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Schäferhunde in den Medien

  • tanja_and_pets
  • 4. Juli 2026 um 12:52
  • Maline
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    23
    • 5. Juli 2026 um 15:31
    • #16

    Umfrage zu TA- Kosten auf der Seite des SV gefunden:

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    afc-public-services.limesurvey.net

    Hatte ich nämlich nachgeschaut um zu erkennen, ob der SV im FCI ist. Bedeutet, dass Änderungen in der Zucht also nicht nur Deutschland alleine entscheiden kann.

  • Wuesti
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    • 5. Juli 2026 um 15:38
    • #17
    Zitat von Bass23

    Ich selber achte daher bei der Auswahl peinlich auf ganz niedrigen Inzuchtkoeffizient und möglichst wenig Ahnenverlust auch auf 10 Generationen. Dazu auf gar keinen Fall einen popular sire bei den Eltern. Das mache ich als Verbraucher, nicht als Züchter

    Wieso genau hast du dich dann bei seinem Stammbaum grad für den Bassam entschieden?

    Edit: bitte nicht als Angriff verstehen, mich interessiert der Gedankengang dahinter wirklich, weil man ja oftmals nach Jahren auch etwas betriebsblind wird

    Einmal editiert, zuletzt von Wuesti (5. Juli 2026 um 16:22)

  • Kimmo
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    6
    • 5. Juli 2026 um 20:28
    • #18

    Wie ein Verein Arbeiten kann, wenn er denn will und nicht nur Geld geil ist, sieht man beim Proholmer. Die Rasse war in den 70er Jahren fast ausgestorben und wurde wieder neu aufgebaut. Der Verein achtet extrem drauf, Inzucht so gut es geht zu vermeiden.

    Wie gesagt, der SV ist das größte Übel und RSV und Co. konnten es leider nicht besser machen.

    Es ist so schade, es gab einfach keinen besseren Hund als den DSH und ich weiß das viele viele andere Rassen genauso kaputt gezüchtet werden.....Geld, es ist immer wieder das gleich, das Geld.

    Ausnahmen bestätigen die Regel!

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Maline
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    • 6. Juli 2026 um 08:52
    • #19

    DEN Verein gibt es nicht, es sind die Menschen die dahinter stehen. Deshalb wechselt die Qualität eines Vereins schnell, wenn Vorstand und/ oder Trainer wechseln.

    Ein Bekannter von mir hatte immer Zuchtrüden Deutsche Dogge. Vor vielen Jahren versuchte man der Kurzlebigkeit dieser Rasse zu erhöhen in dem das Mindestalter der Deckrüden stark angehoben wurde. Irgendwann wurde das wieder fallen gelassen, so dass man nicht mal richtig erkennen konnte, ob das der richtige Weg wäre.

  • tanja_and_pets
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    219
    • 6. Juli 2026 um 09:12
    • #20

    Also ich finde, es gibt auch vorbildliche Sachen.

    Z. B. dass sich einfach JEDER (auch keine SV Mitglieder) online die SV-DOxS Pakete kaufen kann, und so Zugriff auf alle Daten hat (ich habe aber nur 3 der vielen Pakete):

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Natürlich gibt es auch hier Verbesserungen, wie dass die LÜW Daten automatisch online gehen und nicht nur, wenn der Besitzer sie freischaltet.

    Oder dass LÜW oder DM generell wie HD/ED Pflicht wäre.

    Aber diesen Service finde ich sehr transparent und er erlaubt es jedem, sehr unkompliziert selber die Ahnen seines zukünftigen Hundes zu erforschen.

    Das Problem sind auch immer die unterschiedlichen Anforderungen.

    Ich will einen vierbeinigen Mitbewohner, mit dem ich möglichst lange Zeit verbringen kann.

    Schäferhunde als "Nutztiere" (klingt jetzt doof, aber ich meine damit Leute, die sich den Hund für den Beruf halten, wie z.B. Berufsschäfer) sollen möglichst lange funktionieren und können danach schnell abtreten, um nicht unnötige Futterkosten zu produzieren.

    Ein 15 Jahre alter Schäferhund, der seniorengerecht durch die Gegend tippelt, ist für die zweite Gruppe nicht hilfreich.

