Liebste Chiamaus, du sollst doch gesund werden, darauf hatten wir uns doch geeinigt. Aber jetzt wollte die Lunge irgendwie nicht, die olle Eigenbrötlerin.
Da bleibt dir nichts anderes übrig, als nun wirklich ganz definitiv gesund zu werden mit der neuen Ladung an Antibiotikum und der Lunge mal zu zeigen, wer da bei dir im Körper das Sagen hat und dafür drücke ich ganz fest meine Daumen und Brummi seine Pfoten! ☺️
Ich konnte ihn aber beruhigen und ihm versichern, dass ich meine Hunde niemal hungern lassen würde und auch Chia, wenn sie schlecht frisst, immer die Nutrigelplus-Paste gebe, damit sie was in den Magen bekommt.
Das. Das kann ich so sehr unterschreiben. Es hat immer einen Grund, warum ein Hund nicht frisst. Selbst Mäkelei ist ein Anzeichen für „das tut mir nicht gut“, denn kein Beutegreifer hungert mal eben freiwillig tagelang vor sich hin. Und selbst wenn es „nur“ nicht schmeckt - Hunde vertrauen da auf ihre Instinkte. Wenn wir sie zwingen, dann zu hungern, weil sie grade nicht nehmen wollen oder können, was wir zur Auswahl anbieten, dann geht es ihnen nur noch schlechter.
Man darf auch niemals vergessen, dass Hunde die deutlich bessere Nase haben, oder könnt ihr Menschen am Fußboden riechen und sagen, wer da grade war und wohin die Person gelaufen ist? Ein besseres Riechorgan führt zu einer deutlich besseren Geschmackswahrnehmung. Während wir also vielleicht gar nicht merken, warum der Hund sein Futter nicht mehr will, weiß der Hund sehr genau, warum er es „verweigert“. Und seien es nur die Hormone, die dem Körper signalisieren: du musst dich jetzt auf deine Fruchtbarkeit fokussieren, wenn du isst, verschwendest du Zeit. Und wer weiß, ob die Hormone nicht das Geruchs- und Geschmacksempfindungen in der Läufigkeit beeinflussen? Viele Schwangere Menschenfrauen können davon ja zum Beispiel ein Lied von singen.
Und letztlich gibt es immer etwas, das Hund frisst - wieso sollte man ihm das nicht geben. Nur aus der falschen Angst heraus, dass der Hund ab da an immer mäkelig sein wird? (mein Brummi frisst nach seiner „ich esse jetzt gar nix mehr“-Phase auch wieder alles und vermutlich auch wieder jedes Trockenfutter, wenn es mit etwas Nassfutter angerührt wird…).
Nur ein wirklich schwerstkranker Hund wird wohl alles verweigern, aus der Schwäche und dem Leid heraus. Und den dann auch noch hungern zu lassen… barbarisch!
Da bin ich ganz bei dir Verbena und dir sehr dankbar für deine Worte damals in unserer akutzeit, es hat mir einen ganz anderen Blick auf die Thematik „hungern“ und „hungern lassen“ eröffnet.