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  1. Das Schäferhund Forum
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Was ist für euch Gewalt in der Hundeerziehung?

  • HSH
  • 29. Dezember 2021 um 17:02
  • Axman
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    • 2. Februar 2022 um 12:16
    • #316

    Habe neulich ein Interview mit Turid Rugaas (Calming Signals) angehört und sie beschrieb, dass sie die Gegenkonditionierung bei manchen Hunden in einem Abstand von 300m beginnen musste.

    Sie sagte "Tja, dann ist das halt so ......wenn es 300m sein müssen. Aber am Ende klappt es bei allen"

    Ich dachte: Joah, bei euch oben in Norwegen bestimmt auch kein Problem :D :D

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Verbena
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    • 2. Februar 2022 um 12:34
    • #317

    Also habe ich jetzt die Lösung ... auswandern nach Norwegen :D

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

    Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Nordlicht
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    • 2. Februar 2022 um 12:58
    • #318

    Oh ja, ich komme mit nach Norwegen, ist echt schön da, aber nur im Sommer…

    Ich habe da ja das ähnliche Problem wie Verbena, Jerry ist bei Hundebegegnungen leider auch ohne Oberstübchen unterwegs und hier in der Stadt ist es mit dem Abstand noch schwieriger…Norwegen wäre da ein Traum vom Platzangebot…

  • Pinguetta
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    • 2. Februar 2022 um 13:11
    • #319
    Zitat von Verbena

    wahrscheinlich muss ich an meiner Impulskontrolle arbeiten und löse damit das Problem.

    da geht es dir wie mir :( . Ich sehe jemanden auf uns zukommen und befürchte schon, dass Harras den großen bösen Schäferhund markiert und versteife mich, erstarre fast zur Salzsäule. Aber ich arbeite dran. Ich gehe nach außen hin locker und entspannt in einem Bogen oder mittlerweile soger direkt an der Person vorbei. Und dann ist Harras auch entspannt. Aber sobald mein Kopfkino die Oberhand gewinnt und ich mich anspanne, habe ich wieder den Berserker neben mir :( .

    Und wie ist es, wenn fremder Hundebesuch direkt bei euch auf dem Hof aufschlägt?

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 2. Februar 2022 um 14:13
    • #320

    „Immer“ (also nicht immer, aber manchmal eben), wenn ich Hunde aus der Ferne sehe, sage ich: guck mal, ein Hund! Komm!

    Und dann gehen wir zur Seite und warten ganz entspannt, bis die vorbei sind.

    Also er setzt sich dann und ich Bärenumarme ihn und für ihn ist es dadurch mittlerweile eben auch ein „oh, ein Hund, lass kuscheln“ 😂

    Manchmal hilft es Menschen in angespannten Situationen m, auszusprechen, was man sieht und tut. Kennt man oft, wenn man vor etwas Angst hat und einfach für sich sagt: ich habe gerade Angst. Und schon wird die Angst kleiner - man gibt der Emotion bzw dem Gefühl dadurch viel weniger macht. In der konkreten Situation sähe das also so aus:

    - ich sehe einen Hund (und sage das)

    - ich fordere meinen Hund zu etwas auf (und sage ihm das)

    - wir tun das, was wir in so einer Situation eben tun (und sage auch das)

    - der Hund ist weg (ich sage das)

    - wir gehen weiter (das sage ich dem Hund)

    Dabei kann man das laut vor sich hin plappern oder gedanklich zu sich selbst sagen. Das lenkt den Fokus vom Hund weg und lässt Gedanken sachlicher auf einen wirken, wenn man es so stumpf und trocken für sich selbst beschreibt.

    Dann weiß der Hund auch: ach, der/die hat’s gesehen und sagt, wir sollen jetzt zur Seite gehen.

