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Fußlaufen - Freifolge IGP - Alles zu Aufbau und Verbesserung

  • Secans
  • 27. Dezember 2024 um 09:06
  • Ruebchen
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    • 6. Januar 2026 um 12:46
    • #91
    Zitat von Axman

    das Stückchen Wiener ist sicherlich nicht gut sichtbar von Ioshys Warte aus, d.h. er guckt an die richtige Stelle obwohl er da nicht konkret ein Reizobjekt sieht.

    Und das ist Gold wert... auch einer der Gründe, warum Ero bis heute noch mit Futter für die Fußarbeit bezahlt wird.

    Allerdings ist er jetzt schon bald 6 und ich habe das Gefühl dass er speziell in der Fußarbeit so ein bisschen gediegener wird - was mich direkt zu deiner neuen Frage führt:

    Ero wurde ja auch völlig frei ohne Leine aufgebaut... mich stört die im Aufbau mehr als sie nützt. Aber, ich habe JETZT vor 2 - 3 Wochen angefangen beim Fußlaufen ein bisschen mit Aktivierungsreizen über die Leine zu arbeiten. Minimalst. Funktioniert außerordentlich gut, und ich find's total genial, dass ich diese Möglichkeit jetzt noch habe um jetzt (oder noch später) ohne viel Aufwand/Theater beim erwachsenen Hund mal eben noch "eine Schippe drauf zu legen". Man stelle sich vor, ich hätte alles schon in (sehr) jungen Jahren oder gar im Aufbau "verspielt". ^^

    Trau' deinem (Bauch)gefühl. :)

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Axman
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    • 6. Januar 2026 um 17:37
    • #92
    Zitat von Secans

    Ich machs für manche Dinge, aber in sehr moderatem Umfang.

    Der Vorteil ist einfach, dass es Aktivität bzw. Trieb macht wenn man den passenden Charakter hat.

    Manche Hunde hingegen werden dadurch schlechter und hemmen sich.

    Das leuchtet ein. :) Vor allem das "wenn man ......" trifft sich auch mit meiner Einschätzung. Es scheint mir, dass das auch oft eines der Dinge ist, die man macht, "weil man es halt so macht"

    Zitat von Ruebchen
    Zitat von Axman

    das Stückchen Wiener ist sicherlich nicht gut sichtbar von Ioshys Warte aus, d.h. er guckt an die richtige Stelle obwohl er da nicht konkret ein Reizobjekt sieht.

    Und das ist Gold wert... auch einer der Gründe, warum Ero bis heute noch mit Futter für die Fußarbeit bezahlt wird.

    Allerdings ist er jetzt schon bald 6 und ich habe das Gefühl dass er speziell in der Fußarbeit so ein bisschen gediegener wird - was mich direkt zu deiner neuen Frage führt:

    Ero wurde ja auch völlig frei ohne Leine aufgebaut... mich stört die im Aufbau mehr als sie nützt. Aber, ich habe JETZT vor 2 - 3 Wochen angefangen beim Fußlaufen ein bisschen mit Aktivierungsreizen über die Leine zu arbeiten. Minimalst. Funktioniert außerordentlich gut, und ich find's total genial, dass ich diese Möglichkeit jetzt noch habe um jetzt (oder noch später) ohne viel Aufwand/Theater beim erwachsenen Hund mal eben noch "eine Schippe drauf zu legen". Man stelle sich vor, ich hätte alles schon in (sehr) jungen Jahren oder gar im Aufbau "verspielt". ^^

    Trau' deinem (Bauch)gefühl. :)

    Mit Axel habe ich auch beste Erfahrung mit Futter im Fuss gemacht. Im Nachhinein betrachtet war es ein Fehler, bei ihm überhaupt je Beute in der Fuss und Positionsarbeit herzunehmen. Aber mei, da war ich jung und dumm/beeinflussbar :D 8o

    Deine Erkenntnis, dadurch mit dem schon erfahrenen Ero jetzt noch die Möglichkeit zu haben eine Schippe drauf zu legen finde ich genial nutzvoll!! Das werde ich mir unbedingt merken.

    Ja, die Verlockung den jungen Hund schon überzudynamisieren ist gross. Verlockung ist nicht das richtige Wort aber ihr wisst schon was ich meine.

