Passt das oder sind wir falsch?


  • Ich weiss nicht, ob euch das etwas hilft unsere Erziehungshartnäckigkeit einzuschätzen: unsere Indoorkatzen habe ich im Klickertraining, da ist je nach Rasse Unterschiedlich viel zu holen, aber auch die eher unkooperativen Briten machen Männchen, liegen auf Kommando ab, geben Pfote und fressen auf Namensnennung und warten vorher auf Freigabe.

    MEGA :love: ....

    Ich geb Dir unser Miststück ins Trainingslager. Ich stand gestern wieder im Zimmer meiner Tochter ... wirklich, ich stand da nur .... schießt sie mir ans Bein und hakt einfach mal rein, dass es blutet. Einfach so. Völlig grundlos || .

  • Dann melde ich mich auch mal zu Wort.


    Ich finds prima, dass ihr euch im Vorfeld schon eure Gedanken gemacht habt 😊


    Allerdings glaube ich nicht, dass ihr überhaupt irgendeinen Hund (egal welcher Rasse) findet, der bereits ausgewachsen ist UND in euer Profil passt.


    Wenn ich an eurer Stelle wäre, dann würde ich mich nach einem Züchter umschauen, der die Hunde (egal welcher Rasse) unter ähnlichen Lebensumständen aufzieht, die ihr habt.


    Beim DSH würde ich mich dann beispielsweise an einen Züchter wenden, der die Hunde z.B. noch direkt in der Schäferei einsetzt und den Hund dann tatsächlich bereits als Welpen in euer Leben integrieren, damit ihr die größtmögliche Chance habt, dass euer "normal" auch sein "normal" wird.


    Ob und in welchem Umfang dieser Hund dann ggf. die von euch genannten Aufgaben übernehmen könnte, das muss sich mit der Zeit zeigen.


    Dass ein DSH aber in der Lage dazu ist "unauffällig" auf eurem Hof zu leben, sprich weder die Kinder, die Besucher oder die zum Hof gehörenden Tiere meuchelt, davon kann man schon ausgehen.


    Es ist mit den Hunden aber nunmal wie mit fast allem im Leben: was man möchte bekommt man in den meisten Fällen nicht geschenkt, sondern man muss es sich erarbeiten.

  • Danke Palinka, Ja, steinigen Weg erwarten wir. Aber gerade deswegen wollen wir nicht noch gegen einen starken Trieb abarbeiten müssen, wir hatten auch mal einen Hund aus dem Tierschutz, der z.B. sehr stark jagdtriebig war, das zu steuern ist möglich, haben wir auch, aber die dauernde Gegenarbeit ist eine unnötige Baustelle, die wir im Rahmen des Möglichen ausschliessen wollen. Natürlich ist jeder Hund ein Jäger, aber es gibt halt doch Unterschiede zwischen einem Jagdhund und einigen anderen Ausrichtungen.

    Jagdverhalten auf hofeigene Tiere ist Erziehung. Ich hatte Jagdhunde und es gab kein Problem mit meinen Hühnern, Enten, Katzen und Pferde, sogar die Kaninchen meiner Kinder wurden respektiert.


    Jagdverhalten draussen, auf Wild ist ein anderes Thema oder auf Tiere die nicht zum Hof gehören (z.B. fremde Katzen).


    Ich schliesse mich den Meinungen der anderen an (habe nicht alle gelesen). Für deine Ansprüche brauchst du einen Hund der EINE ganz klare Aufgabe zu erfüllen weiss und die andere Dinge kann man drum herum bauen wenn man kann. Das wäre also ein ausgebildeter Assistenzhund. Dieser kann die anderen Dinge die in eurer Lebenssituation notwendig sind auch noch bis zu einem gewissen Punkt erfüllen. Mit Sicherheit kann er andere Hoftiere respektieren ob er diese dann auch treiben kann muss man abwarten.


    Mein Kenny (DSH LZ) konnte unerwünschte Tauben von hofeigenen Hühnern unterscheiden (alle so erzogenen Hunde können das mMn) und hat die Tauben auf Kommando vom HÜhnerfutter verjagt. Sogar die Hühner wussten dass sie nicht gemeint sind ^^


    Ein Problem, das ich auch sehe ist, dass man niemals einen Welpen ausfindig machen kann, der dann zu dem geeignet ist, was ihr sucht. Es müsste also in jedem Fall ein bereits erwachsener Hund sein, dessen Eignung konkret eingeschäzt werden kann.