    Man signalisiert damit unter anderem eben auch, dass man die Lage abcheckt, kontrolliert und führt und der Hund entspannen kann, da er all diese Aufgaben nicht übernehmen muss. Durch den Hinweis, dass da jemand kommt, wird er auch nicht eiskalt überrascht oder muss gar zuerst „abchecken“, was der Hund da vorne nun macht. Denn man sagt ihm ja: ich hab nen Hund gesehen und deswegen gehen wir jetzt zur Seite. Funktioniert das oft genug, weiß der Hund das auch für die Zukunft und kann sich drauf verlassen, was Sicherheit gibt und vertrauen schafft.

    Zumindest so weit die Theorie. :D

  • Micha369
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    • 2. Februar 2022 um 14:14
    • #321
    Zitat von Azemba

    Genau das kann dir aber auch zum Verhängnis werden, wenn du einen Hund hast, den jede weitere Begegnung immer mehr stresst, immer mehr anheizt, die Sache immer negativer festigt und dich ständig zurückwirft.


    Da meidest du Begegnungen so gut wie möglich, festigst korrektes Verhalten erst, bevor du diese Begegnungen zulässt bzw. dich allmählich mit dem Hund da ran tastest, damit er immer in einem Zustand bleiben kann, wo er gewünschtes Verhalten zeigen kann. Erst DANN suchst du Begegnungen gezielt und häufig, aber so lange sich durch immer wiederkehrende Situationen nur Stress und eine negative Tendenz abzeichnet, meidest du die zu Beginn des Trainings.

    Genau das ist aber nicht zielführend. Wie willst Du denn korrektes Verhalten festigen wenn da keinerlei Möglichkeit von unkorrektem Verhalten besteht? Also wenn Dein Hund keine Begegnung wahr nimmt dann wird er ja wohl auch nicht pöbeln oder hochfahren, oder? ^^

    Suche Hundebegegnungen und trainiere nach deiner Methode (es gibt ja diverse Möglichkeiten Hundebegegnungen zu managen). Dabei ist wichtig, wie Axman ja schon schrieb, genug Distanz zu wahren damit der Reiz nicht zu groß ist und der Hund nichts mehr lernen kann. Also, ich sage mal, da hinten ist ein Hund, Dein Hund hat ihn noch nicht wahrgenommen. Ihr nähert Euch und plötzlich sieht Dein Hund den anderen Reiz, er bleibt evtl. auch kurz stehen um zu gucken. Dann wäre genau das der Moment (bzw. die Distanz) wo Du mit Deinem Management starten solltest. Also z.B. die Gegenkonditionierung mit Klicker. Oder Deine Fuss-Übung. Dabei kommt der andere wahrscheinlich immer näher aber wenn Du Deinen Hund gut in der Kontrolle hast (also wenn Dein Hund sich intensiv mit Dir beschäftigt und Spaß dabei hat und Du seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmst dann ist es nicht weiter tragisch wenn die anderen näher kommen. In härteren Fällen kannst Du ja dann auch die Stärke des Reizes relativ gering halten indem Du ausweichst.

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 2. Februar 2022 um 14:21
    • #322
    Zitat von Micha369

    Genau das ist aber nicht zielführend. Wie willst Du denn korrektes Verhalten festigen wenn da keinerlei Möglichkeit von unkorrektem Verhalten besteht? Also wenn Dein Hund keine Begegnung wahr nimmt dann wird er ja wohl auch nicht pöbeln oder hochfahren, oder? ^^

    Doch, es ist zielführend. Sonst könnten Hunde mittlerweile nicht mit 1m am Brummi vorbei laufen, das war vor einem halben Jahr undenkbar. Der Meter fällt ihm bei manchen Hunden wirklich sehr schwer, aber es ist möglich und bei anderen Hunden ist es gar kein Thema.

    Aber Begegnungen (und 20m Abstand ist keine „Begegnung“) muss man zu Anfang eben meiden, sich allmählich rantasten.

    Das mit dem Meter mache ich auch nur im Notfall, ich achte auf 3-5 Meter immer, weil das die Distanz ist, wo es super klappt und sich so das gewischte Verhalten festigt. Erst dadurch ist es möglich, dass wir bei fast-Nasenkontakt trotzdem gut durch die Situation kommen. Hätte ich diese Situationen aber ständig, würde uns das jedes Mal wieder weiter zurück werfen.