    Mir ist mein damaliger Obedience Trainer eingefallen als er mal geschimpft hat, weil der Spanische Meister war ein Labrador geworden, kein Border Collie. Mein Trainer meinte, das kann doch wohl nicht sein, ein Labrador ist niemals in der Lage knackiger und rasanter abzuliefern als ein Border Collie...... Tja, es scheint im Obedience auch so zu sein, dass die Korrektheit der Technik, der Flow, die Konstanz und das Selbstvertrauen in der Ausführung bei vielen Richtern noch vor der Knackigkeit und dem Spektakulären kommen :/ .

    Danke für eure wertvollen Kommentare <3

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Maline
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    • 6. Januar 2026 um 18:53
    • #93
    Zitat von Axman

    Korrektheit der Technik, der Flow, die Konstanz und das Selbstvertrauen in der Ausführung bei vielen Richtern noch vor der Knackigkeit und dem Spektakulären kommen :/

    Obwohl ich mal die Aussage eines IGP-Richters wegen des immer schneller und spektakulärer aussehenden Sports als ziemlich gut empfunden habe. Er sagte so in etwa: gewinnen wird nicht der, der eher fertig ist. Da manche Sportler gerne die Korrektheit etwas vernachlässigen.

  • Secans
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    • 7. Januar 2026 um 08:59
    • #94
    Zitat von Maline

    Da manche Sportler gerne die Korrektheit etwas vernachlässigen.

    Wir definitiv. Aber zumindest züchterisch ist das meiner Meinung nach auch nicht die schlechteste Entscheidung. Technische Fehler werden eher nachgesehen als ein Hund der nicht dynamisch arbeitet und dem die Ausstrahlung fehlt.

    Im Ideal hat man natürlich beides, aber ich würde immer eher in der Technik Abstriche inkauf nehmen als beim Ausdruck.

    Meine Hunde sind aber von sich aus sehr dynamisch und ich arbeite da einfach nicht dagegen, sondern nutze es :)

  • Secans
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    • 7. Januar 2026 um 09:00
    • #95

    Wobei es meiner Erfahrung aber auch nicht zwangsläufig aufgeht hinterher erst Trieb zu machen. Bei vielen sehr technischen Aufbauten hält es dann nicht, mit der Herangehensweisen ist man auch nicht immer auf der sicheren Seite.

  • Axman
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    • 7. Januar 2026 um 16:06
    • #96
    Zitat von Secans

    Wobei es meiner Erfahrung aber auch nicht zwangsläufig aufgeht hinterher erst Trieb zu machen. Bei vielen sehr technischen Aufbauten hält es dann nicht, mit der Herangehensweisen ist man auch nicht immer auf der sicheren Seite.

    Das ist ein Gedanke, der mir in den Kopf gekommen ist. Man beabsichtigt ja eine Emotion mit der Übung zu verknüpfen und es empfiehlt sich, das früh zu tun, damit es sich festigt und der Hund es automatisch also unterbewusst abruft und auch dauerhaft hält quasi weil er nie was anderes getan hat.

    Ein Thema das zu beobachten sich lohnt. :)

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Axman
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    • 7. Januar 2026 um 16:09
    • #97
    Zitat von Axman

    Mir ist mein damaliger Obedience Trainer eingefallen als er mal geschimpft hat, weil der Spanische Meister war ein Labrador geworden, kein Border Collie. Mein Trainer meinte, das kann doch wohl nicht sein, ein Labrador ist niemals in der Lage knackiger und rasanter abzuliefern als ein Border Collie...... Tja, es scheint im Obedience auch so zu sein, dass die Korrektheit der Technik, der Flow, die Konstanz und das Selbstvertrauen in der Ausführung bei vielen Richtern noch vor der Knackigkeit und dem Spektakulären kommen :/ .

    Beim nochmaligen Lesen kommt es mir so vor als hörte es sich so an, dass ich hier ausdrücken möchte, dass das Knackige und Spektakuläre VOR der Korrektheit, Flow, Selbstvertrauen kommen sollte. Das ist natürlich keinesfalls so. Ich bin absolut Verfechter von "Korrektheit der Technik, der Flow, die Konstanz und das Selbstvertrauen in der Ausführung" und wollte mit meiner Aussage hervorheben, dass es wohl doch einige Richter gibt, die das auch so sehen.

    (warum schreibt jetzt der letzte Text hier grau?

