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Aktuelle Philosphie der Öffentlichkeit über Hundeerziehung und die Folgen

  • Axman
  • 23. Oktober 2024 um 07:48
  • SummerCake1433
    Gast
    • 25. Oktober 2024 um 10:04
    • #61

    Für meinen kleinen Sohn setzt bereits ein Tadeln seines Verhaltens einen aversiven Reiz.

    Der ist sooo harmoniebedürftig und sensibel, zu dem sage ich in einem normalen (nicht schimpfenden!!!) Tonfall, dass das was er gerade getan hat nicht gut war, weil... Und das Knöpfchen fängt an bitterlich zu weinen.

    Für ihn ist das richtig, richtig schlimm.

    Seine große Schwester zuckt bei so ner "Ansage" die Schultern und macht weiter mit dem, was sie tut. Da muss ich sehr viel deutlicher werden.

    Jetzt wirft mir hier doch hoffentlich keiner vor, meinem Sohn gegenüber gewalttätig zu sein und ich höre, auch wenn er sensibel ist, sicher nicht auf, ihm Grenzen zu setzen.

    Aber für ihn bricht seine kleine Welt zusammen, wenn ich etwas blöd finde, von dem er bis dahin dachte, es wäre eine gute Idee.

    Und warum sollte es nicht auch bei Hunden diese Differenzierungen geben?!

    Und meine Kinder sind Vollgeschwister, die unter exakt den selben Bedingungen aufgewachsen sind. Und da stellt überhaupt niemand in Frage, dass die beiden VÖLLIG unterschiedlich sein können.

  • nette
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    • 25. Oktober 2024 um 10:07
    • #62

    danke @KleineMama für dieses Beispiel das es eben um die "Angemessenheit" geht

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • _Thyra_
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    • 25. Oktober 2024 um 11:21
    • #63
    Zitat von Palinka74

    @Kleine Mama

    Unsere Hunde haben sich bestimmt abgesprochen. Wahrscheinlich haben sie ein eigenes Forum, in welchem sie diskutieren, warum die blöden Frauchen das einfach nicht verstehen.

    Dann ist Thyra auch in diesem Forum :rolleyes: :D

  • Pepper
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    • 25. Oktober 2024 um 14:00
    • #64
    Zitat von KleineMama
    Zitat von nette

    setzt man das Markerwort "Ende" als Ankündigung, für ein durch den Zug danach unangenehmes Gefühl

    Ich möchte hier einen Gewaltvorfall melden:

    Mein Hund setzt mir permanent aversive Reize. Offensichtlich bin ich so stumpf, dass diese Art der Erziehung bei mir nicht funktioniert. Am Ende der Schlepp (oder Flexi) sage ich seit jeher "Langsaaaaam!!!" und er knallt seit über vier Jahren in die Leine und kugelt mir fast den Arm aus oder bringt mich fast zu Fall. Und ich hab immer noch nicht begriffen, dass ich die Leine eben los lassen soll, wenn ich schon selbst "Langsam" rufe. Vielleicht sollte jemand meinem Hund mal erklären, dass er es mal mit Keksen probieren sollte?

    Vielleicht springe ich darauf besser an?!

    Auch von meiner Seite Danke für den Lacher...ein Hund der seinem Halter die Kekse zuschnippt, großartig! :D

    Aber eine Frage: Warum sollte Dein Hund anhalten bzw. auf Dein "Langsaaaam!!!" hören?

    So wie du es beschreibst, hat er doch gar kein Problem. :)
    1. Wird er vermutlich ein Geschirr tragen, was den Ruck/Druck sauber verteilt.

    2. Hat er die Erfahrung gemacht, das Du ihn nicht aufhalten kannst
    3. Vermutlich findet er Frauchen auch zu lustig, wenn sie über den Boden kullert ;)

    Und 4.: Warum rufst Du erst am Ende der Schleppleine, wenn er schon die Chance hatte, Speed aufzunehmen?
    Du weißt doch was kommt :)

  • Maline
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    • 25. Oktober 2024 um 15:22
    • #65

    Naja, es ist auch ein Unterschied, ob du nun auf dem Hupla gesagt bekommst: Wenn der Hund dies und jenes macht, reagierst du z.B. mit einem so und so dosierten Leinenruck.

    Oder du latscht mit deinem Hund durch den Wald, ein Eichhörnchen quert den Weg, der Hund rast los und reißt dir fast den Arm aus.

    In Fall 1 versuche ich natürlich durch rein positives Training dem Hund das gewünschte Verhalten ohne jeglichen Leinenruck zu vermitteln.

    In Fall 2 gibt es als prompte Reaktion gleich Leinenruck 5 auf der Axmann- Scala . Einfach aus dem Grund sofort und jetzt zu reagieren, da denkt man nicht viel nach.

  • Pepper
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    • 25. Oktober 2024 um 15:39
    • #66

    Ich wusste übrigens ehrlich gesagt gar nicht, was "aversiv" bedeutet.