    Wir sind ja jetzt dabei, die bärenumarmung allmählich abzubauen, um auf 3-5 Meter auch ohne die auszukommen. Das dauert aber sehr lange und wenn man sich diese Zeit nicht nimmt, fällt man wieder zurück. Kann sein, dass wir dafür ein Jahr brauchen. Oder zwei. Egal! Setzt man sich unter Zeitdruck, ärgert man sich nur umso mehr, wenn’s schief geht und geht das ganze verkrampft an, was den Hund wieder stresst, wenn man so was wie Chia oder Brummi an der Leine hat. :D

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 2. Februar 2022 um 14:25
    • #323
    Zitat von Micha369

    Dabei kommt der andere wahrscheinlich immer näher

    Und genau das ist das Problem. Die Distanz darf eben nicht immer geringer werden, bis es zur Begegnung kommt, wenn gewisses Verhalten nicht gefestigt ist. Du gehst im Voraus auf, wievielauchimmer, 20m Abstand und diese Distanz bleibt durchgehend gleich und wird nicht unterschritten.

    Wird die Distanz immer geringer, denkt der Hund:

    „Okay, noch 5 Meter…“

    „Okay, noch 4 Meter!“

    „Ohhh gleich isses so weit!!“

    „Mhhh 2 Meter grrr…“

    „Jetzt gleich! Bereit machen!!!!“

    „WIE JETZT! Ich dachte ich darf zu dem hin?!?! WUFF WUFF WUFF!!“

    Einfach, weil das aneinander vorbei laufen auf den Hund so wirkt, als würden sie aufeinander zulaufen und im letzten Moment geht es dann doch nicht. Das kann aber, wenn es den Hund so sehr frustet, dazu führen, dass der irgendwann schon aus der Entfernung anfängt rumzublöken, selbst wenn der Hund noch 20 Meter weit weg ist.

    Dann muss man genau bei der Distanz anfangen, wo der Hund nur guckt und nichts macht, anders kann man auch nicht gegenkonditionieren.

  • Axman
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    • 2. Februar 2022 um 15:16
    • #324

    Ja, also um nochmal zu verdeutlichen:

    Es geht nicht darum Hundebegegnungen komplett zu vermeiden, denn das sieht Micha369 genau richtig, wenn der reaktive Hund den anderen nicht wahrnimmt, findet ebenfalls kein Lernen statt.

    Also wenn ich zum Beispiel einen spielzeuggeilen Hund mit Spielen derart ablenke, dass er alles andere ausblendet, dann können 95 Hunde vorbeimarschieren und werden einfach nicht wahrgenommen, ergo findet auch keine Desensibilisierung/Gegenkonditionierung statt.

    Das ist der schmale Grat den es herauszufinden gilt: Wahrnehmung Ja, Reaktion zeigen Nein.

    Das heisst, Hundebegegnungen häufig durchführen unter den genannten, kontrollierten Bedingungen und es wird sich eine Konditionierung der Emotionen und entsprechenden Verhaltens ergeben.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • HSH
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    • 2. Februar 2022 um 17:20
    • #325

    Na dann macht mal. Irgendwann löst sich das Problem sicher, spätestens biologisch. ^^

  • Verbena
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    • 2. Februar 2022 um 17:35
    • #326

    Ich denke trotzdem, dass es kontraproduktiv ist, einen reaktiven Hund durch bewusst herbeigeführte Hundebegegnungen "abzuhärten", denn kein gestresster Hund hat Kapazitätin im Kopf frei, um zu lernen, respektive das Markern als positive Bestärkung für den Sekundenbruchteil, in dem er seinen Blick vom anderen Hund abwendet, überhaupt wahr zu nehmen.

    Bevor die Impulskontrolle und die Leinenführigkeit nicht zumindest so gut gefestigt ist, dass ich den Hund noch auf mich lenken kann, obwohl ein Hund in der Ferne sichtbar wird, muss ich keine Experimente machen. Natürlich sind Hundebegnungen nicht vermeidbar, aber dass ich mir jetzt eine Strecke suche, auf der dann alle Gassiputzis mit ihren Kleinhunden prominieren, muss auch nicht sein - dabei lernt der Hund nur, dass er alle in die Flucht jagen kann, denn die bleiben garantiert nicht stehen, wenn Chia berserkert und steil in die Leine geht.