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Secans
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    • 7. Januar 2026 um 16:23
    • #98
    Zitat von Axman
    Zitat von Secans

    Wobei es meiner Erfahrung aber auch nicht zwangsläufig aufgeht hinterher erst Trieb zu machen. Bei vielen sehr technischen Aufbauten hält es dann nicht, mit der Herangehensweisen ist man auch nicht immer auf der sicheren Seite.

    Das ist ein Gedanke, der mir in den Kopf gekommen ist. Man beabsichtigt ja eine Emotion mit der Übung zu verknüpfen und es empfiehlt sich, das früh zu tun, damit es sich festigt und der Hund es automatisch also unterbewusst abruft und auch dauerhaft hält quasi weil er nie was anderes getan hat.

    Ein Thema das zu beobachten sich lohnt. :)

    Ich denke es führen viele Wege nach Rom. Ich mache einen Aufbau über Trieb und Beute, aber ich erzwinge Aktivität nicht über Aktivierungsreize. Was ich dafür aber definitiv brauche ist ein Hund der trotz dieser hohen Trieblage gut darin ist umzusetzen.

    grade in der Fußarbeit sind wir aber nicht mehr sooo bemüht sondern der Fokus hat sich dieses Jahr stark aufs Bringen verlagert weil das punktetechnisch wichtiger ist und wir schon sagen dass die Hunde lieber im ersten Teil etwas ihre energie sparen sollen für den zweiten Teil

  • Maline
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    • 7. Januar 2026 um 16:28
    • #99
    Zitat von Axman
    Zitat von Axman

    Mir ist mein damaliger Obedience Trainer eingefallen als er mal geschimpft hat, weil der Spanische Meister war ein Labrador geworden, kein Border Collie. Mein Trainer meinte, das kann doch wohl nicht sein, ein Labrador ist niemals in der Lage knackiger und rasanter abzuliefern als ein Border Collie...... Tja, es scheint im Obedience auch so zu sein, dass die Korrektheit der Technik, der Flow, die Konstanz und das Selbstvertrauen in der Ausführung bei vielen Richtern noch vor der Knackigkeit und dem Spektakulären kommen :/ .

    Beim nochmaligen Lesen kommt es mir so vor als hörte es sich so an, dass ich hier ausdrücken möchte, dass das Knackige und Spektakuläre VOR der Korrektheit, Flow, Selbstvertrauen kommen sollte. Das ist natürlich keinesfalls so. Ich bin absolut Verfechter von "Korrektheit der Technik, der Flow, die Konstanz und das Selbstvertrauen in der Ausführung" und wollte mit meiner Aussage hervorheben, dass es wohl doch einige Richter gibt, die das auch so sehen.

    (warum schreibt jetzt der letzte Text hier grau?

    Und wenn dann beides vorhanden ist, biste Weltmeister :saint:

    Das ist ja eben das schwierige am Hundesport. Mit meiner Malihündin war ich immer der Hingucker auf Agilityturnieren, sie war so unglaublich schnell und fein zu lenken, aber fast immer fiel dann die eine berühmte Stange X(

    Der Schnauzermix hat super korrekt gearbeitet, war relativ schnell, aber gerade in Klasse 3 hatte man damit Platz 4 oder 5 abonniert.

    Zitat von Secans

    Wir definitiv. Aber zumindest züchterisch ist das meiner Meinung nach auch nicht die schlechteste Entscheidung. Technische Fehler werden eher nachgesehen als ein Hund der nicht dynamisch arbeitet und dem die Ausstrahlung fehlt.

    Das glaube ich sofort.

  • Axman
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    • 8. Januar 2026 um 09:10
    • #100
    Zitat von Maline

    Und wenn dann beides vorhanden ist, biste Weltmeister :saint:

    Ja, schön wärs. ^^ Hoffentlich sind wir auf dem Weg dahin, was die Richterbewertung angeht aber wie schon öfter erwähnt, ich verstehe, dass das schwierig ist, weil manche Hunde auch wenn sie komplett über Belohnung und freies Arbeiten trainiert wurden trotzdem nach aussen nicht so happy strahlen wie andere.

    Die Hundeführer übrigens auch, ich mache immer ein Gesicht als wäre ich stinksauer wenn ich sehr konzentriert bin. Stirnrunzeln inklusive.