  • Allerdings glaube ich nicht, dass ihr überhaupt irgendeinen Hund (egal welcher Rasse) findet, der bereits ausgewachsen ist UND in euer Profil passt.

    Ups, das finde ich jetzt überraschend ^^ :love:


    Hinzufüg:

    Ich stimme aber zu, dass ein DSH (auch und vor allem LZ) zu all den geforderten Dingen in der Lage ist. Also alles das gleichzeitig zu können und einzuordnen. Das einzige Problem wären die Hundehalter.


    Die Erziehung eines solchen Hundes von Welpe an erfordert in etwa den gleichen Aufwand wie ein 2 jähriges Kind. Es wären dann also gleichzeitig 2 Zweijährige im Haushalt und zusätzlich eines mit besonderen Ansprüchen. D.h. eine der erwachsenen Personen würde im Prinzip nichts anderes tun als sich 24/7 um diese beiden Familienmitglieder zu kümmern. Alles andere bliebe auf der Strecke, reden wir mal nicht von einem weiteren 4 jährigen Kind und noch einem 6 jährigen.


    Heiliger Scheibenkleister, wenn ich es so schreibe wird mir Angst und Bange. Nope, ich denke ich ziehe alles bisher geschriebene zurück, in euren Haushalt sollte maximal ein älterer, ganz ganz ruhiger Labrador.......

    2 Mal editiert, zuletzt von Axman ()

  • Ups, das finde ich jetzt überraschend ^^ :love:


    Naja, eigentlich nicht.


    Ich kann deine Meinung dazu auch zu 100% unterstützen.


    Also entweder hole ich mir einen Welpen, der möglichst schon in der Situation heranwächst und schaue was mit ihm möglich ist


    oder


    Ich hole mir einen ausgewachsenen Hund, der für EINE genannte Aufgabe prädestiniert ist und nehme ggf. andere "Baustellen" in Kauf.


    Aber


    dass man die eingangs beschriebene eierlegende Wollmilchsau findet, DAS halte ich für eher unrealistisch.

  • MEGA :love: ....

    Ich geb Dir unser Miststück ins Trainingslager. Ich stand gestern wieder im Zimmer meiner Tochter ... wirklich, ich stand da nur .... schießt sie mir ans Bein und hakt einfach mal rein, dass es blutet. Einfach so. Völlig grundlos || .

    Klingt aufregender als es ist, ich hatte mal unfreiwillig Leerlauf aufgrund von Verletzung und konnte die erste Hürde mit ihnen nehmen. Sobald die Katzen erstmal begriffen haben, dass jemand von ihnen tatsächlich auf Anzeigen eine Handlung erwartet geht es.

    Das meiste ist aus rein logistischen Gründen entstanden, so wird sich nicht untereinander gekloppt und man hat für Untersuchungen kooperative Tiere. Und wenn sie auf Zeichen/ Namen hören und kommen zählt es sich viel schneller durch, als sie erst suchen zu müssen. Bei kleinen Saboteuren im Haus ist das noch hilfreich um rauszufinden, ob und wer grad im Schrank eingesperrt wäre, weil er seine Nase nicht bei sich lassen konnte.

    Richtig Spass macht die apportierende Ragdoll, die ist aber schon eher motiviert. Und man darf natürlich nicht mit dem Massstab von Hunden messen-das leisten sie im vertrauten Umfeld ohne Störfaktoren und nicht unbegrenzt lang am Stück.

  • Vielleicht mal versuchen Jessat zu Kontaktieren, er gehört für mich zu den besten in D, was Schäferhunde betrifft, seine Hunde arbeiten an der Schafherde.

    Kontakt/Impressum

    Oder Thomas Baumann, für mich der beste der sowas einschätzen kann.

    So kannst du dir viel Zeit sparen, ich habe aber keine Ahnung wie gut die beiden erreichbar sind.

  • huhu... also ich lebe selbst auf einem Hof. Wir haben hier auch täglich rund um die Uhr Kundenbetrieb. Ich kenne auch noch einige Leute mit Höfen und Hunden.