    Zum Glück habe ich dieses Internetz 8o

    Aversiv

    Bedeutungen:

    [1] starke Ablehnung (= Aversion) hervorrufend

    Also theoretisch kann auch ein knusprig gebratenes Hühnchen ein aversiver Reiz sein, wenn man weiß, das man

    eine Allergie dagegen sein. :D

  • SummerCake1433
    Gast
    • 25. Oktober 2024 um 15:54
    • #67

    Pepper

    Zu 4.: ich bemühe mich durchaus so rechtzeitig zu rufen, dass Kobold theoretisch die Möglichkeit hätte zu bremsen.

    Ich denke aber, es ist Punkt 2 der verhindert, das zu tun. ;)

    Ich fürchte auch, es ist total ritualisiert...

    Aber so bekommt man es halt beigebracht: Sag immer einen Marker, bevor die Leine endet und bleib stehen, damit der Hund merkt, es geht nicht weiter.

    Ich mach das ganz brav so. Mein Hund hat aber die Ratgeber nicht gelesen und weiß deshalb nicht, was er dann tun soll.

    Und mir geben die Ratgeber keine weiteren Tipps. Weil das so funktioniert, wenn man es einfach nur konsequent so macht. Nach 4 Jahren wage ich ernsthaft an dieser These zu zweifeln.

    Und ich habe durchaus auch probiert das ganze positiv aufzubauen. Ein anderer Marker, der dem Hund vermittelt "Du bist zu weit weg, komm in meine Nähe", aufgebaut durch gaaaanz viel guten Stoff bei mir.

    Mit diesem Marker macht er (meistens) dann durchaus kehrt und kommt zu mir.

    Aber ich find's mega anstrengend, weil das bedeutet, der Hund rennt zu mir, holt sich seinen Keks, macht auf dem Absatz kehrt, rennt wieder nach vorne, vor Ende der Leine markere ich, Hund macht kehrt, rennt zu mir, holt sich Keks, dreht um, rennt vor. Will ich dieses Verhalten dann immer markern?

    Ich markere ja letztlich die Handlungskette. Der Hund denkt, das gehört so.

    Das ist etwas, was ich am Hundetraining so enorm schwierig finde: dass ich mit meiner Reaktion nicht immer nur den Bruchteil der Sekunde vor dem Marker (egal ob positiv oder negativ) treffe, sondern für den Hund unter Umständen eine ganze Handlungskette besteht.

    Da sind Korrektursignale z.B. auch schwierig. Wenn der Hund A bis D richtig macht und bei E kommt der Fehler und ich breche ab.

    Ich kenne so viele Hunde, die davon total verunsichert sind, weil sie nicht einordnen können, was jetzt soooo falsch war. Das müssen die wirklich auch lernen, dass sie dann nochmal von vorne anfangen DÜRFEN (und ich in der Folge vielleicht schon bei C belohne und die Übung D zu E nochmal heraus trenne und einzeln übe).

    Also selbst ein Signal, das sagt: "War so nicht richtig, starte von vorne!" kann einen Hund völlig aus der Bahn werfen.

    Einmal editiert, zuletzt von SummerCake1433 (25. Oktober 2024 um 16:42)

  • Schafring
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    2
    • 25. Oktober 2024 um 17:36
    • #68
    Zitat von KleineMama

    mir nicht funktioniert. Am Ende der Schlepp (oder Flexi) sage ich seit jeher "Langsaaaaam!!!" und er knallt seit über vier Jahren in die Leine und kugelt mir fast den Arm aus oder bringt mich fast zu Fall.

    knallt er indie Leine weilerweiter vorne etwas sieht wo er unbedingt hin muß oder hat er nach vier Jahren noch nicht begriffen wie lang deinen Leinen sind,

    Dies wäre ein wichtiger Unterschied zu wissen?

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. “

  • SummerCake1433
    Gast
    • 25. Oktober 2024 um 17:46
    • #69

    Ich glaube der hat nicht begriffen, wie lang die Leinen sind.

    Dabei waren es schon immer 10 Meter. Also egal ob Schlepp oder Flexi. Der Abstand zu mir ist immer der gleiche.

    Bzw. in der Stadt halt die 1,5m wobei der da eher reinläuft, weil seine Nase wichtiger ist als die Spielverderberin hinten dran.

  • Axman
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    • 25. Oktober 2024 um 20:35
    • #70

    Maline der :D ist für die Axmann-Skala

    Ich hoffe ihr versteht wie es gemeint ist. Als Beispiel. Es ist keinesfalls eine Empfehlung!!! <3 <3

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Secans
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    875
    • 16. November 2024 um 15:39
    • #71

    Meine Erfahrung, hier ganz regional, ist, dass massiv Grenzen fehlen. Und die Hundetrainer hier vermitteln auch nicht, wie man eine Aversive Grenze setzt, sondern halten den Hilfesuchenden Vorträge darüber, wieso sie total gegen Strafe sind. Haben auf der anderen Seite aber lediglich Theoretische Lösungen, die praktisch überhaupt nicht funktionieren.

    Vielen Hundetrainern hier fehlt auch die breite, praktische und echte Ausbildungserfahrung. Viele Trainer*innen haben grade mal seit 4 oder 5 Jahren einen Hund der dazu nicht mal wirklich kompliziert war, beraten dann aber die Familie in der es schon Beißvorfälle gab.