    Für mich hingegen war es ein Alptraum, meinen knapp 14 jährigen Jalu (vom Haus Kind https://www.sv-doxs.net/hund/2253598) über die Regenbogenbrücke schicken zu müssen, obwohl er im Kopf noch da war, aber nicht mehr alleine aufstehen oder sich fortbewegen konnte, und am Ende das nicht mal mehr mit meiner Hilfe möglich war 😢.

    Ich kenne Züchter, die aus Frust den SV verlassen haben, und welche, die immer noch kämpfen.

    Dem Hund hilft nur das Kämpfen.

    Und auch hier gilt mein Leitspruch: Politik durch Kaufentscheidung.

    (Gesetze dauern Jahre und die Umsetzung und Einhaltung ist schwierig. Produkte, die nicht gekauft werden, sind auf der Verkaufsliste schon nach einem halben Jahr gelb, nach einem dreiviertel Jahr rot und nach einem Jahr weg. Jeder von uns entscheidet sich mit den tagtäglichen Einkäufen für oder gegen Umwelt- und Tierschutz.)


    Kein Mensch gibt sich den Aufwand, einen Wurf zu machen, wenn er danach auch noch das Problem hat, neue Besitzer für die Welpen zu finden.

    https://www.tanjaspets.de

  • nette
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    • 6. Juli 2026 um 09:42
    • #21

    nicht explizit Schäferhunde, aber passend zum Thema: Rasseerhalt-vs_-Tiergesundheit_Offener-Brief_Tieraerzteschaft_01_07_26-.pdf

    Annett mit Lexy und Carma

    “Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.”

  • Bass23
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    • 6. Juli 2026 um 11:50
    • #22

    Wuesti : an Bassams Beispiel siehst du gut, wie schwer es ist, meine oben genannten Kriterien alle zu erfüllen. Weil eben die Inzucht überall drin ist. Leider..

    Ich wollte ja einen etwas derben Hund, nicht in erster Linie einen Sportler, sondern einen Gebrauchshund, der eben auch ohne wenn und aber als Diensthund einsetzbar wäre. Ich brauche zwar selber keinen Diensthund, schätze aber die Eigenschaften, die ein guter Vertreter dieses Schlags mitbringen sollte.

    Inzucht und Ahnenverlust bei ihm bewegen sich in ( leider) normalem Rahmen, wobei es deutlich schlimmer sein könnte ( in dem Fall hätte ich ihn nicht erworben). Ausschlaggebend waren für mich hier die genetischen Komponenten und mithin auch die Eigenschaften, die Vater und Mutter einbringen. Von der Mutter hat er viel Freundlichkeit und gute soziale Kompetenzen, väterlicherseits extrem viel Härte und eine hohe Wehrbereitschaft. Der Hund hat Nerven wie Drahtseile und ist äußerst klar im Kopf.

    Natürlich ist es immer ein bisschen russisches Roulette, was genetisch mitgegeben wird. In Bassams Fall hat man einen großen Teil seines Charakters schon ganz früh an den Augen und am Blick gesehen, was mir die Entscheidung leicht gemacht hat

  • Wuesti
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    • 6. Juli 2026 um 19:31
    • #23
    Zitat von tanja_and_pets

    Also ich finde, es gibt auch vorbildliche Sachen.


    Z. B. dass sich einfach JEDER (auch keine SV Mitglieder) online die SV-DOxS Pakete kaufen kann, und so Zugriff auf alle Daten hat (ich habe aber nur 3 der vielen Pakete):

    Ja, ich finde auch, dass der SV da mit den Daten durchaus vorbildlich transparent umgeht.

    Zum Thema LÜW etc lief ja erst wieder eine große Datensammlung.

    Natürlich würde ich es auch begrüßen, wenn es in dieser Hinsicht schneller voranginge, kann aber auch verstehen, dass das rechtlich und monetär bei Welpenkäufern nicht einfach durchsetzbar ist.

    Was die Züchter angeht würde ich es mir natürlich anders und auch mit engeren Vorgaben wünschen, aber auch hier bewegt es sich ja langsam und stetig in eine bessere Richtung.

    Bass23 okay, das ist nachvollziehbar für mich. Ich hatte mich nur gewundert, weil viele deiner Kriterien in Bassams Linie nur am Rande erfüllt sind

  • SparklingSalad2260
    Gast
    • 7. Juli 2026 um 08:19
    • #24

    Zum Thema Inzucht gibt es einen tollen Beitrag in der letzten IGP im Kopf Podcast Folge.