    Ich kenne die verschiedensten Hunde auf den Höfen, häufig Mischlinge, bekannte haben auch einen Jagdhund auf dem Hof (ich meine Münsterländer), wir hatten vorwiegend Mischlinge, in Richtung Labrador oder auch Welpen von Schäfern, die noch hüten.... Ich muss sgaen einen Hund, den man vom Welpenalter an hat auf einem Hof einzugewöhnen, ist deutlich einfacher, als man es sich erstmal so vorstellt...

    Gut, der Husky von eurem Nachbarn ist natürlich mal wieder so ein klarers Beispiel dafür, dass die Genetik schon eine Rolle spielt ^^

    Witzigerweise muss ich sagen, kenne ich Schäferhunde auf Höfen auch eher selten. Wir haben jetzt einen Schäferhundherdenschutzmix und ich muss sgaen, bei ihr war das jagen von allen Hunden am ausgeprägtesten. Aber auch sie bleibt jetzt alleine sicher auf dem Hof, Kunden waren sowieso nie ein Problem. Wobei sie trotzdem ziemlich wachsam ist, wenn jemand nicht in unser Kundenspektrum fällt, dann meldet sie schon.

    Dass irgendjemand mit Hofeigenen Tieren und den eigenen Hunden ein Problem hätte, habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gehört.


    Also aus meiner eigenen Erfahrung ist alles Hütehundmäßige auf einem Hof ein absoluter Selbstläufer. Holly hatten wir als Welpe von einem Schäfer geholt, ich glaube die hatte ihr gesamtes Leben nicht mal eine Leinde dran, Halsband hat sie gehasst, wenn sie mal irgendwie eins an hatte ;)

    Und auch der andere Hütehund den wir hatten, Blacky, den bekamen wir etwas unter einem Jahr, meine Schwester und ich waren noch Kinder. Erziehen oder beibringen musste man dem nichts und er war von Tag eins unzertrennlich mit uns Kindern. Er war immer und Überall mit uns und er hat auch nie versucht uns irgendwie zu hüten oder so. Das einzige was bei ihm zu beachten war, es konnten keine fremden zu uns, die hat er abgeschnappt ;D

    Er hat tatsächlich auch viel meiner Schwester geholfen, er hat oft mit ihr zusammen im Stroh gelegen und gekuschelt, wenn sie mal einen Wutausbruch oder so hatte.


    Dieses Blid, dass man heutzutage von Hütehunden (insbesondere Bordercollie oder Aussie) so im Alltag hat, dass die ständig drüber sind, kann ich bei unseren Hunden, die ja aus Anpaarungen kamen, mit denen tatsächlich Leute hauptberuflich arbeiten nicht bestätigen.

    Und es war jetzt nie so, dass sich hier aktiv jemand mit den Hunden beschäftigt hätte, die haben halt immer so ihr Ding gemacht und waren halt einfach dabei.

  • Ich glaube schon das hier ein DSH passend ist. Ein kleines Glückspaket sind sie ja trotzdem immer. Man weiß nie genau wie auch der einzelne Welpe entwickelt und was er so mit bringt.


    Aber ich würde nicht alle Aufgaben die aufgezählt wurden an den Hund stellen.

    Ein Assistenzhund, der friedlich am Hof wohnt geht sicher in Ordnung.

    Zum Thema Hofladen. Wenn der Hund von klein auf daran gewöhnt ist, dass hier die Leute ein und aus gehen, denke ich, dass hier keine all zu große Probleme entstehen sollten. Ich kannte auch einen Hund (Reitstall) die konnte sehr gut unterscheiden, wer zu den Einstellern gehörte und wer nicht. Und dann zusätzlich noch wo sich diese aufhalten durften, bzw was Privat war. Allerdings war das ein Berner Sennenmix. Aber auch Berner sind bekannt für ihr Territorialverhalten. Sind halt auch als Hofhunde gezüchtet worden.


    Das ganze Getier am Hof in Ruhe lassen, das sehe ich wie Axman. Auch meine Hunde lassen die Hauseigenen Tiere gänzlich in Ruhe. Das ist Erziehungsarbeit. Nur die Kaninchen werden bei Kiara wohl immer ein rotes Tuch sein.