    Zitat von Maline

    Der Schnauzermix hat super korrekt gearbeitet, war relativ schnell, aber gerade in Klasse 3 hatte man damit Platz 4 oder 5 abonniert.

    Das ist nervig :| Allerdings verstehe ich das natürlich in einem Sport wo die Geschwindigkeit das Hauptmerkmal ist.

    Mein damaliger Trainer war immer so stolz auf seine flitzigen Border Collies und sagte "Border Collies sind Border Collies, alle anderen sind einfach Hunde". Dass der "lahme" Labrador besser und präziser war als seine glorreichen BC konnte er nicht akzeptieren. Aber das ist halt das Schöne, die Korrektheit der Ausführung, die Harmonie und der flüssige Ablauf ist eigentlich das was zählt, auch in der IGP Unterordnung.

    Mich macht es manchmal fuchtig, wenn ich sehe wie die Leute ewig auf super Positionen aus der Bewegung rumhacken, nur weil sie es noch knackiger und noch spektakulärer wollen und dabei mehr kaputt machen als gewinnen. :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Axman
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    • 8. Januar 2026 um 09:12
    • #101
    Zitat von Secans

    grade in der Fußarbeit sind wir aber nicht mehr sooo bemüht sondern der Fokus hat sich dieses Jahr stark aufs Bringen verlagert weil das punktetechnisch wichtiger ist und wir schon sagen dass die Hunde lieber im ersten Teil etwas ihre energie sparen sollen für den zweiten Teil

    Das ist wirklich auch ein gewichtiger Gedanke! :thumbup:

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Secans
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    • 10. Januar 2026 um 11:03
    • #102

    Was kennt ihr denn für Labradore? Meine Hündin war irre schnell und wenig, sehr vergleichbar mit meinen Malinois. Eine Freundin von mir hat einen Border Collie, der wirkte dagegen wie eine Schlaftablette.

    Ich denke es ist auch da alles abhängig von der Zucht.

  • Axman
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    • 10. Januar 2026 um 19:28
    • #103
    Zitat von Secans

    Was kennt ihr denn für Labradore? Meine Hündin war irre schnell und wenig, sehr vergleichbar mit meinen Malinois. Eine Freundin von mir hat einen Border Collie, der wirkte dagegen wie eine Schlaftablette.

    Ich denke es ist auch da alles abhängig von der Zucht.

    Das war nur die vorurteilbehaftete/neidige Aussage meines damaligen Trainers. Ich habe den Labrador den er meinte aber nie gesehen. Ich kenne sonst nur die working line Labradors von Bekannten, die im Utility Obedience gehen, die sind sehr eifrig.

    LG Angie

    Axel geb 2019

    Ioshy geb 2025

  • Ruebchen
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    • 11. Januar 2026 um 09:28
    • #104
    Zitat von Axman

    von Mir ist mein damaliger Obedience Trainer eingefallen als er mal geschimpft hat, weil der Spanische Meister war ein Labrador geworden, kein Border Collie. Mein Trainer meinte, das kann doch wohl nicht sein, ein Labrador ist niemals in der Lage knackiger und rasanter abzuliefern als ein Border Collie...... Tja, es scheint im Obedience auch so zu sein, dass die Korrektheit der Technik, der Flow, die Konstanz und das Selbstvertrauen in der Ausführung bei vielen Richtern noch vor der Knackigkeit und dem Spektakulären kommen :/ .

    sowas ist mir auch schonmal passiert... war aber ne kleine Cup-Prüfung hier im Bundesland. Ich war mit A.J. da, der ist natürlich nur so übergeschäumt vor Energie und Tempo.. und dann war da ein Mann mit einem schon recht alten Aussie. Der Hund lief (meiner Meinung nach) damals wie tot neben seinem Herrchen her, keine Energie, keine Dynamik, aber halt auch keine Fehler.

    Der hat am Ende Punkte mehr als wir bekommen (ebenfalls keine Fehler (im Sinne von Positionsfehler, Sprünge ausgelassen, etc.). WAS HAB ich mich aufgeregt damals über diesen Ausgang. :D
    Aber heute weiß ich: in den meisten Fällen leidet die Korrektheit und Technik unter dem Tempo, so war's auch bei uns. Der andere Hund hätte vielleicht ein bisschen mehr Elan zeigen können, aber am Ende konnte man dem kaum was nehmen, weil eben alles korrekt. ^^

    Wie Maline schon geschrieben hat, um vorne mitzulaufen braucht man Beides gleichermaßen. Wobei ich persönlich immer Technik vor Tempo stelle.