    Wir waren ja auch tatsächlich schon ein ganzes Stück weiter und dann kam der Jogger, der mit seinem Hund so nah an uns vorbeirannte, dass Chia ausflippte. Ihr Verhalten wäre auch nicht weniger reaktiv gewesen, wenn danach noch zwei Jogger mit Hund an uns vorbeigerannt wären.

    Wenn uns Hunde besuchen kommen, bellt sie auch, aber sie lässt jeden Hund auf den Hof und ist zu Besuchshunden freundlich.

    Ich habe natürlich auch nicht vor, Hundebegegnungen bewusst so zu vermeiden, dass ich nur noch Wege gehe, die sonst keiner langläuft, aber ich denke, dass es eben Sinn macht, erst einmal an ihrer Impulskontrolle zu arbeiten, denn wenn der Ball fliegt, wartet sie auch nicht zuverlässig auf das Jetzt, sondern brettert auch schon mal vorher los. Genau das ist ja dann bei einer Hundebegegnung das Problem: Sie muss das Warten und Ruhe bewahren aushalten können, ohne dass ihr Frust- und Stresspegel in den roten Bereich steigt. Das gleiche ist mit der Leinenführigkeit: Solange ich ihre Aufmerksamkeit habe, ist sie super leinenführig und reagiert auf jede auch nur so kleine Veränderung in meiner Körperspannung/ Körpersprache. Gerät sie aber unter Stress, dann herrscht eben bunte Knete im Hundehirn vor.

    Darum denke ich auch, dass jede eskalierende Hundebegegnung nur für weitere negative Verknüpfung sorgt und die Erwartungshaltung - wie Azemba schrieb - genau in die falsche Richtung geht. Wenn sie einen anderen Hund sieht und sie dabei entspannter bleiben kann, sodass ich markern und belohnen kann, werden wir auch wieder Fortschritte machen. Aber jede Eskalation wirft uns eher zurück.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

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    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Luna
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    • 2. Februar 2022 um 17:55
    • #327

    Ich hatte mit Sam seiner Leinenpöblerei bei anderen Hunden auch schon vieles versucht und bekam dann den Tipp von Ruebchen, dass ich einfach gar nicht darauf eingehen sondern einfach weitergehen soll. Hat auch mit der Zeit ganz gut funktioniert, nur Frontalbegegnungen sind nach wie vor ein Chaos (dort wo ich nicht ausweichen kann).

    Nun haben wir echte Rückschritte verbucht, einfach der Tatsache geschuldet, weil es echt doofe andere HH gibt und nur von A bis B denken können :rolleyes: .

    Als ich vor ein paar Tagen an einer einsamen Gassistrecke gegangen bin, sah ich schon von weitem eine Frau mit ihrem Hund. Ausweichmöglichkeiten gab es, so dass ich weiter in ihre Richtung ging, weil die gute Frau im absoluten Trödelmodus war. Zwischenzeitlich war Sam da schon an der Leine.

    Dann sah sie mich, ihr junger Hund lief weiterhin frei und steuerte direkt auf mich zu. Ich bin dann nach links abgebogen, aber da war es schon zu spät, weil sie eiligen Schrittes auf mich zukam. Also wendete ich mit dem zwischenzeitlich bereits pöbelnden Sam. Dann meinte sie doch glatt, ich soll ihn doch von der Leine lassen, dann könnten die beiden doch spielen. Häääh? Ich fragte mich echt, ob die noch ganz bei Trost ist, weil ihr junger Hund bereits sehr ängstlich aber neugierig auf uns leicht zurobbte. Ich sagte zu ihr, Sam würde der jungen Hündin zwar nichts tun, aber mit Sicherheit so mit ca. 100 Sachen auf sie zustürzen und sie dann bestimmt jagen. Ach das glaubt sie nicht. Ich sagte dann zu ihr, das müsse doch nicht sein, dass ihr junger Hund nun sein ein Erlebnis hat und dadurch einen Schock fürs Leben bekommt.