    Und Geld regiert die Welt. Das war leider schon immer so und es würde mich wundern, wenn sich das jemals ändert. Und Presse liebt i.d.R. damatische Beiträge, das wissen wir alle auch. Die werden sich immer die Extremfälle rauspicken.

    Stimmt, es gibt Trends in der HZ und LZ, die nicht klasse sind, aber es gibt ja zum Glück auch viele Züchter mit Rückrad, die mit Herzensblut, Stolz und Liebe daran arbeiten, durch ihre Linien gesunde und für unseren Sport- und Schaubereich klasse Hunde zu züchten.

    Ja, wir werden viele HZ- und LZ-Beispiele finden, wo uns mulmig wird... Aber dann gibt es all die anderen Züchter und Hunde, die ich sehr respektiere! :) Ich würde weiterhin jedem Neueinsteiger raten, sich einen Hundeverein zu suchen, wo er sich wohl fühlt und ein paar Wochen mitzulaufen, auch um herauszufinden, wo dann das größte Interesse besteht (Schau, Obedience, IGP, Agi...), damit dann ein Hund aus der entsprechenden Linie ausgewählt werden kann. Und in den Gesprächen ergibt sich dann, welcher Hundesportler einstellungstechnisch am nähesten an der eigenen dran ist. Und dem Rat sollte man dann folgen.

    Und für uns, die schon mehr im Thema stehen, ist SV-Doxs natürlich eine famose Sache.

    Ich persönlich stehe auf Welpen "aus der Region", wo ich oder ein respektierter Vereinkollege den Züchter UND mindestens Mutter oder Vater aus der Verbindung persönlich kennt. Das ist mir super wichtig. Ein Züchter hat mir vor kurzem gesagt: "Ich züchte nur mit meinen Hündinnen und wähle die Verbindungen, von denen ich selber einen Welpen kaufen würde". Das ist doch mal eine klare, bewundernswerte Linie!

    Ich habe aktuell 2 Hunde von lokalen Züchtern mit vergleichbaren Einstellungen, beides tolle Sporthunde und in der Familie total klar im Kopf. Auch mein nächster Hund wird wieder von genau so einem Züchter kommen! :)

  • Bass23
    Beiträge
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    1
    • 7. Juli 2026 um 09:39
    • #25

    Wuesti : das sehe ich nicht ganz so. Für mich ist die Gesundheit das wichtigste, gefolgt vom Wesen.

    Als Konsument musst du aber leider Gottes da manchmal leichte Kompromisse machen, einfach weil man nur aus dem schöpfen kann, was effektiv da ist. Bassams Inzuchtkoeffizient ist nicht hoch, sondern im normalen unteren Rahmen. Klar, null Prozent wären der Traum, aber da findest du nicht mehr viele Hunde und wenn du noch wenig Ahnenverlust willst, noch weniger.

    Ich habe aber darauf geachtet, dass beide Eltern ihrerseits keinerlei Inzucht auf 5 Generationen haben ( der Vater hat sogar 100% AV).

    Zudem habe ich bei den Elterntieren darauf geachtet, eben keinen popular sire zu haben.

    In meinen Augen gäbe es durchaus Möglichkeiten, das Ruder noch rumzureissen:

    - Pro Rüde nur begrenzte Anzahl Decksprünge

    - Rüden erst nach Prüfung der Haltbarkeit, also nicht schon in jungen Jahren zum Decken zulassen

    - Hunde und Deckverbindungen ab einem gewissen Inzuchtkoeffizienten konsequent von der Zucht ausschließen.

    - Auf breiter Basis, vom Verband gesteuert, Fremdbluteinführung

  • Pinguetta
    Moderator
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    • 17. Juli 2026 um 20:39
    • #26
    Zitat von MarcelS

    Ich sehe das ähnlich. Ein guter Stammbaum allein reicht langfristig nicht aus, wenn die genetische Vielfalt immer weiter abnimmt. Gerade die starke Nutzung einzelner erfolgreicher Deckrüden hat in vielen Rassen zu einem schleichenden Verlust an Breite geführt. Deshalb halte ich eine Begrenzung der Deckeinsätze ebenfalls für einen wichtigen Baustein, um die Population langfristig gesünder aufzustellen.

    Hallo MarcelS , Willkommen hier im Forum. Es wäre nett, wenn du dich im Bereich für neue Mitglieder vorstellen würdest.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

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