    Natürlich muss auch für mich ein Hund schnell und dynamisch sein und was Ausstrahlen. Aber für exorbitant schnell/überschäumend/etc. kriegste halt auch keine Extrapunkte.

    Zitat von Secans

    Wir definitiv. Aber zumindest züchterisch ist das meiner Meinung nach auch nicht die schlechteste Entscheidung. Technische Fehler werden eher nachgesehen als ein Hund der nicht dynamisch arbeitet und dem die Ausstrahlung fehlt.

    Da sehe ich lieber einen Hund der "nur" normal schnell ist, dabei aber sein Hirn nicht ausknipst und dann dafür korrekt arbeitet , als einen extrem schnellen Hund, der außer Tempo und explosionsartigem Trieb nichts zu bieten hat. Mehr oder weniger dünne Nerven gibt's dann (nicht immer, aber oft) noch gratis mit dazu...

    Zitat von Secans

    Wobei es meiner Erfahrung aber auch nicht zwangsläufig aufgeht hinterher erst Trieb zu machen. Bei vielen sehr technischen Aufbauten hält es dann nicht, mit der Herangehensweisen ist man auch nicht immer auf der sicheren Seite.

    Das kommt natürlich stark auf den Typ Hund an, für mich persönlich kommt immer erst das Verständnis für eine Übung und dann das Tempo. Aber das sollte im Idealfall von selber kommen, weil der Hund es einfach hat. Ich bin generell kein Freund davon künstlich Trieb zu machen... wenn ich das (besonders in jungen Jahren) "rauf machen muss" hat der Hund für mich grundsätzlich schon ein genetisches Defizit. (Damit meine ich jetzt nicht gezielt an einzelnen Stellen ein bisschen an den Rädchen zu drehen, sondern das systematische grundsätzliche "Aufziehen" von jungen Hunden.)

    Liebe Grüße,

    Nina mit A.J. & Ero 

  • Secans
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    • 11. Januar 2026 um 09:50
    • #105
    Zitat von Ruebchen

    Da sehe ich lieber einen Hund der "nur" normal schnell ist, dabei aber sein Hirn nicht ausknipst und dann dafür korrekt arbeitet , als einen extrem schnellen Hund, der außer Tempo und explosionsartigem Trieb nichts zu bieten hat. Mehr oder weniger dünne Nerven gibt's dann (nicht immer, aber oft) noch gratis mit dazu...

    Das ist ja aber schon ein extrem. Dynamisch und Trieb geht ja auch mit Nervenkostüm :)

    Aber ich nehme lieber in Kauf dass ein Hund in der FA etwas aufmacht oder das Holz vielleicht einmal dreht. Halt so Kleinigkeiten.

    Zitat von Ruebchen

    Das kommt natürlich stark auf den Typ Hund an, für mich persönlich kommt immer erst das Verständnis für eine Übung und dann das Tempo. Aber das sollte im Idealfall von selber kommen, weil der Hund es einfach hat. Ich bin generell kein Freund davon künstlich Trieb zu machen... wenn ich das (besonders in jungen Jahren) "rauf machen muss" hat der Hund für mich grundsätzlich schon ein genetisches Defizit. (Damit meine ich jetzt nicht gezielt an einzelnen Stellen ein bisschen an den Rädchen zu drehen, sondern das systematische grundsätzliche "Aufziehen" von jungen Hunden.)

    Von künstlichen Triebmachen halte ich auch nichts. Aber ich nehme sehr früh einen Ball statt Futter und ich mag mich selbst nicht zügeln müssen in der Arbeit weil der Hund sonst unsauber wird und überdreht. Klappt hier auch gut, die Hunde verändern ihre Position dadurch nicht. Bei meinem Mali muss ich da tatsächlich schauen und arbeite nach wie vor viel mit Futter weil sonst auch die Lautstärke dazu kommt. Mich nervt das, mir darum Gedanken machen zu müssen und mich zügeln zu müssen. Ist aber einfach Geschmacksache.

    Ich denke es gibt da schon verschiedenen Typen für jeden Geschmack die alle in Ordnung sind ohne dass es sich um Defizite handelt :)

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