    Aber dann auch noch Aufgaben bei den Tieren übernehmen, dass halte ich für zuviel des Guten. Das will ja auch alles trainiert werden. Da hat man sicher mit den Assistenzaufgaben genug zu tun und die sind sicher auch am wichtigsten.

    Ob und wie weit man solche Aufgaben selbstständig (auf jeden Fall mit Trainer Hilfe) dem Hund beibringen kann, kann ich ehrlich gesagt nicht einschätzen.

  • Daher die Frage, was konkret kann ein Schäfer leisten und wo sind die Grenzen?

    Kann er sich abrufen lassen auch wenn er lieber jagen will? Kann er Passanten und Briefträger über den Hof lassen, oder ist das der Klassiker, bei dem dann viele auf Probleme stossen?

    Ich finde du stellst da die falschen Fragen . Die Frage ist nicht, was vermag ein Schäferhund zu leisten, sondern, was vermögt IHR dem Schäferhund zu verklickern?


    Alles was du hier aufzählst, können die durchaus, aber nur, wenn ihnen das Jemand beibringt, der's kann.

    Ich habt Hundeerfahrung, das ist schonmal super. Aber wie du schon selber geschrieben hast, ein DSH ist da doch noch ein anderes Kaliber als das was ihr sonst kennt.

    Ich halte dich keineswegs für naiv! Aber Erfahrungsgemäß sind "Erstlings-Schäferhundehalter" schon echt genug damit bedient einem (LZ) DSH schlichte, einfache, zuverlässige Alltagstauglichkeit anzuerziehen.
    Die ganzen anderen Aufgaben on top... schwierig.

  • Erst mal herzlich Willkommen und super, dass ihr euch so viele Gedanken vorher macht.

    Beim DSH würde ich mich dann beispielsweise an einen Züchter wenden, der die Hunde z.B. noch direkt in der Schäferei einsetzt

    Das war, neben der eierlegenden Wollmilchsau ;) ^^ , tatsächlich auch mein erster Gedanke gewesen.


    Aber insgesamt würde ich auch gucken, einen Schwerpunkt festzulegen und dann gucken, was passen könnte.

  • Erst einmal finde ich es super, dass ihr euch so viele Gedanken macht. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass egal was es für ein Hund wird, ihr unzufrieden sein werdet. Wenn ihr von den ganzen Wünschen einiges streicht, bleiben immer noch einfach zu viele " unbewusste" Erwartungen unerfüllt. Kommt dann noch ungeplantes dazu, wie Hund rempelt Kind um oder tötet doch noch eines der kleinen Tiere, kippt die Stimmung ganz schnell.

    Auch, wenn es etwas pessimistisch rüberkommt, ich habe einfach schon zu viel Hunde kennengelernt, die aus den verschiedensten unerfüllten Wünschen wieder abgegeben wurden.

  • Herzlich willkommen 🤗


    Also ich persönlich würde mir gerade in Bezug auf die Autismusthematik durch Personen Unterstützung holen, die beruflich diese Hunde für die Ausbildung auswählen. Die kennen die Züchter die Hunde mit genau den richtigen Eigenschaften für Autismus haben, denn nicht jeder Hund kann am Ende die Anforderungen an die Assistenz leisten, weil die Genetik dafür auch eine Rolle spielt und viele Züchter haben da nicht unbedingt die Fachkenntnis um das korrekt einschätzen zu können, wenn sie sich darauf nicht spezialisiert haben.

    Die Nachbarn meiner Eltern haben einen großen Schweizer sennenhund der für das pflegebedürftige Kind eingesetzt werden sollte… der Züchter hatte denen gesagt, dass das mit seiner Linie perfekt laufen würde… Ende vom Lied: die haben jetzt den 3ten Trainer um ihn überhaupt erstmal alltagstauglich ohne „ich fresse jeden anderen Hund/Jogger/Radler den ich sehe“ zu bekommen und auch die Hilfestellungen haben bisher, er ist jetzt 2, noch nicht geklappt. Beide Elternteile waren jetzt nicht unerfahren mit Hunden, aber er ist echt eine Nummer für sich…


    Aus diesem Grund würde ich zB über https://www.assistenzhunde-zentrum.de/ mir Unterstützung bei der Auswahl des richtigen Hundes holen damit die Risiken geringer sind, wenn ich selbst ausbilden möchte