    Also wenn Sie da wirklich dieser Ansicht sind (Sam pöbelte da wie ein Vergifter), dann gehen wir halt weiter.

    Ich verstehe die Leute nicht. Ich verstehe sie wirklich nicht und genau dieser Vorfall hat uns dann wieder zurückgeworfen. Jetzt sind wir wieder soweit, dass ich sehr viel Distanz aufbauen muss, nur weil die andere HH meinte, das braucht es doch gar nicht.

    So kann es einem halt auch gehen.

    Aber ich habe mich zwischenzeitlich mit dem Thema Unsicherheit bei Hunden befasst und hierzu gibt es einen sehr interessanten Bericht:

    Unsicherheit bei Hunden _ Trainieren statt Dominieren.

    Ich bin noch am lesen, aber der Bericht ist gut und ich leite da so manches auf die Pöblerei ab. Mal sehen, ich werde nun auf Ursachensuche gehen :) .

  • Verbena
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    • 2. Februar 2022 um 18:41
    • #328

    Genau das ist das Problem, Mona. man selbst hat einen Trainingsplan und man macht Fortschritte und dann kommt jemand, der eben darauf so gar keine Rücksicht nimmt und man steht wieder am Anfang. Darum gehe ich Hundebegegnungen eher aus dem Weg, als dass ich sie momentan suche. Wenn ich meine Nachbarin treffe, dann nehme ich das sehr gerne als Training mit, aber die kann ich auch instruieren und die nimmt dann auch Rücksicht.

    Aber jede Eskalation wird nur wieder auf dem Negativ-Konto gespeichert.

    Ich meine, ich h#ätte den Bericht auch schon gelesen. Ich kann es nur nicht einordnen, welche Motivation wirklich hinter Chias Leinenpöbelei steckt. Sie ist nicht unsicher, denn sie will ja zu dem anderen Hund hin und ist eher frustriert, wenn ich das nicht zulasse.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

    Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Luna
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    • 2. Februar 2022 um 18:56
    • #329

    Verbena, ich rolle jetzt alles wieder von vorne auf. Der ursprung war garantiert, dass sam von klein auf mit bellen bekundete, dass er zu dem anderen hund hin will und das konnte auch in der welpenschule nicht beigelegt werden. Keine chance. Aber letztendlich suche ich trotzdem und schau, dass wir aus dem jetzigen mist wieder rauskommen und das vll mit verständnis, warum er so reagiert.

    Ich weiss es ja auch nicht, aber wir stehen wieder so ziemlich am anfang und das kann es doch auch nicht sein.

  • Axman
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    • 2. Februar 2022 um 19:26
    • #330

    Welche Art von Belohnung gebt ihr wenn ihr an der Umkonditionierung arbeitet?

    Wo gebt ihr die Belohnung?

    Wie ist der Ablauf?

    Es ist manchmal wenniger zielführend als man sich wünscht, wenn man nach der Ursache forscht und sich den Kopf zerbricht über das Warum. Unter Umständen verunsichert es uns sogar noch weiter, weil wir das Gefühl haben könnten "Ja, aber er hat halt dies oder jenes schon erlebt, oder war es vielleicht doch was anderes"

    Das trägt natürlich nicht dazu bei, unser eigenes Auftreten sicher und bestimmt zu machen.

    Manchmal verändert sich auch die Emotion unseres Hundes im Laufe der Zeit und was eingangs "nur" Frustration war ist plötzlich zu Aggression geworden. Anfangs wäre unser Hund vielleicht bei tatsächlichem Aufeinandertreffen mit dem anderen Hund noch freundlich oder neutral oder interessiert gewesen aber plötzlich würde er vielleicht seinen aufgestauten Emotionen freien Lauf lassen und zupacken.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

    Einmal editiert, zuletzt von Axman (2. Februar 2022 um 19:39)

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