufgehört, das darf er nicht und das auch nicht, wir ließen ihn von da ab im Gelände frei powern kann. Zwar kein stops und keine Ballspiele, aber so wurde er eigentlich recht zufrieden.


    Berg gehen hatten wir kurz versucht (bergauf-bergab Training), das ging aber überhaupt nicht. Aber die Powerrunden im Gelände (Wiesen und Felder ohne Ball o. ähnliches, da galoppiert er und streckt sich über weite Strecken von ganz alleine) die haben ihm wirklich zu einer sehr guten Muskulatur verholfen.


    Damit bin ich der Meinung, dass sie auch nicht unbedingt andere Hunde zum spielen benötigen (die Gefahr wäre auch heute noch zu groß, dass ihm irgendein anderer Hund hinten auf seine Hüften springt) Sie sollen aber auch ihr Leben leben können und wenn dann irgendwann dann doch die Schmerzen kommen, dann hilft man ihnen mit Schmerzmittel.

  • Wenn der so irre tobt dann ist das blöd, wenn das auch immer diese Schübe auslöst.

    Aber irgendwann wird das ja mal vorbei sein. Und dann kannst Du immer noch Muskeltraining machen mit ihm.

    Der entwickelt sich ja auch noch einige Monate im Körperbau.

  • Mona ich bin jetzt keine Person die meint, ein Hund muss gezwungenermaßen regelmäßig mit anderen spielen, damit er glücklich ist. Aber ich sehe ja wie gerne er manchmal mitspielen möchte, und ab und an wäre sicher auch förderlich gewesen bezüglich seiner Unsicherheit fremden Hunden gegenüber (an der Leine). Als wir bei der Wesensbeurteilung waren, waren ja 3 Geschwister da, und die haben zusammen getobt. Und Ero durfte da auch nicht mitspielen, das hat mir in dem Moment schon echt arg leid getan für ihn.

    Und ich kam mir vor wie so ein dämliches, hysterisches Helikopterfrauchen. Alle meinten "lass den doch laufen, der hat ja nix!"

    - Ja, im Moment grade nicht, und das soll bitte auch so bleiben ... :rolleyes:


    Aber du hast recht, hätte ich ihn einfach wie blöd rennen lassen, dann würde ich mir anders herum auch wieder Vorwürfe machen.


    Wir fokussieren uns jetzt auf's Schwimmen, ich habe die Hoffnung, dass wir so die Muskulatur am gesamten Körper merklich stärken können, bei praktisch nicht vorhandener Belastung auf Knochen und Gelenke... 2 - 3x die Woche möchte ich mit ihm zum See fahren, auch bei Regenwetter. Jetzt im Sommer ist es ja nicht kalt, und nass wird er sowieso, mal schauen ob das so klappt.


    Wenn der so irre tobt dann ist das blöd, wenn das auch immer diese Schübe auslöst.

    Aber irgendwann wird das ja mal vorbei sein. Und dann kannst Du immer noch Muskeltraining machen mit ihm.

    Der entwickelt sich ja auch noch einige Monate im Körperbau.

    Ja da hast du natürlich Recht Micha, das geht später auch noch. Es geht mir jetzt aber auch nicht darum, einen optischen Muskelprotz an meiner Seite zu haben, sondern einfach darum den Hund halt möglichst schonend und gesund aufzuziehen. Eine (dem Alter entsprechend) starke Muskulatur schützt ja vor vielerlei Verletzungen. Ein schlacksiger Körper mit weichen Sehen und Bändern ist immer gefährdeter als ein starker, gut Bemuskelter Körper.

  • du machst das ja echt gut Ruebchen und bei euren seen bzw bademöglichkeiten ist das auf

    jeden fall ein guter weg für die muskeln und gelenkschonend ist es obendrein und auch am wichtigsten.

    Wenn am mittwoch erneut die panostitis als ursache rauskommt, dann hast du jetzt die beste möglichkeit gefunden, über diese doofe zeit rüber zu kommen. Das wasser kühlt ja auch noch die entzündeten gelenke :)