    Es gibt zu viele Abgaben durch solche Trainer, wo die Hunde gar nicht so super schwierig sind, aber die Trainer einfach über ihren eigenen Horizont arbeiten - Selbstüberschätzung. Und grade verzweifelte Hundebesitzer greifen nach jedem Strohhalm.

    In wie weit eine Aversive Strafe Sinn macht, muss man immer schauen. Gibt ja auch genug Hundetypen die lassen sich von zum Beispiel Schmerzreizen erst recht in der Aggression aktivieren. Manchmal hilft auch nur noch Management und das zurechtrücken von Erwartungen an das Zusammenleben, weil wichtige Zeitfenster einfach verdaddelt wurden.

    Einen Hund abzugeben ist momentan unfassbar schwierig, wenn man da nicht hemmungslos ist.

  • Secans
    Beiträge
    875
    • 16. November 2024 um 17:19
    • #72
    Zitat von Harz2024

    Ein aversiver Reiz, ist eigentlich immer Schmerzhaft, oder unangenehm.

    Und schon wieder dieses rein positive Erziehung.

    Wenn man das macht, dann sollte man dazu aber auch stehen, dass man aversiv und eben auch Gewalt anwendet.

    Und schon wieder so ein bei manchen Rassen muss man .... machen, das selbe wie in diesem Artikel.

    Da komm ich aus dem Schleudertrauma kaum noch raus.

    Im Bekanntenkreis habe ich einen weichen Pudelmix, dem dringend Grenzen fehlen. Der Hund hat tatsächlich schon gebissen und die Besitzer stehen kurz vor Abgabe, weil sich bereits die Nachbarschaft beschwert und die Besitzerin Angst hat.

    Wir reden hier von zuckersüßen 11kg. Charakterlich sehr weich, für ihre Besitzer aber ein schwieriger Hund. Alles auch subjektiv. Aber eher unsicher, poliert sich gerne das Selbstbewusstsein über Aggressionsverhalten auf und irre klug und frech.

    Ein aversiver Reiz funktioniert hier wirklich außerordentlich gut, meiner Erfahrung nach kommt man damit grade bei harten Hunden eher an seine Grenzen. Grade Schmerzreize wirken bei gewissen Hunden eher aktivierend als hemmend. Und manche sind da absolut unempfindlich, wie Jagdterrier.

    Denke man muss da einfach stark differenzieren. Auch um was es geht. Ich verwende Strafreize in der Erziehung immer, wenn ich ein Verhalten hemmen möchte. Welcher genau kommt auf den Hund und das Verhalten an.

    Gewalt wendet dann auch die Mutterhündin an. Meine hat ihre Welpen beim säugen zum Beispiel leicht in den Kopf gebissen um ihnen zu erklären, wie stark sie säugen dürfen und wann es ihr wehtut. Da haben die auch durchaus geweint und gejammert, es aber verstanden. Erziehung war auch hier nicht frei von unangenehmen Dingen, in diesem Fall einem Schmerzreiz.

  • Pepper
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    • 16. November 2024 um 17:34
    • #73

    Danke für Deinen Beitrag Secans
    Du triffst da genau meinen Nerv. Das Beispiel mit der Mutterhündin zeigt ja auch, das "aversiv" nicht gleichzusetzen ist mit roher Gewalt.

  • Maline
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    • 16. November 2024 um 17:37
    • #74
    Zitat von Secans

    Gewalt wendet dann auch die Mutterhündin an

    Ich bekam bei Quinto bald täglich Videos von dem Wurf, das sollte auch beim Auswählen helfen. Mir kam er immer sehr abwartend vor und trotzdem bekam er irgendwie die meiste Haue von seiner Mutter, schade dass man das hier nicht einstellen kann um es genauer zu erklären. Auf jeden Fall ist er heute nicht mehr abwartend und mein erster Hund der schon mal einen drüber kriegt, wenn er wieder mal ausrastet. Dann schüttelt er sich, ist wieder ansprechbar und kein bisschen nachtragend. Alle meine anderen Hunde waren deutlich leichter zu beeindrucken und das auch nachhaltiger.

  • Pepper
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    • 16. November 2024 um 17:41
    • #75
    Zitat von Maline
    Zitat von Secans

    Gewalt wendet dann auch die Mutterhündin an

    Ich bekam bei Quinto bald täglich Videos von dem Wurf, das sollte auch beim Auswählen helfen. Mir kam er immer sehr abwartend vor und trotzdem bekam er irgendwie die meiste Haue von seiner Mutter, schade dass man das hier nicht einstellen kann um es genauer zu erklären. Auf jeden Fall ist er heute nicht mehr abwartend und mein erster Hund der schon mal einen drüber kriegt, wenn er wieder mal ausrastet. Dann schüttelt er sich, ist wieder ansprechbar und kein bisschen nachtragend. Alle meine anderen Hunde waren deutlich leichter zu beeindrucken und das auch nachhaltiger.

    Was ist Dein Fazit...ich kriege den Punkt nicht :)

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